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Diese Seite befindet sich im Aufbau!
Einige Argumente sind nur grob angerissen und bedürfen einer ausführlicheren Darstellung. Auch sind noch nicht alle Argumente erfasst.
Mitarbeit, konstruktive Kritik und Erfahrungsberichte sind natürlich gerne gesehen!

Intention dieser Seite
Ziel dieser Seite ist das Aufgreifen aller Darstellungen im Stile von Antworten/Internetsperren, um so eine Art "argumentatives Kompendium" zu erstellen, welches auf jede Darstellung der Pro-Kernenergie-Fraktion die entsprechenden Gegenargumente und/oder Widerlegungen listet. Diese Seite soll durch Darstellung der Standpunkte/Argumente beider Seiten ermöglichen, sich einen umfassenden Überblick über die Pro- &Contra-Argumente zu verschaffen, um sich so eine sachlich angemessene Meinung bilden zu können. Dies soll durch Authentizität und Ehrlichkeit erreicht werden, welche sich dadurch ausdrückt, dass hier
- ausdrücklich die Positionen der Pro-Kernenergie-Fraktion zu Wort kommen und
- auch die mitunter negative Folgen von erneuerbaren Energien nicht unerwähnt bleiben!
Darüber hinaus wird hier nicht nur das für und wider von Kernenergie analysiert, sondern auch erneuerbare Energien (EE) als Alternative entgegengestellt und eine tatsächliche Brückentechnologie vorgestellt. Außerdem wird hier bewußt das Primat der Piratenpartei umgesetzt, Sachfragen ungetrübt von Parteikalkül und Ideologie zu behandeln – deswegen wird hier mitunter auch auf Seiten anderer Parteien verlinkt

Wir erachten die Argumente gegen Kernenergie als so überwältigend und erdrückend, dass wir es uns sogar erlauben können, hier direkt auf die Nuklearia-Seiten zu verlinken. Auf diese Weise soll ein positives Pendant zur Pro-Kernenergie-Fraktion geschaffen werden, welche sich oftmals durch unkritische, relativierende, verharmlosende, einseitige, Nachteile verschweigende, Tatsachen verdrehende, "Fakten" herbeiredende und mitunter sogar dreist lügende Darstellungen "auszeichnet". Auf den Nuklearia-Haupt- und Unterseiten werden jegliche kritischen Kommentare, selbst wenn diese noch so offensichtlich sachlich zutreffend sind, zensorisch gelöscht - und zwar ohne dass diese auf die Diskussionsseite verschoben würden! Die Nuklearia hält es noch nicht einmal aus, dass auf ihren Seiten der sachlich passende "Kontrovers"-Hinweis platziert wird: Mitgliedern der Nuklearia ist es augenscheinlich gelungen, diesen gegen eine weichgespülte Version zu ersetzen - in Abstimmung mit der AG Wiki. Beide Sachverhalte sind ein deutlicher Hinweis, wie schwach deren Position ist.

Danksagung
Neben der Einladung durch die AntiAtomPiraten und der Hilfe durch Wiskeyhotel für die "Argumentations-Leiste" gilt mein ausdrücklicher Dank den Elektrizitätswerken Schönau für die Erlaubnis der Übernahme einiger Überschriften im Wortlaut von deren Seite 100 gute Gründe gegen Atomenergie. Mein "besonderer" Dank gilt Rainer Klute von der AG_Ausstiegskritische_Nuklearia, ohne dessen "Verhalten" mir wahrscheinlich die Motivation gefehlt hätte, diese umfangreiche Aufgabe anzugehen --Logos 15:24, 19. Feb. 2012 (CET)

Aufbau
Der formale Aufbau dieser Seite folgt diesem Muster: alle Argumente und Gegenargumente sollen als Überschriften angelegt werden. Das hat zwei Vorteile:

  1. Durch das Inhaltsverzeichnis erhält man automatisch eine kompakte Kurzübersicht
  2. Jedes [Gegen-]Argument ist direkt verlinkbar. In einer Diskussion muss dann nur noch der konkrete Link angezogen werden.

Konzept

  1. Auf erster/oberster Ebene werden die Haupt-Thesen/Aussagen der Anti-Kernenergie-Fraktion benannt
  2. Auf zweiter Ebene werden die Standpunkte/Aussagen der Pro-Kernenergie-Fraktion dargestellt. Viele davon entstammen im Wortlaut der AG_Ausstiegskritische_Nuklearia
  3. Auf dritter und unterster Ebene werden die Gegenargumente bzw. Widerlegungen zur 2. Ebene ausgeführt

Klammernerklärung

  • () sind normale Klammern
  • [] sind Platzhalter. Hier fehlt noch was oder muß noch recherchiert werden
  • {} enthalten Kommentare

Vorwort
Die Piratenpartei schätzt Meinungsvielfalt und eine pluralistische Gesellschaft. In sofern gibt es auch nichts dagegen einzuwenden, wenn hier Einzelne wie z.B. die Nuklearia entgegen einer großen Mehrheit eine absolut unrepräsentative Minderheitenmeinung vertreten - selbst wenn deren Standpunkt Manchen durch und durch verantwortungslos erscheint. Selbst dann ist das ist völlig ok, auch wenn sich gewisse Mitglieder der Nuklearia nicht zu schade sind, das wahrheitswidrig anders darzustellen. Was aber einfach unredlich und zutiefst unseriös ist, Meinungen/Aussagen/Thesen als Fakten zu verbrämen, wie es die Nuklearia in ihrem Propagandakapitel Fakten zur Energieversorgung und Sicherheit macht! Trotz massiver Kritik an diesem Unding hält die Nuklearia nicht nur an ihrem Fehlverhalten fest, sondern bekräftigt dies in der Unterbemerkung auch noch. Das spricht für sich!

Inhaltsverzeichnis

Kernenergie ist zu gefährlich

deutsche AKWs sind besonders sicher bzw. sicherer als der Reaktor in Chernobyl

Im Gegensatz zu dem verunglückten Reaktor in Chernobyl verfügen die in Deutschland zugelassen Leichtwasserreaktoren alle über negative Dampfblasenkoeffizienten, was bedeutet, dass die Reaktionsrate bei Erhitzung abnimmt, das System somit selbstregulierend ist.

Meldepflichtige Ereignisse: Alle 3 Tage ein ›sicherheitsrelevantes Ereignis‹ in deutschen AKWs

Störfälle und Sicherheitsmängel auch in deutschen AKWs

Super-GAUs in Fukushima trotz höherer Sicherheit als Chernobyl

Die AKWs in Fukushima waren sicher technologisch ausgereifter und sicherer als die von Chernobyl und dennoch ist es zur Kernschmelze und multiplen Super-Gau gekommen.

"sicherer"≠sicher: kein deutsches AKW besitzt die neuen "inhärent sicheren" Reaktortypen

  • Schon von Beginn an wurde versprochen, AKWs seien sicher. Die Realität hat das widerlegt. Nun wird behauptet, deutsche AKWs seien "sicherer". Das ist aber nur eine relative Aussage in Bezug auf andere AKWs.
    {es erinnert in gewisser Weise an die Versprechungen der Waschmittelindustrie, die früher weiße Wäsche anpriesen und nun ihre Produkte mit "jetzt noch weißer", "ultra- oder supra-weiß" bewerben.
  • Ein negativer Dampfblasenkoeffizient sichert nicht vor einem Unfall mit Kernschmelze. Die Kosten für Rückbau des Leichtwasser-Reaktors mit negativem Dampfblasenkoeffizienten Three Mile Island (USA) und Dekontaminierung der Umgebung nach dem Unfall betrugen rund 1 Milliarde US-Dollar. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Three_Mile_Island
  • Die Nuklearia preist "neue, inhärent sichere Reaktortypen" an - jedoch kein deutsches AKW entspricht diesem Typ.

Common cause failure oder warum GAUs wahrscheinlicher sind als behauptet

"Common cause failure" oder Gemeinsam verursachte Ausfälle sind eine der häufigsten Ursachen für Störfälle oder GAUs (z.B. Formark und Fukushima)- und sie machen die Sicherheitsberechnungen zur Makulatur, weil dieses Phänomen i.d.R. nicht berücksichtigt wird. Zur Erhöhung der Ausfallsicherheit kritischer Systeme werden diese redundant vorgehalten. Wenn z.B. Notstromaggregate x-fach so oft vorgehalten werden, wie benötigt, dann wird die Ausfallwahrscheinlichkeit um die Potenz x verringert - so die graue, realitätsferne Theorie. Dennoch können mehrfache Aggregate durch "Common cause failure" mit der gleichen Wahrscheinlichkeit ausfallen, wie ein Einziges - deswegen nennt man "Common cause failure" einen "redundanzübergreifenden Fehler" - wenn z.B.:

  • alle durch nur eine Steuerung angefahren werden
  • alle Notstromaggregate vom gleichen Hersteller sind (fehlerhafte Charge)
  • die Aggregate nur durch eine Leitung mit der Steuerung verbunden sind
  • die Aggregate zwar durch separate Leitungen mit der Steuerung verbunden sind, aber die Kabel sich einen Kabelschacht teilen
  • die Aggregate räumlich beieinander stehen und durch eine Einwirkung alle Ausfallen
  • die Aggregate unzureichend gewartet werden

etc., etc., etc.
Das heimtückische an "Common cause failure" ist ihre schier erdrückende Fülle an Möglichkeiten, die sich weder mathematisch erfassen, noch faktisch vorbeugen lassen.

Fachkompetenz abgewandert

Die AKW-Bauer sind angesichts des Umstandes, dass in vielen Ländern jahrzehntelang kein AKW mehr gebaut wurde, ihrer Sachkompetenz beraubt, weil ihre Fachkräfte infolge Beschäftigungsmangels abgewandert sind.

Lasche[s] Sicherheitsmaßstäbe und Durchgreifen fördert verantwortungslose Zustände und mangelhafte Sicherheit

  • Verrostete Fässer und weitermachen ....

Ein "Stresstest", der keiner ist:

  • faz.net Stresstest ohne Stress Die Überprüfung der europäischen Atomkraftwerke wird eine recht stressfreie Angelegenheit - sie soll sich nach den Vorstellungen der EU auf Naturkatastrophen beschränken. Terroranschläge und Flugzeugabstürze bleiben außen vor.
  • zeit.de EU plant milde AKW-Stresstests Sicherheitstests für europäische Atommeiler könnten weniger streng werden als angekündigt. Flugzeugabstürze etwa würden laut Medienberichten nicht mehr berücksichtigt
  • welt.de Atomaufsicht findet AKW-Stresstest unzureichend Die Betreiber der Atomanlagen gäben nicht hinreichend Antwort auf Fragen der Reaktor-Sicherheitskommission. Zudem würden wichtige Aspekte außen vor gelassen
  • erneuerbareenergien.de Kritik am Stresstest ... hat das Büro für Atomsicherheit die Kriterien der Prüfung in einer Stellungnahme kritisiert: Im Wesentlichen beruhte die als Stresstest bezeichnete Überprüfung der 17 Reaktoren lediglich auf einer Auswertung von Angaben der AKW-Betreiber.

Sicherheitsmängel: Keines der 17 deutschen AKW erhielte aktuell noch eine Genehmigung

Auch der Umstand, dass in Frankreich als dem Kernenergieland schlechthin, alle AKWs nachgerüstet werden müssen, spricht Bände über die unzureichende Sicherheit von AKWs:

  • ZEIT.de Frankreich muss alle Atommeiler nachrüsten Ein Sicherheitstest hat an sämtlichen Meilern der Atomenergie-Nation Mängel offen gelegt. Betreiberkonzern EDF muss nun nachbessern, der Aktienkurs fiel deutlich

OECD-Vergleich widerlegt Mär von sicheren deutschen AKW

http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#30: Sicherheitsranking - Deutsche Atomkraftwerke sind sogar im internationalen Vergleich unsicher

Mit dem AKW-Alter steigt das Sicherheitsrisiko

In der Metallurgie kennt man den Effekt der Materialermüdung. Unter dem Einfluss radioaktiver Strahlung tritt dieser Effekt schleichend und unmerklich, aber unaufhaltsam auf: Je länger Materialien radioaktiver Strahlung ausgesetzt sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für ein Versagen oder Ausfall des Maschinenelementes aufgrund von Materialermüdung. Diese Erfahrung deckt sich mit der Statistik der meldepflichtigen Ereignisse:

Erdbebengefahr - AKW sind nicht ausreichend gegen Erdbeben geschützt

http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#25

Flugzeugabsturz - AKW nicht gegen Flugzeugabstürze geschützt

Unwetter - Schon ein Gewitter kann das Aus bedeuten

http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#31

Profitsucht: Im Zweifel gilt auch im AKW: Profit geht vor Sicherheit - selbst nach Explosionen

Das Primat der Gewinnmaximierung bildet einen unvereinbaren Widerspruch zu einer extrem teuren Sicherheitstechnologie. Wiederholt haben sich AKW-Betreiber durch ihr Verhalten als verantwortungslos erwiesen:

menschliches Versagen/Risiko Mensch: Menschen machen Fehler – im Atomkraftwerk ist das fatal

Sog. menschliches Versagen kann im Kontext der Gefährlichkeit von Kernenergie gar nicht hoch genug bewertet werden. Unter menschlichem Versagen kann man in weiterem Sinne nicht nur Fehlhandlungen (falsches Tun und Lassen) verstehen, die unmittelbar gefährliche Situationen verursachen, sondern auch Fehler in der Konzeption. Darunter kann eine falsche Standortwahl fallen (nicht nur Fukushima, sondern auch das Brasilianische AKW ...) - auch hinsichtlich der Auswahl von "Endlagerstätten" oder die falsche Auswahl bzw. Implementierung (=> Forsmak)von Sicherheitskonzepten.

Fehler in der Elektrik in AKW mit potenziell katastrophalen Folgen

http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#35

GAU in Deutschland hätte verheerendere Folgen als Tschernobyl

Weil Deutschland signifikant dichter besiedelt ist als das Gebiet um Tschernobyl hätte ein Unfall mit vergleichbarer Freisetzung von Radiaktivität ungleich schlimmere Folgen als beim GAU von Tschernobyl

Außerdem belegt eine aktuelle, unveröffentlichte Studie des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS), dass Deutschland für einen GAU wie in Fukushima nicht vorbereitet ist:

Potenzielles Terrorziel

Im Gegensatz zu jeder anderen Energieerzeugungsform, sei es fossil oder generativ, bilden nur kerntechnische Kraftwerke ein Ziel für Terroranschläge, für welche die Sicherheitstechnik nicht ausgelegt ist.

möglicher militärischer Missbrauch der Nukleartechnologie: AKWs als Einstieg in atomare Aufrüstung

Es gibt 3 (theoretisch 4) Zerfallsreihen: dabei liefern nur die Uran-Zerfallsreihen Plutonium. Angeblich hat "man" (die USA) sich für die Uran-Zerfallsreihe entschieden, weil die einen sog. "dual use"-Betrieb ermöglicht: nämlich neben der Energieerzeugung die Produktion Nuklearwaffenfähigen Materials (Plutonium): unter geringer Abwandlung der Technik, die nötig ist, um Uran für die Verbrennung in Kernkraftwerken aufzubereiten, lässt sich hochangereichertes Uran für den Bau eines Typs von Atombomben (Uranbomben) herstellen. Aus dem Abfallprodukt Plutonium lässt sich ein weiterer Typ Atombomben bauen (Plutoniumbomben), die noch einfacher zu bauen und zu handhaben sind als Uranbomben [1]

Fazit: wirklich sichere AKWs gibt es nicht, Kernenergie ist nicht beherrschbar und mit weiterer Nutzung steigt das Risiko

Nachrüstung alter AKWs auf den Stand der Technik

Selbst Kernkraftanhänger gestehen Unmöglichkeit ein!

Mit anderen Worten: ein altes AKW läßt sich sicherheitstechnisch praktisch nicht auf den Stand der Technik nachrüsten. Dies ist anhand einer Analogie auch unmittelbar nachvollziehbar: ein 25 Jahre alter PKW lässt sich zwar sicherheitstechnisch bedingt aufrüsten (Gurt und Gurtstraffer), aber niemals mit vertretbarem Aufwand auf den Stand der Technik bringen (allein bei der Nachrüstung eines Kats zu einem 25 Jahre alten Motor werden die Probleme offensichtlich, von ASR, ESP, verbesserte Fahrerkabine und besseres Crashverhalten ganz zu schweigen). Da AKWs ungleich komplexer als PKWs sind, trifft dieser Umstand dort umso mehr.

Stand der Technik erfordert völlig neues Reaktordesign

Weltweit sind AKWs im Schnitt 25 Jahre alt: http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-56250-4.html. Der neueste Reaktor in Deutschland ist 24-30 Jahre alt (je nach dem, ob der Baubeginn oder der Beginn der kommerziellen Betriebs zu Grunde gelegt wird [2]. Keiner dieser Meiler entspricht den sog. "inhärent sicheren Reaktorkonzepten". Ein anderes Reaktorkonzept, welches zwangsläufig völlig andere Verfahrensweisen bedingt, lässt sich nicht nachrüsten.
Dafür sei eine anschauliche Analogie herangezogen: Es ist leichter, einen aktuellen Elektro-PKW vom Schlage eines Tesla von Grund auf neu zu bauen, als ihn durch Umbau eines 30 Jahren alten Verbrennungsmoter-Wagens fertigen zu wollen.

Radioaktivität ist gar nicht so schlimm, sondern ein natürliches Phänomen

  • Aus dem Nuklearia-Kapitel Strahlung und Strahlungsrisiko: Ein ganz wesentliches Argument, das in der Diskussion um Kernenergie immer wieder genannt wird – vielleicht ist es das Hauptargument schlechthin –, ist die radioaktive Strahlung. Unbestritten stellt radioaktive Strahlung bzw. ionisierende Strahlung ein Risiko dar. Doch wie hoch ist dieses Risko objektiv, also in konkreten Zahlen und im Vergleich zu anderen Risiken des täglichen Lebens?
  • Auch in der Natur oder unserer alltäglichen Umgebung gibt es Radioaktitvität. "Deswegen" ist das mit der Radioaktivität gar nicht so schlimm. [Inhaltlich in ähnlicher Weise von Mitgliedern der Nuklearia während einer Mumble-Konferenz vorgebracht]
  • "Nur Menschen, die unglücklich sind und zu wenig lachen, sind von Radioaktivität bedroht" Unter Antwort zu 3.Frage, 2. Absatz: Hinzu kam, dass Herr Yamashita am 19. März in Fukushima erklärte, es sei alles Bestens und es bestünde keine Gefahr für die Kinder. Er hat dies allen Ernstes damit begründet, dass nur Menschen, die unglücklich sind und zu wenig lachen, von Radioaktivität bedroht seien und dass selbst Strahlendosen von 100 Mikrosievert pro Stunde hinnehmbar wären. ...

Verantwortungslos verharmlosende Darstellung einer potenziell tödlichen Strahlung

Richtig ist, dass auch in Natur oder unserer alltäglichen Umgebung Radioaktitvität vorkommt. Hier wird versucht, mit einem qualitativen Hinweis Gefahren aufgrund von Quantität zu "widerlegen" - das ist schon vom Ansatz ungeeignet: selbstverständlich ist die Gefahr durch Radioaktivität von der Menge/Dosis abhängig.

Mehr Forschung für sicherere Kerntechnik

Geld ist bei EE effizienter und verantwortungsvoller aufgehoben

Z.B. bei Forschung zur Steigerung des Wirkungsgrades von Solarmodulen. Steigerungen schlagen sich signifikant im benötigten Flächenbedarf für das Ziel von 100% EE nieder.

Kerntechnik bedingt zwangsläufig den Umgang mit radioaktiven Stoffen

, was immer die Gefahr einer Freisetzung mit sich bringt [ ]

Kerntechnik bedingt zwangsläufig die Produktion von Atommüll

Kerntechnik nutzt die Zerfallsreihen, die physikalisch nicht zu vermeidende radioaktive Zerfallsprodukte während der Laufzeit produzieren. An diesen physikalischen Gesetzmäßigkeiten kann keine noch so fortschrittliche Reaktortechnologie etwas ändern!

Fazit: Systemimmanente Gefahren lassen sich mit keinem Konzept der Welt beseitigen

[ ]

Fukushima ändert an der Bewertung deutscher Kernenergie überhaupt nichts

Fukushima besitzt für deutsche (oder schweizer) Kernkrafttechnik keine Relevanz, weil hiesige AKWs nicht von Tsunamis bedroht werden können

Fukushima ein Lehrstück für falsche Gefahreneinschätzung

Fukushima lehrt, dass sich nicht alle Gefahren korrekt einschätzen lassen: seien es Menschen gemachte oder durch Naturkräfte bedingte. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich Naturkatastrophen weder qualitativ, noch quantitativ auf Jahrzehnte im Voraus einschätzen und schon gar nicht berechnen lassen. Deswegen dürften alle Berechnungen zur Eintrittswahrscheinlichkeit von Störfällen unterhalb der tatsächlichen Gefahr liegen. Im Übrigen ist keine solche Wahrscheinlichkeitsberechnung, selbst wenn sie alle möglichen Einflussparameter korrekt erfassen würde, was praktisch unmöglich ist, kein Garant dafür, dass es nicht dennoch zu einem schweren Störfällen oder sogar GAU kommt.

  • Lehren aus Fukushima: Greenpeace Report warnt vor den Risiken der Atomenergie Die erste Lehre, die wir aus Fukushima ziehen müssen, ist, dass “Nukleare Sicherheit” einfach nicht existiert. Die Atomlobby will uns weismachen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Reaktorkatastrophe eins zu einer Million ist, tatsächlich gab es durchschnittlich alle zehn Jahre eine Kernschmelze. Die verschiedensten Vorkehrungen gegen einen radioaktiven Austritt funktionierten nicht. In Japan fielen alle Vorkehrungen bereits am ersten Tag aus.

Fukushima ein Lehrstück für falsche Konzeptionierung

Schon lange vor Beginn der Planungsphase der AKWs von Fukushima war bekannt, dass Japan von Tsunamis auf der Meerseite potenziell bedroht ist. Dennoch hat man sich für diese falschen Standort entschieden, anstatt für die dem Kontinent zugewandten Seite. In sofern stellt Fukushima ein Beispiel für eine falsche Konzeptionierung dar, die auch deutsche AKWs treffen können, auch wenn hier Tsunamis unmöglich sind. Die Wahl falscher Konzepte kann alle Ebenen eines AKWs betreffen, nicht nur eine falsche Standortwahl, sondern auch Sicherheitskonzepte (Forsmark).

Fazit: Was die Atomkatastrophe für Japan, uns und die Welt bedeutet

Hier die Links zu einer außerordentlich detaillierten Ausarbeitung zum o.g. Thema:

Pläne für sichere Reaktoren, bei denen eine Kernschmelze unmöglich ist

Aus dem Pseudofakten-Nukleariakapitel Fakten zur Energieversorgung und Sicherheit:
Es existieren realistische, in naher Zukunft umsetzbare Pläne für inhärent sichere Reaktoren, bei denen die Kernschmelze aufgrund der zugrundeliegenden physikalischen Prinzipien unmöglich ist. Kernkraftwerke von morgen und übermorgen

Zukunftsmusik

Je nach Art des Reaktors ist von realer Umsetzung keine Spur. In wie weit diese Reaktoren wirklich "inhärent sicher" sind müsste durch unabhängige Experten beurteilt werden. Schon früher wurde die Propaganda in die Welt gesetzt, AKWs seien sicher. Wie wenig davon wahr ist, hat die Geschichte gelehrt.

Zukunftspläne verbessern nicht die Sicherheit bestehender AKWs

Und das macht die vorhandenen AKWs in wiefern sicherer? Wie sollte dieser Hinweis, wenn er denn wahr wäre, als Argument gegen die Stilllegung aller AKWs geeignet sein, die nicht mit dieser Technologie ausgestattet sind?

Noch viele andere Probleme neben möglicher Kernschmelze

Eine Kernschmelze ist bei weitem nicht die einzige Gefahr, die von AKWs ausgehen! Beispielsweise ist Unterbindung einer Kernschmelze nicht geeignet, die Kontamination ganzer Landstriche zu verhindern!

EPR unsicher

Neue AKW / KKW: Der EPR - Europäischer Druckwasserreaktor ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt

Falsche Berechnung der AKW-Sicherheit

Unredliche Darstellung: Verschweigen bekannter Probleme/Nachteile

Bemerkenswert: Auf der Nuklearia-Unterseite Kernkraftwerke von morgen und übermorgen werden ausschließlich die Vorteile neuer Reaktortypen vorgestellt, selbst wenn gravierende Nachteile schon bekannt sind.

inhärent sicherer Thorium-Flüssigsalz-Versuchsreaktor

Die Betriebstemperatur des heißen, strahlenden Flüssigsalzmediums soll um die 800°C liegen

Erfahrung nur mit Versuchs-/Experimental-Reaktoren

Zwar wurden in den USA in den 60 Jahren ein Thorium-Flüssigsalz-Versuchsreaktor betrieben, aber ohne Turbine. Ein 800°C heißes, strahlendes Flüssigsalzmedium ist sehr aggressiv. Obwohl der Reaktor nur relativ kurze Zeit von 4 Jahren in Betrieb war konnte folgende Erfahrung gewonnen werden - Zitat aus dem oben verlinkten Fovus -Artikel: "Weiter sind die Fluoridsalze ... aber hoch korrosiv, deshalb werden in einem Flüssigsalz-Reaktor sehr widerstandsfähige Werkstoffe benötigt. Ein Versuchsreaktor, der bereits in den 1960er Jahren vier Jahre lang am Oak Ridge National Laboratory der USA in Tennssee lief, nutzte eine besonders korrosionsbeständige Nickel-Molybdän-Legierung. Doch auch diese erwies sich am Laufzeitende als angegriffen"

"inhärente Sicherheit"-sofern überhaupt- nur gegen Kernschmelze

Thorium ist auch keine Lösung: ... Laut Strahlenschutzbehörde bedeutet das aber keinesfalls, dass es kein Unfallrisiko bis hin zu einer Kernschmelze gibt. Auch für die Nachwärmeabfuhr seien funktionierende Kühlsysteme erforderlich: "Die Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze ist bei Uran- oder Thoriumbrennstoff gleich zu beurteilen."

Unternehmensinteressen (Gewinnmaximierung) vs. Sicherheit

US-Kernkraftwerke - Forscher zählen 15 gefährliche Zwischenfälle ...die schwerwiegende Folgen hätten nach sich ziehen können. Ein Großteil der Zwischenfälle sei eingetreten, weil die Betreiber der Kraftwerke nachlässig gehandelt hätten. Sie hätten "bekannte Probleme entweder toleriert oder nicht richtig angegangen", heißt es in dem Bericht der UCS, der auf Daten der US-Atomüberwachungsbehörde NRC basiert. ...

Das Atommüll-Entsorgungsproblem ist weltweit ungelöst

Selbst wenn Kernenergie die sicherste Technologie der Welt wäre (tatsächlich trifft eher das Gegenteil zu) ist deren Nutzung allein aufgrund der weltweit ungeklärten Problematik der Atommüll-Endlagerung und der Jahrtausende anhaltenden Strahlung aus Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen abzulehnen. Für eine sichere Endlagerstätte wird eine Formation benötigt, die sowohl dicht gegenüber dem Grundwasser ist, wie auch geologisch stabil. Der Umstand, dass nach rund einem halben Jahrhundert immer noch keine derartige geologische Formation gefunden wurde, bildet ein deutliches Indiz, dass eine Solche nicht existiert.

Wiederaufarbeitung von Atommüll

Wiederaufarbeitung vermehrt Atommüll

https://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#50: Wiederaufarbeitungslüge I - Die sogenannte Wiederaufarbeitung von Brennelementen macht aus Atommüll noch mehr Atommüll

Trotz "Wiederaufarbeitung" lagern in den Anlagen große Mengen Atommülls

https://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#52: Wiederaufarbeitungslüge II - An den Wiederaufarbeitungsanlagen in Frankreich und Großbritannien lagern noch immense Atommüllmengen aus Deutschland

Wiederaufarbeitungsanlagen sind radioaktive Dreckschleudern

https://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#51: Atommüll am Strand - Wiederaufarbeitungsanlagen sind radioaktive Dreckschleudern.

Fazit Wiederaufarbeitung: In Gänze uneeignet zum Abbau von Atommüll

Konversion von Atommüll

Konversion erfordert unsicherere Reaktorkonzepte

Kern-Fragen im Brennpunkt ... Der Schnelle Brüter stellt im Moment keinen Kraftwerkstyp dar, den man bauen sollte: er ist extrem unsicher.

Transmutation von vorhandenem Kernmüll unter Energiegewinn

Auch existieren plausible Entwürfe von Reaktoren, die den Abfall unter Energiegewinn in kurzlebigere Nuklide transmutieren können.

ungewisse Zukunftsmusik

Diese Technik ist bisher erst in den Grundzügen erforscht und verstanden; ob sie jemals wirklich zuverlässig und wirtschaftlich funktionieren wird kann heute keiner mit Gewissheit feststellen. Die Anlage in Belgien soll genau das erforschen. Solange die Machbarkeit im Großmaßstab weder erforscht noch bewiesen ist, kann man das nicht als [Zukunfts-]Lösung des Entsorgungsproblems anpreisen - jeden falls dann nicht, wenn man ein Mindestmaß an Seriosität und Glaubwürdigkeit voraussetzt! Schon früher ist ein Konzept, welches als "Lösung der Entsorgung des Atommülls" angepriesen wurde, sang- und klanglos "untergegangen": der sog. "schnelle Brüter" [3]. In sofern sind hier handfeste Vorbehalte mehr als berechtigt.

Transmutation erfordert i.A. Ernergiezufuhr

Konkrete Konzepte?

Transmutation löst nicht die Probleme des bereits verklappten Atommülls

Selbst wenn man annimmt, das Transmutation funktioniert und sicher sowie finanziell interessant ist, werden dadurch nicht mal ansatzweise die Probleme des bereits verklappten Atommülls beseitigt.

Im Vergleich zu anderen nur kleine Müllströme

Der von Kernkraftwerken erzeugte Abfall ist zwar ein gewisses Problem, aber ein kleines, da die Materialströme, die hinein und wieder heraus fließen, im Vergleich mit der sonstigen Industrie und den von dieser erzeugten Gift- und Abfallstoffen sehr gering sind. Auch existieren plausible Entwürfe von Reaktoren, die den Abfall unter Energiegewinn in kurzlebigere Nuklide transmutieren können. - Nuklearia auf ihrer Hauptseite im umstrittenen "Fakten"-Kapitel Fakten zur Energieversorgung und Sicherheit

Kleingeredetes Problem weltweit ungelöst

Das euphemistisch kleingeredete gewisse Problem ist ein weltweit Ungelöstes mit enormem Gefahrenpotenzial, welches der Menschheit für den Rest ihres Bestehens erhalten bleibt! Mit kaum absehbaren katastrophalen Risiken für die Gesundheit der Bevölkerung, sollten Teile des strahlenden Mülls ins Grundwasser gelangen.

Nur „ungefährlicher“ Müll ist so viel größer

Die Entsorgung radioaktiven Abfalls mag vom Gewicht gering sein, es ist und bleibt dennoch ein horrender Kostenfaktor! Ein weiterer Punkt ist, dass die Kosten der Entsorgung nicht der jeweilige Kraftwerksbetreiber übernehmen muss, sondern finanziell der Staat und damit jeder Steuerzahler trägt. Die Lagerung, der Transport und die Entsorgung des 'kleinen Problems' kosteten die deutschen Steuerzahler bereits jetzt schon zig Milliarden an Euro. Ein Punkt, der bislang nicht erwähnt wurde, dennoch für jeden einzelnen Steuerzahler in Deutschland massiv Gewicht hat, und IMHO in die Kosten-/Nutzenbilanz dringend einfließen muss. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Radioaktiver_Abfall

Vergleichbar gefährlicher konventioneller Müll existiert kaum

[ ]

Verweise auf andere Müllströme beseitigen kein vorhandenes Risiko/Problem

In wiefern der Verweis auf die höheren Mengen anderer Müllströme die Entsorgungsprobleme von Atommüll "lösen" oder beseitigen könnte, erschließt sich nicht einmal ansatzweise. Sind die hanebüchenen Umstände bekannt, die man z.B. in Asse vorgefunden hat? Um den hanebüchenen "Argumentationsansatz" der Nuklearia zu verdeutlichen: werden die Probleme von Folter und Mord dadurch verringert oder gar beseitigt, indem man darauf verweist, dass doch viel öfter gestohlen wird?

Thorium-Flüssigsalz-Reaktor

siehe inhärent sicherer Thorium-Flüssigsalz-Versuchsreaktor

Nur begrenzte Fähigkeit zur "Atommüll-Verarbeitung"

Zwar kann dem Thorium-Flüssigsalz-Reaktor Uran beigefügt werden, aber nur innerhalb bestimmter Grenzen. Wo diese Grenzen liegen und ob es mit den verarbeitbaren Menge möglich ist, substanziell die Uran- und Transuran-Restmüllbestände abzubauen, ist aktuell ungeklärt.
Thorium ist auch keine Lösung: Entscheidend sei aber, so die Studie, dass auch die Thorium-Technik das Atommüllproblem nicht löse. Hinzu komme auch beim Betrieb des Reaktors eine viel stärkere radioaktive Strahlung

Unternehmensinteressen (Gewinnmaximierung) vs. "Atommüll-Verarbeitung"

Der Thorium-Flüssigsalz-Reaktor dürfte dem Vernehmen nach mit möglichst viel Thorium am effektivsten arbeiten. Diese entsprechende Gewinnmaximierungsabsicht aber steht der Intention der "Atommüll-Verarbeitung". Möglicherweise arbeitet der Thorium-Flüssigsalz-Reaktor mit dem maximal möglichen Beimengung von uran-Atommülls an der Grenze oder jenseits der Wirtschaftlichkeit. Auch das ist ungeklärt.

"Atommüll-Verarbeitung" vs. AKW-Betrieb

Letztendlich läuft das auf eine Risikoabwägung zweier Risikoumstände hinaus: Auf der einen Seite das weltweit ungelöste Problem der Endlagerung mit allen Folgeerscheinungen - auf der anderen Seite ein AKW-Betrieb, der trotz eines [vermeintlich] "inhärent sicheren" Reaktor-Konzeptes das Risiko eines GAUs beinhaltet. Mit anderen Worten: Die Sicherheit auf der einen Seite (Atommüllabbau) wird mit zusätzlicher Unsicherheit auf der anderen Seite (Thorium-AKW-Betrieb) erkauft.

Kernernergie ist nicht erforderlich, weil mit EE bessere Alternativen zur Verfügung stehen

Früher musste sich Kernenergie nur gegenüber fossilen Energieerzeugungsformen behaupten, allen voran Kohlekraftwerke. Diese verpesten die Luft und haben einen hohen CO2-Ausstoß. Solche Nachteile hat Kernenergie nicht und konnte so argumentativ punkten. Nun aber steht die Massentechnologie für erneuerbare Energien zur Verfügung, die weder die Nachteile der Kohlekraft, noch der Kernenergie mit sich bringt. Potenziell stehen genug EE für eine Vollversorgung zur Verfügung. Damit ist Kernenergie obsolet.

Äußerst hohe Flächenleistungsdichte

> 1000 W/m2 - daher geringer Platzbedarf. Oder mit anderen Worten: hohe Energieproduktion auf kleinem Raum

viele EE-Formen fordern keinen zusätzlichen Platzbedarf

  • Dächer sind ohnehin vorhanden: Photovoltaik oder Kleinwindräder fordern dort keinen zusätzlichen Platz
  • Klein-Wasserkraft-Anlagen können naturnah ohne zusätzlichen Platzbedarf in Flüssläufe integriert werden

Über die Hälfte der Kernenergie verpufft sinnlos und umweltschädlich

AKW werden aus Sicherheitsgründen deutlich außerhalb größerer Städte errichtet. Durch die damit verbundene große Entfernung zu den Verbrauchern lässt sich auch nachträglich eine Kraft-Wärme-Kopplung schwer bis gar nicht nachrüsten, weil trotz Leitungsisolation immer ein Wärmeverlust einhergeht, der mit steigender Leitungslänge zunimmt. Aufgrund physikalischer Zusammenhänge können selbst die "besten" AKW max 42% der Energie in Strom umsetzen. Der Rest verpufft als Verlustwärme bestenfalls wirkungslos, im schlimmeren Falle heizt er Flüsse auf.
https://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#70 Effizienzniete: Atomkraft ist pure Energieverschwendung

Energiedichte vs. Stillstandszeiten

Der Umstand, dass AKWs aus welchen Gründen auch immer, seien es meldepflichtige Zwischenfälle, Störfälle, Wartungen oder Nachrüstungen, im Vergleich zu anderen Kraftwerken unverhältnismäßig hohe Stillstandszeiten aufweisen, relativiert das Argument der Energiedichte:

hohe Energiedichte vs. Sicherheit

Die hohe Flächenleistungsdichte ist gleichzeitig ein Gegenargument, weil genau darin auch Gefahrenpotential liegt: erst diese Energiedichte ermöglicht Phänomene wie die Schmelze der Energieträger (Kernschmelze). Diese Gefahr geht von keinem anderen Energieträger aus. Die viel bepriesenen "neuen, inhärent sicheren" Reaktortypen zeichnen sich alle dadurch aus, dass die Leistungsdichte bewusst reduziert wird, um einen Zugewinn an Sicherheit zu erreichen. {In sofern zeugt es von einer wenig vertrauenswürdigen Argumentationsweise, wenn auf der einen Seite die hohe Leistungsdichte alter, unsicherer AKW angepriesen wird, während gleichzeitig auf der anderen Seite neue Reaktortypen beworben werden, die eine deutlich geringere Flächenleistungsdichte aufweisen}

Fazit Energiedichte: z.T. valides und schwaches, aber auch zwiespältiges Argument

Richtig ist, dass die Energiedichte von EE nicht ansatzweise an die der Kernenergie heranreicht. Angesichts der Risiken ein schwaches Argument, welches durch die Umstände weiter verliert, dass AKWs oft bewußt mit einem Sicherheitsabstand zu größeren Ortschaften errichtet wurden, mehr als die Hälfte der Energie sinnlos verpufft, AKWs lange still stehen und gerade die Energiedichte wiederum Gefahren (Kernschmelze) bedingt.

Bedingungslos grundlastfähig

"Bedingungslos" unter der Bedingung, dass es zu keinem Störfall kommt

{so schnell zerplatzen Behauptungen der Nuklearia als haltlose Propaganda!}

Ausnahmslos grundlastfähig ist ein Gegenargument: unflexibel und verschwenderisch

In Wahrheit muss es heißen: ausnahmslos grundlastfähig! Im Grunde ein viel stärkeres Gegenargument: AKWS lassen sich eben nicht bei Bedarf rauf und runterfahren.

{wieder einmal verkehrt die Behauptung der Nuklearia die Wahrheit in ihr Gegenteil}

Wasserkraft z.T. auch grundlastfähig

Gewisse Klein-Wasserkraftwerke (Wasserwirbelkraftwerk, mobile Wasserturbinen oder Stufenkraftwerke mit Mindestfallhöhen von nur 1m) lassen sich naturnah in Flussläufe einbinden und sind ebenfalls grundlastfähig

Erzeugung von Prozesswärme für die Industrie

Hohes Risiko oder geringer Wirkungsgrad

Der Vorschlag der Kraft-Wärme-Kopplung von AKWs befindet sich in einem faktischen Dilemma:

  1. AKWs sind in der Vergangenheit nicht ohne Grund außerhalb größerer Ortschaften errichtet worden, weil Entfernung im Fall des Falles einen "natürlichen Schutz" darstellt. In sofern müsste die Nutzung von Abwärme durch Kraft-Wärme-Kopplung bei bestehenden AKWs über große Entfernungen erfolgen, was den Wirkungsgrad mindert: keine Isolation wirkt 100% - mit zunehmender Entfernung steigt der Wärmeverlust infolge prinzipieller Isolationsleckagen. Wenn die Entfernung zu groß wird, ist irgendwann ist ein Grenznutzen erreicht, ab der eine Kraft-Wärme-Kopplung nicht mehr sinnvoll ist. Man darf davon ausgehen, dass die Entfernung bestehender AKWs zu groß für eine Ankopplung ist, sonst wäre dies schon längst erfolgt. Deswegen weisen AKWs einen Wirkungsgrad von höchstens 40% auf - Kraft-Wärme-Kopplung von AKWs existiert aus vorgenannten Gründen derzeit nicht.
  2. Ein Szenario, welches von einer sinnvollen Nutzbarkeit der Abwärme ausgeht, basiert auf neuen "spekulativen [Klein-Modul-]AKWs" und setzt die Bereitschaft der Bevölkerung voraus, AKWs innerhalb von Ortschaften oder Industrieanlagen zu errichten. Das dürfte angesichts der jetzt schon bestehenden Ablehnung der Bevölkerung gegenüber ortsmäßig ausgelagerten AKWs keine Zustimmung finden.

Zukunftsmusik

Das "Argument" geht von einem Szenario aus, welches hoch spekulativ ein AKW vor Ort* voraussetzt, weil sich Temperaturen von mehreren hundert Grad nur so sinnvoll übertragen lassen. Die Übertragung von Temperaturen um 1000° bedingt erhebliche technische Probleme, die nicht nur die Isolation betreffen, sondern die Wärmeleitungen selbst: bei dieser Temperatur verliert Stahl seine Festigkeit. Es müsste extrem teurer hochtemperaturbeständiger Spezialstahl verwendet werden. Der extrem kostenintensive Aufwand für Beides dürfte den Nutzen deutlich einschränken. *Das wiederum dürfte am massiven Widerstand der Bevölkerung scheitern.

dezentrale Mini-BHKWs sind bessere Alternative

Die ungleich bessere Lösung sind gasbetriebene dezentrale [Mini-]BHKWs mit Wirkungsgraden von über 90%!

Wasserkraft kann wohl nicht mehr in bedeutendem Maß weiter ausgebaut werden

Die Wasserkraft kann in Deutschland wahrscheinlich nicht mehr in bedeutendem Maß weiter ausgebaut werden [4]

Neue dezentrale Konzepte zur Wasserkraftnutzung

Die Behauptung der Nuklearia ist [bestenfalls] Inkompetenz geschuldet und steht um Widerspruch zur Realität:

{Eine bemerkenswert rückwärtsgerichtete Haltung der Nuklearia, die sich doch sonst, wenn es um die Anpreisung ihrer Ideologie geht, so "zukuntsgläubig" gibt}

In Deutschland ist es praktisch kaum möglich, die Energieversorgung aus EE ohne Zuleitung aus dem Ausland zu decken

diverse Gutachten besagen: nahe 100% EE sind möglich

EE reichen nicht: Kernenergie kommt zur Hilfe! ("Brückentechnologie")

Das ist das Resümee, welches die Nukearia auf der Seite Grenzen der Erneuerbaren ziehen zu können glaubt. Auch sonst wird von Kernenergie als "Brückentechnologie" geschwafelt:
bundesregierung.de Kernkraft: die notwendige Brückentechnologie

Kernenergie ist NUR in folgendem Sinne "Brückentechnologie"

http://www.youtube.com/watch?v=wAOaY2D95B4

"Hilfe" nicht erforderlich - schon gar nicht durch Kernenergie

Die implizit in der Behauptung zum Ausdruck kommende Ansicht, dass EE nicht ausreichen, wurde schon im Vorkapitel diverse Gutachten besagen: nahe 100% EE sind möglich widerlegt.

Als Brückentechnologie sind dezentrale Mini-BHKWs geeignet, nicht AKWs

siehe Kapitel Kernernergie ist nicht erforderlich, weil selbst dezentrale Mini-BHKWs bessere Alternativen sind

Das Gegenteil entspricht der Wahrheit: Kernenergie ist keine Brückentechnologie. Sie hilft nicht, sondern blockiert die Energiewende!

AKWs sind ausnahmslos grundlastfähig - sie lassen sich vor allem nicht schnell runter fahren. Das aber wäre nötig, wenn nicht planbare EE in größeren Mengen zur Verfügung stehen, sofern diese nicht nutzlos verpuffen sollen. Generell gilt: je größerer ein Kraftwerk ist, desto unflexibler wird es und desto langsamer läßt es sich runter fahren. Auf AKWs trifft dieser Sachverhalt in besonderem Maße zu: sie sind besonders träge, ihre Laständerungsgeschwindigkeit ist sehr niedrig. Wieder einmal entspricht das Gegenteil der Pro-Kernenergie-Behauptung der Wahrheit: Kernenergie kommt eben nicht zur Hilfe, sondern behindert den Ausbau:

Der Weltenergiebedarf lässt sich auf absehbare Zeit nicht allein durch Erneuerbare Energien decken

Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet bis 2035 mit einem Rückgang fossiler Energieträger zur Stromerzeugung auf dann immer noch über 50 Prozent.

Thema ist der deutsche Atomausstieg

es geht um den DEUTSCHEN Atomausstieg - der Verweis auf mögliche weltweite Szenarien tut nichts zur Sache!

Studien zu EE in der BRD sprechen eine ganz andere Sprache

bis 2050 EE bei nahezu 100% Voraussetzung: AKWs bis 2015 stillegen und keine neuen Kohlekraftwerke

IEAs Behauptung ist eine Einschätzung und keine Tatsache

Womit die IEA für die Zukunft rechnet ist kein Fakt! Es kann gar kein Fakt sein, siehe Punkt Zukunftsaussagen können keine Tatsache sein

Warum sollte im Rest der Welt nicht möglich sein, was hier möglich scheint?

Deutschland ist ein Hochtechnologieland mit entsprechend hohem Energiebedarf. Wenn mehrere unabhängige Studien/Gutachten zu dem Ergebnis kommen, dass in Deutschland bis 2050 eine Deckung mit nahezu 100% EE möglich ist, warum sollte dass dann in anderen Ländern mit z.T. deutlich geringerem Energiebedarf nicht funktionieren? Österreich nutzt jetzt schon einen Anteil von rund 60% an EE.

Kernenergie in politisch instabilen Staaten ist verantwortungslos

Nicht wenige Staaten in der Welt sind politisch instabil (Afrika) oder gefährlich (z.B. Nordkorea, Iran). Das undifferenzierte Propagieren von Kernenergie als Lösung für den Weltenergiebedarf könnte kaum verantwortungsloser sein: gerade vorgenannte Staaten sollten im Interesse der eigenen Bevölkerung oder dem legitimen Sicherheitsrecht anderer Staaten (Bedrohung durch Nordkorea) besser niemals Kernenergie können. Selbst Thorium-Reaktoren, die kein waffenfähiges Plutonium produzieren, könnten in Ländern, wo sich Sippen/Stämme gegenseitig abschlachten (Afrika) zu einem Terrorziel werden.

Kernenergie könnte Afrika mit Energie, Lebensmitteln und Trinkwasser versorgen

"Wir tanken Biosprit – und Menschen in Afrika hungern. #Kernenergie könnte Afrika mit Energie, Lebensmitteln und Trinkwasser versorgen" - getwittert von der Nuklearia am 12.Jan.2012 [5]

EE sind aufgrund ihres dezentralen Charakters viel besser geeignet, AKWs verunmöglichen Selbstversorgung

EE stehen aufgrund ihrer hervorragenden Granularität auch in ärmsten Ländern dem "kleinen Mann" zur Verfügung (siehe unten verlinkte Artikel). Das ist bei Kerntechnik niemals möglich - diese befinden sich aufgrund des extremen Finanzaufwandes (mehrere Milliarden €) stets in der Hand von Großkonzernen. Dem bewährten Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" im Sinne von Selbstversorgung wird Kernenergie also niemals gerecht werden können. Oder anderes ausgerückt: im Hinblick auf die Verbesserung der Lebenssituation der Menschen steht Kernenergie gerade den spezifischen Erfordernissen armer Länder diametral entgegen.

Besonders in Afrika drängt sich die Verwendung von Photovoltaik geradezu auf

Insbesondere in Afrika sind die Sonnenzeiten sehr hoch und was den Einsatz von Photovoltaik besonders effizient macht.

Kernenergie kann keine Lebensmittel produzieren

Oder weiß die Nukearia etwas, was dem Rest der Welt verborgen ist?

Kernenergie stellt kein Wasser her, sondern verbraucht es

Der Wasserbedarf von AKWs ist immens [6]: Das Dilemma der Kernkraftwerke ist das Wasser Weil Kernkraftwerke enorm viel Wasser benötigen, liegen viele von ihnen an der Küste. Das Atomkraftwerk Fukushima beweist, wie problematisch das ist
Wie dann ausgerechnet AKWs die Wasserknappheit Afrikas lindern anstatt verschlimmern sollte, bleibt vorerst das Geheimnis der Nuklearia

Kernenergie in politisch instabilen, afrikanischen Staaten ist verantwortungslos

Viele Staaten in Afrika sind politisch instabil. Das undifferenzierte Propagieren von Kernenergie als Lösung für Energie, Lebensmittel und Trinkwasser könnte kaum verantwortungsloser sein: gerade viele afrikanische Staaten sollten im Interesse der eigenen Bevölkerung besser niemals Kernenergie nutzen. Selbst Thorium-Reaktoren, die kein waffenfähiges Plutonium produzieren, könnten in Ländern, wo sich Sippen/Stämme gegenseitig abschlachten, zu einem Terrorziel werden.

Der Atomausstieg führt zu einem massiven Ausbau fossiler Kraftwerke (Kohle, Gas, Öl)

, was wir uns wegen des Klimawandels keinesfalls leisten können.

Diverse Argumente und Fakten strafen Behauptung Lügen

  • Zuerst ein Zitat von dritter Seite: Das stimmt natürlich nur, wenn der Ausbau der Erneuerbaren verzögert wird. Faktisch ist es aber so, dass einerseits bereits in den 1990ern, während in Deutschland noch fast 20 AKW liefen, nirgendwo sonst in Europa so viele Kohlekraftwerke gebaut wurden wie hierzulande. Andererseits sind aber in den letzten Jahren meist wegen zum Teil massiver lokaler Proteste immerhin 16 Kraftwerksprojekte gescheitert aus Piraten auf Atomkurs?
    Mit eigenen Worten: Die Aussage wäre nur dann wahr, wenn EE nicht existieren würden. So aber ist es eine von Ignoranz getragene Propagandabehauptung.
  • Seit wann kann man Entscheidungen über den Bau von Kraftwerken oder eine falsch eingeschlagene Energiepolitik nicht revidieren?
  • Österreich hat einen Anteil von erneuerbaren Energien von rund 60% - warum sollte das bei uns nicht möglich sein?
  • Atomkraft abgehängt - Die Erneuerbaren liefern nicht nur den Strom für die AKW, sondern werden zum zweitwichtigsten Erzeugungssektor http://www.heise.de/tp/blogs/2/151047
  • wikipedia, Erneuerbare Energie - Potentiale in Deutschland: Laut der 2008 vorgelegten Leitstudie des Bundesumweltministeriums (BMU) können die erneuerbaren Energien in Deutschland bis 2020 einen Anteil von 30 Prozent an der Stromversorgung erreichen.[11] Damit könnte der einst bis dahin geplante Wegfall an Kernenergiekapazitäten (Atomausstieg) vollständig ersetzt werden. Laut Branchenprognose der Erneuerbaren-Energien-Industrie können die erneuerbaren Energien in Deutschland bereits im Jahr 2020 mit 48 Prozent knapp die Hälfte des gesamten deutschen Strombedarfs decken ... Eine von der Deutschen Energie-Agentur (dena) 2011 durchgeführte Befragung der Bundesländer über ihre jeweiligen Planungen ergab, dass abhängig von der jeweiligen Entwicklung des Strombedarfes der Anteil der Erneuerbaren Energien 2020 zwischen 52 und 58 % liegen wird.
  • Umbau ist machbar Erneuerbare könnten 2050 nach einer Greenpeace-Studie 100 Prozent der Stromversorgung decken. Voraussetzung: AKWs schon 2015 stilllegen und keine neuen Kohlekraftwerke mehr bauen

Zukunftsaussagen können keine Tatsache sein

Die Nuklearia bedient sich in ihrer Formulierung einer Tatsachenfeststellung. Auf abstrakter Ebene der Aussagelogik: es wird eine Aussage über die Zukunft getroffen. Diese konkrete Aussage kann gar kein "Fakt" sein und keine Quelle der Welt wäre in der Lage, daraus ein "Fakt" zu machen! {Den Inhalt von Aussagen über die Zukunft als Fakt darzustellen ist einfach unseriös. Diesen Eindruck kann man öfter bei den Darstellungen/Behauptungen der Nuklearia gewinnen!}

Ausbau Erneuerbarer Energien geht nicht so schnell voran wie geplant

Artikel zum Offshoreausbau ist nachrangiger Teilaspekt

In dem Artikel geht es nur um Offshore-Windenergie, also eine Stromerzeugungsform, die momentan ohnehin keine Rolle spielt

Atomausstieg destabilisiert das Stromnetz

Dem hohen Stromaufkommen im Norden durch Windenergie ist das Stromnetz nicht gewachsen, sodass EE-Strom ungenutzt verpufft

Ausbau muss schnellstmöglich nachgeholt werden

In der Tat hat die Ignoranz und Untätigkeit der Regierung dazu geführt, dass der seit rund 10 Jahren bekannte erforderliche Ausbau des Stromnetzes nicht stattgefunden hat. Das ist allerdings kein Argument gegen EE, sondern gegen eine verantwortungslose Regierung und dafür, die erforderlichen Schritte nun schnellstmöglich nachzuholen. Mittlerweile hat die Regierung die Bundesnetzagentur damit beauftragt, Pläne für den Netzausbau zu erarbeiten.

Atomausstieg macht Deutschland zu einem Stromnettoimporteur

Der Atomausstieg macht Deutschland zumindest über weite Strecken zu einem Stromnettoimporteur. Die Stromversorgung wird zunehmend unsicherer. Am 2012-02-08 aktivieren die Stromnetzbetreiber alte, unrentable Kraftwerke der sogenannten Kaltreserve, um den Bedarf decken zu können.

Deutschland immer noch Stromexporteur

Richtig ist: Der Stromexport fällt nach dem Atomausstieg nicht mehr so hoch aus wie vorher. Die Behauptung der Nuklearia stellt wieder einmal die Wahrheit auf den Kopf: trotz Atomausstiegs, der anhaltende Kältewelle und Gazproms Lieferproblemen EXPORTIERT Deutschland immer noch Strom! Diese Fakten müssen der Nuklearia bekannt sein, weil sie selbst den Handelsblatt-Artikel verlinkte, in dem das schon im Teaser steht. Mit anderen Worten: die Nukelaria stellt bewußt und wider besseren Wissen unwahre Behauptungen als Fakten dar. {Seriös ist was anderes!}

  • Verhältnis Stromexport zu Anteil-Atomstrom straft Behauptung Lügen: Deutschland hat vor dem Atomausstieg rund 30% (und mehr) Strom exportiert. Vor dem Atomausstieg ist der Anteil des Atomstrom deutlich unter diesen Wert gefallen. Rein rechnerisch kann also die Behauptung schon gar nicht stimmen.
  • Mehrere unabhängige Prognosen, u.a. vom BMU (siehe Erwiderung 1, wikipedia-Verweis) gehen davon aus, dass erneuerbare Energien Kernenergie mehr als nur ersetzen kann - vom Stromimport kann also in Wahrheit gar keine Rede sein

Ausgerechnet das Atomstromland Frankreich muss Strom importieren

Die Tatsache, dass ausgerechnet das "kernenergieverliebte" Frankreich mit einem Anteil von rund 80% Atomstrom nun vom Atomaussteigerland Deutschland Strom importieren muss verweist die Behauptung der Nuklearia endgültig in den Bereich der Märchen und Sagen - um nicht zu sagen verlogene Propaganda:

Fazit: Auch Behauptung vom Stromimport infolge Atommausstiegs entpuppt sich als Mär

Prinzipiell muss festgestellt werden: Wenn der Energiebedarf mittel- bis langfristig die Erzeugung übersteigt, dann liegt das an einem unzureichenden Ausbau der Energieversorgung und nicht an einzelnen Energieträgern.

Atomausstieg ist zu teuer/Atomausstieg vernichtet Milliarden

Kosten fallen ohnehin an - nur später wirds noch teurer

Dass AKWs irgendwann aufgrund Überalterung ausgemustert werden müssen, ist unumgänglich. Die Kosten dafür werden so oder so anfallen. Wie die Erfahrung allerdings zeigt, steigen gerade Bau- oder Abrisskosten unaufhörlich. Unter Würdigung dieses Umstandes wäre es sogar finanziell sinnvoll, so schnell wie möglich aus der Kernenergie auszusteigen.

Ausstieg erspart die Fortschreibung der hohen Kernenergie-Subventionen

Die Subventionen für Kernenergie sind exorbitant - siehe Wirtschaftlich vorteilhaft, da geringe Kosten: billiger Atomstrom. Der Atomausstieg erspart deren Fortsetzung und das sinnlose Versenken weitere Milliarden in eine gefährliche und überflüssige Technologie.

Preiswertere Energiekosten durch EE

siehe Tatsächlich sind es die EE, die den Strompreis senken

Vermeintliche Kosten vs. Sicherheit der Bevölkerung und Gesundheit von Generationen

[ ]

Folgekosten eines GAUs um Größenordnungen höher

Die zu erwartenden finanziellen Aufwendungen, die infolge eines GAUs entstünden, sind derart hoch, dass allein die Versicherungskosten AKWs auf einen Schlag unwirtschaftlich machen würde - siehe AKWs praktisch unversichert

GAU bedroht gesamte Wirtschaft

Anders als in Russland, wo um Tschernobyl herum nur eine geringe Bevölkerungsdichte bestand und kaum nennenswerte Industrie vorhanden war und anders als in Fukushima, wo ablandige Winde ausgetretene Radioaktivität z.T. aufs Meer wehen, würde ein GAU in einem deutschen oder schweizer AKW die komplette Industrie bedrohen und wahrscheinlich einen wirtschaftlichen Kollaps herbeiführen. Siehe auch GAU in Deutschland hätte verheerendere Folgen als Tschernobyl

Atomausstieg führt zu Blackout: "Lichter gehen aus"

Hierbei handelt es sich um eine Steigerung der vorgenannten Behauptung "Atomausstieg macht Deutschland zu einem Stromnettoimporteur":

30-40% Stromüberschuss vor Ausstieg vs. 20% Atomstrom

[ ]

Stromexport (nach Frankreich) trotz Atomausstieg

  • handelsblatt.com Trotz AtomausstiegsDeutschland exportiert Strom nach Frankreich Trotz der Stilllegung von acht Atomkraftwerken produziert Deutschland mehr Strom, als im Inland verbraucht wird. Der Überschuss wird ausgerechnet nach Frankreich exportiert, wo derzeit 55 Kernreaktoren in Betrieb sind
  • faz.net Trotz Atomausstiegs Deutscher Strom rettet Frankreich Es ist paradox: Nach Fukushima war Deutschland auf französischen Strom angewiesen. Nun aber, wo viele wegen der abgeschalteten Kernkraftwerke Engpässe und Stromausfälle befürchtet hatten, liefert Deutschland Strom in das Nachbarland
  • sueddeutsche.de Trotz Kälte genug Strom - Die ausgefallene Katastrophe Die Befürchtungen, Deutschland werde nach der Energiewende an kalten Tagen einen Blackout erleben, haben sich bislang nicht erfüllt. Stattdessen herrscht verkehrte Welt: Nach außen hin leidet nicht Deutschland an Strommangel, sondern das Atomland Frankreich.

Spekulation an der Strombörse

Stromimport möglich, sofern nötig

Dies ist kein Widerspruch zu , sondern nur eine theoretische Möglichkeit für den Fall der Fälle:
Sofern die Politik endlich ihrer Verantwortung gerecht wird *und endlich EE hinreichend derart fördert, dass das Ziel einer nahezu 100% Versorgung bis 2050 erreicht werden kann, wird ein Import unnötig sein. *Derzeit geschieht leider das exakte Gegenteil: Solarfeind Rösler hat [verantwortungslos] das Rückfahren der Solarförderung über die ohnehin schon geplante Minderung hinaus bewirkt.

Kernenergie kein Garant für Vollversorgung

Dass Kernenergie alles andere als ein Garant für "stets ausreichend Stromversorgung" ist, hat ausgerechnet das kernenergieverliebte Frankreich mit einem Anteil von rund 80% Atomstrom eindrucksvoll demonstriert - es musste vom Atomaussteigerland Deutschland Strom importieren: siehe Kapitel Ausgerechnet das Atomstromland Frankreich muss Strom importieren

{Was kann die Propaganda der Atommlobbyisten deutlicher Lügen strafen?}

Fazit: Atomausstieg kann keinen Blackout verursachen

In keinem Szenario würde ein Atomausstieg ein Stromblauckout kausal herbeiführen: Selbst den unwahrscheinlichen Fall angenommen, dass es in Zukunft doch aufgrund von Energieknappheit zu einem Blackout kommen sollte, dann beruht diese Minderversorgung nicht Atomausstieg, sondern verantwortungslosem Handeln: sei es Spekulation, sei es Stromexport oder einer inkompetenten und/oder unwilligen Politik, welche nicht rechtzeitig und ausreichend genug den Ausbau von EE gefördert hat.

Denkbar wäre auch noch eine durch AKW-Betreiber bewußt herbeigeführter Blackout:

  • Atomkraftgegner warnen vor 'inszeniertem Blackout' Vor der Abschaltung des Reaktors Emsland zur Revision am (morgigen) Samstag haben Atomkraftgegner vor einem 'inszenierten Blackout' gewarnt. Obwohl dann nur noch vier Kernkraftwerke am Netz seien, führen die Energieversorger ihre Reserve an Gas- und Kohlekraftwerken nicht hoch, kritisierte ...

Wirtschaftlich vorteilhaft, da geringe Kosten: billiger Atomstrom

Allenthalben war und ist vom "billigen Atomstrom" die Rede:

  • Stromzähler unnötig: Zitat Franz Josef Strauß: Wenn wir auf Kernenergie zur Stromerzeugung setzen, können wir in ein paar Jahren die Stromzähler an den Haushalten abmontieren, weil der Strom so billig ist, dass sich das ablesen nicht mehr rentiert.
  • Laut einer aktuellen Umfrage hat der Glaube unter den Schweizern an die "wirtschaftlichen Vorteile der Kernenergie" sogar zugenommen [7].
  • Damit die Preise für alle bezahlbar bleiben, können wir bis auf Weiteres nicht auf kostengünstige Kohle und Kernenergie verzichten.[8]

Umgekehrt wird mitunter das Gespinst einer ökonomischen Gefahr für den "Wirtschaftsstandort Deutschland" infolge eines Atomausstiegs an die Wand gemalt:

Preisverzerrung-Subvention 1: AKW-Bau- und Entwicklungskosten vom Staat mit zig-Milliarden subventioniert

Kategorie: halbdirekte Subvention
Schon der Bau und Entwicklung von AKWs wurde insgesamt mit schätzungsweise rund 40 Milliarden DM subventioniert:

Preisverzerrung-Subvention 2: AKWs praktisch unversichert

Kategorie: indirekte Subvention
Alle 17 AKWs in Deutschland sind insgesamt bis zu einer Schadenshöhe von 254 Millionen € versichert [9] - das entspricht im Durchschnitt 15 Millionen € pro AKW. Die Gesamt-Haftflichtversicherungsumme der auf einem größeren Parkplatz stehenden Autos übersteigt leicht diese Größe. Die wahre Größenordnung eines GAUs lässt sich nicht versichern, weil das den Betrieb eines AKWs mit einem Schlag wirtschaftlich unrentabel machen würde:

Preisverzerrung-Subvention 3: Uran als einziger großer Energieträger unversteuert

Kategorie: halbdirekte Subvention
Während andere Energieträger mit z.T horrenden Steuern beaufschlagt werden (Mineralöl bei deutlich über 50%) verlangte der Staat bis 2010 auf Brennelemente folgende Steuern: KEINE!
Die sog. Brennelementesteuer wurde erst 2011 erhoben und selbst dagegen haben verantwortungslose und gierige AKW-Betreiber geklagt.

Preisverzerrung-Subvention 4: unangemessen lasche Auflagen und konsequenslose Sicherheitsverstöße

Kategorie: indirekte Subvention
Der folgende Fall steht nur beispielhaft für ein symptomatisches Anlegen sachunangemssen lascher Maßstäbe des Staates an AKW-Betreiber:

Dazu ein Zitat, welches einmal mehr veranschaulicht, wie der Staat ausgerechnet einer der potenziell gefährlichsten Technologien sachunangemessen lasche Kriterien auferlegt, die er bei wesentlich weniger gefährlichen Sachverhalten nicht dulden und mit schwerwiegenden Konsequenzen ahnden würde:
"Es ist wirklich unfassbar. Jedem Imbissbudenbesitzer, der sein Fritieröl nicht ordnungsgemäß lagert, droht der Entzug der Betriebsgenehmigung. Wenn ein AKW-Betreiber seine Atommüllfässer vergammeln lässt, dann muss er aufräumen und darf dann weiter machen wie bisher. ..." [10]

Sogar Kohlekraftwerken werden augenscheinlich deutlich restriktivere Auflagen auferlegt:

Eine verantwortungsvoller und sachlich angemessener Umgang würde deutlich höhere finanzielle Aufwendungen erfordern. Indem der Staat AKW-Betreibern solches verantwortungslose Fehlverhalten ungestraft durchgehen lässt, und diesen somit Kosten erspart, findet eine weitere versteckte Subventionierung von Atomstrom statt.

Preisverzerrung-Subvention 5: Kosten für Endlagerung tragen die Steuerzahler anstatt die Verursacher

Kategorie: direkte Subvention

Nur für Kraftwerksbetreiber ist Atomstrom billig, nicht aber für die Verbraucher

Die deutschen Kraftwerke sind aufgrund ihres Alters alle abgeschrieben. Dennoch sinken die Strompreise nicht, sondern steigen. Das liegt nicht etwa daran, dass EE so teuer wären - tatsächlich führen diese zu de facto sinkenden Preisen (siehe Belege im folgenden Kapitel "Fazit") -, sondern an der maßlosen Gier der Stromkonzerne, die die wahren Preise nicht an die Verbraucher durchreichen.

  • So bleiben Sie AKW-Gegner ... Selbst manche Gegner zweifeln am Nein zur Atomenergie. taz.de entlarvt die häufigsten Pro-Argumente der AKW-Debatte

indirektes Eingeständnis der Atomindustrie, dass Atomstrom teurer als Windkraft ist

  • E.ON und RWE kippen AKW-Pläne in Großbritannien ... "Bei einem Strompreis von 60 Euro je Megawattstunde können Sie kein Kernkraftwerk bauen", hatte zuvor bereits der künftige RWE-Chef Peter Terium erläutert. Damit sich neue Meiler lohnten, müsse der Großhandelspreis für Strom deutlich steigen. "Der müsste wahrscheinlich jenseits der 100 Euro sein",...
  • Atomstrom viel zu teuer RWE-Manager fordert für Strom aus neuen AKW eine höhere Vergütung als für Windstrom:
    ... Terium fordert also nicht mehr und nicht weniger, als dass Atomstrom teurer als Windstrom bezahlt wird.

Auch neue AKWs sind nicht wirtschaftlich

  • http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#78: Nicht marktfähig - neue Atomkraftwerke rechnen sich nicht.
  • 20 Fakten über Atomkraft Kapitel: 9. Neue Atomkraftwerke rechnen sich nicht.
  • Die neuen AKW sind nicht billiger ... beim Neubau wird es noch deutlicher, dass die Meiler unter rein marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht realisierbar sind: Nirgendwo auf der Welt wird ein neuer Atommeiler gebaut, wenn nicht der Staat dafür geldwerte Vergünstigungen oder sogar direkte Zuschüsse gibt.

Tatsächlich sind es die EE, die den Strompreis senken

  • heise.de/tp "Plumpe Propaganda der alten Energiewirtschaft": "Die Börsenstrompreise sind anders als vielfach behauptet durch das endgültige Abschalten von acht Atomkraftwerken und dem energiepolitischen Kurswechsel der Regierung nicht gestiegen. Im Gegenteil: Wind- und Solarenergie senken an der Strombörse die Preise."
  • solarwirtschaft.de: Solarstrom senkt Börsenstrompreise um bis zu zehn Prozent Studie belegt: Der Gesamteinspareffekt durch die Photovoltaik betrug an der EPEX-Strombörse im Jahr 2011 bis zu 840 Millionen Euro / Mittags senkt Solarstrom die Preise sogar um bis zu 40 Prozent / Industriestrompreise sind durch Kostensenkungseffekt um rund 0,15 Cent pro Kilowattstunde niedriger
  • anti-atom-piraten.de Feldheim: Das erste energieautarke Dorf ... Wieviel das mehr kostet, ohne Kohle, Erdöl und Atomstrom? Nichts! Die Einwohner bekommen ihre Energie 20% günstiger als zuvor! ...

Kernenergie wirtschaftlich obsolet

Was ist von der Behauptung Hans-Peter Keitels (Präsident des BDI) Behauptung "Alle Experten wissen, dass wir auf absehbare Zeit die Atomenergie in Deutschland brauchen"[11] im Lichte der Wahrheit zu halten?

  1. Das alle Experten das "wissen", und nicht nur der Meinung sind, ist schlicht und ergreifend eine Lüge. Tatsächlich halten einige Experten den Atomausstieg für unproblematisch:

2. Die Wirklichkeit hat das "Wissen" dieser "Experten" aufs Eindrücklichste widerlegt: Deutschland immer noch Stromexporteur
3. "Auf absehbare Zeit" - also auch mittel- und langfristig. Hier ist aber schlicht und ergreifend nur der Ausbau anderer Energieträger als Kernenergie - idealerweise EE, oder kurzfristig Mini-BHKWs - zu forcieren.
4. Einige selbstversorgende Kommunen haben die Erfahrung gemacht, dass EE sogar die Energiekosten senken. In sofern ist Kernenergie auch wirtschaftlich kontraproduktiv.

Fazit Preis: Das Gegenteil entspricht der Wahrheit - die ECHTEN Atomstromkosten sind exorbitant hoch

Das Gerede vom "billigen Atomstrom" ist eine Mär, welche durch bewusste Verzerrung der Wahrheit in die Welt gesetzt wurde. Nur durch massivste staatliche Unterstützung im 3-stelligen Milliarden €-Bereich konnten die tatsächlichen Kosten des Atomstroms bisher weitgehend verschleiert werden: weder die Finanzierungssummen für Entwicklung und Bau, noch die horrenden Kosten die Atommüll-Entsorgung tragen die Verursacher (AKW-Betreiber), sondern über den Staat die Steuerzahler! Darüber hinaus sind AKWs nicht einmal ansatzweise angemessen gegen die Folgen eines GAUs versichert - im Zweifelsfalle trägt da der Staat wiederum die Kosten. Ein lascher Umgang der Aufsichtsbehörden mit verantwortungslosem Handeln der AKW-Betreiber tut ein Übriges. Auf diese Weise werden die wahren Kosten des Atomstroms durch Quersubventionierung des Steuerzahlers grob verzerrt. Würden alle o.g. Kosten auf die Verbraucher/Abnehmer umgelegt und nur auf diese, was gerecht und sachlich angemessen wäre, dann träten die echten Kosten des Atomstroms zu Tage!

Mitunter wird berichtet, dass die Industrie von den Energieversorgern Strom zu besonders günstigen Konditionen erhält. Das sind aber schlicht und einfach "Geschenke" an die Industrie, die nichts mit angeblich "billigem Atomstrom" zu tun haben.

Sehr lange vorreichende Ressourcen

Abhängigkeit von 100% Import

Uran wird seit 1991 in Deutschland praktisch nicht mehr gefördert. Somit macht man sich mit Kernenergie zu 100% abhängig von Lieferungen aus dem Ausland.

Unbegrenzt vorreichende Ressourcen der EE

Der Aspekt der Nachhaltigkeit und Verfügbarkeit würde vielmehr für EE sprechen, denn die stehen unbegrenzt zur Verfügung

Wetterabhängigkeit der EE

Wind- und Sonnenenergie sind nicht planbar, sondern wetterabhängig - zumindest in dieser Region (in Gebieten mit statistisch hohen Sonnenzeiten wie Spanien und insbesondere Wüstengebieten stellt sich das anders dar)

Wasserkraft steht i.A. dauernd zur Verfügung

Wasserkraft ist zumindest potenziell grundlastfähig. Der Umwelt wegen sind beim Ausbau Klein-Wasserkraftwerke, die sich naturnah in Flussläufe einbinden lassen, zu bevorzugen.

Kombikraftwerk

Windgaskraftwerk

Das Windgaskraftwerk ist ein Hybridkraftwerk, welches Wasserstoff klimaneutral erzeugt und diesen bei Bedarf wieder zur Stromerzeugung einsetzt.

Ringwallspeicher

http://www.ringwallspeicher.de/

Pumpspeicherkraftwerke/Bergwerke

Bergwerke

Auch EE können negative Auswirkungen haben

Windkraft kann negative Folgen zeigen: Schattenwurf und Gefahr für Vogelflug [nur auszugsweise]:

Auch Wasserkraft kann negative Folgen haben - große Staudämme für Wasserkraftwerke können verheerende Folgen für die Natur und Artenvielfalt zeigen:

Negative Beispiele für Wasserkraft nur im Ausland ein valides Argument

Die vorgenannten Einwände sind zwar teilweise valide, treffen aber nur im Ausland - insbesondere China und Brasilien. Solche Großprojekte werden in Deutschland weder gefordert, noch wären die hier umsetzbar. Statt dessen bietet gerade Wasserkraft einerseits noch großes Potenzial, was sich andererseits bei entsprechend umsichtiger, verantwortungsvoller und ideologiefreie Herangehensweise auch naturnah umsetzen lässt.

Einwände nur konkret valide, nicht prinzipiell

In der Tat kann verantwortungsloser Umgang auch bei EE negative Folgen haben. Allerdings hängen diese nur von falschen menschlichen Entscheidungen ab. Im Gegensatz dazu sind die Gefahren der Kernenergie zwangsläufige Folge des gewählten Prinzips Kerntechnologie.
Mit einer umsichtige, verantwortungsvollen und ideologiefreien Umsetzung können negative Folgen von EE leicht vermieden werden. Bei Kernenergie hingegen lassen sich niemals alle möglichen negativen Folgen ausschließen (auch bei den als "inhärent sicher" bezeichneten Reaktortypen nicht), sondern nur mehr oder weniger unwahrscheinlich machen.

Wenn nicht alle anderen Länder mitmachen bringt ein Atomausstieg nichts

Entfernung schützt

Bei einem GAU oder dem Austritt von Strahlung ist Entfernung immer noch ein wichtiger Schutz. Zwar ist es richtig, dass durch Wind auch die BRD bei Austritt von Strahlung in einem ausländischen AKW in Mitleidenschaft gezogen werden kann - aber ein solcher Störfall im Inland dürfte ungleich schwerwiegender sein

Vorbild- und Vorreiterrolle

Immer wieder wird propagandistisch behauptet, ohne Kernenergie ginge es nicht. Die faktische Widerlegung durch einen erfolgreichen Atomausstieg könnte Vorbildcharakter für andere Staaten haben. Jedenfalls dürften dann in der Bevölkerung die vorgenannte Lügenpropaganda nicht mehr auf fruchtbaren Boden fallen.

Technologieführerschaft in EE

Ein Atomausstieg, der nur dann erfolgreich ist, wenn statt in konventionelle Energieerzeugung in EE investiert wird, könnte zu einer weltweiten Technologieführerschaft bei EE führen.

Sehr wenige Schäden an Mensch und Umwelt pro erzeugter Energiemenge

Comparing deaths/TWh for all energy sources

Berechnung tätigt überhaupt keine Aussage zur Umwelt

Weil die o.g. Berechnung überhaupt nicht zu Umweltschäden Stellung bezieht ist diese schon formal nicht in der Lage, die Behauptung der Nuklearia in Bezug auf die Umwelt zu belegen

Uranabbau zerstört die Lebensgrundlagen von Zehntausenden

Wasserverschwendung - Uranabbau raubt kostbares Trinkwasser

http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#3

Radioaktive Schlammseen - Giftschlämme des Uranbergbaus gefährden Mensch und Umwelt

http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#4

Uranbergbau verursacht Krebs

http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#5

Uranabbau hinterlässt tote Erde

http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#6

Sanierung von Uranabbaugebieten ist teuer und gesundheitsgefährdend

http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#7

Atomkraftwerke emittieren radioaktive Stoffe

http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#13

Mangelhafte Grenzwerte: Strahlenschutz-Grenzwerte nehmen Strahlenschäden in Kauf

http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#14

Niedrige Strahlendosen sind gefährlicher als offiziell angenommen

http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#15

Radioaktive Abfallstoffe aus AKW bauen sich sogar in die DNA ein

http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#16

Warmes AKW-Abwasser raubt Fischen den Sauerstoff

http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml#17

Strahlende Jobs: 1000e atomarer Hilfsarbeiter erledigen die Drecksarbeit in AKW

Fazit Schäden: die Wahrheit liegt im Gegenteil

Die Eingangs verlinkte Berechnung legt nur die Toten zugrunde, die sich unmittelbar zuordnen lassen. Das lässt ähnlich wie bei der CO2-Berechnung wiederum den gesamten übrigen „Kontext“ unberücksichtigt. Eine ehrliche und seriöse Betrachtung muss analog zur Gesamtenergiebilanz die gesamte Kette von der Uranerzgewinnung an betrachten. Außerdem hat Kernenergie im Gesamtrahmen auch noch eine andere zeitliche Komponente: Wenn bei der Installation von Solaranlagen auf Dächern Menschen abstürzen und zu Tode kommen, dann zieht das im Gegensatz zur Kernenergieseite keine langfristigen Folgeschäden nach sich: bei der Uranerzgewinnung z.B. sind die Gebiete über Jahrhunderte verseucht.
Leider lassen sich diese Umstände sehr schwierig in harte Zahlen umsetzen, weil diverse Spätschäden wie Krebs, Unfruchtbarkeit oder Verkrüppelungen nur schwer eindeutig Kernenergie zugeordnet werden können. Eine wirklich umfassende Analyse der Folgen der Energiearten für Mensch und Umwelt dürfte für die Kernenergie ganz finster ausfallen. Ein ehrlicher und seriöser Standpunkt ist sich dessen bewusst und würde nicht noch die Tatsachen mit Verweis auf substanziell unzureichende Berechnungen auf den Kopf stellen.

Atomausstieg kostet Arbeitsplätze

Arbeitsplätze können nicht alles rechtfertigen

Arbeitsplätze sind kein Totschlagargument, mit dem sich das Festhalten an jeder noch so gefährlichen und unverantwortlichen Technologie rechtfertigen lässt

Großteil der ehemaligen Arbeitsplätze ist ohnehin schon abgebaut

siehe Fachkompetenz_abgewandert

Atomausstieg rettet Menschenleben und schützt die Umwelt

siehe Gegenargumente und Widerlegungen

Neue und bessere Arbeitsplätze im EE-Sektor

Kernernergie nicht erforderlich, weil selbst dezentrale Mini-BHKWs -die ECHTE Brückentechnologie- bessere Alternativen sind

Zweifelsohne kann nicht kurzfristig die gesamte Energieversorgung auf EE umgestellt werden - also ist bis zur Erreichung dieses Ziels andere sinnvolle und konstruktive Konzepte zu nutzen. Nötig ist eine andere Brückentechnologie. Dezentrale Mini-BHKWs könnten genau diese Lücke füllen, weil sie diverse Vorteile in sich vereinen:

  1. Energieerzeugung in Bürgerhand: Die Kosten bewegen sich im Rahmen eine Mittelkalsse-PKWs
  2. Ungeschlagener Wirkungsgrad: über 90%! (AKWs erreichen nicht mal die Hälfte) - Effizienter als Groß-Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung, weil kein Wärmeverlust über lange Leitungswege
  3. Fernwärmeleitungen entfallen
  4. Bedarf neuer Überlandleitung entfällt, da durch dezentrales Konzept Stromerzeugung dort erfolgt, wo der Bedarf anfällt.
  5. Kein zusätzlicher Platzbedarf, da Ersatz für Heizkessel im Keller
  6. Kurzfristige Installation: Weil es sich um Anlagen in der Größenordnung eines konventionellen Heizkessels handelt, lassen die sich vergleichbar schnell installieren. Um Größenordnungen schneller als Großkraftwerke.
  7. Grund- und spitzenlastfähig: intelligent zusammengeschaltete Mini-BHKWs (Schwarmstrom!) lassen sich wesentlich besser schnell rauf und runterfahren, als Großkraftwerke.

Kernenergie als Klimaschutz: Geringe CO2-Emissionen

"Ein wichtiger Vorteil ist die Reduzierung von Schadstoffemissionen in die Atmosphäre." [12]

nur oberflächlich geringe Emissionen - Gesamtenergiebilanz besagt Anderes

Die "geringen" CO2-Emissionen treffen ausschließlich für den Betrieb zu - wenn eine CO2-Betrachtung seriös sein soll, dann muss eine Gesamtenergiebilanz aufgestellt werden. Dies bedeutet bei Kernenergie, dass folgende Sachverhalte mit einbezogen werden müssen:

  1. Die erfolgte CO2-Erzeugung bei der Uran-Gewinnung
  2. Die enorme CO2-Erzeugung beim Bau des AKW
  3. Die CO2-Produktion bei der Herstellung der Brennstäbe
  4. Die enorme CO2-Erzeugung bei der "Entsorgung" des radioaktiven Mülls
  5. Die enorme CO2-Erzeugung beim Rückbau des AKW nach dessen endgültiger Stilllegung

Unter angemessener Würdigung dieser Fakten bleibt von »geringen CO2-Emissionen« nicht mehr viel übrig - dabei sollte "geringe/keine"-CO2-Emission als das "Argument" für Kernenergie gelten!

Ineffiziente Kernenergie vs. BHKW mit sehr hohem Wirkungsgrad

Bei Kernenergie verpufft der größte Teil der gewonnen Energie: Selbst die besten AKWs verfügen nur über einen Wirkungsgrad von gerade einmal 40% - viele sogar nur 33%; der Rest geht als nicht genutzte und nicht nutzbare Abwärme, welche die Umwelt schädigt, verloren. Mini-BKWs dagegen verfügen über einen außergewöhnlich hohen Wirkungsgrad von rund 90%, weil die bei einem Verbrennungsprozess prinzipiell anfallende Abwärme zur Warmwasseraufbereitung genutzt wird.

Die Mär der CO2-freien Kernenergie haben selbst die Atomkonzerne aufgegeben

Eingeständnis des Kernenergiekonzerns AXPO: KKW Beznau

AKW darf nicht als CO2-neutral beworben werden

In der Schweiz hat die Schweizer Lauterkeitskommission einen Werbespot gerügt, der ein AKW als CO2-frei bewarb, weil das Unternehmen nicht in der Lage war, das zu belegen:

Warum haben sich Mini-BHKws noch nicht längst durchgesetzt?

Angesichts der Eingangs dieses Hauptkapitels vorgestellten Vorteile von Mini-BHKs stellt sich die berechtigte Frage, warum sich dann

Dezentrale Technik vs. Energieversorger

Bei den "alten, etablierten" Energieversorgern handelt es sich oft um Großkonzerne, die in der "Tradition" zentralistischer Großstrukturen gewachsen sind. Nun liegt es aber gerade in der Natur von Mini-BHKWs, konzeptionell dezentralistisch zu sein - eben Energieversorgung [potenziell] in Bürgerhand. Damit haben die Großenergieversorger keine Erfahrung und es widerspricht zunächst einmal ihren zentralistischen Gegebenheiten: je höher die Großkraftwerks-Kapaziäten (egal welcher Energieversorgungsart) der Energieversorger sind, desto mehr würde ein großflächiger Ausbau von Mini-BHKWs, die potenziell einen signifikanten Anteil von Großkraftwerken ersetzen können, an "ihrem eignen Ast" sägen. Aus diesem Grund könnte man die alten Großenergieversorger als "natürlichen Feind" von dezentralen Mini-BHKWs ansehen, in deren Interesse es nicht liegt, diese neue Technologie zu fördern.

Wirtschaftlichkeit vs. Rahmenbedingungen

Noch zu hohe Anschaffungskosten

Derzeit zu Teuer für den Massenmarkt

Gestrichene Subventionen

Gerade um die Einstiegshürde des hohen Anschaffungspreises für eine sinnvolle, zukunftsweisende Technologie überwinden zu helfen, wurden Mini-BHKWs auch in den Anschaffungskosten durch abgestufte finanzielle Unterstützung gefördert. Genau diese Subventionen wurden durch die schwarz-gelbe Regierung bei ihrer MAchtübernahmen gestrichen. Eine Entscheidung, welche die dringend nötige Energiewende konterkariert.

Erfordernis neuer, intelligenter Energiekonzept setzt sich bei Energieversorgern nur langsam durch

Leider sind gerade die etablierten großen Energieversorger träge, was die Erkenntnis der Erfordernis sowie die Erarbeitung und Umsetzung neuer, intelligenter Energiekonzepte abseits zentralistischer Strukturen anbetrifft - wie es so oft bei Großstrukturen (Contentindustrie).

Einzelbeispiele für neue Energieversorger mit intelligentem Schwarmstrom-Konzept

Zumindest ein neuer ökologischer Anbieter auf dem Energieversorgungsmarkt hat das Potenzial erkannt und sich ein neues, intelligentes Energiekonzept abseits überkommener, zentralistischer Strukturen erschlossen - um [Schleich-]Werbung zu vermeiden sei hier nur das Stichwort "Schwarmstrom" genannt.

Andere Behauptungen der Pro-Kernenergie-Fraktion sind keine validen Argumente für AKWs

Im folgenden werden die Thesen von Fakten zur Energieversorgung und Sicherheit aufgegriffen, die thematisch nicht in die vormals behandelten Bereiche passen.

Vorbemerkungen der Nuklearia

Im folgenden haben wir einige Fakten zu den Themen Energieversorgung und Sicherheit zusammengetragen. Kernenergiegegner mögen andere Ansichten vertreten und uns – wie bereits geschehen – sogar der Lüge bezichtigen. Aber wir stellen hier nicht einfach nur Behauptungen auf, sondern belegen sie mit vollständig mit Quellen (jeweils eingerückt). Wir weisen also nach, daß das, was wir als Fakten bezeichnen, tatsächlich Fakten sind. Manche Fakten können sich natürlich auch ändern. In diesem Fall sind wir dankbar für einen freundlichen Hinweis.

Verhalten der Nuklearia steht im Widerspruch zu deren Behauptungen

Der Reihe der Behauptungen nach: In Wahrheit werden von der Nuklearia keine "Fakten", sondern bloße Behauptungen zusammengetragen. Der Vorwurf der Lüge hinsichtlich der Verbrämung von Behauptungen als Fakten, obwohl es ganz offensichtlich keine sind - und es z.T. prinzipiell gar nicht sein können (Aussagen über die Zukunft) - erscheint sachlich evident korrekt. Zwar ist es richtig, dass die Nuklearia ihre Behauptungen mit "Quellen" zu belegen versucht, aber ebenso richtig ist, dass das "nur" Artikel sind. Artikel von z.T. höchst befangenen Quellen, denen mit entsprechender Vorsicht zu begegnen ist. Wenn es korrekt wäre, dass das Anführen von Quellen die vorausgehenden Aussagen in dem Sinne "belegen" würden, dass damit der Nachweis einer Tatsache erbracht ist, dann trifft dies umso mehr auf die Widerlegungen der als "Fakten" verbrämten Behauptungen zu, die oftmals nicht nur mit mehr Quellen belegt sind, sondern z.T. obendrein noch logisch abgeleitet werden.
Fazit: die Behauptungen der Nuklearia/Rainer Klute sind imo eine intellektuelle Schande und sprechen jeder seriösen Darstellung Hohn! Die Behauptung Klutes "In diesem Fall sind wir dankbar für einen freundlichen Hinweis" ist eine grobe Unwahrheit (um nicht zu sagen Lüge), denn Klute sind seit geraumer Zeit die nachfolgenden Erwiderungen, die er selber als sachlich bewertet, bekannt. Führt dieser Umstand dazu, dass RKlute von seiner Darstellungen von "Fakten" abrückt? Im Gegenteil: die Vorbemerkungen sind neueren Datums und untermauern dessen kaputte Ansicht, seine Behauptungen, die alle entweder durch Gegendarstellungen substanziell in Frage stehen oder sogar widerlegt wurden, wären "Fakten"! Diese Bemerkung der Nuklearia wirkt imo genauso verlogen, wie RKlutes Behauptung, eine sachliche Diskussion würde von der Nuklearia begrüßt, obwohl ganz offensichtlich angesichts der Löschungen durch RK das Gegenteil der Fall ist!

Andere europäische Staaten sehen Marktchancen und bauen die eigenen Kernkraftwerkskapazitäten deutlich aus

Andere europäische Staaten wie Russland, Litauen oder Tschechien sehen hier Marktchancen und bauen die eigenen Kernkraftwerkskapazitäten deutlich aus

Der angebliche Ausbau ist in Wahrheit nur Planung

Weder Tschechien noch Litauen bauen ihre Kapazitäten aus. Da wird hin und wieder darüber nach gedacht, von Bau kann nicht die Rede sein. Innerhalb der EU werden genau 2 Kernkraftwerke gebaut, und die sind jeweils vier bis fünf Jahre hinter dem Zeitplan und haben mit völlig aus dem Ruder gelaufenen Kosten zu kämpfen.

Nach wirtschaftlicher Katastrophe Orientierung daran, wo Andere "Marktchancen" sehen?

Wenn noch Verantwortungslosere "Marktchancen" in Waffenschmuggel und Menschenhandel sehen - ist dann das auch ein "Argument", dem nachzugehen?

Bevölkerung eindeutig gegen Kernenergie: z.B. Polen

Ergebnis der Volksabstimmung zum AKW-Neubau in Polen Bürger klar gegen Neubau (über 94%!)- Betreiber macht Desinformation für die Ablehnung verantwortlich

Verweis auf andere Länder kein valides Argument für Kernenergie

Wenn der Verweis auf andere Länder ein valides Argument wäre, könnte man mit dem Verweis auf Japan auch dem Walfischfang und dem Verweis auf die USA Gas-Fracking oder Ölbohrinseln in der Tiefsee das Wort reden. Oder sogar Internetsperren!
{Inwiefern dieser Verweis der Nuklearia auf andere Staaten ein Fakt im Hinblick auf die Energieversorgung und Sicherheit der BRD sein soll erschließt sich nicht einmal im Ansatz}

Andere Länder geben AKW-Bau auf

  • AKW-Bau gestoppt Bulgariens AKW-Baustelle Belene wird nach gut 30 Jahren aufgegeben. Ein Reaktor wird verlegt, der andere gestrichen. Grund: Kostenexplosion

E.ON und RWE kippen AKW-Pläne in Großbritannien

Im Vergleich mit fossilen Energieträgern – speziell Kohle – verursachen Kernkraftwerke bedeutend weniger Schäden an Mensch und Umwelt

Thema verfehlt: Kohlekraftwerke stehen nicht zur Disposition

Warum wird mit fossilen Kraftwerken verglichen, wenn inzwischen regenerative Energien und deren Ausbau das Thema sind? Der Grund ist offensichtlich: dass ehemals Hauptargument für Kernenergie, deren angeblich "klimaschützende Wirkung" durch geringe CO2-Belastung und Schadstoffemissionsfreiheit (Staubbelastung, Pseudo-Krupp etc.) ist angesichts von EE weggebrochen - es trifft nur noch gegenüber fossilen Energieträgern. Deswegen wird der Bezug zu diesen ebenfalls ungewollten Energieträgern bemüht, wohl wissend, dass das Argument thematisch verfehlt ist.

EE sind DIE Alternative zu AKWs, nicht fossile Energieträger

Vollständiger Umstieg auf Wind & Co. möglich Studie des Umweltbundesamtes zeigt, dass Deutschland in 40 Jahren vollständig ohne Kohle, Erdags, Uran und Erdöl auskommen könnte

Insbesondere Spät- und Langzeitschäden sind bei AKWs zu berücksichtigen

Zur vollständigen Bilanzierung gehört nicht nur die Summe der verursachten Schäden im laufenden, unfallfreien Betrieb. Auch die Schadensrisiken und Schäden durch Uranerzgewinnung, Unfälle, durch Zwischen- oder Endlagerungen, auch für nachfolgende Generationen, müssen korrekterweise in eine vollumfängliche Schadensbilanz einfließen. Erst diese bringt das wahre Ausmaß zu Tage. Siehe dazu die Widerlegungen und Gegenargumente von Sehr wenige Schäden an Mensch und Umwelt pro erzeugter Energiemenge

Für große Ozeanschiffe gibt es außer der Kernenergie kaum eine andere Möglichkeit, sie ohne Fossilbrennstoffnutzung anzutreiben

SkySails widerlegt Behauptung

  • Außer Kriegsschiffen werden nur ein paar russische Eisbrecher per Kernenergie angetrieben. siehe hier

Kein Argument für AKWs an Land

Beim Atomausstieg geht es um die Abschaltung und endgültige Stilllegung von AKWs auf dem Land zur Energieversorgung der Bevölkerung. Wann hat jemals ein kernenergiebetriebes Schiff zur Energieversorgung der Bevölkerung beitragen? {das Pseudoargument der Nuklearia ist durch und durch thematisch verfehlt}

Auch für Raumfahrzeuge stellen kerntechnische Antriebe eine interessante Option dar

das angeblich "Interessante" liegt ganz im Auge des Betrachters

Kein Argument für AKWs auf der Erde

Beim Atomausstieg geht es um die Abschaltung und endgültige Stilllegung von AKWs auf dem Land zur Energieversorgung der Bevölkerung. Wann hat jemals ein Raumschiff zur Energieversorgung der Bevölkerung beitragen? {das Pseudoargument der Nuklearia ist durch und durch thematisch verfehlt}

Deutschland baut keine Raumfahrzeuge

Kernenergie steht im Widerspruch zu Piratenzielen

Auf der verlinkten Seite versucht sich die Nuklearia doch allen Ernstes, Kernenergie aus den Standpunkten der Piratenpartei abzuleiten.

Inhaltliche Ausweitung des Piratenkonzepts

Die Piraten werden immer noch als Urheberrechts- und Internetpartei angesehen, die für informationelle Selbstbestimmung, gegen Überwachung online und offline sowie für die freie Verfügbarkeit von Daten kämpft. Inzwischen hat zumindest die deutsche Piratenpartei ihr Programm jedoch ausgeweitet und sich fortentwickelt - zu was genau?

Diese Frage wird jeder, in Abhängigkeit von seinen persönlichen Interessen, Neigungen und Wünschen, etwas unterschiedlich beantworten. Ich spreche jedoch gewiß nicht nur für mich selbst - auch wenn dieser Aspekt für mich persönlich einer der attraktivsten der Piratenpartei ist - wenn ich sage, dass sie bislang die einzige Partei Deutschlands ist, die den Gedanken der Post-Scarcity-Gesellschaft verstanden und akzeptiert hat.

Programm-Ausweitung kein Argument für Kernenergie

Ein inhaltliche Ausweitung an sich ist kein Argument für Kernenergie - im Gegenteil: eine verantwortungsvolle Ausweitung sollte sich IMO gegen KK und für EE aussprechen!

Kernenergie widerspricht den erfolgten Umwelt-Programmerweiterungen

Parteiprogramm#Umwelt

Kernenergie widerspricht dem beschlossenen Positionspapier für den Atomausstieg

AG_Umwelt/Programm#Atomausstieg_.2F_Sicherheit_kerntechnischer_Anlagen

Kernenergie widerspricht dem Mehrheitswillen der Bevölkerung

Als Bürgerpartei nimmt die Piratenpartei den Willen der Bevölkerung ernster als jede andere Partei, was sich insbesondere in den Forderungen nach mehr Mitbestimmung und demokratischer Teilhabe niederschlägt. In der Bevölkerung spricht sich eine Mehrheit für den Atomausstieg aus (s.u.). Aus guten Gründen. Da die Forderung nach Kernenergie dem erklärten Mehrheitswillen der Bevölkerung entgegen steht, konterkariert das Piratenprinzipien

Die Welt nach dem Ende der Knappheit

Die Menschheit befindet sich - zumindest innerhalb der Industrienationen - gerade an der Schwelle zu Post-Scarcity: Durch Robotik, Automatisierung, künstliche Intelligenz und Nanotechnik wird menschliche Arbeit in der Produktion allmählich überflüssig und es zeichnet sich am Horizont eine Welt ab, in der die Menschen dazu befreit werden, ihre Träume zu verwirklichen, anstatt in Fabriken, Minen, landwirtschaftlichen Betrieben und anderen Produktionsstätten "malochen" zu müssen damit alle ernährt werden können, da dies nun Maschinen übernehmen.

Diese Perspektive hat sich bei der Mehrheit der Bevölkerung noch nicht durchgesetzt. Überall fürchten die Menschen den Verlust des Arbeitsplatzes und klagen: "Ja wenn wir nur Vollbeschäftigung hätten!" Politiker werben mit dem Versprechen möglichst viele Arbeitsplätze zu schaffen. Einzig bei den Piraten steht nicht im Programm "wir wollen durch diese und jene Maßnahme möglichst viel Arbeit schaffen" sondern: "Da das Ziel ein Einkommen zur Existenzsicherung für jeden ist, sollte dieses Einkommen jedem direkt garantiert werden. Nur dadurch ist die Würde jedes Menschen ausnahmslos gesichert. So wie heute bereits u.a. öffentliche Sicherheit, Verkehrswege und weite Teile des Bildungssystems ohne direkte Gegenleistung zur Verfügung gestellt werden, soll auch Existenzsicherung Teil der Infrastruktur werden". Dieses Recht auf gesicherte Existenz wird von vielen im Sinne eines Bedingungslosen Grundeinkommens gedeutet, weswegen beim zweiten Bundesparteitag 2011 auch mehrheitlich beschlossen wurde, das BGE ins Programm für die nächste Bundestagswahl aufzunehmen.

Post-Scarcity nicht auf Energieerzeugung übertragbar

Nur Erneuerbare Energien stehen unbegrenzt zur Verfügung

Auch und gerade der Aspekt der Recourcenkappheit spricht für Energien, die unbegrenzt vorhanden und an sich nicht schädlich sind: nämlich enerneuerbare Energien

Bedeutung der Energieerzeugung für die Post-Scarcity-Gesellschaft

Eine solche Welt, deren Ziel die Befreiung des Menschen von der Arbeit durch Maschineneinsatz ist, ist jedoch nur auf Basis hoher Energieflüsse möglich. Mithilfe moderner Technologien wie Elektroautos (sparsamer als Benziner), Wärmepumpen (zum effizienten Heizen) oder Magnetschwebebahnen (anstelle von Kurzstreckenflügen) lässt sich der Leistungsverbrauch pro Mensch zwar durchaus bei Beibehaltung des Lebensstandards verringern und das ist auch sinnvoll und wünschenswert. Wenn man nun aber anstrebt, zahlreiche Roboter einzuführen, die den Menschen von stumpfsinnigen Tätigkeiten befreien, dann kann der Leistungsverbrauch wieder ansteigen. Roboter sind sowohl in der Herstellung wie auch im Betrieb energiehungrig.

Das bedeutet, dass sich eine Post-Scarcity-Gesellschaft nur verwirklichen lässt, wenn pro Person mehrere Kilowatt - typischerweise zwischen 5 und 10 - zur Verfügung stehen. Hierzu können die Erneuerbaren Energiequellen durchaus substantiell beitragen. Den kompletten Bedarf aus ihnen zu bestreiten stößt in dichtbesiedelten Ländern wie Deutschland jedoch schnell an praktische Grenzen. Daher wird eine auf robotische Produktion gestützte Gesellschaft zumindest vorläufig - vielleicht auch langfristig - auf die Kernenergie angewiesen sein.

Anstatt wie die Grünen "durch Sonne zur Arbeit" zu fordern, streben die Piraten Befreiung durch das Recht auf gesicherte Existenz an. Das ist ein wichtiger, zukunftsweisender Schritt. Aber er impliziert, dass man starke, postfossile Energiequellen nicht leichtfertig fortwerfen sollte.

Dies ist aus meiner Sicht der Hauptanknüpfungspunkt. Aber es gibt noch einige andere...

Bedeutung der Energieerzeugung bekannt, aber kein Argument für Kernenergie

Viele schöne und z.T. auch richtige Worte! Nur warum DAS ein Argument für Kernenergie sein soll, erschließt sich nicht einmal im Ansatz!

Was ist der Zweck der Heranziehung der "Post-Scarcity-Gesellschaft"?

Bei den vielen schönen, mitunter aber dennoch haarsträubend falschen Ausführungen zur "Post-Scarcity-Gesellschaft" stellt sich die Frage: Was soll das? Wozu diese "seltsam anmutende Argumentationsweise"? Wenn EE ausreichen würden, um nahezu 100% des Strombedarfs zu decken, dann dürfte (abgesehen von einem möglichen Abbau des Atommülls) es sehr schwer, wenn nicht gar unmöglich werden, noch irgendwie Überzeugungsarbeit für Kernenergie leisten zu können. Also entwirft man, d.h. die Nuklearia, irgendein hochspekulatives Szenario, um daraus wiederum irgendeinen fiktiven Mehrbedarf "abzuleiten", den EE nicht decken können soll: "Voila, deswegen brauchen wir Kernenergie".
{*facepalm*}

Weitere Anknüpfungspunkte

  • Zum anderen wird eine dezentrale, transparente Energieversorgung angestrebt. Dies ist interessanterweise mit Kernenergetik einfacher zu realisieren als mit Erneuerbaren: Das Imageproblem der Kernkraft basiert ja nicht zuletzt darauf, dass viele mit dem Begriff gewaltige, zentralisierte "Leichtwasserriesen" assoziieren, die über 1 GW ins Netz einspeisen. Doch bei modernen Reaktordesigns braucht das nicht der Fall zu sein. Kernkraftwerke können auch in kleinen Modulen von ca. 50 bis 100 MW Stärke serienmäßig produziert werden. Mit solchen Minireaktoren könnten Industriebetriebe und Ortschaften dezentral versorgt und von Stromeinspeisung von außen weitgehend unabhängig werden! Besonders der Laufwellenreaktor scheint hierfür eine attraktive Option zu sein, da er, einmal mit abgereichertem Uran gefüllt und unterirdisch installiert, jahrzehntelang ohne menschliches Eingreifen Energie produzieren kann.

Mir persönlich scheinen die Piraten im Augenblick die einzige Partei zu sein, in der fortschrittliches und futuristisches Denken erwünscht ist. Aber technischer und wissenschaftlicher - und, in gewisser Hinsicht, auch gesellschaftlicher - Fortschritt waren in der Geschichte der Menschheit bisher stets mit Zunahme des Energieverbrauchs verbunden. Die Menge an Solarenergie, die man mit vertretbarem Flächen- und Materialaufwand einsammeln kann, ist begrenzt. Daher sind die Piraten inhaltlich der Kernenergie durchaus näher als es den meisten Parteimitgliedern selbst bewußt sein dürfte.

"flächendeckende Asphaltierung" mit EE-Anlagen nicht erforderlich

Weder wird eine "flächendeckende Asphaltierung" mit EE-Anlagen gefordert, noch ist diese nötig - das und die Darstellung, Kernenergie wäre ein Garant für Artenvielfalt, ist geradezu hanebüchen!

Wenn man schon "futuristisches Denken" bemüht, dann sollte damit im Hinblick auf die Umwelt und die nachfolgenden Generationen Nachhaltigkeit und Verantwortungsbewusstsein einhergehen. Beides wird durch Kernenergie konterkariert. Warum ein Mehrbedarf an Energie ausgerechnet ein Argument für Kernenergie anstatt der Ausbau von EE sein sollte, bleibt selbst nach dem Verweis auf den Flächenbedarf ein Rätsel, denn schließlich bestehen EE nicht nur in Solarenergie - den Hinweis auf den Materialaufwand kann man nur als schlechten Scherz ansehen. Hier versucht die Nuklearia auf anderem Wege durch die Hintertür das "Energiedichte"-Argument aufzukochen.

Realität und Parteiprogramm stehen Behauptungen entgegen

Eine kritische Auseinandersetzung mit den Behauptungen der Nuklearia Vorweg sei bemerkt, dass die Darstellungen auf der Hauptseite trotz des irreführenden Seitennamens "Kernenergie und die Piraten" nicht die Ansicht "der Piraten" wiedergibt, sondern die einer kleinen unrepräsentativen Anzahl von Piraten, die sich in der "AG Ausstiegskritische Nuklearia" eingefunden haben

Flächenenergiedichte vs. dezentrale Strukturen

Die Behauptung, mit Kernenergie sei eine dezentrale Energieversorgung einfacher zu realisieren, spottet jeder Beschreibung: allein schon das von der Nuklearia selbst angeführte Argument der Energiedichte steht dem entgegen. Wenn die Nuklearia von "kleinen AKW-Modulen" schreibt, dann sind damit Blöcke von rund 300 MW gemeint. Die dezentralen Strukturen, welche die PP anstrebt, sind von gänzlich anderer Natur: Energieerzeugung in Bürgerhand. Und zwar in privater Bürgerhand, sodass Einzelne die Verfügungsgewalt über ihre Ernergierzeugung innehaben. Photovoltaik und Solarthermie auf Dächern lassen sich um mehrere Größenordnungen einfacher dezentral realisieren wie "kleine AKW-Module" - gleiches gilt für Erdwärme und kleine Windräder auf Dächern. Das ist bei 300 MW-Kraftwerksblöcken unmöglich. Ohnehin würden die sich eben nicht in Bürgerhand befinden, selbst wenn man von Genossenschaften ausgeht, sondern wiederum in der Hand der großen Energieversorger, weil die Bevölkerung keine AKWs will! Was bleibt angesichts dieser Argumente und Fakten von der Behauptung der Nuklearia "dezentrale, transparente Energieversorgung ... ist interessanterweise mit Kernenergetik einfacher zu realisieren als mit Erneuerbaren" ?

Notwendiger Sicherheitsaufwand bei AKWs verhindert Skalierung und steht Klein-AKWs wirtschaftlich entgegen

Weil für einen vordergründig "sicheren" Betrieb stets ein hoher Sicherheitsaufwand betrieben werden muss, selbst wenn es "kleine" AKWs sind, sinkt die Wirtschaftlichkeit mit sinkender AKW-Leistung - weshalb AKWs immer größer und nicht kleiner gebaut werden.

Klein-AKWs vor Ort erhöhen Sicherheitsrisiko

Der Errichtung von AKWS in Industriegeländen und Ortschaften das Wort zu reden, konterkariert angesichts der potenziellen Gefahren, die von diesen ausgehen, das berechtigte und begründete Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung. Nicht ohne Grund werden AKWs außerhalb von Ortschaften errichtet, denn bei einem Austritt von Radioaktivität ist Entfernung immer noch der beste Schutz.

Klein-AKWs vor Ort vs. gesellschaftliche Akzeptanz

Ohnehin schon widerspricht Kernenergie dem Mehrheitswillen der Bevölkerung. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Ablehnung bei Bauvorhaben in Industriegeländen und Ortschaften noch weiter verschärfen würde.

Atomausstieg der Regierung unglaubwürdig

Der Atomausstieg der Regierung ist nicht aus Überzeugung, sondern nur aus Wahlkalkül und Parteientaktiererei erfolgt.

Auch aus falschen Gründen kann man das Richtige tun

Zugegeben: Selbst überzeugte Atomenergiegegner kann der Atomausstieg der Regierung kaum überzeugen, aber: für einen Atomausstieg sind seit Jahrzehnten genügend viele und mächtige valide Argumente vorhanden - siehe Fazit. Deswegen ist die diesbzgl. Entscheidung in jedem Falle korrekt, egal wie verkehrt die Motivation der Regierung dafür war!

Fazit

Was bleibt von den Pro-Kernenergie-Argumenten?
Die Zeit hat Kernenergie eingeholt: Das ehemalige (und z.T. immer noch angeführte) Hauptargument für Kernenergie, deren angeblich "klimaschützende Wirkung" durch CO2- und Schadstoffemissionsfreiheit (Staubbelastung, Pseudo-Krupp etc.) gegenüber fossilen Energieträgern (hauptsächlich Kohle) ist angesichts von EE weggebrochen. Gleiches gilt für den an sich korrekten Verweis hinsichtlich der Begrenztheit fossiler Energieträger - auch und gerade da können erneuerbare Energien gegenüber Kernenergie punkten. In sofern haben sich frühere Haupt-Pro-Kernenergieargumente mittlerweile ins Gegenteil verkehrt. Teilweise hat sich die Pro-Kernenergiefraktion darauf eingestellt, indem sie "neue" Argumente anführt: Richtig ist, dass Kernenergie eine einzigartig hohe Flächenleistungsdichte besitzt, was aber einerseits durch hohe AKW-Stillstandszeiten relativiert und andererseits durch das damit verbundene Potenzial für Gefahren wie eine Kernschmelze konterkariert wird. Richtig ist ebenfalls, dass EE nicht per se positiv sind. Aber mit einer verantwortungsvollen, umsichtigen Ausgestaltung lassen sich negative Folgen leicht ausschließen - im Gegensatz zur Kernenergie. Auch sog. „inhärent sichere“ Reaktortypen bergen noch genug Gefahren - ganz zu schweigen, dass Sie über einen Experimentalstatus hinaus ihre Bewährung im Leistungsbetrieb beweisen müssten. Gerade hinsichtlich des präferierten Thorium-Flüssigsalz-Reaktors besehen diesbzgl. handfeste Vorbehalte, die durch den Versuchsreaktor gewonnen wurden: so zeigte dieser trotz Einsatzes von Spezialstahl schon nach nur 5 Jahren Anzeichen von Abnutzung. Der Umstand, dass diese negative Erfahrung zwar allgemein bekannt und dennoch von der Nuklearia verschwiegen wurde, so wie die Tatsache, dass sie ausschließlich die Vorteile neuer Reaktortypen benennt, läßt gegenüber deren offensichtlich extrem einseitigen Verlautbarungen mehr als nur Zweifel angebracht erscheinen.
Alle anderen „Pro-Kernenergie-Argumente“ erwiesen sich als mehr oder weniger substanzlos - teilweise sogar als glattes Gegenteil der Wahrheit: „billiger Atomstrom“ und „sichere AKWs“. Insbesondere das Gerede von Atomenergie als „Brückentechnologie“ hat sich als Mär erwiesen, welche die Wahrheit auf den Kopf stellt.
Den vorgenannten Anspruch würden jedoch dezentrale Mini-BHKWs als Ersatz eines konventionellen Heizkessels im Keller gerecht werden, welche viele Vorteile in sich vereinen. Um diese sinnvolle Brückentechnologie zu pushen müssten die Subventionen, die unter der aktuellen schwarz-gelben Regierung gestrichen wurden, wieder eingeführt, ausgeweitet und durch eine breit angelegte Informationsoffensive unterstützt werden.

Das einzige Szenario, welches unter Würdigung der vorgenannten Umstände den Einsatz von Kernenergie dennoch rechtfertigen könnte, wäre der Abbau von Atommüll. Dafür aber wäre die Erfüllung mehrerer Kriterien Voraussetzung:

  • Der Reaktortyp müsste konzeptionell inhärent sicher gegen eine Kernschmelze sein und darüber hinaus tatsächlich eine wesentlich höhere Sicherheit im Leistungsbetrieb beweisen
  • Der Reaktortyp dürfte tatsächlich nur wenig Atommüll mit kurzer Halbwertszeit erzeugen
  • Der Reaktortyp müsste in der Lage sein, substanziell zum Abbau von Atommüll beitragen zu können, wobei der Abbau den neu produzierten Atommüll um wenigstens eine Größenordnung übersteigen sollte
  • Der Reaktortyp dürfte nicht zur Produktion militärisch verwertbarer Produkte verwendet werden können (Thorium anstatt Uran)
  • Der Reaktortyp müsste verlässlich über einen längeren Zeitraum laufen können - gerade in dieser Hinsicht lehren die Erfahrungen mit dem präferierten Thorium-Flüssigsalz-Reaktor handfeste Vorbehalte
  • Es müssten gesetzliche Maßnahmen getroffen werden, damit die Kraftwerksbetreiber nicht aus Profitmaximierung möglichst wenig Atommüll „verwerten“, um die Leistungseffizienz zu steigern.

Und selbst dann, wenn alle diese Voraussetzungen sicher gewährleistet werden könnten, was alles andere als sicher ist, müsste nach dem Selbstverständnis der Piratenpartei ein solcher Einsatz in Analogie zum BGE unter den Vorbehalt eines Volksentscheides gestellt werden. Ansonsten sind weder die Nuklearia, noch andere Pro-Kernenergie-Protagonisten in der Lage, valide Argumente vorzubringen, die den Betrieb von AKWs jenseits des Abbaus von Atommüll - was derzeit reine Zukunftsmusik ist - rechtfertigen könnten: die wenigen wirklichen Vorteile der Kernenergie sind gegenüber den vielfältigen, gravierenden Nachteilen und Gefahren zu gering, um bei Abwägung aller Pro- und Contra-Argumente bestehen zu können.
Die Atomindustrie behauptet, Kernenergie sei sicher. Dabei kann es sich angesichts erdrückend mannigfaltiger und stichhaltiger Argumente nur um eine dreiste und verantwortungslose Lüge handeln.

Der Atomausstieg ist dirigistisch, nicht legitimiert und vernichtet Milliarden

Fortführung einer überkommenen Technologie ist wirtschaftlich kontraproduktiv

Das ganz andere Konzept für einen Atomausstieg

Auch wenn die Regierung immer wieder ihre politischen Entscheidungen als "alternativlos" (Unwort des Jahres 2010) verkaufen möchte: auch zur Art der nun schon zweiten Atomausstiegs bietet sich durchaus eine Alternative an: Es sollte auf jegliche gesetzliche Zwangsbestimmungen, die einen Atomausstieg nur künstlich herbeiführen, verzichtet und stattdessen die Rahmenbedingungen für einen "natürlichen Atomausstieg" herstellt werden, was bedeutet, sämtliche direkten und indirekten Subventionen, Bevorzugungen, Nachlässigkeiten abzubauen und mind. die gleichen strengen Maßstäbe anzulegen und durchzusetzen, wie in anderen Bereichen auch. Konkret bedeutet das:

I) Keine Finanzierung von Forschung oder Bau von AKWs durch den Staat
II) Sofortige Pflicht für eine vollumfängliche Haftpflichtversicherung ohne Bürgschaften durch Bund oder Länder
III) Sofortige Besteuerung von Brennelementen analog zur Mineralölsteuer mit dem Energieäquivalent als Berechnungsgrundlage
IV) Sofortiges Anlegen und Durchsetzen der Sicherheitsauflagen wie z.B. bei Gefahrstoffen
V) Volle Übernahme aller Entsorgungskosten durch die AKW-Betreiber
VI) Abbau jeglicher anderen Vorzugsbehandlungen der Atomindustrie und deren AKWs

Die vorgenannten Maßnahmen würden in der Weise einen "natürlichen" oder, wie es die Regierung wahrscheinlich nennen würde, "marktkonformen" Atomausstieg herbeiführen, wie die damit verbunden wahren Kosten der Kernenergie allein von den Betreibern zu tragen wären. Selbstverständlich würden diese versuchen, die Kosten an die Verbraucher durchzureichen. Weil bei konsequenter Umsetzung des Maßrahmenkataloges Atomstrom mit einem Schlag extrem teuer würde, dürfte er praktisch nicht mehr absetzbar sein - ein Produkt ohne Abnehmer. Auch eine Mischkalkualtion der Atomindustrie, indem die Atomstromkosten auf andere Energieträger umgelegt werden, wird das Dilemma nicht lösen: dann werden die Verbraucher in Scharen zu solchen Anbietern wechseln, die keine AKWs betreiben. Die Atomindustrie würde allein aus Selbsterhalt heraus alles tun, um selbst so schnell wie möglich diesen Klotz am Bein loszuwerden, indem sie sich der kostentreibenden AKWs entledigt. Ein derartiges Konzept kann mit einer Fülle bestechender bestechender Vorteile aufwarten:

  1. nicht dirigistisch - weniger Staat:
    Durch den Wegfall jeglicher Bestimmungen, die einen Atomausstieg „per Dekret“ erzwingen, entzieht man sich jeglicher diesbzgl Vorwürfe
  2. parlamentarisch leichter und föderalistischer:
    viele Maßnahmen ließen sich schon auf NRW-Ebene umsetzen - gewisse Detailfragen sind von juristischen Experten zu klären.
  3. preiswerter:
    der Abbau von Milliarden Kernenergie-Subventionen kommt direkt dem Staat zu Gute
  4. logischer und gerechter:
    Es dürfte sehr schwierig bis unmöglich sein, auf der einen Seite die Senkung der Subventionen für EE über das ohnehin schon geplante Maß hinaus zu fordern und sich auf der anderen Seite dem Abbau der Atomenergiesubventionen, welche für EE um etwa den Faktor 4 übersteigen, zu verweigern. Das dürfte kaum schlüssig zu erklären sein.
    Wenn gewissen Lagern (Allen vorn Rösler von der FDP) schon nach ein paar Jahren die Subventionen für EE zu hoch sind und sie diese über das ohnehin schon geplante Minderung hinaus abbauen wollen, obwohl das eine nachhaltige und verantwortungsvolle Energiepolitik konterkariert, dann dürfte es ungleich schwieriger werden, valide Argumente gegen den Abbau seid Jahrzehnten bestehender Subventionen, die insgesamt inzwischen einen 3-stelligen Milliarden-Betrag überschreiten, zu finden.
  5. sicherer und schneller:
    Die Durchsetzung strenger und unabhängiger Kontrollen, Auflagen und ggf. Betriebserlaubnisentzüge führen unmittelbar zu mehr Sicherheit. Darüber hinaus wird der Druck durch die hohen AKW-Betreiberkosten ungleich schneller zu einem Atomaustieg führen, wodurch ebenfalls die Sicherheit steigt.
  6. überzeugender:
    Anstatt sich einem ideologischen Disput und dem Versuch, die Pro-Kernenergie-Fraktion eines besseren zu belehren, hinzugeben, läßt man die Macht des Faktischen wirken: die Sachzwänge eines ins Unbezahlbare gestiegenen und nicht mehr absetzbaren Atomstroms wird ungleich mehr Druck aufbauen, als jeder gesetzlich oktroyierte Atomausstieg. Im Gegensatz zur „gesetzlichen Lösung“ wird dieses Konzept dazu führen, dass die AKW-Betreiber von sich aus aussteigen. Dieser Umstand dürfte selbst bei den Pro-Kernenergie-Politikern nicht seine Wirkung verfehlen.
  7. nachhaltiger:
    Zwar ließen sich theoretisch auch alle Subventionen wieder einführen, dass aber dürfte ungleich schwieriger sein, als umgekehrt, weil dies in einer finanziell ohnehin schon sehr angespannten Situation neue Gelder in Milliarden Höhe erfordern würde. Außerdem dürfte es sehr schwierig sein, den Wählern zu vermitteln, warum ausgerechnet bei einer der potenziell gefährlichsten Technologien überhaupt wieder laschere Auflagen (Haftpflichtversicherung) als bei einem Moped oder "konventionellen" Gefahrstoffen angelegt werden. Sofern nicht jegliche späteren Versuche einer atomgläubigen Regierung nicht ohnehin zu spät kommen, weil die Betreiber aufgrund der extremen Unwirtschaftlichkeit ihre AKWs längst stillgelegt haben.
  8. juristisch beständiger:
    Die Lösung bietet wesentlich weniger, sofern überhaupt, rechtliche Angriffsfläche für Klagen seitens der Atomindustrie.

Zum Abschluss der Beleg, dass dieses so ganz andere Konzept für einen Atomausstieg funktionieren würde:

  • Neue US-Studie: Bei marktueblicher Haftung ist Atomenergie unrentabel
    Mark Cooper, Ph.D. (Senior Fellow for Economic Analysis, Institute for Energy and the Environment, Vermont Law School) veroeffentlicht die Studie "Nuclear Safety and Nuclear Economics" (March 27-28, 2012):
    Bei vollstaendiger Haftung der Betreiber bzw. Wettbewerb frei von Subventionen haette niemand Atomkraftwerke gebaut, wuerde heute niemand Atomkraftwerke bauen und jeder der Atomkraftwerke besitzt, wuerde so schnell wie moeglich aus dem Geschaeft aussteigen.