AG dezentraler Parteitag/Realisierungsideen
Hier werden zur Zeit vier Konzepte zur Realisierung eines dezentralen Parteitages bzw. möglicher Alternativen dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
wenige zeitlich parallele Veranstaltungen
- Koppelung mit Live-Stream etc. (wie Parteitag, bloß an mehreren Orten parallel)
- Abgestuftes-System: Nur Audio, Präsentations-Addon, Video-Addon, Streaming-Addon
- Teleport-Lösung (Teleport-Area, Common Audience)
- kleine dezentrale Ableger eines großen Parteitages.
PRO
- wie klassischer Parteitag, nur mit noch mehr Piraten
- Medienwirksam, würde zu unserer Partei passen (viel Medien und Technikzeug)
- benötigt so gut wie keine Änderungen am bisherigen System
CONTRA
- teuer
- Technik kann failen
- Nur mit wenigen dezentralen Standorten machbar (3-4)
- Bindet viele Menschen in Aufgaben
NEEDS
- Piraten, die die Technik verwalten und bedienen (an jedem Standort)
- kleinere Geschäftsordnungsänderungen (wer bestimmt über das Bild/Ton im Stream -> Regelung wer ist Master, wer slave Parteitag?)
- Mehr Piraten -> Mehr Leute, die Fragen stellen können. Der Parteitag muss organisatorisch gestrafft werden; für Alles, was den Parteitag aufhält, müssen entsprechende Hürden aufgestellt werden (überflüssige Fragen etc.). Der Parteitag muss gründlich (!) vorbereitet und organisiert werden.
viele zeitlich parallele Veranstaltungen
- Dezentrale Parteitage ohne Synchronisation
PRO
- Würde alle unsere Probleme lösen
- Die Idee ist wohl, den Parteitag im Prinzip so wie er ist zu übernehmen, nur dass er halt gleichzeitig an verschiedenen Orten ausgeführt wird. Aber ohne Synchronisation. Anschließend werden dann die einzelnen Ergebnisse addiert. Aber wie gesagt, wie das gehen soll (Integrität der Ergebnisse, voneinander abhängige Anträge etc.) ist mir völlig schleierhaft.
KONTRA
- Das Verfahren ist nicht ganz klar
- wirft vermutlich neue Probleme auf
- Der Diskussionsprozess würde unterbrochen. Sinn einer Mitgliederversammlung ist, dass die Abstimmberechtigten (Anwesenden) einen Antrag in einer Debatte aufbereiten, auf deren Grundlage die Meinungsbildung erfolgt. Werden die dezentralen Parteitage asyncron, ist das nicht mehr möglich.
NEEDS
- ?
Dezentrale Wahlurne
- Dezentrale Wahlurne, siehe auch hier.
- Dezentrale Wahlurne (nur Wahlen!)
PRO
- Konzept einfach und sofort umsetzbar
- Würde auch Briefwahl ermöglichen (Wahl senden an Briefwahlurne)
- alle Wahlen (und Abstimmungen) sind geheim.
- keine Diskussionen auf dem Parteitag selbst, die den Parteitag aufhalten, da alle Diskussionen vorher passieren.
KONTRA
- keine RL-Kandidatenbefragungen
- vermutlich wenig medialer Rummel (weniger Presseecho)
- keine Diskussionen auf dem Parteitag selbst
- es existiert kein wirklich effizientes digitales Diskussionsmedium (alle Diskussionen zerfaseln sich und werden doppelt geführt)
- Konfliktbehandlung ungeklärt (nur wenn auch Abstimmungen durchgeführt werden)
Needs
- Kandidatenlisten müssen vor Parteitag geschlossen werden (d. h.: keine Spontankandidatur möglich, wie z. B. die von Marina/Afelia in Heidenheim)
- Jede Wahlurne benötigt ein Wahlhelferteam
- Änderung der Satzung.
Liquid Feedback mit Delegiertensystem
PRO
- benutzt bereits (oder sehr bald) existierendes LF-System.
- ermöglicht die Teilnahme von Piraten, die an dem Parteitagswochenende sonst keine Zeit haben.
- ermöglicht die Teilnahme von Piraten, die sich nur für bestimmte Aspekte interessieren und nicht die Zeit haben, sich mit Allem zu beschäftigen.
KONTRA
- Alle Abstimmungen sind öffentlich (nur Pseudonomisierung).
- Wahlen sind unmöglich (Wahlen müssen geheim sein, Pseudonomisierung reicht nicht aus).
- Als Lösung kann man allerdings für die Wahlen auf die dezentrale Wahlurne zurückgreifen.
- Gefahr, dass LF-Ergebnisse nicht umgesetzt werden und wir ein Delegiertensystem wie bei anderen Parteien bekommen. (z. B. weil LF doch nicht so toll ist). Wenn man einmal so ein Delegiertensystem hat, ist es vermutlich sehr schwer, es wieder abzuschaffen.
- Datenschutzbedenken bzgl. LF
- Die Wahl von Delegierten hat gemäß PartG auch geheim zu erfolgen
- Grundsatz von 'one man - one vote' muss eingehalten werden. Mit Stimmrechtsübertragung und Delegationskönigen nicht machbar.
NEEDS
- Delegiertenparteitag nötig (damit gewährleistet ist, dass der Parteitag tatsächlich auch die Beschlüsse aus LF umsetzt). Also Änderung der Satzung.
- kann man Delegierte denn an das Ergebnis aus LF binden?
- nein, aber man kann sie abwählen, wenn sie LF boykottieren.
- kann man Delegierte denn an das Ergebnis aus LF binden?
- Akzeptanz von LF in der Piratenpartei.
Änderung/Neuorganisation des Arbeitsablaufes/Worflows auf einzelnen Parteitagen
- 1.Parteitage primär als Abstimmungstool statt als Meinungsbildungstool deklarieren.
- 2.Die Änderungen sollen Zeit sparen und die Effizienz erhöhen, sprich es soll über mehr Anträge in der selben Zeit abgestimmt werden können, um den "Antragsstau" abzubauen.
- 3.Mehr Gerechtigkeit/Priorität den Anträgen aus den Meinungsbildungstools gegenüber taktischen oder völlig neuen Anträgen, die keine öffentlichen Meinungsbildungstools durchlaufen haben. Ausnahme formale Anträge zur TO und deren Durchführung.
Änderung der Reihenfolge bei Abstimmungen über Anträge der TO
Ein Meinungsbildungsprozess oder eine Diskussion findet auf Parteitagen nicht statt. Die Meinungsbildung beschränkt sich auf 3 Minuten Redezeit, aus organisatorischen und zeitlichen Gründen. Der Meinungsfindungsprozess findet Monate und Wochen vorher in LiquidFeedback, Wiki und anderen Tools oder Treffen statt. So ist es extrem frustrierend für viele Mitglieder, wochenlang an einem Thema zu arbeiten und durch LiquidFeedback/Wiki einen Antrag zu erarbeiten, wenn darüber nicht abgestimmt wird, wegen z.B.: "taktischer Anträge". Das sind in aller Regel neue Anträge, die nur einen Meinungspunkt des Meinungsfindungsprozesses wiedergeben und noch einmal versuchen, einseitig alles in Frage zu stellen um die Mitglieder zu verwirren und die Annahme von Anträgen zu verhindern. Desweiteren stellen neue Anträge, die gar nicht durch einen öffentlichen Meinungsbildungsprozess gelaufen sind, ein Problem da, wenn darüber abgestimmt wird, bevor über die Anträge aus den Meinungsfindungstools abgestimmt wurde. Diese neuen Antäge verschieben zeitlich alle anderen soweit nach hinten, das am Ende des Parteitages kaum noch Zeit ist über die schon länger existierenden Anträge aus den Meinungsfindungstools abzustimmen. Taktische und neue Anträge gehören an das Ende der TO.
Reihenfolge
- 1. Neue organisatorische/formale Anträge zur TO-Änderung
- 2. Anträge die den öffentlichen Meinungsbildungsprozess per LiquidFeedback/Wiki durchlaufen haben
- 3. Neue Anträge die noch keinen öffentlichen Meinungsbildungsprozess (LiquidFeedback/Wiki) durchlaufen haben
Änderung des Bearbeitungweise von bestehenden Anträgen, die die öffentlichen Meinugsfindungstools durchlaufen haben
Die Anträge sind meist länger als zwei Wochen vorher bekann, jeder hatte Zeit genug sich eine Meinung zu bilden, es muss nur abgestimmt werden. Es bedarf keiner Zeit zur Meinungsbildung, keiner Disskusion oder Standpunkte mehr.
- Abstimmung wie gehabt per Handzeichen aber vor allen neuen und taktischen Anträgen und nach formellen Anträgen
- Abstimmung analog. Jedem Mitglied wird gegen Identifikation ein "Wahlzettel" mit den bestehenden Anträgen ausgehändigt, der dann ausgefüllt in eine Urne wandert. Zusätzliche Briefwahl.
- Abstimmung digital. Jedes Mitglied gelangt mit Id-Nummer und Pin zum "Wahlzettel" und kann dort per Tan(Generator wie bei Banküberweisungen) sogar schon vor dem Parteitag ortsungebunden abstimmen
- größtmögliche Basisbeteiligung
- enorme Zeitersparnis
Mehrere zeitlich parallele Veranstaltungen in Flottengröße
Es geht darum durch mehrere dezentrale Veranstaltungen Basisdemokratie umzusetzen. Die Veranstaltungen sollten so klein sein, dass sie im besten Fall mit Bordmitteln durchgeführt werden können. Ein Ort im "Netz der Flottenverbände" als KoordinationsBrücke.
- keine bis fast keine Raummiete
- kein teueres technisches Euqipement
- größtmögliche Basisbeteiligung