AG Waffenrecht/Papiere/Dezentrale Lagerung vs. Zentrallagerung

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AG Waffenrecht


Zum Thema:
Zentrallagerung
Autoren:
Cathy
Unterstützer:

Beschreibung

Eine zentrale Lagerung von privaten Waffen und Munition beugt keinem Missbrauch vor, sondern fördert die Begehrlichkeiten durch Kriminelle.

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Argumente
  1. Es gibt keine Beweise, welche die Waffeneffekt-Hypothese untermauern.
    Die so genannte "Waffeneffekt-Hypothese" wurde mehreren kritischen Betrachtungen unterzogen. Dabei stellte sich heraus, dass die ursprüngliche Betrachtung fehlerbehaftet war. Der renommierte Kriminologen und frühere Waffengegner Gary Kleck schrieb, dass der Waffeneffekt "nur bei Menschen ohne vorherige Erfahrung mit Waffen" beobachtet werden konnte. Die Verfügbarkeit von Waffen in Privathaushalten von Sachkundigen sorgt nicht dafür, dass mehr Affekttaten begangen werden.
  2. Waffen lösen keine automatischen Reflexe aus. Eine zentrale Lagerung hilft nur gegen "Amoktaten", bei denen der Täter auf Schusswaffen als Tatmittel fixiert ist.
    Die Fixierung auf Schusswaffen liegt u.a. an aufwändigen Medienberichten, die über solche Taten stärker berichten als über andere Taten, die mehr Opfer forderten, jedoch mit Brand- oder Explosivstoffen erfolgten.
  3. Die Zentrallagerung wäre ein lohnendes Ziel für Kriminelle
    Schützenhäuser liegen aufgrund von Vorschriften zum Schutz von Lärmemissionen sehr oft weit außerhalb geschlossener Ortschaften. Auch hohe Sicherheitsstandards (bauliche Maßnahmen, Tresore, Alarmanlagen usw) gewähren keinen ausreichenden Schutz, da jedes Alarm-/Tresorsystem mit einem gewissen Know How überwunden werden kann.
  4. Niemand kann kontrollieren, ob Schützen Waffen und Munition zu einem legitimen Zweck abholen
    Wer wirklich eine Straftat mit seiner Waffe plant, wird sie sich einfach mit der Begründung, auswärts schießen zu wollen, aushändigen lassen.
  5. Jäger benötigen ständigen Zugriff auf Waffen und Munition
    Gejagt wird sowohl frühmorgens als auch spätabends. Schon für diese mehr oder weniger planbaren Termine benötigen Jäger einen schnellen Zugriff auf Waffen und Munition. Daneben gehört es zur Aufgabe von Jagdpächtern, bei Wildunfällen in ihrem Gebiet verletzte Tiere nachzusuchen und zu erlegen. Dies kann zu jeder Tages- und Nachtzeit der Fall sein und ist nicht vorhersehbar.
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Argumente
  1. Die zentrale Lagerung verhindert Affekttaten!
    Kein unmittelbarer Zugriff auf eine geladene Schusswaffe im Zustand der Erregung
    Bereits 1967 stellten Berkowitz und LePage die Hypothese auf, dass Schusswaffen einen Menschen dergestalt psychologisch kontrollieren, dass sie Gewalt auslösen. (3)
  2. Die zentrale Lagerung verhindert unberechtigten Zugriff
    Wenn keine Waffen im Haus sind, an die z.B. Familienmitglieder herankommen können, kann man sogenannte "Amoktaten" (besser: Gewalt-Tötungsdelikte im psychosozialen Nahraum oder Schoolshootings) verhindern
Quellen
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