AG Umwelt/FAQs

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Auf dieser Seite erarbeiten wir häufig gestellte Fragen zu Arbeiten der AG Umwelt

Begriffe

Begriffsverwendung re-/generativ endliche Resourcen

endliche Resourcen

  • fossile Rohstoffe, Erze, Phosphate, Silizium, Lithium
  • Fossile Rohstoffe: Öl, Kohle, Gas
  • Erze: Ein Erz ist ein Mineral, das aufgrund seines Metallgehaltes bergmännisch abgebaut wird [13], wie bspw. Uran, Eisen

regenerative/erneuerbare Ressoucen

  • nachwachsende Rohstoffe: Biomasse (Pflanzen, Tiere)
  • Erneuerbare/regenerative Energien: Biomasse-Energie

generative Ressourcen

  • unendliche/generative Energien: Wind-, Wasser-, Solar-Energie, Geothermie

rationale Ressourcenverwendung:

  • endlich: extrem sparsam, geschlossene Kreisläufe
  • regenerativ: Regenerationszyklen einhalten
  • generativ: expansiv, verschwenderisch
  • wissenschaftliches Paper zur Ressourcentheorie [1]
  • Diskussionsteil zur Ressourcendefinition [2]


Themen

Sinn von Wäldern/(Wieder)Aufforstung

Klima als Umweltthema

artgerechte Nutztierhaltung

Ethisch vertretbares Handeln bedeutet niemanden aus niederen Beweggründen absichtlich Leid zuzufügen. Das Leid in Massentierhaltungsanlagen ist bereits sehr gut dokumentiert.

  • Für die nicht artgerechte Massentierhaltung werden die Tiere häufig von der Geburt bis zur Ausstallung auf engstem Raum in ihren eigenen Exkrementen gehalten, so dass diese sich durch den massiven Kontakt mit den Ausscheidungen leicht von dort keimenden Erregern anstecken lassen und die Krankheiten auf dem engen Raum schnell an alle anderen Tiere übertragen. Aus diesem Grunde werden den Tieren große mengen Antibiotika gegeben, was dazu führt, dass Virenstämme so mutieren, dass ein neuer mutierter Stamm resistent ist und das Antibiotikum für den Menschen nutzlos wird. [3]
  • Die Massentierhaltung erzeugt einen hohen Anteil der Treibhausgase CO2, Methan und N2O welche massiv zum für den Menschen gefährlichen Klimawandel beitragen. [4]
  • Die Massentierhaltung trägt in großem Maße zu einer immer schneller voranschreitenden Verknappung und Verschmutzung des Trinkwassers bei. [5]

Artgerechte Haltung als die bessere Alternative:

einklagbare Rechte

Tierversuche

aktuelle Situation in Deutschland

Jedes Jahr werden in Deutschland ca. 1,5 Mio Tierversuche an Mäusen, Ratten, Nagetieren, Kaninchen, Katzen, Hunden, Pferden, Eseln, Schweinen, Rindern, Ziegen, Schafen, Affen, Vögeln und Fischen in Labors der chemischen und pharmazeutischen Industrie, der Hochschulen und anderen "Forschungs"-Einrichtungen durchgeführt. http://de.wikipedia.org/wiki/Tierversuche#Deutschland_2

Die Tiere werden vergiftet, verstrahlt, infiziert, verbrannt und verstümmelt, sie werden mit Viren, Bakterien und Parasiten infiziert, sie müssen hungern oder dursten, sie werden erstickt oder mit Elektroschocks traktiert, bei ihnen werden Infektionen, Entzündungen, Infarkte, Anfälle oder Krebs hervorgerufen, ihnen werden Elektroden in das Gehirn gesteckt, die Knochen gebrochen, die Augen vernäht, Organe entfernt und wieder eingepflanzt.

rechtliche Situation:
Nach § 1 des deutschen Tierschutzgesetzes werden Tiere als „Mitgeschöpfe“ anerkannt und das Zufügen von Schmerzen, Leiden oder Schäden ohne vernünftigen Grund ist verboten. Tierversuche werden in §§ 7–9 Tierschutzgesetz geregelt. Darin werden zunächst Grundsätze für Tierversuche festgelegt (Definition; Vermeidung von Schmerzen, Leiden oder Schäden; ethische Vertretbarkeit, Unerlässlichkeit für das wissenschaftliche Forschungsvorhaben). Laut § 7 dürfen Tieren Schmerzen, Leiden und Schäden zum Vorbeugen, Erkennen oder Behandeln von Krankheiten, zum Erkennen von Umweltgefährdungen, zur Prüfung von Stoffen oder Produkten auf ihre Unbedenklichkeit und im Rahmen der Grundlagenforschung zugefügt werden. http://de.wikipedia.org/wiki/Tierversuch#Rechtliche_Situation

Kritik an Tierversuchen

1. Tierversuche sind unmoralisch:

  • Helmut F. Kaplan zu Tierversuchen:
„Deshalb ist auch die faktische Frage, ob Tierversuche für den Menschen nützlich sind, moralisch irrelevant: Tierversuche sind falsch, unabhängig davon, ob sie für den Menschen nützlich sind. Die legitime Frage ist nicht: ‚Wieviel Gesundheit können wir maximal erzeugen?‘, sondern: ‚Wieviel Gesundheit können wir auf ethisch zulässige Weise erzeugen?‘ Die – echte oder vermeintliche – Nützlichkeit von Tierversuchen ist überhaupt kein ethisches Argument: Es gibt viele Dinge, die nützlich wären, aber dennoch unmoralisch und verboten sind, zum Beispiel Menschenversuche.“
„Der einzige Grund, warum nicht auch Tierversuche schon längst verpönt und verboten sind, ist denn auch schlicht dieser: Tiere können sich nicht wehren. Sie sind uns hilflos ausgeliefert.“ [0]
  • Isaac Bashevis Singer (bisher einziger jiddischer Schriftsteller der den Nobelpreis für Literatur erhielt, 1978): "Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka."

2. Die Ergebnisse von Tierversuchen sind nur in seltenen Fällen auf den Menschen übertragbar

  • Viele der menschlichen Krankheiten treten bei anderen Tieren nicht auf, weshalb man versucht künstlich Symptome zu erzeugen. Darauf aufbauende Medikamnte lindern aber lediglich die Symptome (bei den Versuchstieren) bekämpfen aber nicht die Ursache der eigentlichen Krankheit.
    Um zum Beispiel Parkinson auszulösen, wird bei Affen, Ratten oder Mäusen ein Nervengift in das Gehirn injiziert, das Hirnzellen zerstört. Krebs wird durch Genmanipulation oder Injektion von Krebszellen bei Mäusen hervorgerufen. Schlaganfall wird durch das Einfädeln eines Fadens in eine Hirnarterie bei Mäusen erzeugt. Zuckerkrankheit ruft man durch Injektion eines Giftes in Ratten, das die Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört, hervor. Ein Herzinfarkt wird bei Hunden durch Zuziehen einer Schlinge um ein Herzkranzgefäß simuliert.
  • 92% der potentiellen Arzneimittel, die sich im Tierversuch als wirksam und sicher erwiesen haben, kommen nicht durch die klinische Prüfung, entweder wegen mangelnder Wirkung oder wegen unerwünschter Nebenwirkungen. Von den 8% der Wirkstoffe, die eine Zulassung erhalten, wird die Hälfte später wieder vom Markt genommen, weil sich beim Menschen weitere schwerwiegende, oft sogar tödliche Nebenwirkungen herausstellen. [1][2]
  • Beispielsweise glaubte man mit der „Erfindung“ der Krebsmaus den Schlüssel zur Bekämpfung bösartiger Tumoren endlich in der Hand zu halten. Forschern der Harvard-Universität war es Mitte der 1980er Jahre gelungen, ein menschliches Krebsgen in das Erbgut von Mäusen einzuschleusen, so dass die Nager frühzeitig Tumore entwickelten. Diese genmanipulierte Maus wurde 1988 in den USA und 1992 in Europa als erstes Säugetier sogar patentiert. Seither wurden Zigtausende Krebsmäuse „geheilt“. Doch alle bei den Nagern „erfolgreichen“ Behandlungsmethoden versagten beim Menschen.
  • Stoffe, die für Tiere schädlichen sind können dem Menschen helfen und Stoffen die für Tiere unschädlich sind können Menschen schädigen. Beispiele sind:
    Asbest: Krebserregend für Menschen, verträglich für Ratten und Hamster
    Arsen: giftig für Menschen, gut verträglich für Schafe
    Contergan: Missbildungen bei Menschen, keine Missbildungen bei Tieren (außer bestimmten Affenarten und Kaninchen)
    Cortison: verträglich für Menschen, Missbildungen bei Mäusen
    Morphium: beruhigend für Menschen, stimulierend für Katzen, Rinder und Pferde
    Penicillin: gut verträglich für Menschen, schädlich für Meerschweinchen und Hamster
    Paracetamol: gut verträglich für Menschen, giftig für Katzen
    Phenobarbital: gut verträglich für Menschen, Leberkrebs bei Ratten
    Saccharin: gut verträglich für Menschen, Blasenkrebs bei männlichen Ratten

3. Es existieren bereits viel bessere Forschungsmethoden

  • in-vitro: lat. „im Reagenzglas“
Test-Systeme mit schmerzfreier Materie in Form von Zellen, Geweben, Organpräparaten, Mikroorganismen, usw.
Viele der heute existierenden Zellkultur-Methoden können zwar nicht vorhersagen, wie ein kompletter Organismus, ein ganzer Mensch, reagieren wird. Allerdings können Tierversuche dies genauso wenig. Bei Tieren handelt es sich zwar um einen ganzen Organismus, aber um den falschen. Tierversuchsfreie Methoden mit menschlichen Zellen und Geweben, kombiniert mit speziellen Computerprogrammen, liefern, im Gegensatz zum Tierversuch, genaue und aussagekräftige Ergebnisse.
Typische Kosten für toxikologische Tests: Tierversuch, In-vitro-Test [3]
Augenreizung: € 1.400, € 750
Hautkorrosivität (Hautätzung): € 1.400, € 115 - 650
Hautreizung unter Lichteinfluss (Phototoxizität): € 7.850, € 1.000
Schädigung des Erbguts (Mutation): € 23.900, € 15.900
Schädigung des Erbguts (Schwesterchromatidaustausch): € 17.500, € 6.400
Schädigung des Erbguts (ungeplante DNS-Synthese): € 25.500, € 8.800
Pyrogentest (fieberauslösende Substanzen): € 315, € 85
  • in-silico:
Technisch ausgefeilte Computermodelle können Informationen über Struktur, Wirkung und Giftigkeit von Substanzen, wie zum Beispiel von neuen Arzneimitteln oder Chemikalien, liefern. Computermodelle wie QSAR (Quantitative Structure Activity Relationship) basieren auf menschlichen Daten. Unter Einbeziehung der Molekularstruktur einer Substanz kann ihre wahrscheinliche Wirkung vorausgesagt werden. Andere Modelle, wie CADD (Computer-Assisted Drug Development) werden von der Pharmaindustrie eingesetzt, um potentiell unwirksame oder toxische Stoffe schon auf einer frühen Stufe der Arzneimittelentwicklung auszusondern.
Ein neu entwickelter Chip kombiniert Computer- und In-vitro-Methoden miteinander. In einem an der amerikanischen Cornell University erfundenen System aus winzigen Gängen und Kammern auf einem Mikrochip werden In-silico-Techniken menschliche Zellen von Magen, Darm, Leber, Blut, Niere usw. angesiedelt. Ein Wirkstoff zirkuliert in einer Nährflüssigkeit durch den künstlichen Mini-Menschen. Die Wirkung in den einzelnen Organen, seine Verstoffwechslung sowie die mögliche Entstehung giftiger Abbauprodukte kann so getestet werden. Sogar Krankheiten des Menschen können mit dem Mikrochip nachgeahmt werden. Das Team an der Cornell University arbeitet an der Simulation von Krebs. Kombinationen von Wirkstoffen können in den mit Krebszellen beschichteten „Organen“ des Chips auf ihre Wirksamkeit und Sicherheit geprüft werden. Tests, die am Tier Monate dauern, lassen sich mit Hilfe der Chips innerhalb von ein bis zwei Tagen durchführen. Das System ist inzwischen patentiert und wird von der amerikanischen Firma Hurel vertrieben. [4]

Dokumentationen von Tierversuchen

BUAV TV: Cambridge University: http://www.youtube.com/watch?v=Sgkgwfahfiw
Save The Shamrock Monkeys Campaign: http://www.youtube.com/watch?v=KrWcAlmZYtM

Referenzen:

Aerzte gegen Tierversuche:

http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/images/infomaterial/woran_soll_man_testen.pdf
http://www.aerzte-gegen-tierversuche-shop.de/epages/61901037.sf
  • [0] http://www.tierrechte-kaplan.org/kompendium/a163.htm
  • [1] U.S. Food and Drug Administration Report: Innovation or Stagnation - Challenge and Opportunity on the Critical Path to New Medical Products, March 2004, p.8; www.fda.gov/oc/initiatives/criticalpath/whitepaper.pdf
  • [2] U.S. General Accounting Office. FDA Drug Review: Postapproval Risks 1976-1985. Publication GAO/PEMD-90-15, Washington, D.C., 1990
  • [3] Technology Review, Juli 2004, S. 45-48
  • [4] McIvor E; Seidle T: Within REACH – Intelligent Testing Strategies for the Future EU Chemicals Regulation. Vier Pfoten (Hrsg.), Sept. 2006.

Atomkraft

Bundesregierung diskutiert Laufzeitverlängerungen: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,693265,00.html

Einfluss von Außenpolitik, Krieg, WMDs auf Umwelt

Kritik

Grüne 2.0

Wenn es dazu kommt, dass wir in einigen Punkten identische Konzepte mit den Grünen oder anderen Parteien entwickelt haben, dann ist das nicht ein Mangel an Eigenständigkeit, sondern dem Umstand geschuldet, dass gewisse Dinge durch die Realität vorgegeben sind. Menschen brauchen zum Leben Sauerstoff und keine Stickoxide. ;)

Nach Erarbeitung eines umfassenden Programmes werden die Unterschiede zu dem Programm der Grünen sicherlich deutlicher hervortreten, jedoch ist nach einer eingehenden Analyse der Umweltprogramme anderer Im BT vertretenen Parteien nicht abzustreiten, dass gerade diese Partei in vielen grundlegenden Fragen bisher verantwortungsvoller herangegangen ist als ihre Konkurrenten.


Referenzen



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