AG Energiepolitik/Glossar
Siehe auch: Energieerzeugung
Glossar
Stichworte, die mit Ziffern beginnen
A
Absoluter Nullpunkt Kelvin, Wikipedia
Als Absoluter Nullpunkt wird der untere Grenzwert T0 der Temperatur bezeichnet, bei dem keine Wärmebewegung mehr stattfindet. Er beträgt -273.15 °C oder 0 Kelvin. Dem absoluten Nullpunkt kann man zwar beliebig nahe kommen, er kann jedoch nie erreicht werden.
Abwärmenutzung
Nutzung von thermischer Energie aus der bei thermischen Prozessen anfallenden Abwärme für Heizzwecke oder als Prozesswärme. Man unterscheidet Abwärmenutzung ohne Energiezufuhr durch Wärmeaustauscher und Abwärmenutzung (Abwärmeaufwertung) mit Energiezufuhr, etwa durch Kraft-Wärme-Kopplung oder durch Wärmepumpen.
Aggregatzustand
Physikalische Erscheinungsform eines Stoffes (fest, flüssig, gasförmig, als Plasma).
Amortisationsdauer
Zeitspanne, innerhalb der die mit einer Investition verbundenen Aufwendungen samt Zinsen durch die dadurch verdienten Erträge bzw. Einsparungen gedeckt werden.
Ampere
Eine physikalische Basiseinheit des internationalen Einheitensystems, welche die Stärke eines elektrischen Stroms misst. Abkürzung: A.
Anaerob
Ohne Zutritt von Sauerstoff. Der anaerobe Abbau von organischen Substanzen durch Mikroorganismen wie Pilze und Bakterien liefert als Endprodukt zahlreiche organische Verbindungen, hauptsächlich Methan (CH4).
Anergie
Energie, die sich nicht in eine andere Energieform umsetzen lässt (z. B. Wärmeinhalt der Umgebung).
Anlagenstromkennzahl
Der Quotient der elektrischen Leistung eines Heizkraftwerkes und der gleichzeitig abgegebenen Wärmeleistung.
Anthropogen
Durch den Menschen verursacht.
Anziehungskraft
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Arbeit
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Arbeitszahl
Der Quotient einer von einer Wärmepumpe in einer bestimmten Zeitspanne gelieferten Nutzwärmemenge zur dafür aufgewendeten elektrischen Arbeit.
Asche
Bei der restlosen Verbrennung (Veraschen) von organischen Substanzen zurückbleibende anorganische Bestandteile. Es handelt sich hierbei um ein Gemisch von Carbonaten, Sulfaten, Phosphaten, Chloriden und Silicaten der Alkali- und Erdalkalimetalle sowie Eisenoxiden und dergleichen. Aufgrund ihres hohen Mineralstoffanteils können Holzaschen als Düngemittel verwendet werden.
Aschegehalt
ist die Menge an Verbrennungsrückstand, die beim Glühen des Brennstoffes unter festgesetzten Bedingungen entsteht, zumeist angegeben in Gewichts-Prozent. Bei vollständiger Verbrennung von Holz bleiben je 100 kg Brennstoff zwischen 0,2 und 0,6 kg Asche zurück.
Atom
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Atomhülle
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Atomkern
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Atomkraftwerk Atomkraftwerke
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atro
Abkürzung für "absolut trocken". Biomasse in absolut trockenem (d. h. wasserfreiem) Zustand kann nur durch künstliche Trocknung erreicht werden. Synonym wird auch der Begriff "wasserfrei" (wf) verwendet.
Aufwindkraftwerk
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Ausnutzungsdauer
Die Ausnutzungsdauer in Stunden ist der Quotient aus der Erzeugung in einer Zeitspanne und einer zugehörigen Leistung (Engpassleistung, Nennleistung, Anschlussleistung).
B
Barrel
Das Barrel ist eine Volumeneinheit, die für Erdölprodukte verwendet wird (1 bbl = 159 l).
Basiseinheiten
Basiseinheiten im metrischen SI-System sind: Länge m, Masse kg, Zeit s, Stromstärke A, Temperatur K, Stoffmenge mol, Lichtstärke cd
Benutzungsdauer
Wird meist in Stunden angegeben und ist der Quotient der elektrischen Arbeit (oder Wärmemenge) in einer bestimmten Zeitspanne meist ein Jahr und der höchsten auftretenden Leistung in derselben Zeitspanne.
Benzin
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Benzol
Feuergefährliche, toxische, krebserregende und farblose Flüssigkeit (Kohlenwasserstoff), die sowohl bei längerem Einatmen, als auch bei Hautkontakt stark toxisch wirkt. Infolge seiner "klopffreien" Verbrennung wird Benzol als Zusatz zu Motorenkraftstoff für Ottomotoren verwendet.
Betriebsstromkennzahl
Quotient der in einem Betrieb während einer bestimmten Zeitspanne gebrauchten elektrischen Energie zur verbrauchten Wärmemenge in der selben Zeitspanne.
Bewegungsenergie
Die kinetische Energie oder Bewegungsenergie eines Körpers ist gleich der halben Masse mal dem Quadrat der Geschwindigkeit.
Bezugsenergie
Energieinhalt aller Energieträger, die der Verbraucher bezieht.
BHKW
Ein Blockheizkraftwerk ist eine modular aufgebaute Kraft-Wärme-Kopplungsanlage. Sie erzeugt Strom über einen Generator einer Wärmekraftmaschine (Verbrennungsmotor, Gasturbine, Stirling-Motor, etc.) und die Abwärme wird in einen Heizkreis genutzt.
BHKW-Modul
Ein BHKW-Modul besteht aus einem BHKW-Aggregat-Wärmeüberträgerkomponenten-Mess-, Steuer-, Schalt-, und Regeleinrichtungen-Überwachungseinrichtungen-Anlasseinrichtungen-Komponenten des Ansaug- und Abgassystems-Schmierölsystem-Brennstoffsystem-Sicherheitseinrichtungen.
Biodiesel
Im deutschsprachigen Raum wird für PME (Pflanzenöl-Methylester) als Kraftstoff der Begriff "Biodiesel" benutzt.
Biogen
Auf die Tätigkeit von Organismen zurückgehend oder aus abgestorbenen Organismen gebildet
Bioenergie
Sammelbegriff für Energieformen, die aus unterschiedlichen Arten von festen, flüssigen oder gasförmigen Biomassen gewonnen werden.
Bio-Ethanol
Bio-Ethanol als Kraftstoff für Benzinmotoren gehört in Skandinavien und Brasilien zum Alltag. Es kann als E85 (85 % Ethanol, 15 % Benzin) und überdies in allen Mischungsverhältnissen mit Benzin genutzt werden.
Biogas
Biogas gehört zu den erneuerbaren Energieträgern. Es entsteht beim bakteriellen Abbau von Organischem Material (z.B. Pflanzen(resten) sowie tierischen Exkrementen und Abfällen insbesondere aus der Landwirtschaft) unter Licht - und Luftabschluss in einem Faulbehälter und enthält im wesentlichen Methan (CH4 ). Neben dem brennbaren Gas, das zur Energieerzeugung eingesetzt werden kann, entsteht hochwertiger Dünger.
Biomasse
Biomasse ist allgemein die gesamte durch Pflanzen, Tiere und Menschen anfallende oder erzeugte organische Substanz. Beim Einsatz von Biomasse zu energetischen Zwecken ist zwischen nachwachsenden Rohstoffen, Energiepflanzen und organischen Reststoffen zu unterscheiden.
Biotreibstoff
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Bitumen
Bitumen ist ein hochmolekulares, elasto-viskoses Erdölprodukt. Es ist stark hydrophob und dient daher zum Abdichten gegen Wasser.
Blockheizkraftwerk
Kleines Heizkraftwerk, das in Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme gleichzeitig erzeugt. Vorteilhaft ist der optimierte Brennstoffeinsatz, eine rationellere Nutzung von Energiereserven und eine Senkung der CO2-Emissionen.
BOB-Betrieb
Betrieb eines Kessels ohne ständige Beaufsichtigung nach TRD 604; ermöglicht ein Inspektionsintervall von 24 bzw. 72 h.
Braunkohle
Braunkohle ist ein fossiler Brennstoff, der zur Energieerzeugung verwendet wird. Braunkohle wird im Tagebau gewonnen und besitzt etwa 1/3 der Energiedichte von Steinkohle.
Braunkohlebrikett
Durch das Trocken und Pressen zu Briketts wird der Braunkohle eine höhere Energiedichte gegeben, wodurch sie sich besser transportieren und lagern lässt.
Braunkohlekraftwerk
Aufgrund der niedrigen Energiedichte der Braunkohle werden BK-Kraftwerke immer in Nähe des Tagebaus errichtet. Sie sind ähnlich aufgebaut wie Steinkohlekraftwerke mit Kessel, Dampfturbine, Kondensator, Rauchgasreinigung. Bezüglich der Aufbereitung des Brennstoffes gibt es Unterschiede, z.B. eine Braunkohlentrocknung mit Niedertemperaturwärme.
Brennholz
Holz (mit oder ohne Rinde), das zum Einsatz als Brennstoff bestimmt ist. Dazu gehören neben dem 1 m langen Brennholz (Scheitholz, Prügel, Reisprügel) auch Schwarten, Spreißel, Hackholz.
Brennstoff
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Brennstoffzelle
Die Brennstoffzelle ist ein elektrochemische Zelle, bei der die chemisch gespeicherte Energie des Brennstoffes direkt über eine Redox-Reaktion in elektrischen Gleichstrom umgewandelt wird. Brennstoffzellen werden mit Erdgas, bzw. einem daraus gewonnen wasserstoffreichen Reformat betrieben.
Brennwert HS
(früher oberer Heizwert)
Als Brennwert (Symbol HS, s wie superior - frühere Abkürzung HO oberer Heizwert) wird die bei der Verbrennung freiwerdenden spezifischen Wärmemenge bezeichnet, wenn der bei der Verbrennung gebildete Wasserdampf kondensiert und flüssig vorliegt. Bei Erdgas macht der Kondensationgewinn ca. 11%, bei Heizöl ca 6% aus. Als bezogene Größen haben der spezifische bzw. der molare Heizwert die Dimension kJ/kg bzw. kJ/mol und der auf das Normvolumen bezogene die Dimension kJ/m3.
Brennwertheizung
Die Brennwertheizung ist eine effizienzsteigernde Entwicklung in der Heizungstechnik, indem es den im Abgas befindlichen Wasserdampf kondensiert. Um die im Abgas vorhandene latente Wärme des Wasserdampfes durch Kondensation nutzen zu können, ist eine niedrige Rücklauftemperatur aus dem Heizungssystem erforderlich. Je niedriger die Rücklauftemperatur ist, desto mehr Wasserdampf kann kondensiert werden. Daher erreichen Brennwertkessel ihren höchsten Wirkungsgrad in der Verbindung mit Niedertemperatur-Heizflächen - wie beispielsweise der Fußbodenheizung - sowie in der Übergangszeit.
Brutreaktor
Ein Brutreaktor ist ein Kernreaktor, der nicht nur zur Energiegewinnung, sondern gleichzeitig zur Erzeugung weiteren spaltbaren Materials dient. Ein nicht spaltbares Nuklid wird in ein spaltbares umgewandelt und kann dann (nach Aufarbeitung und Einbringung in neue Brennelemente) anschließend als Kernbrennstoff verwendet werden.
Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)
Zweck des BImSchG ist es, Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen (wie Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge) zu schützen. Das BImSchG enthält Vorgaben und Vorschriften u. a. für die Errichtung und den Betrieb von Feuerungsanlagen. Eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung nach dem BImSchG ist für alle Anlagen erforderlich, die "in besonderem Maße geeignet sind, schädliche Umwelteinwirkungen hervorzurufen".
C
CO2-Bilanz
Dämmstoffe
Desertec
E
E85
E85 ist ein Gemisch aus 85 % Prozent und 15 Prozent Benzin. Der Kraftstoff, der aus (Bio-) Ethanol hergestellt werden kann, eigent sich für die Verbrennung in FFV ("Flexible Fuel Vehicle")-Fahrzeugen. Diese sind in Schweden, Brasilien und den USA seit Längerem auf dem Markt und werden ab 2006 in weiteren Ländern Europas eingeführt.
EEG
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt die Abnahme und die Vergütung von ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnenen Strom durch Versorgungsunternehmen, die Netze für die allgemeine Stromversorgung betreiben (Netzbetreiber). Netzbetreiber sind nach dem EEG verpflichtet, Strom aus Erneuerbare Energien abzunehmen und nach §§ 6 bis 12 zu vergüten. Ziel des Gesetzes ist es, den Anteil an erneuerbaren Energien bis 2010 auf mindestens 12,5% zu erhöhen, bis 2020 auf mindestens 20 % zu erhöhen. Unter Erneuerbaren Energien werden genannt: Wasserkraft, Windenergie, Solare Strahlungsenergie, Geothermie, Energie aus Biomasse.
Einheitensystem
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Elektrische Energie
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Elektrischer Nutzungsgrad
Der elektr. Nutzungsgrad ist das Verhältnis der genutzten elektrischen Energie (Wirkleistung *Zeit) zur Wärmeenergie der zugeführten Brennstoffmenge bezogen auf HU innerhalb einer längeren Zeitdauer.
Elektrische Spannung
ergänzen
Elektrische Stromstärke
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Elektrischer Wirkungsgrad
Der elektrische Wirkungsgrad ist das Verhältnis der erzeugten elektrischen Wirkleistung zur Wärmeleistung der zugeführten Brennstoffmenge bezogen auf HU.
Elektrischer Widerstand
ergänzen
Elektrofilter
In einem Elektrofilter werden feste oder flüssige Teilchen mit Hilfe elektrischer Kräfte aus einem Gasstrom entfernt. Sie sind besonders geeignet zur Entstaubung von großen Volumenströmen bei niedrigem Druckverlust.
Elektromobilität
Die Elektromobilität bezeichnet die umfassende Umstrukturierung des Transportsektors, des bislang auf erölbasierten Treibstoffen hoher Energiedichte beruht. Neben dem Ausbau leitungsgebundener Verkehrssysteme (Bahnen & OL-Busse) soll dies bei PkW durch eine Substitution fossiler Treibstoffe durch in Batterien gespeicherte Elektroenergien erfolgen. Noch ist der Aufwand für die Speichertechnologie der Traktionsakkus deutlich höher als der finanzielle Einspareffekt, teuren Sprit durch billigen Strom zu ersetzen.
Elektron
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EltVU
Elektrizitätsversorgungsunternehmen, das in einem bestimmten Gebiet zur Versorgung mit elektrischer Energie berechtigt ist.
Emissionen
Als Emission bezeichnet man die von einer Anlage oder einem Produkt ausgehenden Verunreinigungen, Geräusche, Strahlen, Erschütterungen oder ähnliche Erscheinungen.
Endenergie
Energieträger und -formen, die dem Endverbraucher zur Verfügung stehen.
Endlagerung
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Energetische Amotisationszeit
Die Betriebsdauer einer energieerzeugenden Anlage, in der die kumulierte Nettoenergieerzeugung genau so groß geworden ist wie der Energieaufwand zur Errichtung der Anlage und Herstellung ihrer
Energie
Energie bezeichnet das Vermögen eines Systems, Arbeit zu verrichten. Gemessen wird die Energie in der Einheit Joule (J) als Produkt von Zeit und Leistung. Ein Joule entspricht einer Wattsekunde (Ws).
Physikalisch unterscheidet man unterschiedliche Arten und
Formen, u.a. mechanische Energie, Wärmeenergie, chemische Energie, elektrische Energie, Strahlungsenergie, Kernspaltungsenergie und Kernfusionsenergie.
Thermische Energie ist dabei nicht vollständig in andere Energieformen wie Bewegungsenergie, Potentielle Energie oder elektrische Energie zu überführen. Energie ist eine Erhaltungsgröße, d.h. sie nimmt in geschlossenen Systemen nie ab oder zu, sondern wird lediglich von einer Form in eine andere überführt.
Energieanwendung
Gewinnung von Nutzenergie aus Endenergie.
Energiebilanz für den Industriebetrieb
Statistischer Nachweis von Aufkommen und Verwendung von Energieträgern innerhalb eines Betriebes für eine bestimmte Zeitspanne unter Berücksichtigung der bei der Gewinnung, Aufbereitung, Umformung, Speicherung und Fortleitung auftretender Verluste einschließlich des nicht energetischen Verbrauchs von Energieträgern.
Energiebilanz für technische Systeme
Gegenüberstellung der in ein System eintretenden bzw. austretenden Energieströme.
Energiedichte
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Energieeinsparung
Unter Energieeinsparung versteht man alle Maßnahmen zur Verminderung des Energieverbrauchs. Energieeinsparung bzw. die Verbesserung der Energieeffizienz haben zahlreiche Vorteile; u.a. verursacht das dabei realisierte CO2-Einsparpotential keine Kosten, sondern ergibt sogar einen volkswirtschaftlichen Gewinn.
([1], Abb. 1)
Energieeinsparverordnung (EnEV)
Die EnEV, die Anfang 2002 in Kraft treten wird, befindet sich derzeit noch in der Diskussion mit über 100 beteiligten Fachverbänden der Wirtschaft (insbesondere Bau- und Heizungswirtschaft, Eigentümer- und Verbraucherverbände, Energiewirtschaft), wissenschaftlichen Instituten und den fachlichen zuständigen Ministerien der Bundesländer Die Energieeinsparverordnung fasst die bisherige Wärmeschutzverordnung und die Heizungsanlagen-Verordnung (Gebäude, Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung) zusammen; sie erhöht das Anforderungsniveau bei Neubauten gegenüber dem bisherigem Standard um etwa 30 Prozent; sie legt die neuesten europäischen und deutschen technischen Normen zugrunde; sie passt die Anforderungen dem technischen Fortschritt an und sie erhöht des Weiteren durch Ausweitung der Anwendungsbereiche für den Energie- und Wärmebedarfsausweis die Transparenz für Gebäudeeigentümer und Mieter.
Energieeffizienz
ist das Verhältnis von Ertrag an Leistung, Dienstleistungen, Waren oder Energie zum Energieeinsatz. In Deutschland ist seit den 70er Jahren das Wirtschaftwachstum vom Primärenergie- nicht aber vom Stromverbrauch entkoppelt. Europaweit wurde eine Richtlinie zur Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen erlassen[2], die eine Einsparung von Endenergie um 9% innerhalb von 9 Jahren zum Ziel hat.
Energieerhaltung
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Energiegewinnung
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Energiehackgut
Hackgut aus Holz, das zur energetischen Nutzung bestimmt ist.
Energiehandel
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Energiehaushalten
Alle Maßnahmen, um einen bestimmten Zweck unter Beachtung gegebener technischer, ökonomischer und energiepolitischer Prämissen mit dem geringsten Energieverbrauch zu erreichen, insbesondere Energieeinsparung, rationelle Energieverwendung, Verwertung der regenerativen Energievorkommen und Substitution von Energieträgern.
Energiepflanzen
werden zum Zwecke der Energiegewinnung (z. B. Verbrennung) angebaut. Als Energierohstoff können die ganzen Pflanzen, Pflanzenteile oder Pflanzenabfälle eingesetzt werden.
Energiepolitik
Teil der Wirtschaftspolitik, der sich mit der wirtschaftlichen Bereitstellung, Umsetzung, Verteilung und Anwendung von Energie unter Berücksichtigung der nationalen und globalen Möglichkeiten sowie unter dem Aspekt weitgehender Erhaltung (Schonung) besonders der nichtregenerativen Primärenergieversorgung (Ressourcen), unter Beachtung der Umweltgestaltung befasst.
Energierohstoffe
In der Natur vorkommende Stoffe aus denen Energie gewonnen werden kann.
Energierückgewinnung
Nutzen von Energie, die nach der Erfüllung des Zielprozesses aus einem System austritt: a) für den gleichen Prozess b) für andere Prozesse.
Energiespeicherung
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Energiesteuern
Energiesteuern besteuern den Energieeinsatz. In Deutschland war die Mineralölsteuer der prominienteste Vertreter einer Energiesteuer. Mittlerweile ist sie im Energiesteuergesetz [3] aufgegangen.
Energietransport
Energietransport erfolgt in Hochspannungsleitungen für elektrischen Strom, mittels Hockdruckpiplines für Erdgas, für Erdöl per Tankschiff oder Pipeline und für Kohle per Schüttgutfrachter.
Energieträger
Stoffe (beispielsweise Benzin, Wasserstoff oder Uran) oder physikalische Erscheinungen wie Wärme oder Bewegung, in denen Energie gespeichert ist.
Energiespeicherung
Falls das Energiedargebot zeitlich nicht mit dem Energiebedarf übereinstimmt, muss Energie gespeichert werden. Für chemisch gebundene Energie in Form von Brennstoffen ist dies relativ einfach (Saisonal: Kohlehalde, Erdgas-Kavernenspeicher, Holzstapel), bei thermischer Energie ist dies aufwendiger (Tage: Heißwasserspeicher) und für Elektroenergie ist dies noch teurer (Stunden: Pumpspeicher, Batterien).
Energiesysteme
In der Physik: Körper oder Vorrichtungen, die Energie als ursprüngliche Eigenschaft oder aufgrund äußerer Einwirkungen besitzen.
In der Energiewirtschaft: technisch-wirtschaftliches Gesamtsystem, das zur Deckung des Energiebedarfes dient.
Energietechnik
Teil der Technik, der die Nutzbarmachung(Gewinnung), Umsetzung, Verteilung und Anwendung von Energie zum Gegenstand hat.
Energieumformung
Gewinnung von Energie unter Wahrung der Erscheinungsform des Energieträgers.
Energieumwandlung
Änderung der chemischen und/oder physikalischen Form von Energieträgern; sie schließt auch die Energieumwandlung in Nutzenergie ein.
Energieverbrauch
spezifischer auf eine Größe (z.B. Stückzahl, Masse, Volumen, Fläche, Wert) des Zielprozesses bezogener Energieverbrauch. Die Bezugsgröße ist immer anzugeben.
Energieverluste
Der aus einem System austretende nicht im Sinne des Prozesses genutzte Teil der zugeführten Energie. Verluste sind zum Teil naturgesetzlich bedingt unvermeidbar, zum anderen Teil durch technische Mittel und/oder persönliches Verhalten vermeidbar
Energieversorgung
Der Endverbraucher hat Bedarf an Endenergien bzw. daraus abgeleiteten Nutzenergien (Wärme, Licht, Schall, mechanische Arbeit). Diese Endenergien werden ihm über ein Energieversorgungssystem in Form von Sekundärenergien bereitgestellt. Hierzu sind Treibstoffe aus Raffinierien, Strom aus Kraftwerken und Heißwasser aus Heiz(kraft)werken zu nennen.
Energievorräte
Menge an Energierohstoffen. Grundsätzlich werden die Vorräte aufgeteilt in nachgewiesene, sichere (auch Reserven genannt) und mögliche bzw. vermutete. Die Summe aus beiden bezeichnet man als Gesamtvorrat. Die Vorräte sind nach mikro- und makroökonomischen Gegebenheiten zu werten.
Energiewandler
Geräte und Anlagen zur Energieumformung bzw. Energieumwandlung (z. B. Generatoren, Motoren, Öfen, Lampen).
Energiewirtschaft
Teil der Wirtschaft, der sich mit der Energieversorgung befasst. Aufgabe der Energiewirtschaft ist insbesondere die Analyse von Energieangebot und Energienachfrage sowie die Erforschung und der Einsatz der Mittel, mit denen die nationale, aber auch die internationale Energiebedarfsdeckung gesichert werden kann.
Entropie
Entropie ist eine physikalische Zustandsgröße aus der Thermodynamik (Wärmelehre, statistische Physik). Sie bezeichnet das Verhältnis von übertragener Wärme und absoluter Temperatur. Anschaulich kann man sich die Entropie als Grad der Unordnung eines Systems vorstellen. Nach dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik sind Entropieänderungen abgeschlossener Systeme immer größer gleich Null.
Entropiesatz
Der Entropiesatz oder 2. Hauptsatz der Wärmelehre besagt, dass die Entropie eines abgeschlossenen Systems nie abnehmen kann. Darauf beruht u.a. die Unmöglichkeit eines Perpetuum Mobile zweiter Art.
Entschleimen von gepresstem Öl
Dabei werden die Schleimstoffe, vorwiegend Phospholipide, entfernt, die zu 0,03 bis 0,3 Gew.% im gepressten Öl enthalten sind.
Erdbeschleunigung
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Endenergie
ist die beim Verbraucher ankommende Energieform, sei es umgewandelte Primärenergie (Strom, Fernwärme), sei es eine aufbereitete Energieform (Heizöl, gereinigtes Erdgas).
Erdbeschleunigung
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Erdgas
Erdgas ist ein in der Erdkruste vorkommender, gasförmiger, brennbarer fossiler Rohstoff, der hauptsächlich aus gesättigten Kohlenwasserstoffen besteht. Hauptbestandteil von Erdgas ist mit ca. 85% Methan (CH4). Der mittlere Heizwert (Energiedichte) liegt zwischen 32 und 38 MJ/m3. Erdgas gilt wegen der geringen Schwefeldioxid- und Kohlenstoffdioxid-Emissionen bei seiner Verbrennung als der umweltfreundlichste fossile Brennstoff. Es wird überwiegend im Wärmemarkt eingesetzt, teilweise auch als Kraftwerksgas für Spitzenlastkraftwerke.
Erdöl
ist einer der wichtigsten fossilen Rohstoffe, der zur Erzeugung von Benzinen, Dieselkraftstoffen, Heizöl und Kunststoffen verwendet wird.
Erdwärme
ergänzen
Erdwärmeübertrager
ergänzen
Erneuerbare Energien
sind Energieträger, die "unendlich" lange zur Verfügung stehen, im Unterschied zu den fossilen Energieträgern (wie Kohle, Erdöl, Erdgas oder spaltbare Elemente), die an begrenzte Stoffvorräte gebunden sind. Zu den Erneuerbaren Energien zählen u. a. Sonnenenergie (Solarthermie, Photovoltaik), Wind- und Wasserkraft, Geothermie (Erdwärme) und die Energie aus der Verbrennung von Biomasse. In der Energieversorgung Deutschlands spielen die erneuerbaren Energien noch eine relativ geringe Rolle.
Erneuerbare-Energien-Gesetz
Siehe "EEG"
Erneuerbare Energieträger
auch regenerierbare Energieträger genannt. Darunter versteht man Energieträger oder -quellen, die sich ständig erneuern oder nachwachsen und damit - nach menschlichem Ermessen - unerschöpflich sind, z.B. Biomasse, Windenergie, Wasserkraft, Solarthermie u.a.
Erweichungspunkt
Erste Anzeichen des Erweichens der Asche bei hohen Temperaturen (Oberflächenveränderungen, Rundwerden der Kanten, Schrumpfen).
Ester
Bezeichnung für eine wichtige Gruppe von Carbonsäurederivaten. Ester entstehen durch Reaktion von Säuren mit Alkohol.
ETBE
ETBE (Tertiär-Butylethylether) wird mit den Ausgangsprodukten Isobutylen und Ethanol hergestellt. Isobutylen kann in Raffinerien aus Erdöl gewonnen werden. ETBE eignet sich hervorragend zur Verbesserung der Kraftstoffeigenschaften von Benzin.
Ethanol
ergänzen
EVU
Energieversorgungsunternehmen, das in einem bestimmten Gebiet zur Versorgung mit Energie berechtigt ist.
Exergie
bezeichnet jenen Teil der (chemischen, mechanischen, thermischen) Gesamtenergie, der Arbeit verrichten kann. Niedertemperaturwärme hat bspw. nur wenig Exergie, elektrische Energie besteht zu 100% aus Exergie.
Externe Kosten
Kosten, die nicht auf den Verursacher umgelegt werden. Ein Beispiel: Umweltbelastungen und dadurch entstehende Kosten, die von der Allgemeinheit getragen werden müssen.
Exploration
ergänzen
Extraktion
Bezeichnung für ein Trennverfahren durch Herauslösen von bestimmten Bestandteilen aus festen oder flüssigen Substanzgemischen mit Hilfe geeigneter Lösungsmittel, wobei zwischen dem Lösungsmittel und dem gelösten Stoff keine chemische Reaktionen stattfinden sollen.
Extruder
Maschine zur Herstellung von Formstücken aus thermoplastischem Material, das im formbaren Zustand durch Düsen gepresst wird.
F
Förderung
G
Grundlast
Die Grundlast ist der Anteil einer thermischen oder elektrischen Last, der rund um die Uhr anliegt. Die Grundlast stellt das Lastminimum dar.
Grundlastkraftwerke
Grundlastkraftwerke werden rund um die Uhr betrieben. Sie haben hohe Fixkosten, jedoch niedrige variable Kosten. In Deutschland sind Grundlasttechnologien Laufwasser-, Kern- und Braunkohlekraftwerke.
Gas
bzw. Erdgas ist ein gasförmiger Brennstoff mit einem Methangehalt zwischen 90-99% je nach Lagerstätte. Er wird überwiegend im Wärmemarkt eingesetzt, teilweise als Kraftwerksgas.
Gasturbine
Eine Gasturbine ist eine Strömungsmaschine mit kontinuierlicher Verbrennung. Sie zeichnet sich durch eine schnelle Startfähigkeit (<15 min) aus und geringen Emissionswerten. Gasturbinen werden zur Deckung der Spitzenlast eingesetzt.
Gaspreise
Der Gaspreis ist direkt oder indirekt an den Heizölpreis gekoppelt. Die direkte Kopplung erfolgt über Preisgleitklauseln mit Heizöl als Referenzpreis. In Ländern ohne Ölpreisbindung erfolgt eine indirekte Kopplung über die Austauschbarkeit mit Heizöl z.B. mittels Kombibrennern, die zwischen beiden Brennstoffen hin- und herschalten können.
H
Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung
Die HGÜ (engl. HVDC - High Voltage Direct Current) stellt eine Methode des elektrischen Energietransportes dar, bei dem Wechselstrom erst hochtransformiert und gleichgerichtet wird, dann als Gleichstrom übertragen wird und am Zielort wieder in Wechselstrom umgewandelt wird. Nachteilig sind teuren Converterstationen, vorteilhaft sind die geringeren Leitungsverluste.
I
Industrie
J
K
Kelvin
Kernkraft
Kernfusion
Kernspaltung
Kohlekraftwerke
Kohleverflüssigung
L
Lobbyarbeit
M
Mobilität
Methanhydrat
Methanol
N
Nachhaltigkeit
O
Öl
Ölimporte
Ölverbrauch
P
Primärenergieverbrauch
Pumpspeicherkraftwerk
Q
R
Regenerative Energiequellen
Regenerative Energiequellen sind diejenigen Energiequellen, die aus Menschengesichtspunkten sich nicht erschöpfen. Dies ist die Sonnenenergie, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie. Fossile Brennstoffe werden zwar auch nachgebildet, dies dauert aber Millionen von Jahren.
S
Sekundärenergie
Strom
Stromübertragung
Spitzenlast
Stauseen
Solarthermie
T
U
Umweltschutz
V
Verbraucherschutz
Verbrauch
W
Windkraft
Wirkungsgrad