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Definitionen

Bildung

Bildung beschreibt das Bemühen um die Ausbildung aller persönlicher Kräfte eines Menschen zu einem harmonischen Ganzen. (W. von Humboldt)

Natürliche Lernprozesse zulassen und in einer vorbereiteten Umgebung so zu er­mög­lichen, dass die Lernschritte sich aus der natürlichen Entfaltung des Individuums ganz von selbst und selbstorganisierend ergeben.

(Rebecca und Mauricio Wild zitiert von Dr. Geseko von Lüpke in „Kooperation mit der Evolution“, S.353, München 1999)

Lernen geschieht in Zusammenhängen und kooperativen Strukturen, mit allen Sin­nen und Gefühlen, auf selbst bestimmten und kreativen Wegen, ohne Druck, durch Spielen, Experimente, Kreativität, (durch Fehler, Ergänzung der Verfasser) und nach dem Prinzip der Selbstorganisa­tion wie z.B. in der Projektarbeit. (Geseko von Lüpke)

Bildung braucht Entwicklungsbegleiter als Mitwisser und Partner, die eine neugierige, wissbegierige Grundhaltung fördern, Alleswisser und Besser- wisser demotivieren nur.

Wer Lernen nicht ganzheitlich betrachtet unter Einbeziehung und Wechsel- wirkung von Körper, Geist, Seele und Mit-Welt (Natur, Kultur und Mitmen- schen) und nur auf das Trainieren von Fertigkeiten und Auswendig-lernen von Wissen beschränkt, verhindert Bildung und bewirkt Anpassung, Konditionierung und intellektuellen Missbrauch. (U.L)

Es empfiehlt sich von Problemen und Interessen der Kinder auszugehen und deren Erlebnisse aufzugreifen. „Die Vergangenheit bewältigen, um offen zu sein für die Zukunft“ (Armin Krenz)

Gesellschaft

Gesellschaft bezeichnet eine Form vom Zusammenleben von Menschen. In einer Gesellschaft werden Normen und Werte abgeglichen und gesteuert. Dabei ist es hilfreich eine Unterteilung in einen eher rational geprägten Begriff von Gesellschaft, und einen zumeist emotional und idealistisch geprägten Begriff von Gemeinschaft vorzunehmen. Eine bestimmte Struktur, orientiert an Gesetzen und Konventionen, ermöglicht es ein relativ einheitliches Gefüge zu erzeugen. Dieses wiederum erleichtert die Organisation und Steuerung von Abläufen die für ein gemeinsames, optimiertes Miteinander notwendig sind. Ein gemeinsames Interesse oder auch eine gemeinsame Zielsetzung wird oft als Ideal einer Gesellschaft charakterisiert. Es beinhaltet also den Gedanken, dass Gesellschaft in einer gegenseitigen Anerkennung organisiert sein muss. Man muss sich zueinander Bekennen, da man der selben Gesellschaftsform angehörig ist, und sich somit ein entsprechendes Maß an Solidarität schuldet. Eine These die vor allen Dingen in der heutigen Zeit wesentlich an Berechtigung verloren hat.

Die Gesellschaftsform der Bundesrepublik Deutschland, muss unbedingt als demokratische Gesellschaft verstanden werden. Der Gedanke von Gleichheit und persönlicher Freiheit steht hier im Mittelpunkt, und wird durch den Gedanken der Unveräußerlichkeit der Menschenwürde umrahmt. Natürlich ist diese Definition von Gesellschaft nur eine unter vielen. Je nachdem wo man den Schwerpunkt der Betrachtung festlegen will, sind auch andere Formen von Gesellschaft zu berücksichtigen.


Staat

Der Begriff Staat steht für eine weltweit anerkannte politische Größe. Eine exakte Definition des Begriffs besteht zwar nicht, als wichtigstes Merkmal eines Staates wird jedoch immer die Einheit der drei Kriterien verstanden: Staatsvolk, Staatsgebiet, Staatsmacht.

Die amtlich zum Staatsvolk gehörenden Personen verbindet das jeweilige Identitätsdokument (so besitzt ein deutscher Staatbürger einen vom Deutschen Staat ausgestellten Ausweis bzw. Reisepass). Das Staatsgebiet ist ebenfalls geografisch fest abgegrenzt und geschützt. Schließlich betrifft die Staatsmacht alle zum Staatsvolk gehörenden Personen, indem sie durch die von der Staatsmacht herausgehenden Gesetze (Verfassung) bestimmte Rechte aber auch Pflichten besitzen.

Je nachdem, wer die Staatsmacht ausübt beziehungsweise befugt ist, den Staat zu regieren, gibt es verschiedene Staatsformen. Das sind zum Beispiel die Demokratie und die Monarchie. Dabei gibt es zahlreiche verschiedene Unterformen von Monarchien (Königreich, Fürstentum, Sultanat). Eine Demokratie wird von einer Staatsmacht regiert, die vom Staatsvolk gewählt wird, eine Monarchie wird meist von einem alleinigen Herrscher regiert. Erwähnt seien die Staatsformen Diktatur und Kommunismus.

Klasse

Eine Schulklasse (kurz, im Schulzusammenhang: Klasse) bezeichnet eine festgelegte Gruppe von Schülern, die gemeinsam den Unterricht in einer Schule besuchen oder der Jahrgangsstufe (in Österreich: Schulstufe), in der sich die Schüler befinden. Ein Jahrgang an einer Schule ist meist in mehreren Klassen geführt. Abweichend davon ist in Zwergschulen in manchen Staaten, Schulversuchen und in alternativen Schulsystemen auch möglich, in einer Klasse mehrere Jahrgangsstufen zu führen.

Lernen

Unter Lernen versteht man jede überdauernde Veränderung des Verhaltenspotentials (Möglichkeit des Verhaltens), die durch Übung oder Beobachtung zustande kommt; allerdings darf diese Veränderung nicht durch angeborene Reaktionstendenzen, Reifung oder temporäre Zustände entstanden sein.

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Lernen ist die relative überdauernde Veränderung von Verhalten oder Verhaltensmöglichkeiten aufgrund von Erfahrungen, die nicht auf Krankheit oder Entwicklung zurückzuführen sind.

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Barth (1997, 107): "Lernen ganz allgemein ist zu verstehen als erfahrungsbedingte Modifikation des Verhaltens, als Korrektur von individuellem Gedächtnisbesitz auf der grundlage von Informationsverarbeitung."

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Hilgard & Bower (1981). "Lernen ist Veränderung im Verhalten oder Verhaltenspotential eines Subjekts in einer bestimmten Situation, die durch wiederholte Erfahrung des Subjekts in dieser Situation hervorgerufen wurde und die nicht durch angeborene Reaktionstendenzen, Reifung oder momentane Zustände (Müdigkeit, Trunkenheit, Triebzustände usw.) erklärt werden kann."

Schule

Schule (von lateinisch schola: Vorlesung, Lehrstätte), Einrichtung zur pädagogischen Wissensvermittlung durch Unterricht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Homeschooling

Hausunterricht (auch Heimunterricht, Domizilunterricht oder Homeschooling) ist eine Form der Bildung und Erziehung, bei der die Kinder zu Hause von den Eltern oder Privatlehrern statt in Schulen unterrichtet werden. Die konkrete Praxis des Hausunterrichts kann sehr unterschiedlich aussehen. Das Spektrum reicht von stark strukturierten, an traditionellem Schulunterricht orientierten Formen bis zu sehr offenen wie dem Unschooling.