AG Bildung
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Dieser Artikel ist keine offizielle Aussage der Piratenpartei Deutschland, sondern hier findet/fand eine offene Diskussion des Themas statt. Wenn Du meinst, diese Idee erweitern zu können, tu es, aber bitte beachte die Diskussionsregeln. Ist die Idee tragfähig und mehr als eine Einzelmeinung, so kann man das Ganze auch als Entwurf kennzeichnen. |
Wer an der Arbeit der AG Bildungspolitik mitwirken möchte, hat mehrere Möglichkeiten:
- Mitglied werden
Um Mitglied der AG Bildung zu werden, genügt es den Sprecher zu benachrichtigen und der Mailingliste AG-Bildung beizutreten. Als Parteimitglied bist du bei allen Abstimmungen stimmberechtigt, als nicht Mitglied hast du nur beratende Funktion.
- Im Wiki und auf der ML mitarbeiten
Im Wiki und auf der ML werden Diskussionen geführt, Positionen ausgearbeitet und Materialien gesammelt. Beteilige dich!
Liste der Mitglieder
- Sven Schneider (SvenS) (Sprecher/Ansprechpartner)
- Stefan Thesing
- Optimist
- Henning Philipp
- Rolf Steinort
- Christian Benad
- Steto123 (Steffen Thomas)
- Stefan Günther
- Ria Nicola Schulz
- Max Hille
- CaeVye
- Norinudel
- Boris Turovskiy
- Guido Strunck
- Tchiwa
- 1000Sunny
- Bald auch du?
Inhaltsverzeichnis
- 1 Ziele der Ag Bildung
- 2 Inhaltliche Diskussion
- 2.1 Definitionen
- 2.2 Strukturen des heutigen Bildungssystems
- 2.3 Offizieller Programmvorschlag zur Bundestagswahl 2009
- 2.4 Verletzungen der Menschenrechte, Bürgerrechte
- 2.5 Barrierefreie Bildung als Grundvorraussetzung
- 2.6 Kommerzielle und Öffentliche Bildungseinrichtungen
- 2.6.1 kostenloses Bildungssystem
- 2.6.2 Privatschulen
- 2.6.3 Universität für Alle
- 2.6.3.1 Idee
- 2.6.3.2 Alternative Idee
- 2.6.3.3 Zum Thema Platzmangel, Videoaufzeichnungen.
- 2.6.3.4 Offene Fragen
- 2.6.3.5 Anmerkung: Bedarf durch Wirtschaft
- 2.6.3.6 Anmerkung: Marktwerkt geht gegen 0, je mehr Bildung im Volk
- 2.6.3.7 Anmerkung: Kann sich der Staat das leisten?
- 2.6.3.8 Verteilungsproblem
- 2.6.3.9 =Rückwirkung im System
- 2.7 Bildungspolitik unter den Gesichtspunkten des Allgemeinen Gleichgewichtsmodells
- 2.8 Bildungsziele
- 2.9 Unterichtsfächer
- 2.10 Bewertung von Lehrern und den Lerninhalten
- 2.11 Neuere Ansätze zum Thema Bildung
- 2.12 Gegen die Enteignung des Wissens (Open Access)
- 3 Links zum Thema Bildung
- 4 Literatur
- 5 Alte Artikel zum Thema
Ziele der Ag Bildung
Organisatorisches
| ToDo | Wer fühlt sich verantwortlich | Erledigt? |
|---|---|---|
| Orga: Alle Einträge im Wiki auf AG Bildung weiter leiten | Sven Schneider | OK |
| Orga: Alle alten Einträge im Wiki ins Archiv verschieben | Sven Schneider | OK |
| Orga: Alle In der ML die mitarbeiten wollen tragen sich hier ein. | ||
| Orga: Erarbeiten des Abstimmungsverfahren (Mitglieder haben 1. Stimme/Nichtmitglieder sind Beratend tätig) | OK | |
| Orga: Erarbeiten einer Grundordnung wie sich zivilisierte Menschen auf einer ML Unterhalten. | OK | |
| Orga: Bestimmen des Ansprechpartners | ||
| Orga: Bestimmen des Moderators | ||
| Orga: Kontakt mit den einzelnen Landesverbänden gestalten | Hamburg: Stefan Thesing Sachsen Anhalt: Sven Schneider Berlin: Ria Nicola Schulz & Stefan Günther |
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| Inhaltliches: Ziele unseres Bildungssystems Stichpunktartig aufschreiben | ||
| Inhaltliches: Ziele unseres Bildungssystems formulieren | ||
| Inhaltliches: Einen Überblick erstellen, zu welchen bildungspolitischen Themen es (zumindest augenscheinlich) eine "piratische" Position gibt und zu welchen nicht | Stefan Thesing | |
| Inhaltliches: Zu ersteren diese Positionen formulieren | - | |
| Inhaltliches: Zu letzteren Positionen als Vorschläge erarbeiten | ||
| Inhaltliches: Präsentation der erarbeiteten Vorschläge und inhaltliche Debatte innerhalb der Landesverbände zur Mehrheitsfindung bzw. Ausrichtung an der Meinung der Mehrheit innerhalb der Piratenpartei | ||
| Bitte erweitern... |
Inhaltliche Diskussion
Definitionen
Die Definitionen wurden aus Gründen der Übersichtlichkeit auf eine eigene Seite ausgelagert. Und sind jetzt hier zu finden. Zu den Definitionen
Strukturen des heutigen Bildungssystems
Das Bildungssystem ist in Deutschland vielfältig unterteilt. Horizontal nach Alter unterscheidet man Grundschule (1.-4. Klasse, z.T. bis 6.Klasse), Sekundarstufe I (5.-9. oder 10. Klasse) und Sekundarstufe II (10./11. bis 12./13. Klasse, Berufsbildende Schule).
Vertikal wird nach der Grundschule außer in den Gesamtschulen zumindest in zwei, oft auch mehr Schulformen unterteilt. Die Einstufung in Haupt-, Real- Mittel-, ...schule oder das Gymnasium erfolgt nach Elternwillen und Schulleistungen in der Grundschule. Diese Unterteilung ist stark umstritten.
Struktur des Bremer Bildungssystems bis 2009
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Offizieller Programmvorschlag zur Bundestagswahl 2009
Der Programmvorschlag ist zu finden unter Bundestagswahl 2009/Programmvorschlag Kernthemen/Bildung
Bildung in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft
Jeder Mensch hat das Recht auf freien Zugang zu Information und Bildung. Dies ist in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft essentiell, um jedem Menschen, unabhängig von seiner sozialen Herkunft, ein größtmögliches Maß an gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen. Mit diesem Ziel ist das Hauptanliegen institutioneller Bildung die Unterstützung bei der Entwicklung zur mündigen, kritischen und sozialen Person.
Der freie Zugang zu Information und Bildung ist jedoch nicht nur im Hinblick auf die gesellschaftliche Entwicklung notwendig, sondern auch im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gesellschaft. Bildung ist eine der wichtigsten Ressourcen der deutschen Volkswirtschaft, da nur durch den Erhalt, die Weitergabe und die Vermehrung von Wissen Fortschritt und gesellschaftlicher Wohlstand auf Dauer gesichert werden können.
Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunft.
Die öffentliche Bildungsinfrastruktur
Der freie Zugang zu Bildungseinrichtungen ist im Interesse aller. Deshalb ist es Aufgabe der gesamten Gesellschaft, in Form des Staates, eine leistungsfähige und ihrem Zwecke angemessene Bildungsinfrastruktur zu finanzieren und frei zur Verfügung zu stellen. Private Finanzierung öffentlicher Bildungseinrichtungen ist grundsätzlich zu begrüßen, solange sie keinen Einfluss auf die bestehenden Lehrinhalte hat.
Bildungsgebühren jeglicher Art schränken den Zugang zu Bildung ein und sind deshalb kategorisch abzulehnen. Aus diesem Grund ist auch die Lehrmittelfreiheit zu befürworten. Diese ist am besten dadurch herzustellen, dass die Verwendung und das Schaffen von freien Werken zur Vermittlung von Wissen unterstützt und ausgebaut wird. Diese freien Werke sind nicht nur kostenfrei im Unterricht einsetzbar, sondern ermöglichen dazu dem Lehrenden ohne rechtliche Hürden die Lernmittel auf seinen Unterricht anzupassen.
Trotz des staatlichen Bildungsauftrages soll die Erziehung in Bildungseinrichtungen die Erziehung durch die Eltern nicht ersetzen. Zur umfassenden Bildung gehört, dass sich beide Formen der Erziehung gegenseitig ergänzen und fördern.
Bildung als individueller Prozess
Jeder Mensch ist ein Individuum mit persönlichen Neigungen, Stärken und Schwächen. Institutionelle Bildung soll daher den Einzelnen unterstützen seine Begabungen zu entfalten, Schwächen abzubauen und neue Interessen und Fähigkeiten zu entdecken. Neben starren Lehr- und Stundenplänen, werden vor allem einige Formen der Leistungsbewertung diesen Forderungen nicht gerecht. Insbesondere die Bewertung von Verhalten nach einem vorgegebenen Normenraster z.B. bei den sogenannten Kopfnoten lehnen wir ab.
Die Bildungsinhalte haben auf fundierten und belegbaren Erkenntnissen zu basieren und müssen von einem möglichst neutralen Standpunkt aus vermittelt werden. Dies beinhaltet vor allem eine sachliche Darstellung, die Ausgewogenheit der Standpunkte und eine kritische Quellenbewertung.
Demokratisierung der Bildungseinrichtungen
Die Bildungseinrichtungen sind für die dortigen Schüler und Studenten ein prägender und umfassender Bestandteil ihres Lebens. Sie sind deswegen als Lebensraum der Lernenden zu begreifen, dessen Gestaltung und Nutzung ihnen stets offen stehen muss. Eine demokratische Organisation der Bildungseinrichtungen soll den Lernenden, genau wie den anderen Interessengruppen der Bildungseinrichtungen, eine angemessene Einflussnahme ermöglichen. Auf diese Weise werden demokratische Werte vermittelt und vorgelebt, die Akzeptanz der Entscheidungen erhöht, sowie das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Bildungseinrichtungen gestärkt.
Verletzungen der Menschenrechte, Bürgerrechte
Ich schlage vor diesen Punkt mit aufzunehmen, denn entgegen der Praxis dürfen Schulen kein Bürgerrechtsfreier Raum sein - von Menschenrechten ganz abgesehen. --1000Sunny 10:19, 16. Jul. 2009 (CEST)
Streikrecht für Lehrer - warum wird dieses nicht gewährt?
- Lehrer haben das Streikrecht, wenn sie Angestellte sind. Beamte haben (angeblich - ist umstritten) kein Streikrecht. Als Beamter habe ich ein paar Vorteile (Geld am 1. des Monats, Pension statt Rente, Unkündbarkeit ...), die ich mit der Aufgabe einer Reihe von Rechten bezahle. [1] Als Beamter habe ich trotzdem gestreikt und habe eine "Mißbilligung" vom Dienstherren bekommen, ein böser Brief. Und Gehaltsabzug, klar. Keine rechtlichen Konsequenzen, weil sich der Staat scheut, das Streikrecht vor dem Verfassungsgericht oder Eur. Gerichtshof prüfen zu lassen. --Rolf Steinort 10:19, 16. Jul. 2009 (CEST)
Im Verlauf des Bildungsstreiks 2009 wurde deutlich, wie wenig Schüler als Menschen und Bürger betrachtet werden. Deswegen haben sich die Organisationen jetzt zu eine AG-Antirepression gegründet.
Auch auf diversen Foren war zu lesen, dass Klassenzimmer abgesperrt wurden und Polizisten postiert wurden.
- Quelle? Das halte ich für sehr zweifelhaft. Klassenzimmer abschließen ist rechtlich schwierig und bestimmt nicht wegen Streikverhinderung durchsetzbar. Polzei hätte keine Rechtsgrundlage zur Anwendung von unmittelbarem Zwang - sowohl der Lehrer als auch die Polizisten würden sich strafbar machen. Außerdem haben alle Lehrer und Lehrergewerkschaften, die ich kenne, mit dem Streik sympatisiert. Sogar der Philologenverband. --Rolf Steinort 10:19, 16. Jul. 2009 (CEST) )
http://www.bildungsstreik.net/ak-antirep/
Barrierefreie Bildung als Grundvorraussetzung
Barrierefreiheit ist die Basis für gleichberechtigtes Lernen, da jeder Mensch das gleiche Recht auf Bildung hat. Sie ermöglicht es Menschen mit besonderen Anforderungen (z.B. Behinderte oder Menschen, die eine andere Sprache sprechen (weiter einfügen)) gleichberechtigt Bildung zu bekommen. Viele Lösungsansätze beinhalten neue Methoden und Techniken oder haben auch etwas mit Open Access zu tun. Das schnelle Aufgreifen solcher technischer Neuerungen soll möglichst vielen Menschen den Zugang zur Bildung ermöglichen.
Die Grundlagen hierzu findest du unter Barrierefreiheit. An einer Ausarbeitung für das Thema Bildung speziell wird noch gearbeitet. Hilf mit.
Kommerzielle und Öffentliche Bildungseinrichtungen
kostenloses Bildungssystem
Auch kostenlose Bildung ist nicht „for free“. Sie wird – öffentlich - durch allgemein erhobene Steuern oder zweckbezogene Beiträge sowie – privat – durch eingeworbene Drittmittel (z.B. Fundraising an Hochschulen) finanziert.
Zu fordern wären z.B. eine allgemeine unbeschränkte Lehr- und Lernmittelfreiheit, die vollständige Steuerfinanzierung der schulischen Bildung sowie eine klarere Trennung bzw. ggf. auch Beendigung einer Finanzierung von Bildungseinrichtungen durch Drittmittel.
Anmerkung: Hier sollte man irgendwie Transparenz schaffen. Aktuell kostet ein Kind pro Monat ca. 400-500 €. Bei 30 Kindern pro Klasse wären das 15.000 € Bei den Lehrern scheint dieser Betrag nicht anzukommen. Wo bleibt er? 1000Sunny
Alternativen zur intransparenten Direktverteilung: -Bildungsgutschein (Vouchers) direkt an Schüler -System Microchoice (Geld statt Gutscheine) 1000Sunny
Privatschulen
Privatschulen haben in Deutschland meiner Erfahrung nach einen schlechten Ruf.
Vorurteil über Privatschulen: Sie werden oft als elitär, nur für die betuchteren Kreise angesehen. Als Möglichkeit sich seinen Abschluss durch finanzielle Aufwendungen teilweise zu erkaufen.
Gründe: Die Gründe sind meiner Meinung nach, dass die Hürden einer Schulgründung sehr hoch sind.
1.) Hierzu zählen pädagogischen Hürden (diese sind so schwammig formuliert, z.B. pädagogischer Sonderbedarf, dass sie keine wirkliche Rechtsgrundlage besitzen).
2.) Insbesondere aber die finanziellen Hürden (Personalbedarf, Gebäude, Physiksaal kostet z.B. 50.000 €, sich selbst behindernde Anforderungen: Finanzierungszusage bekommt man erst mit Genehmigung, Genehmigung bekommt man erst nach Finanzierungszusage, ähnliches bei Mietgebäude). Dadurch kommen nur sehr große Investoren (z.B. Kirche, Phorms) in Frage. In München ist es fast unmöglich, so sagte der PHORMS-Vorstand: "If we can make it here (in München), we can make it anywhere."
3.) Kleinere Gründungen (ähnlich der Sudbury-Gründung in Jerusalem durch den Schüler Michael Sappir) sind unmöglich.
4.) Viele Konzepte, die darauf beruhen erst einmal mit einer kleinen Anzahl von Schülern zu beginnen, sind ausgeschlossen - da "size matters" groß geschrieben wird (siehe Mittelschulen-Einführung mindestens 300 Schüler).
5.) Besonders durch die finanziellen Hürden und die strikten Vorgaben werden viele Neuerungen unmöglich gemacht (z.B. Lehrer sind Online-Verfügbar, nur speziell ausgebildete Pädagogen sind vor Ort).
6.) Besonders durch die finanziellen Hürden und die hohen laufenden Kosten sind Schulen dazu verdammt teuer zu sein - auch wenn es billiger ginge.
7.) Durch die finanziellen Hürden werden insbesondere kleine ehrenamtlich tätige Vereine gehindert (die eine Privatschule der Sache wegen) gründen wollen, dafür werden aber Großinvestoren hofiert (ich glaube Studienkreis hat einen Zuschuss von 250.000€ bekommen - kann ich aber noch heraussuchen).
8.) Besonders idealistische und innovative Projekte werden so aufgehalten und unterdrückt, während strikt gewinnorientierte Unternehmen (z.B. PHORMS) für schlechte Presse und Misstrauen gegenüber Privatschulen sorgen dürfen aber politisch hofiert werden.
So wird insgesamt dafür gesorgt, dass Privatschulen ein elitäres und unsoziales Öffentlichkeitsbild bekommen und (obwohl sie in vielen Ländern Chancengleichheit bedeuten) genau von denen bekämpft werden, die für Chancengleichheit sind.
- Wer hat andere Erfahrungen, Links?
--1000Sunny 13:07, 17. Jul. 2009 (CEST)
In einem funktionierendem, flexiblen, ordentlich ausgestatteten und von Mitbestimmung der Beteiligten geprägten Bildungssystem gibt es für Privatschulen keinerlei Bedarf. Folgende Gründe:
1.) Begreift an Bildung zudem als öffentliches Kollektivgut ("frei" für alle) wären Privatschulen sogar kontraproduktiv, da sie eher dem Gedanken der Bildung als individuell zu bezahlende Handelsware und Konsumgut entsprechen.
2.) Würde man sie trotz ihrer Systemfremdheit zulassen oder ihre Gründung sogar durch Deregulierung weiter begünstigen, hätte im Umkehrschluss aber ihre steuerliche Förderung zu verschwinden. Und diese Mittel dem öffentlichen Schulsystem zugeführt zu werden.
3.) Privatschulen wären als Ergänzung, nicht als Ersatz für öffentliche Schulen zu verstehen. (diesen Satz verstehe ich nicht ganz, gehört er zu Punkt 2? oder ist er ein extra Punkt - meinst Du die Teilung Ergänzungsschule/Ersatzschule, so wie sie heute im Gesetz ist, oder etwas anderes? Bitte präzisieren. -- 1000Sunny
4.) Private Schulen sind letztlich nur der Ausdruck dafür, dass mit der Qualität des öffentlichen Bildungswesens was nicht stimmt.
5.) Also eine "Abstimmung mit den Füßen und dem Geldbeutel".
6.) Sie lösen das Problem nicht sondern verschleppen es nur.
7.) Gäbe es keine Privatschulen als Alternative, würde der politische Druck zugunsten echter Bildungsreformen drastisch zunehmen. So wie das Schließen von "Steuerschlupflöchern" den politischen Druck auf das kranke Steuersystem weiter zunehmen lässt.
(Aufteilung in Punkte: 1000Sunny)
Daher fordere ich: Bugfix statt Workaround! Bildungsreform im Schulsystem statt Aufbau von privaten Parallelkulturen.
--Guido
Universität für Alle
Idee
Freier Zugang zu Universitäten - keine Zulassungsbeschränkung mehr: Begründung:
Bildung für alle zu jeder Zeit war in früheren Zeiten aufgrund von Knappheit nicht möglich. Am Anfang der Aufklärung waren Bücher teuer und Bildungsagenten knapp. Viele Verbesserungen haben die Welt hier verändert, z.B. stark gestiegenen Bildungsgrad der Bevölkerung, neue pädagogische Erkenntnisse, verbesserte Didaktik (Vergleich Eulers Briefe an die Prinzessin mit aktuellen Mathematikbüchern wie Mathe Macchiato oder Pearson Studium), neue Technologien und den gesellschaftlichen Reichtum und die daraus entstandenen, für alle erreichbaren Bildungseinrichtungen (z.B. Bibliotheken, Internet inklusive kostenfreier Enzyklopädien oder sehr billiger Plattformen wie www.sofatutor.com ), Kundenorientierung durch Verlage, Blogs von Nachhilfelehrern (wie oberprima) bis zu Forschern (wie z.B. erlebt von Francois Bry), fast kostenlose Bücher, Webcam-Aufnahmen von Vorlesungen. Diese Veränderungen bieten erstmalig in der Weltgeschichte die Chance, dass alle Menschen zu jeder Zeit Zugriff und die Möglichkeit zur Bildung haben.
Zulassungsbeschränkungen waren damals aufgrund von räumlichen Beschränkungen manchmal notwendig. Obwohl es auch damals großartige Menschen gab, die ihre Vorlesungen für alle hielten (z.B. Georg Forster). Heute sind sie jedoch nicht mehr mit einem humanistischen Menschenbild zu vereinen (außer in bestimmten Fachgebieten, die einen hohen materiellen Aufwand bedeuten und sich dadurch begrenzen - wobei hier meist nicht das ganze Fach betroffen ist, sondern oft nur einzelne Praktika).
Konkretisierung: Diese Neuerung soll kostenneutral sein - es soll nur die Infrastruktur verbessert werden und somit mehr Menschen der Zugang ermöglicht werden, als es heute der Fall ist. Wenn man eine Vorlesung aufnimmt (wie es z.Z. in USA geschieht) so kann diese auf Youtube eingestellt werden (viele Unis haben dort mittlerweile einen eigenen Kanal, manche Professoren sind schon Web2.0-Stars) und kann dort dann von jedem Lernwilligen angesehen werden. Ähnliches gilt für Übungsblätter. In vielen Fächern - müssen eigentlich nur die Prüfungen wirklich vor Ort stattfinden - hier könnte man sich aber das oben erwähnte Test-On-Demand Verfahren anschauen oder ein Mentorensystem andenken.
Aktuelle politische Umstände: Die Möglichkeit dieser Optimierungen sollte auch unabhängig davon angedacht werden, da es mit der Wirtschaftskrise und den Ausfällen an Steuergeldern zu drastischen Budgetkürzungen kommen kann. Diese können sich letztendlich sehr schädlich für Forschung und Lehrer auswirken, sollte man die aktuelle kostenintensive Organisation beibehalten.
Alternative Idee
Was man alternativ machen kann, ist folgendes: Ich beschränke die Anzahl der staatlichen Stipendien je Studiengang und nicht die der Hörer. Die Stipendien werden nach einer Aufnahmeprüfung (Stipendienprüfung) vergeben. Damit hätte man einen lenkenden Part aber keinen diskriminierenden. (von Steffen Thomas)
Ich finde diese Idee auch sehr gut - sie erklärt wie die Auswahl derer, die dann bei Überbesetzung "Ressourcen-Vorrang" (s.u.) haben zustande kommt. 1000Sunny
Zu den Prüfungen anmelden darf sich aber dann jeder (sonst kann er ja keinen Schein erwerben), oder?
Somit würden auch reine Autodidakten gewürdigt, die im aktuellen System keinen Platz haben.
Zum Thema Platzmangel, Videoaufzeichnungen.
An sehr vielen Universitäten , Hochschulen und Fachhochschulen werden die E-Learning Portale ausgebaut, bleiben aber durch Lizenzmodelle bis auf eine handvoll den Studenten vorbehalten. Wobei einige der Portale schon so gut in einzelnen Fächern sind das die Studenten die Universität gar nicht mehr besuchen müssen. Würden diese Portale der Allgemeinheit zugänglich gemacht so könnte jeder sein Wissen erweitern, Schwangere, allein erziehende Mütter, Behinderte und Sozial-Benachteiligte könnten so von zuhause lernen und müssten nur noch für die Prüfung an die Uni kommen.
(Kosten der E-Learning Portale könnten über eine Prüfungsgebühr erbracht werden. Verhindert auch das geprüft wird wenn die Prüflinge noch nicht richtig vorbereitet sind.)
--SvenS 01:32, 17. Jul. 2009 (CEST)
Offene Fragen
1. Was passiert, wenn jeder studieren kann, was er will? Bringt die Gesellschaft die Disziplin auf, sich auf alle notwendigen Berufe von alleine zu verteilen? Wird also jemand freiwillig Bauer, wenn er auch z. B. Agrar- Ökonom werden könnte?
2. Kann sich der Staat das leisten? Egal zu welcher Bildungspolitik wir mal kommen, sie wird mehr kosten als heute. Und wir müssen die Geldfrage stellen. Wer soll das bezahlen und rentiert sich dass im Laufe der Jahre? Es muß uns klar sein, das man mit der Bezahlung de Bildung auf viele Jahre in Vorkasse geht (als Staat)
3. Da z. B. ein ausgezeichnetes Abitur kein Garant dafür ist, das der gewählte Berufsweg auch zum Erfolg führt, ist da Beratung grundsätzlich falsch?
4. Was haben wir davon, wenn wir jetzt 100.000 Juristen ausbilden, bei einem bedarf von 30.000? Wir nehmen 70.000 jungen Menschen die Chance auf eine Zukunft. Oder anders, wir müssen sie umschulen und die jungen Menschen verlieren 4-5 Jahre ihres Lebens. das ist nicht sinnvoll und kostet extra Geld.
5. Ohne irgendeine Form von Knappheit geht im Endeffekt der "Marktwert" der Bildung dann gegen Null.
6. Die Wirtschaft braucht sie der Staat bildet sie daraufhin aus. Na ja, ich halte das generell für ein problematischen Punkt, wie bildet der Staat sich die Menschen die er braucht? und wer entscheidet darüber wer was studieren darf. Dann sind wir ziemlich schnell dabei jungen Menschen Träume kaputt zu machen, aber natürlich ist es nicht sinnvoll 70.000 Taxifahrenden Juristen zu haben. NC und Abitur sind wohl nicht optimal geeignet zur ausslese. Was stellst Du Dir unter staatlichen Stipendien vor? Bafög?
Anmerkung: Bedarf durch Wirtschaft
Der Bedarf an Akademikern wird in Punkt 6 an der Wirtschaft gemessen (+10% für Unis). Den Bedarf an Forschern/Akademikern nach seiner Kaufkraft zu bewerten (also am Geld) halte ich für falsch, und will das im folgenden darlegen.
1.) Eine akademische Ausbildung hat den Sinn eine gewisse Tätigkeit nicht nur durchzuführen - e.g. Kartoffeln aussähen, sondern auch die Vorgänge dahinter zu verstehen, ihren Sinn und auch neue kosten- und ressourcensparende Wege zu finden. Ein Bauer, der Biologie und Technik studiert könnte auf die Idee kommen die Pflanzen direkt an der Wurzel zu bewässern (somit Dünger, Wasser und Arbeit zu sparen)
2.) Geld regiert leider nicht die Welt. Jeder, der einmal an einem Krankenbett von einem unheilbar kranken Menschen gestanden ist, oder ein traumatisiertes Kind erlebt hat, oder einen Tsunami wird dieses "leider" verstehen. Es wäre schön, wenn man einfach einen gewissen Betrag auf den Tisch legen könnte und der Patient oder das Kind wäre geheilt, oder man wäre vor dem Tsunami gewarnt gewesen. Geld hilft nur da, wo die Forschung schon war. Nur Wissen und Forschung kann dem Geld und der Wirtschaft überhaupt einen Sinn geben. Sie entschärft nicht nur die Missstände (z.B. neue Energien) sondern sie bringt auch neues (z.B. Internet) wobei sich soziale Neuerungen ergeben, die sich kein König jemals für alles Geld der Welt kaufen hätte können.
3.) Universitäten und die Forscher/Akademiker, die sich dort ausbilden haben die Aufgabe das Wissen zu fördern. Jeder Mensch, der etwas dazugelernt hat, verstärkt die Basis für soziale, technische, medizinische und künstlerische Neuerungen in der Gesellschaft. So stärkt das Erlernen von Physik die Technik, das Erlernen von Rechtswissenschaften die Gerechtigkeit und jedes andere Erlernen stärkt einen anderen Teil in unserer Gesellschaft. Sollte dies in einem Fall nicht so sein (was wahrscheinlich manche dem Fach Jura vorwerfen würden, so sind das die Versäumnisse der Universitäten oder derjenigen Wissenschaft und sie bedarf desto mehr Bildung um wieder positiv zur Gesellschaft beizutragen).
Aus all den oben genannten Gründen, halte ich es von hoher Dringlichkeit die universitäre Ausbildung so gut wie möglich auszubauen, und mit den aktuellen Ressourcen und durch die Hilfe neuer Technologien möglichst vielen Menschen (unabhängig von Alter oder Vorbildung) einen Zugang zur Universitären Bildung zu ermöglichen. Dabei muss immer bedacht werden, dass Menschen mit höherer und geeigneterer Vorbildung nie benachteiligt werden gegenüber Menschen mit geringerer Vorbildung. Sollten die Ressourcen nicht vorhanden sein, so müssen die mit geringster Vorbildung zurücktreten. Werden aber nicht schon per se ausgeschlossen.
Anmerkung: Marktwerkt geht gegen 0, je mehr Bildung im Volk
Nach einiger Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass eher das Gegenteil eintreten müsste, und ich versuche das nun darzulegen:
1.) Je mehr Verständnis für eine gewisse Materie (z.B. Kunst, Gerechtigkeit, pädagogische Erkenntnisse) in der Bevölkerung vorhanden ist, desto mehr Bedarf nach noch hochwertigeren "Produkten" und "Herstellern" besteht. Dieses klingt Paradox. Am Beispiel Kunst. Wäre kein Kunstverständnis in der Bevölkerung, so würde niemand Kunstwerke kaufen. Auf einem ganz niedrigen Kunstniveau würden also alle mit ihrer eigenen Schmiererei zufrieden sein. Erst wenn ein gewisses Kunstverständnis vorhanden ist, kann Kunst geschätzt und "konsumiert" werden. Ähnliches bei Gerechtigkeit. Menschen mit einem geringen Rechtsverständnis begnügen sich dem Anderen einfach physisch zu antworten. Erst mit höherem Rechtsverständnis werden die Bedürfnisse subtiler - so dass es am Ende in einen philosophischen Streit ausarten kann.
Anmerkung: Kann sich der Staat das leisten?
Da immer mehr hochgebildete Personen Firmen gründen und ihr Glück mit der eigenen Firma versuchen müsste das gestiegene Bildungsniveau dazu führen das mehr Arbeitnehmer gebraucht werden und so die Arbeitslosenzahlen sinken. --SvenS 00:42, 17. Jul. 2009 (CEST)
Statistiken zeigen das in den nächsten 10 Jahren die Geburtenrate weiter abnehmen wird, sollte sich daran nichts verändern wird sich das Angebot an die Nachfrage angleichen und wir sollten dafür sorgen ,dass die jungen Bürger auf die Situation so gut wie möglich vorbereitet sind. --SvenS 00:42, 17. Jul. 2009 (CEST)
Verteilungsproblem
In Punkt 1 wurde angesprochen, dass es zu schlechten Verteilungen kommen kann, sollte jeder das studieren können, was er will.
1.) Das Modell der heutigen "Ein-Abschluss-Und-Dann-Arbeit"-Welt ist überholt. Viele Menschen, die in der Jugend technische Berufe erlernt haben, wollen später etwas geisteswissenschaftliches Beginnen. Auch der Umkehrfall tritt häufig ein und Geisteswissenschaftler begeistern sich plötzlich für technische Berufe. Hier kann über einen Lebenslauf eine Wissensakkumulation stattfinden, die in bahnbrechenden Erkenntnissen und Produkten münden kann. Das eindimensionale Fachidiotentum, bei dem jeder nur in seinem Bereich denkt und die Produktivität lähmt oder widersinnige Ergebnisse liefert, kann durch eine neue Mehrdimensionalität überwunden werden. Diese Mehrdimensionalität würde das Problem zumindest entschärfen.
Da aus Sicht der Volkswirtschaftslehre studieren nur der Selektion von Hoch- und Unterqualifizierten dient und das Studienfach egal ist, wird die Uni für alle nur dazu führen das es zu einer Selektion kommt. --SvenS 00:57, 17. Jul. 2009 (CEST)
=Rückwirkung im System
Diese Neuerung hat zusätzlich Rückwirkungen im System.
1.) Durch einen Realschulabschluss, Hauptschulabschluss wird die Chance auf eine höhere Ausbildung nicht mehr verbaut. Man kann sich beruhigt für den Schulzweig, den man für sich als richtig erachtet entscheiden und kann dennoch studieren.
-- Ein Grund mehr die 3 verschiedenen Schulabschlüsse einzustampfen und einen Zentralen Schulabschluss zu erstellen.
Schüler auf dem Gymnasium würden benachteiligt da sie den schwereren Stoff lernen müssen um gute Noten zu bekommen. Schüler der Hauptschule könnten mit einem niedrigeren Bildungsniveau studieren gehen. --SvenS 09:40, 17. Jul. 2009 (CEST)
2.) Da für viele Eltern heutzutage die Schule der Kampf um die "Universitätsberechtigung" ist und sich dort sozusagen entscheidet ob es ihr Kind mal genauso gut oder besser hat als sie, verschärft dieses die Erziehungssituation. Besonders in den Übertrittsjahrgängen scheint oft Krieg zu herrschen (siehe Sabine Czerny, oder Übertrittsübungsliteratur in Buchgeschäften). Durch die Neuerung würde die Erziehungssituation entschärft werden und Druck von Eltern und Kindern genommen.
3.) Durch die Neuerung würden die Diskussionen um die Gliedrigkeit entschärft werden.
4.) Durch die Neuerung würde die sozioökonomische Herkunft und die frühe Selektion entschärft werden.
5.) Durch die Neuerung würden die Schulen sich mehr auf die Vorbereitung der Schüler auf die Uni konzentrieren können (Metafähigkeiten). Aktuell wird mehr auf die Zulassung zur Uni "gebüffelt" und stark auf die Abschlussnote vorbereitet.
6.) Durch die Neuerung würden die Vorteile mancher privaten Schulen entfallen, die ganz besonders auf das Abitur vorbereiten, damit auch der NC für das Wunschfach kein Problem ist. Private Schulen würden somit wieder ihre Idee als Stätte sozialer und pädagogischer Neuerungen gerechter werden können.
Bildungspolitik unter den Gesichtspunkten des Allgemeinen Gleichgewichtsmodells
Betrachten wir Bildung als Produkt und legen das Allgemeine Gleichgewichtsmodell zu Grunde (Angebot und Nachfrage). Wird es niemals möglich sein das alle Menschen gleich gut gebildet sind. Da es in diesem Fall eine zu große Zahl an gebildeten Bürgern gibt und das Gleichgewicht zwischen Nachfrage(Offene Stellen) und Angebot(gebildete Bürger) nicht mehr besteht. Wir sollten also nicht danach streben alle Menschen auf das gleiche Bildungsniveau zu bringen, sondern das Bildungsniveau im ganzen anzuheben.
Ein gutes Beispiel zu diesem Punkt:
Bis vor einigen Jahren war es noch möglich mit einem Hauptschulabschluss Verkäufer/ -in zu werden, bewirbt man sich heute als Verkäufer wird ein Real oder Gymnasialabschluss verlangt. Da die gestiegenen Zahlen der Real- und Gymnasialabschlüsse dazu geführt haben dass das Angebot an hochqualifizierten Bürgern zugenommen hat. So ist es nicht mehr erforderlich das Unternehmen den unqualifizierten Bürgern die notwendigen Grundkenntnisse beibringen müssen da sie jetzt einfach Hochqualifizierte Bürgern einstellen können.
Bildungsziele
Einem eng gefassten Kanon von Bildungszielen stehen der individuelle Charakter jeglicher Bildung, die plurale Verfasstheit menschenrechtlich begründeter Demokratien und das breite kulturelle Spektrum der sich ausbildenden Weltgesellschaft entgegen. Daher sind die unten genannten Ziele nicht als allgemeinverbindliches Bildungsideal aufzufassen, sondern eher als elementare Richtungsweiser. Auch stehen sie in einer gewissen Spannung zur vorherrschenden Funktion des Bildungs- und Ausbildungssystems, auf die Berufstätigkeit vorzubereiten, in der oft ganz andere Fähigkeiten und Einstellungen verlangt werden. Wenn aber die freie Entfaltung der Persönlichkeit, wenn Brüderlichkeit der Menschen untereinander und ein gleiches Recht für alle als Daseinsnormen der menschenwürdigen Existenz zur Geltung gebracht werden sollen, ergeben sich für Erziehung und Bildung mannigfache Ziele, etwa:
- Aufgeschlossenheit für die Sphären des Wahren, Guten und Schönen (im Sinne bereits der antiken Philosophie mit ihren drei Zweigen Logik, Ethik und Ästhetik);
- Anteilnahme am kulturellen Leben, an Kunst und Musik;
- Kreativität und Selbstbeherrschung
- selbstbestimmtes Handeln, Urteils- und Kritikfähigkeit, Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft, politische Kompetenz;
- Kompromiss- und Friedensfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt, Ehrfurcht vor allem Lebendigen, dessen Teil wir sind.
- Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft, Gerechtigkeitssinn und Fähigkeit zu solidarischem Handeln;
- Toleranz, besonders als Achtung vor der Individualität und Überzeugung des anderen;
- Mannigfache Fähigkeiten der Lebens- und Alltagsbewältigung einschließlich praktischen und für das Arbeitsleben qualifizierenden Könnens sowie der Beherrschung elementarer Kulturtechniken;
- Gesundheitsbewusstsein und entsprechende Körperpflege, Sportlichkeit;
Unterichtsfächer
Der Unterricht wird im Allgemeinen in unterschiedlichen Fächern von verschiedenen Lehrkräften erteilt. Es gibt auch Ansätze zu fächerübergreifendem Unterricht. Außerdem werden häufig verschiedene klassische Unterrichtsfächer zu einem integrierten Fach zusammengelegt, etwa "Naturwissenschaften" oder "Welt-Umweltkunde". Der Fächerkanon untescheidet sich je nach Schulform und Bundesland deutlich.
(Der Sinn der folgenden Einteilung erschließt sich mir nicht - ich habe trotzdem mal aufgräumt. Rolf)
Grundfächer
Grundfächer werden mit einer hohen Stundenzahl (4-6 WS) unterrichtet und sind bei Notenzeugnissen besonders relevant.
Deutsch, Englisch, 2. Fremdsprache (oft Wahlpflicht), Mathematik
Nebenfächer
Die Unterteilung in Haupt- und Nebenfächer ist historisch gewachsen und wird von vielen abgelehnt. Die Kriterien für die Einordnung als Kern- oder Nebenfach ergeben sich z.T. aus den Prüfungsordnungen. Bei Notenzeugnissen kommt Kernfächern mehr Gewicht bei der Entscheidung über eine Nichtversetzung zu. An Gesamtschulen werden die Naturwissenschaften differenziert unterrichtet und gehören daher zu den Kernfächern.
Musik, Kunst, Naturwissenschaften (oder Biologie, Chemie, Physik), Welt-Umweltkunde WUK(oder Politik, Geografie, Geschichte, Sozialkunde), Arbeitslehre (Werken, Hauswirtschaft, Technik, Berufskunde), Sport,
Wahlpflichtfächer
sind Fächer, bei denen zwischen verschiedenen meist zeitlich paralellen Angeboten gewählt werden muss. Der Besuch eines der Angebote ist Pflicht. Häufig findet der Unterricht in der zweiten oder dritten Fremdsprache im WP-Bereich statt.
Die Liste ist unvollständig und zum Teil unsinnig. Technik, Mechanik, Kochkurs, Informatik, VWL, Elektrotechnik, Wirtschaft, Recht, Computerkurs, Theater, Rhetorik,
Wahlfächer
Wahlfächer können freiwillig gewählt werden, der Unterricht erfolgt zusätzlich zur Stundentafel.
Religion ( Katholisch ), Religion ( Evangelisch ), Religion ( Islamisch ), Religion ( Judentum). Religionsunterricht kann auch für alle verpflichtend sein (Biblische Geschichte in Bremen z.B.) oder als Wahlpflichtfach mit Ethik angeboten werden.
Bilinguale Fächer
In einer zunehmend globalisierten Welt haben Fremdsprachenkenntnisse eine besondere Bedeutung bekommen. Durch bilinguale Schulfächer werden die Sprachkenntnisse einer oder mehrerer Fremdsprachen maßgeblich gefördert. Der Stoff selbst bleibt davon jedoch weitgehend unbeeinflusst. Die Piratenpartei setzt sich daher für eine Förderung bilingualer Unterrichtsfächer ein, um die Fremdsprachenkenntnisse verstärkt zu fördern.
Sport
Sport ist im Sinne einer ganzheitlichen Bildung von enormer Bedeutung für Kinder und Jugendliche. Durch Sport können junge Menschen Lektionen lernen, die ihnen ihr Leben lang hilfreich sein werden.
Sport und Leibeserziehung vermitteln entscheidende Werte und Fertigkeiten, darunter Selbstvertrauen, Teamfähigkeit, Fairness, Integration, Disziplin, Respekt und Dialogfähigkeit. Sport mindert Depressionen. Sport und Leibeserziehung erhöhen Lernfähigkeit, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit von Kindern, denn beim Lernen durch Spaß und Interaktion fällt das Lernen leichter.
Der Unterricht bietet den Jugendlichen Schutz- und Entwicklungsraum, um Erfahrungen im Umgang mit ihrem Körper und ihren Gefühlen zu sammeln und zu lernen, mit diesen Erfahrungen konstruktiv umzugehen.
Sport ist ein enorm wichtiger Bestandteil qualitativ hochwertiger Bildung und Erziehung und des lebenslangen Lernens. Dem Sport und der Leibeserziehung wird in vielen Bildungssystemen aber nicht die angemessene Bedeutung zuteil. In Zeiten knapper Kassen wird oft am Sport gespart. Daher steht besonders der Breitensport großen Herausforderungen gegenüber.
Eine stärkere Sportförderung wäre aber auch deshalb von Bedeutung, weil die Grundlagen und Wertschätzung für Sport im Schulalter gelegt werden. Positive Erlebnisse und Erfahrungen mit und durch Sport und Sportunterricht in eben diesem Zeitraum wirken sich nachhaltig aus und fördern somit auch den Freizeitsport im Erwachsenenalter.
Sport und Leibeserziehung sind besonders für Mädchen vor allem zur Entwicklung ihres Selbstvertrauens wichtig, da sie viel weniger Möglichkeiten zur sozialen Interaktion außerhalb ihres Zuhauses und ihrer Familienstruktur haben als Jungen.
Fahrschulunterricht an Schulen ( Roller)
Damit jeder Schüler und späterer Arbeitnehmer mobil sein könnte. Die Kosten würden zu jeweils 50% von den Eltern und dem Staat getragen werden.
Begründung: Wer Harz4 Empfänger ist und keinen Führerschein hat der bekommt ihn in den meisten fällen vom Staat bezahlt. Weniger Arbeitslose da rein theoretisch jeder Schüler mobil sein könnte durch den Führerschein.
E-Learning
E-Learning wird immer beliebter
Bewertung von Lehrern und den Lerninhalten
Öffentliche Bewertung von Lehrkräften im Netz
taz Artikel zu Urteil zu "Spickmich" - Bewertung durch Schüler im Internet
taz Artikel zu Schulradar - Spickmich für Eltern.
Umfrage zum Thema unter 1000 Personen. Zur Umfrage
Klassen- oder Schulinterne Bewertung - Feedbackkultur
Ein Fragebogen der meiner Meinung nach die Bewertung von Lehrern genauso gestaltet ich es mir vorstellen würde.
Das einzige was mich ein bisschen stört ist, warum am Ende nach dem Geschlecht gefragt wird. -- Finde ich OK, weil J und M sich ja doch deutlich unterscheiden und der Unterricht beide erreichen soll. In normalen Klassen sollte die Anonymität gewahrt beleiben.
Kommt drauf an wie viel Mädchen in der Klasse sind. --SvenS 13:57, 10. Jul. 2009 (CEST)
Stimmt, aber in den meisten Fällen sind ausreichend von beiden Sorten da. Und da ist es wichtig, zu unterscheiden. Wenn eine starke Geschlechtsdisparität besteht, muss man eh mit der Minderheit öfters reden. Rolf
Wer den Kindern zu viel beibringt der wird versetzt.
Interview mit Sabine Czerny.
"Ich kenne kein Kind, das nicht lernen will"
Auszug: "Die Münchener Lehrerin Sabine Czerny wurde bundesweit bekannt, weil ihre Grundschulklassen im Vergleich zu Parallelklassen bei Vergleichsarbeiten bessere Leistungen erzielte, woran sich eine Debatte über Notengebung und Notenspiegel entzündete. Die Pädagogin erläutert im Interview, mit welchen Methoden sie gearbeitet hat und welche Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen geschaffen werden sollten."
Neuere Ansätze zum Thema Bildung
Homeschooling / Unschooling
Beim Homeschooling werden die Eltern in die Lage versetzt ihren Kindern die Bildung zukommen zu lassen (analog zur staatlichen Schule). Beim Unschooling unterstützen Eltern ihre Kinder in ihren Interessen, werden aber schon bald von ihren Kindern übertroffen und sind nur noch beratend tätig - oder helfen Ressourcen (z.B. Lehrer) zu finden (analog zu reformpädagogischen Schulen).
Homeschooling/Unschooling sind nach einem Rechtsgutachten rechtlich abgesichert. http://www.recht.uni-giessen.de/wps/fb01/home/reimer/ (Allgemeine nicht absolute Schulpflicht) (Text leider nicht mehr frei verfügbar, aber ich habe noch eine Kopie aus der Zeit, wo er verfügbar war). (hier analysiert er auch die Vorurteile, die aus den Anfängen des Homeschoolings in den USA vor 40 Jahren stammen - Fundamentalisten, usw.)
Auch führende Pädagogen haben sich dafür ausgesprochen: Dieter Lenzen, Präsident der freien Universität Berlin http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Schule-Heimunterricht;art304,2805788
Volker Ladenthin http://www.welt.de/welt_print/article773744/Die_Kriminalisierung_der_Eltern_ist_ein_Skandal.html
Ersetzung der Schulpflicht durch eine Bildungspflicht
Modell 1: Lernfortschritts-Kontrollen
HS/US ist eine weitere Möglichkeit das Recht auf Bildung für jeden Menschen durchzusetzen. In diesem Modell versuche ich auch Kindern von "unqualifizierten" Eltern das Recht auf HS/US zu ermöglichen.
HS/US wird anfangs beantragt - dies geschieht in einem persönlichen Gespräch vor Ort (also im Haus der Familie),das mitprotokolliert wird oder schriftlich mit Darlegung der Gründe. Um eventuelle Fälle des Missbrauchs, durch fundamentalistische Indoktrination, oder Volksverhetzung auszuschließen, jedoch auf der anderen Seite vor der Willkür zu schützen, wird dann ein Schlichter angerufen, der sich die näheren Umstände noch einmal genauer anschaut. Sollte auch der Schlichter zu dem Eindruck kommen, dass hier eine reelle Gefahr besteht, so wird das Recht auf HS/US aberkannt.
Um den Wissenstand festzustellen werden am Jahresende Prüfungen durch die örtliche Schulbehörde/Schule durchgeführt. Hierfür besucht ein Lehrer die Familie und macht sich ein Bild von dem Bildungsstand/Sozialverhalten des Kindes/Jugendlichen. Sollte dieser Bildungsstand altersgemäß sein, so gilt das Jahr als bestanden.
Sollte dieser Bildungsstand darunter liegen, so muss man die Probleme zusammen besprechen und ggf. eine Ursachenforschung beauftragen (z.B. Legasthenie, Dyskalkulie).
Sollten keinerlei Bemühungen festgestellt werden können, also weder Kind noch Eltern sich um die Bildung kümmern, so verlieren die Familie für dieses Kind das Recht auf HS/US. Dieses kann nach einem Jahr Schulbesuch wieder beantragt werden - dieses Mal aber mit einer engmaschigeren Kontrolle (z.B. anfangs alle 2 Wochen).
Wenn Familien über mehrere Jahre hinweg gute Arbeit leisten und die Kinder gedeihen und es ihnen sichtlich gut geht, kann man die Abstände der Kontrollen erweitern. Nach 2 Jahren guter Arbeit wird nur noch jedes 2te Jahr geprüft.
Kinder haben ein Recht darauf einzelne schulische Veranstaltungen zu besuchen, sobald sie selber/oder die Eltern Probleme in diesen Fächern erkennen. Die Beschulungspflicht des Staates wird zu keinem Zeitpunkt aufgehoben.
Das Kind ist einer wohnortnahen öffentlichen Schule zugeordnet, die für Beratung, Überprüfung und eventuelle Beschulung zuständig ist. Der Schule werden die dafür notwendigen Mittel (Lehrerstunden) zugewiesen, HS führt nicht zur Unterfrequenz. (Konkreter Grund für diese Reglung: Bei einem Kind weniger als der Richtfrequenz in einem Jahrgang werden unserer Schule 10 Lehrerstunden weniger zugewiesen. Ein HS Kind mit Anspruch auf einen Schulplatz würde dann einerseits Arbeit machen, andererseits die Resourcen der Schule verringern.) --Rolf Steinort 18:46, 15. Jul. 2009 (CEST)
Das Recht auf HS/US kann vom Kontrolleur auch nur für einzelne Fächer aberkannt werden, sollten sich bei allgemeiner guter Entwicklung einzelne Fächer schlecht entwickeln.
Die Jugendlichen können dann am Ende den Abschluss machen, auf den sie sich vorbereitet haben, und für den sie glaubwürdige Lernvorbereitungen dokumentieren können. Sie können das auch mit ihrem Kontrolleur beraten.
Modell 2 - regelmäßiger Austausch über Blogs
Die Familie hält statt der Kontrollen ihre Lernfortschritte und Aktivitäten in einer Form Blog-Tagebuch fest. Dieses wird anonym geführt, aber den Lehrern der örtlichen Schule oder den Schulbehörden wird es mitgeteilt, so dass hier eine regelmäßige Kommunikation möglich ist. Auch kann man am Computer leicht erkennen, ob das nur Copy-Paste ist (über Suchmaschine) oder eine Gefahr wie oben dargelegt besteht. Dieses liegt daran, dass Blogs sehr offen geführt werden und die Hemmschwelle gegenüber Computern sehr gering ist.
Schulabschlussprüfungen "on demand"
Großbritannien: Schulabschlussprüfungen "on demand"
Artikel auf Heise zu Großbritannien: Schulabschlussprüfungen "on demand"
Idee eines Schulkonzeptes von Stefan Gue und Ria
Unsere Idee findet ihr auf der Wiki-Seite: Schulkonzept Ria & Stefan - im Aufbau
Credit Point System
Wenn ich die Zeit finde werde ich das Konzept nochmal online stellen.
--SvenS 20:19, 15. Jul. 2009 (CEST)
Gegen die Enteignung des Wissens (Open Access)
Verschärftes Urheberrecht, Patente und das Markenrecht bedrohen den freien Zugriff auf das Wissen der Menschheit. Wissenschaftliche Veröffentlichungen verschwinden immer mehr in Datenbanken, für deren Zugang selbst die Autoren bezahlen müssen. Universitäten und andere Bildungseinrichtungen verkaufen immer mehr das in Jahrtausenden angesammelte Wissen der Menschheit. Die Piratenpartei unterstützt die Forderung nach Open Access zu allen wissenschaftlichen Daten und Aufsätzen. Die Kommerzialisierung der Bildung ist zu stoppen.
Patente auf Lebewesen oder Teile von Lebewesen, insbesondere aber von Menschen dürfen nicht zulässig sein. Damit wird nicht nur die weitere Forschung monopolisiert, sondern auch der Zugang zu medizinischen und landwirtschaftlichen Ressourcen eingeschränkt und verteuert. Im Extremfall kann das dazu führen, dass Menschen Lizenzgebühren für ihre Existenz bezahlen müssen.
Das Urheberrecht wird immer mehr zu einer Waffe der Enteignung der Menschen von ihren kreativen Leistungen. Geistiges Eigentum ist eine Beschränkung der Kreativität aller. Jeder, der eine kreative geistige Leistung vollbringt, tut dies auf den Schultern von Riesen, von den Generationen, die vor ihm Wissen zusammengetragen haben. Dies verpflichtet ihn, seine eigene Leistung ebenfalls allen anderen zur Verfügung zu stellen. Statt über den rechtegestützten Verkauf kann er über Dienstleistungen Geld verdienen. Nirgendwo ist die geistige Verödung durch das Urheberrecht mehr zu spüren als in der Musikindustrie. Musikalische Kreativität kann nicht mehr wie in vorherigen Jahrhunderten frei aufeinander aufbauen.
Links zum Thema Bildung
Bildungsstandards & Kerncurricula:
- Expertise zur Entwicklung nationaler Bildungsstandards
- Konzeptionelle Grundlagen für einen Nationalen Bildungsbericht
PISA Untersuchung & Evaluation:
Lernforschung & Lernprozesse:
- Strategie Lebenslanges Lernen
- Literaturauswertung Lebenslanges Lernen
- OECD-Bericht Lebenslanges Lernen
Nachhaltigkeit von Lernprozessen & Bildung für eine nachhaltige Entwicklung:
- Nachhaltigkeit als Bildungs- und Erziehungsaufgabe
- Abschlussevaluation BLK "21" 1, 2 & 3
- Von der Agenda 21 zum Schulprogramm
Ganztagsschule & Schultypen:
Alternative Schulkonzepte:
- Schulsystem Schweden
- Futurum Skola (Schweden)
- Jena-Plan: http://www.youtube.com/watch?v=DjoV5d1CdN8
- algem. Vielversprechende Planschulen in Deutschland: http://www.archiv-der-zukunft.de/filme/treibhaeuser-der-zukunft.php bzw. http://www.youtube.com/watch?v=TM2-cG4OTBA
Digitale Kluft
Literatur
- Uli Lorenz: Definition Bildung (1998):(online).
- Patrick Haas: Lernen ein Leben lang? 2008, Artikel,(online).
- Definition Staat, Exika (de) vom 23.04.2009: (online).
- Definition Klasse , Wikipdeia (de) vom 09.07.2009: (online).
- Definition Gesellschaft , Exika (de) vom 19.11.2008: (online).
- Definition Lernen, Pädagogische Psychologie, Teil V: Lernen; Weinheim und Basel, 1976, S. 2
- Sport und Bildung , UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation) (online).
- Bildungsziele übernommen von Wiki Bildungsserver (de) vom 10.07.2009: (online).
Alte Artikel zum Thema
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