2009-10-08 - Piratenpartei zu Bitkom und BKA Sicherheits PK

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Pressemitteilung (ENTWURF!)
Thema: Bitkom und BKA
Ersteller: Ingo Sauer
Status: ungeprüft
Verantwortlicher Redakteur:
geprüft durch diese Lektoren:
Gliederung: Bund
Deadline 08.10.2009 12:00


Piratenpartei kommentiert die heutige Pressekonferenz von BKA und BITKOM

Der Branchenverband BITKOM und das Bundeskriminalamt haben heute im Rahmen einer Pressekonferenz die neuesten Entwicklungen im Bereich "Internet-Kriminalität" vorgestellt. Das BKA stellte dabei einen vermehrten Missbrauch von digitalen Nutzerprofilen fest und erwartet einen Schaden von 11 Millionen Euro beim Online-Banking. BITKOM und das BKA kündigten weiterhin an, die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Polizei weiter auszubauen. Ziel sei ein noch intensiverer Austausch über Entwicklungen in der Computerkriminalität und Strategien zu deren Bekämpfung.

Die Piratenpartei Deutschland begrüßt den heute in Berlin angekündigten Vorstoß von BITKOM und BKA, dass Nutzer besser geschützt und aufgeklärt werden müssen. Allerdings warnen die PIRATEN vor einer intensiveren Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Polizei zum möglichen Nachteil der Bürger. "Die Furcht vor einem Steigen der Kriminalität mittels Internet darf nicht zu einem weiteren Generalverdacht für Computernutzer führen. Die Vorratsdatenspeicherung ist hier ein mahnendes Beispiel." erklärte Jan Marten Simons, Mitglied des Bundesvorstands der Piratenpartei. "Es ist auch wichtig sich klarzumachen, dass Verbrechen nicht im Internet, sondern immer in der Realität von echten Kriminellen begangen werden. Das Internet ist nur ein Medium, wie viele andere."

Auch sind bei einem Austausch zwischen Wirtschaft und Polizei die gängigen Datenschutzrichtlinien unbedingt zu beachten!

Die Piratenpartei weist weiter darauf hin, dass die in Deutschland allgemein verfügbare Hilfe zum Thema IT-Sicherheit im privaten Umfeld ungenügend oder ausschließlich wirtschaftlich geprägt ist. Computer - und damit die persönlichen Daten darauf - sind für fast jeden Menschen zu einem alltäglichen Mittel geworden, aber der Schutz der digitalen Identität bleibt oft auf der Strecke. Jan Simons, Mitglied des Vorstandes der Piratenpartei: "Die Unterstützung der Bürger mit Rat und Hilfe beim Thema Computersicherheit durch öffentliche Stellen ist nach unserer Meinung oftmals nicht verständlich, wenig ausführlich und dringend verbesserungswürdig. Zum Thema Wohnungseinbruch existieren zum Beispiel umfangreiche Ratgeber und Vor-Ort-Beratungen der Polizei - im Bereich PC-Sicherheit müssen sich Bürger mit Broschüren begnügen, die oft viel zu viele Fachbegriffe enthalten oder nicht den aktuellen Stand der Angriffstechniken ausreichend detailliert und verständlich schildern, damit der mündige Onliner eventuelle Gefahren einschätzen kann." Auch der heute vom BKA veröffentlichte zweiseitige Zehn-Punkte-Ratgeber zur Computersicherheit kann zum Teil von vielen Bürgern nur mit fachkundiger Hilfe umgesetzt werden.

Die Piraten haben sich nicht nur den Schutz der Bürgerrechte zum Ziel gemacht, sondern auch über Gefahren und mögliche Schutzmaßnahmen im Bereich IT-Sicherheit aufzuklären und interessierten Bürgern mit Rat und Hilfe zur Seite zu stehen.


Piratenpartei Deutschland
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Quellen (kein Teil der Pressemitteilung)

http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/7/1489852/bundeskriminalamt
http://www.bitkom.org/de/presse/8477_61310.aspx
10 Punkte Ratgeber: http://www.bitkom.org/60376.aspx?url=BITKOM_BKA_Infoblatt_Schutz_vor_IT-Kriminalitaet.pdf&mode=0&b=Presse
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