NRW:Landtagsfraktion/Antragsübersicht/Kleine Anfrage Medikamentengaben in der kommerziellen Tierzucht
Kleine Anfrage
Medikamentengaben in der kommerziellen Tierzucht
In den letzten Monaten wurde in der Presse immer wieder über sehr hohe und zum Teil auch unnötige Medikamentengaben in der kommerziellen Tieraufzucht berichtet. Unter anderem führen Dauergaben von Antibiotika auch zu vermehrtem Auftreten von Multiresistenten Keimen wie z.B. MRSA. In diesem Zusammenhang plant die Landesregierung eine zentrale Datenbank zur Erfassung der Antibiotikamengen in der Geflügelaufzucht. Es stellt sich hierbei die Frage, ob diese Maßnahme ausreichend ist.
Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:
1. Was sind die 5 häufigsten in der Tieraufzucht verwendeten Medikamentengruppen? (Aufgeschlüsselt nach Menge, Wirkstoffen und Tierarten)
2. Welche dieser Wirkstoffe lässt sich im Fleisch der Schlachtkörper noch nachweisen?
3. Welche dieser Wirkstoffe lassen sich in den Ausscheidungen der Tiere und damit auch in der auf die Felder aufgebrachten Gülle nachweisen?
4. In welchen Abständen werden die Stallbücher kommerzieller Tierhalter auf Medikamentengaben überprüft?
Simone Brand
Anfrage in der Landtagsdatenbank: [1]
Antwort der Landesregierung: [2]