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2007-03-29 - Pressemitteilung zur Aktion gegen Killerspielverbot

Aus Piratenwiki

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Pressemitteilung
Thema: Aktion gegen Killerspielverbot
Ersteller:
Status: versendet
Verantwortlicher Redakteur:
geprüft durch diese Lektoren:
Gliederung: Bund
verschickt am 29.03.2007



Aufruf zur Demonstration gegen ein Verbot von "Killerspielen"

Die Piratenpartei wird kommenden Samstag, den 31. März 2007, auf dem Potsdamer Platz in Berlin gegen ein Verbot von "Killerspielen" demonstrieren. Um die Absurdität eines solchen Verbots zu verdeutlichen, wird eine Live-Performance des wohl ältesten "Killerspieles" unserer Kultur dargeboten: Ein "blutiges" Schachspiel mit lebenden Figuren.

"Im Schach nämlich geht es darum: das Ich des Gegners zu unterwerfen, sein Ego zu zerbrechen und zu zermalmen, sein Selbstbewusstsein zu zertreten – und es zu verscharren, und seine ganze verachtenswerte, sogenannte Persönlichkeit ein für alle Mal zu Tode zu zerhacken – und zu zerstampfen; und dadurch die Menschheit von einer stinkenden Pestbeule zu befreien. Es ist ein königliches Spiel." — Bobby Fischer, Schachweltmeister (1972-1975)

"Killerspiele" sind nicht Ursache von Amokläufen und Gewaltbereitschaft, sondern alltäglicher Teil der Freizeitkultur mündiger Bürger. Computerspiele werden bereits heute von der USK mit Altersbeschränkungen belegt und bei Straftatbeständen wie Kriegsverherrlichung oder Verletzung der Menschenwürde von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert (§15 Abs. 2 JuSchG).

Das geforderte Totalverbot von Spielen mit Kriegshandlung wird die Spieler in die Illegalität treiben.

Die Gewaltbereitschaft von jugendlichen Einzeltätern resultiert aus der sozialer Kälte der Ellenbogengesellschaft, Jugendarbeitslosigkeit, Verarmung, überforderten Eltern, von den Medien geschürten Zukunftsangst, fehlenden Liebe und Zuneigung. Killerspiele dienen der Politik als einfaches Mittel, um zu polarisieren, Zensur einzuführen und die Öffentlichkeit von den eigentlichen, wichtigen Themen abzulenken. Ein "Killerspielverbot" kann kein Ersatz für Investitionen in Jugendhilfe und Bildungssystem sein. Wir wollen keine staatliche Spiel-Zensurbehörde.

Mitmachen

Demonstration gegen das "Killerspielverbot" Am Samstag, 31. März 2007, Berlin, Potsdamer Platz. Spielbeginn: 15.00 Uhr.

Ein blutiges Gemetzel, in welchem die Spieler "blutüberströmt" vom Platz getragen werden müssen.

Spieleranmeldungen ist möglich unter: berlin.piratenpartei.de

Alle "Waffen" müssen vor Spielbeginn bei der Versammlungsleitung registriert werden.

Piratenpartei Deutschland

Wir sind eine taufrische Partei, die sich mit den entscheidenden Themen des 21. Jahrhunderts beschäftigt, statt im Einheitsbrei politischer Themen des vergangenen Jahrtausends zu fischen. Wir kämpfen für das Recht auf Privatsphäre im Angesicht von Sicherheitshysterie und Überwachungsfetisch. Statt gläsernem Bürger fordern wir gläserne Verwaltung. Weiterhin forcieren wir die Modernisierung des Urheberrechtes im Sinne der digitalen Kopie. Wir stemmen uns gegen innovationsfeindliche Elemente des Patentsystems: keine Patente auf Gene, Pflanzen oder Software. Monopole auf Kommunikation verhindern die Entfaltung des digitalen Zeitalters: Weg damit.


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Bei der Bundestagswahl im September 2009 erreichte die Piratenpartei aus dem Stand 2,0 Prozent bzw. 847.870 Stimmen. Im Vergleich zur Europawahl im Juni 2009 (0,9 Prozent, 229.464 Stimmen) konnten die Piraten die Zahl ihrer Stimmen sogar fast vervierfachen. Die Piratenpartei hat mittlerweile über 11.000 Mitglieder.


Quellen (kein Teil der Pressemitteilung)

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