NRW:Landesparteitag 2012.1/Kandidatengrillen/Atommüll

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FRAGE:
FRAGE: Wie stehst du zum Atommüll-Zwischenlager in Ahaus und zur Wiederaufbereitung in Gronau und was soll mit dem Atommüll in Jülich geschehen?
Schildere deine Vorstellung zu diesen Problemfälle und die günstigste Lösung. Wiskyhotel 20:43, 17. Mär. 2012 (CET)

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Inhaltsverzeichnis

Jorgos Tsichlakis|Admiral

Wenn ich auf diese Problematik ad hoc eine Lösung parat hätte, wäre ich wohl zur Zeit einer der gefragtesten Menschen auf der Welt. Konkretes Ziel der angesprochenen Orte und ihren Belastungen kann meines Erachtens nur sein, schnellstmöglich diese Transporte einzustellen und eine nationale oder besser noch übernationale wirkliche Lösung der vorhandenen Atommüll Unterbringung durchzuführen, sowie dafür Sorge zu tragen, nicht noch weiteren Atommüll zu schaffen- "Die Geister die ich rief, die werd ich nicht mehr los". Dieser Satz war wohl gerade beim Atommüllproblem noch nie so wahr wie heute. Die derzeit wieder getroffenen Maßnahmen der Bundesregierung hinsichtlich der Kürzung der Entgelte für die Solareinspeisung sind meines Erachtens eine der größten energiepolitischen Fehlentscheidungen unserer Zeit. Die Argumentation der zu hohen Kosten dieser Subventionierung sind nur vorgeschoben, wenn man bedenkt, das in den Jahren von 1970 bis 2010 in Deutschland rund 180 Milliarden Euro in die Subventionierung der Atomwirtschaft geflossen sind und der Atomstrom somit nicht nur doppelt und dreifach vom Endverbraucher per Steuern und Abgaben bezahlt wurde sondern auch die massiven Gefahren der nuklearen Verseuchung in keinem Verhältnis zu den wirklich geringen Gefahrenpotentialen der neuen Energieträger steht. Hier gebe ich noch zu bedenken, das die anegebliche 10.000 Jahre haltende Sicherheit eines AKW geteilt werden muß, durch die etwa über 450 auf der Welt befindlichen AKW und sich dadurch der erstaunliche Durchschnitt von etwa 25 Jahren pro Supergau ergibt, wie die Jahre 1986 in Tschernobyl und 2011 in Fukushima ja traurig bewiesen haben. Der Unfall in Fukushima kostet nach vorsichtigen Schätzungen der Versicherungen etwa 400 Milliarden Euro, die deutsche Atomwirtschaft müßte in einem ähnlich gelagerten Falle aber nur derzeit mit rund 40 Milliarden Euro eigenständig haften. Ratet mal, wer wohl die restlichen 90% bezahlen müßte?

Gruß Admiral

Andreas Rüßel aka Ryuseru

In Gronau steht meines Wissens nach keine Wiederaufbereitungsanlage, sondern eine Anlage zur Urananreicherung, einem Prozess vor der Brennelemente Herstellung.

Aufbereitungsanlagen gibt es in Europa nur 2. Le Hague (F) und Sellafield (GB).

Ich habe keine Lösung für das Atommüllproblem, aber es wird dringend notwendig Endlager zu finden um die Sünden von gestern nicht zur Katastrophe von morgen zu machen. Nur so können wir die Zwischenlager räumen. Atommüllager und Transporte sind ein Übel. Aber im Augenblick noch ein notwendiges Übel, weil wir schlicht keine andere Wahl haben. Ich hoffe wir werden bald eine Endlagerstätte finden, aber ich bin derzeit wenig optimistisch. Dies ist eine der großen Herausforderungen die wir uns in ganz Deutschland stellen müssen.

Heiko Philippski

Die Nutzung einer Technik, die so viel Atommüll hinterlässt ist und zum Problemmüll folgender Generationen wird, ist einfach abzulehnen. Eine Lösung habe ich so nicht parat. Zwischenlager sind aber ein absolutes NO GO. Da wir nunmal jetzt den Mull haben, müssen wir uns nach einem geeigneten Endlager umschauen und die Bürger an diesem Prozess, nach dem Vorbild der Schweiz, teilhaben lassen. Nur so werden wir eine Akzeptanz der Bürger für eine Endlager erhalten.

Niels-Arne Münck

Jülich: Fakt ist, das Zeug muss irgend wo hin. Also ab nach Ahaus, ich versteh den ärger nich. Das Argument, das der Transport durch dicht besiedeltes Gebiet geht ist ziemlich seltsam. NRW ist komplett dicht besiedelt, selbst in den leeren ecken ist das alles in Reichweite besiedelter Gebiete wenn was passiert beim Transport. Der Müll muss eben transportiert werden. Oder ein neues Lager in Jülich bauen/"renovieren" und ne Sondergenehmigung für die Zwischenzeit (aber das ist teuer §§§). Man bräuchte die nackten Zahlen und die konkreten rechtlichen Fallstricke. Spontan würde ich sagen: Ab nach Ahaus.

Ahaus: Verstehe nicht ganz warum das ein Problemfall ist. Das müssen wir leider aussitzen bis es ein vernünftiges Endlager gibt; hilft alles nix. Aber das Zeug muss eh erst abkühlen, vorher is nix mit endlagern. Das schwachstrahlende Zeug kann bald in den Schacht Konrad. Wir haben dieses Problem nicht verursacht aber man kann Atommüll nicht einfach wegdemonstrieren. Egal wo man ihn hinbringt, jemand wird sich beschweren. Was ich auch verstehe. Aber das Kind ist schon in den Brunnen gefallen. Da kann man nur noch dafür sorgen, das das Zeug sicher gelagert wird.

Gronau ist schon schwieriger. Da auch dort noch lange Zeug eingelagert werden muss, selbst wenn man die Anreicherung stoppt wird man es nicht so schnell los. Da denk ich nochmal drüber nach, muss aber erst rausfinden, inwiefern es da internationale Verträge gibt.

Meine Meinung zu all diesen Dingen: Das Endlager muss her, der Atommüll im Zwischenlager muss abkühlen, dann muss es ins Endlager. Bis all das Zeug sicher verstaut ist braucht es noch Jahrzehnte. Politisch wichtig sollte es sein, das nichts neues nachkommt, aber das ist nicht Landessache. Landessache ist dafür zu sorgen, das der kram an einem halbwegs sicheren Ort untergebracht ist und das beim Transport nichts schiefgeht und da führt leider kein Weg dran vorbei.

off topic :Ich kann verstehen das man so ein Lager nicht vor der Tür haben will, und ich kann auch verstehen, dass man es nicht durch seine Stadt gefahren haben will, aber es muss halt in nem vernünftigen Lager gelagert werden, sonst is Zappenduster. Ich bin natürlich unbedingt dafür, im Kontext eines Transportes gegen Atomkraft zu demonstrieren, aber Transporte zu behindern halt ich für reichlich kurzgedacht.

Roland Müller, 48 Jahre, Neuss

Das Thema Atomkraft ging natürlich auch an mir nicht vorüber. Ich kann mich daran erinnern, dass wir in der Mittelstufe, als Projekt, die verschiedenen Atomkraftwerkstypen kennen lernen und der Klasse vorstellen durften. Danach war ich für viele Jahre der Ansicht, Atomkraftwerke seien sicher. Tschernobyl, ich war damals 23, hat auch mich eines Besseren belehrt.

Es sollte grundsätzlich gelten

1.) Verbrauchte Kernbrennstäbe nach dem Abkühlen sofort in Castoren. Einen Mangel an Castoren darf es nicht geben.

2.) Zwischenlager müssen sicher sein - also tief buddeln und dicke Wände einziehen. Für andere Zwecke können ja auch Bunker gebaut werden.

3.) Misstraue jeder Regierung, die den Atommüll für Jahrmillionen einlagern muss, aber schon nach wenigen Jahren über verrostete Fässer klagt.

4.) Für unseren Müll sind wir selbst verantwortlich.

(Hat eigentlich bei der ganzen Endlagerfrage mal jemand darüber nachgedacht, dass das, was heute Müll genannt wird, morgen der Rohstoff für die Reise zu den Sternen sein könnte?)

5.) Das Endlager muss jederzeit begehbar und inspizierbar, also offen bleiben.

6.) Kraftwerks- und Versuchsanlagen müssen regelmäßig unangekündigt von unabhängigen Gutachtern überprüft werden. Deren Sicherheitsvorschriften ist unbedingt Folge zu leisten. Es kann nicht sein, gerissene Rohre jahrelang nicht ausgetauscht werden.

7.) Alle volkswirtschaftlich relevanten Kosten im Zusammenhang mit der Atomkraft müssen transparent offengelegt werden. Atomkraft ist nicht die günstigste Möglichkeit Energie zu erzeugen.

(Es muss in diesem Zusammenhang auch immer wieder betont werden, dass Atomkraftwerke nicht versichert sind/werden. Warum ist den Gesellschaften das Risiko nur zu hoch?)

Hier sind, trotz Atomausstieg noch dicke Bretter zu bohren. (Achtung! Die Diskussionen, ob der Ausstieg sinnvoll ist, und ob die Energiewende machbar ist, haben gerade wieder begonnen) Ich halte den Ausstieg vom Ausstieg vom Wiedereinstieg nach dem Ausstieg für durchaus denkbar.

Stefan Fricke

Wir müssen jetzt die Folgen von 60 Jahren verfehlter Energiepolitik Nun haben wir tonnenweise Müll, der teilweise noch hunderttausende Jahre strahlen wird. Wir müssen ein geeignetes Endlager finden und hierüber einen gesellschaftlichen Konsens erreichen. Dies ist eine Bundesaufgabe, aber NRW sollte hier konstruktiv mitwirken.

  • Zu Gronau: Dort befindet sich keine Wiederaufbereitungsanlage, sondern eine Urananreicherungsanlage. Die Anreicheruzng sollte schnellstmöglich eingestellt werden. Zurück bleibt dann verstrahltes Equipment, dass irgendwann zurückgebaut und endgelagert werden muss. Dazu brauchen wir aber ein Endlager.
  • Zu Jülich: Ich sehe da zwei Optionen: Entweder den Atommüll in ein Zwischenlager abtransportieren oder vor Ort eines errichten. Letzteres ist leichter politisch durchsetzbar, aber auch teurer.
  • Zu Ahaus: Dieses Zwischenlager wird uns leider noch eninige Jahrzehnte erhalten bleiben. Wo sollte der dort bereits eingelagerte Müll auch hin?

Timm Herbst aka Logos / 47 Jahre

Ich will die Fragen genereller angehen:

  1. Weil die Erfahrung lehrt, dass Unternehmen immer wieder verantwortungslos mit radioaktivem Material umgehen, sollten generell die Kontrollen verschärft und bei Verstößen hart durchgegriffen werden. Beides ist derzeit leider nicht der Fall
  2. Das Entsorgungsproblem von Atommüll (Endlager) ist weltweit ungelöst - in sofern liegt es in der Natur der Sache, dass auch ich keine Lösung habe
  3. In Gronau steht eine Urananreicherungsanlage. Wie bei jedem Umgang mit radioaktivem Material ist es auch dort zu Störfällen gekommen. Glücklicherweise überwiegend Ereignisse der Ines-Stufe 0.
  4. Angesichts der weltweit ungelösten Entsorgungsfrage kann eine sinn- und verantwortungsvolle Konsequenz imo nur in einem möglichst schnellen Atomausstieg liegen, um nicht noch mehr Müll zu produzieren, von dem man nicht weiß, wohin damit. Der Atomausstieg sollte deutlich beschleunigt werden! Am allerbesten nicht durch ein gesetzliches Verbot von Kernenergie, sondern dadurch, dass verzerrte Rahmenbedingungen beseitigt und die Maßstäbe an den Betrieb von AKWs angelegt werden, denen sich auch Andere unterwerfen müssen: Konkret bedeutet das auszugsweise (die Liste aller Maßnahmen würde den Rahmen dieses Statements sprengen, ich verweise auf alle von mir hier erarbeiteten Argumente), dass AKW-Betreibern jegliche Subventionen gestrichen werden und die Betriebserlaubnis nur dann nicht zurück gezogen wird, wenn AKWs gegen einen GAU angemessen versichert sind (derzeit sind sie praktisch gar nicht versichert). Wenn dann die Atomindustrie erkennt, dass sich so nicht mehr wirtschaftlich arbeiten lässt oder derart teurer Strom keine Abnehmer mehr findet (was der Fall sein wird): umso besser! Dieser Ansatz hätte mehrere Vorteile:
    a) Er entspricht dem Piraten-Ansatz von "weniger Staat", weil auf diese Weise Kernenergie nicht "par ordre de mufti" von "oben abgewürgt" wird, sondern die schwersten zu Gunsten von Kernenergie geschaffenen Wettbewerbsverzerrungen beseitigt werden und "der freie Wettbewerb" Kernenergie dann ganz schnell alleine regelt (dann wird nämlich Atomstrom praktisch wegen exorbitanter Preise unverkäuflich)
    b) Der von der Pro-Kernenergie-Fraktion erhobene Vorwurf der gesetzlichen Unterdrückung aufgrund Ideologie hätte sich erledigt.
    c) Die Atomindustrie hätte keinen Ansatz, gegen einen Atomausstieg zu klagen.
    d) Dem Glauben an die angebliche "wirtschaftliche Notwendigkeit" von Kernenergie, der in den Köpfen vieler Unions-Politiker rumzuspuken scheint, wäre durch Fakten ganz schnell die Grundlage entzogen
  5. Was die günstigste "Lösung" anbetrifft (im Hinblick auf die Kosten): Derzeit kommt der Staat und damit der Steuerzahler für die Entsorgungskosten auf. Das sollte umgehend in sofern geändert werden, dass die Verursacher des Mülls, sprich die AKW-Betreiber, für die Entsorgungskosten aufkommen - und zwar in vollem Umgang! Abseits der Kosten sei auf Punkt 2 verwiesen.

BauerJup

da ich , im Ort, direkt neben Ahaus wohne ,verleitet mich diese Frage , stark zu der Polemischen Aussage :"alles weg sofort!"

ABER!! dennoch ein Versuch der bbjektiven Beurteilung

Jeder Transport bringt imho, auch unkalkulierbare Risiken mit sich. Meine Meinung: Mit dem Atom Zeugs haben wir ganze Große scheiße gebaut, zu der wir jetzt aber auch stehen müssen und die wir nicht einfach "weg" schieben können Persönlich vertrete ich die Meinung:

alles was strahlt sollte in einem "sicheren" Behälter unter ständiger Beobachtung dort gelagert werden, wo er sich gerade befindet und/oder entstanden ist.
Da dies über viele Generationen nötig sein wird, muss man auch dran denken, dass bei Bedarf die Behälter in neuen Größeren und wieder " sicheren" Behälter umverpackt werden müssen.
erst wenn ein "geeignetes" "Endlager" gefundunden wurde, darf es einen letzten Transport geben (möglicherweise niemals)
  • Jülich ist eh im Rückbau, da kommt also kein scheiß mehr nach-> dafür sorgen das kein stralender Scheiß von woanders kommt
  • Ahaus ist "nur" Zwischenlager -> darf natürlich auch nix mehr hin kommen
  • Gronau würrde es doppelt hart treffen. Zwar werden hier "nur", so genannte Pellets, mit Uran angereichert, die schwach radioaktiv sind, jedoch werden diese zur Brennstäbeherstellung benötigt, daher sehe ich keine andere Möglichkeit, als den Laden , dicht zu machen.
abgesehen von den Beschäftigten die ihren Job verlieren würden, träfe das die Stadt (die immer noch stark unter Textielkrise, vor vielen, vielen;-) Jahren leidet auch .... man darf Gronau also nicht allein lassen.

Wilhelm Frömgen aka G-Bär, 29, Korschenbroich

Es geht nicht an das die Entsorgung und der Transport von Brennelementen durch Steuern beglichen wird während die Energiekonzerne Geld ohne Ende an der Atomkraft verdienen. Wenn die Betreiber diese Kosten tragen müssten wäre Atomstrom ziemlich sicher nicht mehr die günstigste Stromart.

Die Lagerung ist leider nicht vermeidbar. Der Atommüll existier nunmal.. Sinnvollerweise hätte man die Kraftwerke in stabilen, sicheren Gegenden gebaut. Dann müsste man auch keine aufwendigen Transporte quer durchs Land organisieren, sondern könnte den Müll direkt beim "Verbraucher" lagern.

Auf Grund der Gefährlichkeit der Abfälle müssen die Behälter zugänglich sein. Nur so kann man ihren Zustand überprüfen und bei Problemen eingreifen. Verbuddel und vergessen ist keine Lösung!

Endlagersuche nach Schweizer Vorbild (Bürgerbeteiligung) ist sicher eine tolle Idee, leider bezweifel ich das es eine Region gibt die ein Endlager haben möchte.

Eine Entsorgung im Ausland ist absolut Unethisch.

Hubert Huthmacher

Ich denke das hier eine nationale Lösung gefunden werden muss. Das heisst für mich, auch als Abgeordneter in der Opposition, kann man eine Lösung einfordern und daran mitarbeiten. Dieses bis jetzt ist ja alles gut gegangen finde ich sehr bedrückend.

Richard Gösken aka Medicus / 43 Jahre jung

Haben wir da als Partei denn schon was Konkretes ausgearbeitet? Wenn dem so ist, werde ich den ausgearbeiteten Vorschlag unterstützen und in die parlamentarische Arbeit einzubinden.

Rainer Wiese

Bevor ich hier Patentrezepte zum Besten gebe, muß ich mich zu diesem Thema erst noch sachkundig machen. Da ich aber 20 Meter neben den Gleisen wohne, bin ich gefühlt erstmal für sowenig Transporte wie nötig. Bis zur "Endlagerlösung" sollte der Müll beim Verursacher zwischenlagern. Die Forschung, wie man den sog. Müll evtl. weiterverwerten könnte (jede Strahlung ist Energie) ist zu fördern. Entsorgungskosten sind Verursacherkosten. Sichere Endlagerung nationale Verantwortung. Denkt bitte auch daran, daß solche Endlagerstätten für "bildungsferne Überlebende" einer mögl. globalen Katastrophe als "gefährlich" erkennbar bleiben müssen.

Patrick Viola, 33, Leverkusen

Der Einsatz einer Technik, die für viele viele folgende Generationen einen nicht beherrschbaren Müllberg hinterlässt ist verantwortungslos. Der Ausstieg aus der Atomenergie daher der richtige Weg. In der Vergangenheit wurde dieser Weg allerdings eingeschlagen und wir müssen uns jetzt mit dem Problemen, die daraus entstanden sind, beschäftigen.

Zwischenlager sind, wie schon der Name sagt, allerdings keine Lösung. Es ist nur der Aufschub einer Lösung mit der sich dann wohl kommende Generationen befassen sollen. Nur ein Endlager kann hier die Lösung sein und nach dieser Lösung muss nun dringend weiter gesucht und geforscht werden. Die Bevölkerung muss in diesem Prozess zwingend verstärkt mit eingebunden werden. Anders kann hier keine Lösung gefunden werden.

Ulrich Scharfenort aka ulrics, Duisburg

Erst einmal muss ich als Duisburger erwähnen, dass in der Frage ein Punkt fehlt. Denn auch in Duisburg gibt es eine Atommüllzwischenlager mitten im Wohngebiet. Betrieben von der GNS, die unter anderem auch Ahaus betreibt. Da diese Transporte u.a. auch durch Duisburg gehen sollen habe ich mich schon früh mit dem Thema befasst. Meine persönlichen Ausstieg habe ich schon lange vollzogen mit einem Wechsel zu einem atomstromfreien Anbieter.

So jetzt konkret zur Frage. Ich halte von den Transporten zu Sammelzwischenlagern nichts. Im schlimmsten Fall wird der ganze Müll dann in ein paar Jahrzehnten, wenn endlich ein Endlager gefunden wurde wieder zurück transportiert. Das bedeute nicht nur doppeltes Risiko, sondern auch doppelte Belastung für Polizisten und Demonstranten. Wobei ja zumindest die Bewachung der Transporte, dank der Demonstranten sehr gut ist.

Bis zu Klärung der Endlagerfrage sollten sämtlich Atomtransporte gestoppt werden. Denn es macht keinen Sinn bis klar ist, wo die Reise hingeht. Der an den einzelnen Stellen anfallende Atommüll muss auch dort auf Kosten der Erzeuger gelagert werden. Die Kosten für eine entsprechende Sicherung müssen natürlich auch die die Erzeuger tragen. Was Jülich angeht, so kann die Lagerung vor Ort auch die Möglichkeit bieten Effekt auf Lagerbehälter näher zu untersuchen. Schließlich ist Jülich ja für die Forschung vorgesehen.

Zudem muss der Transit von Atommüll, Brennstäben und ähnlichem durch Deutschland komplett unterbunden werden.

Chris P. aka Paranoia

Schwieriges Thema, zu dem auch mir eine Patentlösung fehlt.

Aber es ist nun mal ersichtlich, dass Zwischenlager keine Lösung sind, sondern nur das Problem weiter nach hinten schieben. Hier kann man den Eindruck gewinnen, dass die Politik sich bislang vor einer endgültigen Lösung drückt, damit man mit dieser Entscheidung niemanden auf die Füße treten kann.

Auf Bundesebene erscheint es mir notwendig, das ein oder ggf. zwei Endlager geschaffen werden müssen. Wir haben den Müll und müssen in irgendwo lagern. Dies nur mit Zwischenlagern zu tun, verschärft das Problem auf Dauer nur. Hierzu müssen auf wissenschaftlicher Basis die entsprechenden Orte gefunden werden und dann technisch das maximal mögliche Ausmaß an Sicherheit geschaffen werden. Was nicht mehr passieren darf, ist dass die Suche nach Plätzen für diese Lager aus politischen Gründen gesucht werden.

Auf NRW Ebene würde ich es auch lieber sehen, wenn der atomare Müll an einem Platz so sicher wie möglich gelagert wird, bis auf Bundesebene eine endgültige Lösung gefunden wurde. Ob dies einer der aktuellen Standorte ist oder ggf. ein neuer ein höheres Ausmaß an Sicherheit ermöglicht, muss wissenschaftlich festgestellt werden. Aber es ist klar, das mit dieser Lösung die Anwohner der betroffenen Gebietes am Ende unglücklich sein werden.

Michael Levedag, 53

Think local - Act global

Wir müssen da über unseren Vorgarten hinausschauen. Den gleichen Schrott haben die auch in Brunsbüttel und ich möchte gar nicht wissen, was da in Baden-Württemberg oder Bayern oder sonstwo lagert...es gibt da einen Meschen, der ist zufällig gerade Spitzenkandidat einer Partei mit einem C vorne, der hat da im Moment eine gewisse Verantwortung. Den könnte man da doch auch mal konkret fragen...ist aber eigentlich unfair. Die gesamt Politik der letzten 50 Jahre hat hier versagt. Niemand hat tatsächlich nach einem Endlager gesucht. Nicht die CDU/CSU, nicht die SPD, nicht die FDP und schon gar nicht die Grünen. Oder, H.Trittin? Das wäre unsere Aufgabe! Sofort! Suchen eines Endlagers (wo auch immer, es soll tatsächlich geeignete Standorte geben, zum Beispiel in Bayern) und dann muss der ganze Schrott aus NRW und aus ganz Deutschland dahin. So schnell es geht. Das geht sicher über ein reines Landesthema hinaus.

Sebastian Wieloch

Auch in diesem Thema bin ich nur oberflächlich drin, daher kann ich auch hier keine konkreten Antworten geben. Fest steht für mich aber, das Zwischenlager nicht in Frage kommen und bestehende schnellstmöglich durch vernünftige Endlager abgelöst werden müssen. Das Wie muss ich aber den Leuten überlassen, die sich damit auskennen und handhabbare Lösungen entwickeln können.

Hanns-Jörg Rohwedder

Die Piraten im Bund und in NRW haben sich klar positioniert: Abschalten so schnell wie möglich. Das ist ein wichtiger Punkt: Keinen neuen Atommüll erzeugen zusätzlich zu dem bereits vorhandenen, von dem keiner weiß, was damit geschehen soll.

Neben den hoch- und höchstradioaktiven ausgedienten Brennelementen gibt es ein weiteres verdrängtes Problem: Die Riesenmengen abgereichertes Uran 238. Das zerfällt in stärker strahlende radioaktive Isotope anderer Elemente, im Laufe einiger Jahrzehnte bereits wird die bisherige Lagerungsmethode unzureichend sein, und man kann ja nicht alles in Uranmunition zur Terroristenbekämpfung umwandeln...

Es gibt keine günstigste Lösung, es gibt keine günstige Lösung und es gibt keine einfachen Lösungen für schwierige Probleme. Da werden noch viele Generationen Freude dran haben. Zur Zeit sind möglichst sichere Lagerung an der Oberfläche oder dicht unter der Oberfläche mit schneller sicherer Rückholmöglichkeit für mich die einzigen vertretbaren Optionen. Lösungen sind sie nicht. Die hat niemand, kein Techniker, kein Politiker, keines der Gerichte, die den weiteren Betrieb der Anlagen zulassen, obwohl es die im Atomgesetz vorgeschriebene sichere Entsorgung nicht gibt. -- Danebod 13:52, 18. Mär. 2012 (CET)

Marc Schieferdecker (motorradblogger)

Zuerst einmal muss sichergestellt werden, dass nicht noch weiterer Atommüll hinzu kommt. Der Ausstieg aus dem Atomprogramm muss daher beschleunigt werden. Ein Ausstieg wäre bereits jetzt möglich.

Das ändert aber nichts am eigentlichen Problem. Der Müll ist nun mal da und dem müssen wir uns stellen.

Das Salzstöcke oder andere natürliche Lagerorte ungeeignet sind, hat die Vergangenheit bewiesen. Meiner Meinung nach ist die einzige Möglichkeit der sicheren Lagerung ein extra zu diesem Zweck auf wissenschaftlicher Basis konstruiertes Endlager.

Das Endlager sollte in einer wenig besiedelten Region gebaut werden und es muss ein Konzept für einen Regelbetrieb für viele Jahrzehnte geben.

Die Kosten dafür dürfen aber nicht auf den Steuerzahler abgewälzt werden, sondern die Verursacher müssen für die Kosten aufkommen.

Rudolf Lörcks - 47 Jahre

Bis zu Klärung der Situation über Endlager sollen die Transporte gänzlich vermieden werden. Denn so werden Probleme nur von einem Ort zu einen anderen Ort verlagert. Der Atomausstieg ist beschlossen - nach meine Meinung richtiger weise. Von daher muss eine gesellschaftlich akzeptierte Lösung gefunden werden, mit der nachfolgende Generationen leben können und und dann auch müssen. Ausstieg aus der Kernenergie bedeutet nicht automatisch, dass nicht weiterer strahlender Müll entsteht. (Nuklearmedizin, Forschung und Lehre, ...).

Kai Baumannn

Hier kann ich keine fundierte Meinung anbieten. Atommüll macht mir Angst, da geht es mir nicht anders als Millionen Bürgern. Ob es besser ist den Müll dort zu lagern wo er produziert wurde, oder ihn durch das Land zu karren und dann irgendwo anders zu „Endlagern“ kann ich nicht sagen. Dazu fehlen mir detaillierte Kenntnisse über die Risiken der Lagerung Vorort oder der Risiken eines Transportunfalles.

Alle meine Antworten

Dr.Winny Dehn / Berolina

Das Thema ist viel zu weitreichend, als daß ich es wagen würde, hier irgendwas zusammen-/abzuschreiben.

In das Thema muß man sich a) hineinarbeiten b) Fachpiraten zu Rate ziehen, c) strategisch die richtigen Schritte gehen.

Da hier nicht nur NRW betroffen ist, baue ich auf die Zusammenarbeit mit den anderen LandesPiraten im Bundesgebiet.

Lieber Fragesteller, hast Du denn die Patentlösung auf der Pfanne?

Sven Leimbach aka SvenOLei

Dringlichstes Ziel ist erst einmal damit aufzuhören, noch weiter Atommüll zu produzieren. Leider wird uns das Thema Atommüll immer noch weiter erhalten bleiben. Wo man diesen auch immer lagert, es muss gewährleistet sein, dass beim Transport und bei der Lagerung größtmögliche Sicherheit gewährleistet ist. Dies ist ein klassisches Beispiel dafür, dass ich eine enge Zusammenarbeit mit den entsprechendes AGs für wichtig und Gewinn bringend für beide Seiten erachte.

Kirsten Eickler aka Tigrimus, 43

Wir haben Atommüll und den müssen wir Abkühlen bis die Endlagerung möglich ist. Egal wo wir ihn Lagern, die Anwohner werden immer jeden anderen Platz für besser halten. Es existiert ein Zwischenlager in Ahaus und das sollten wir nutzen. Meiner Meinung nach macht es keinen Sinn Jülich zu einem echten Zwischenlager aufzurüsten. Inwieweit der Schacht Konrad durch die Grundwasserprobleme gefährdet ist wage ich nicht zu beurteilen, da mir hier einfach die Kenntnisse fehlen.
Ich fände es nur konsequent wenn die Urananreicherungsanlage in Gronau ebenfalls abgeschaltet wird. Atomausstieg bedeutet für mich auch, dass wir angereichertes Uran nicht in andere Länder exportieren.

Rainer Klute

Bei der Frage geht es zum einen vermutlich um die geplanten Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus. Für alle, die nicht so im Thema sind, ganz kurz: In einem Zwischenlager im Forschungszentrum Jülich lagern bestrahlte (»abgebrannte«) Brennelemente aus einem ehemaligen Forschungsreaktor. Da die Genehmigung des Zwischenlagers am 30. Juni 2013 abläuft, stellt sich die Frage, was danach geschieht. Wenn ich es richtig sehe, gibt es drei Alternativen:

  1. Verlängerung der Genehmigung des Zwischenlagers Jülich durch das Bundesamt für Strahlenschutz. So eine Genehmigung kann es möglicherweise geben, aber wohl nur für einen relativ kurzen Zeitraum.
  2. Bau eines neuen Zwischenlagers in Jülich
  3. Verbringung der Castor-Behälter in das Zwischenlager Ahaus

Die wichtigste Frage ist die nach der Sicherheit. Die öffentliche Diskussion dreht sich um die geplanten Transporte von Jülich nach Ahaus. Es sei gefährlich, strahlendes Material mitten durch ein bevölkerungsreiches Bundesland zu fahren. Laut Forschungszentrum Jülich beträgt die mittlere Dosisleistung einen Meter vom Castor entfernt etwa 1 Mikrosievert pro Stunde (µSv/h). Ist das viel? Ist das wenig? Nun, die normale Gammastrahlung, der wir sowieso immer ausgesetzt sind, beträgt knapp 0,1 µSv/h, in Norddeutschland etwas weniger, in Süddeutschland etwas mehr. Für die Strahlung, die vom Castor ausgeht, bedeutet das: Wenn ich mich eine Stunde lang direkt neben den Behälter stelle, beträgt die zusätzliche Strahlendosis so viel, wie ich in zehn Stunden sowieso aufnehme. Das ist nicht gefährlich. Diese Bewertung steht und fällt natürlich damit, ob man den Angaben des Forschungszentrums Jülich zur Dosisleistung Glauben schenken mag oder nicht. Doch dazu gleich mehr!

Und wenn es zu einem Unfall kommt? Sofern die Lkw nicht anfangen, Rennen zu fahren, dürfte das Unfallrisiko recht klein sein. Dennoch ist klar: Die Castoren müssen unter allen Umständen dicht bleiben und dürfen das enthaltene radioaktive Inventar keinesfalls freisetzen. Die verschiedenen Castor-Typen müssen ihre Dichtigkeit daher auch gegen sehr extreme Unfalltypen nachweisen. Dazu findet man anschauliche Videos auf YouTube: Aufschlagtest, Feuertest, Gasexplosion, Flugzeugabsturz.

Ein wesentlicher Punkt ist die Frage der Kosten. Zum Thema Landeshaushalt brauche ich an dieser Stelle wohl nichts weiter zu sagen. Der Betrieb eines Zwischenlagers ist nicht billig, denn es muß rund um die Uhr bewacht werden, die Strahlung muß permanent kontrolliert werden usw. Im Moment fallen diese Kosten zweimal an, nämlich in Jülich wie in Ahaus. Rein von den Kosten her wäre es daher äußerst sinnvoll, beide Zwischenlager zusammenzulegen und nur ein einziges zu betreiben. Erst recht wäre es ökonomisch unsinnig, in Jülich ein neues Zwischenlager zu errichten, nur um den Transport zu vermeiden.

Ich kann aber verstehen, daß die Menschen trotz der Zusicherung einer sehr geringen Strahlung Angst haben. Wer garantiert denn, daß die zugesagte Dosisleitung eingehalten wird bzw. unter dem Grenzwert bleibt? Und spätestens seit Fukushima glaubt den Betreibern doch sowieso keiner mehr!

Hier kann ein zentrales piratiges Prinzip helfen. Wir wollen uns nicht auf bloße Zusicherungen verlassen, sondern selbst Einblick nehmen können! Ich möchte mich daher für Transparenz in sämtlichen kerntechnischen Einrichtungen einsetzen. Das dürfte nicht einmal teuer sein, denn Kameras und Meßgeräten sind ja längst da! Bilder und Meßwerte brauchten nur noch live ins Internet gestreamt zu werden. Dasselbe gilt natürlich auch für die Castor-Transporte.

Und es gilt für den dritten Teil der Frage, also die von der Urenco betriebene Urananreicherungsanlage Gronau. Die Frage ist recht unspezifisch, kann also nicht konkret beantwortet werden. Jedenfalls wäre Transparenz auch hier wünschenswert, etwa durch Kamerabilder oder Meßdaten. Inwieweit sich das rechtlich umsetzen läßt, wäre zu prüfen. So einfach wie bei Einrichtungen unter Regie des Landes NRW dürfte es nicht sein, da die Urananreicherungsanlage ja privatwirtschaftlich betrieben wird.

Ach ja: Das Ganze hat nichts mit dem Atomausstieg zu tun.

Markus Engel

Von sicheren Endlagern haben wir zu wenig bis gar keine. Wir wissen auch eigentlich gar nicht, was wirklich sicher ist. Wissen wir überhaupt, ob man ein Hinweisschild "Achtung Radioaktiv" in 5000 Jahren noch lesen kann? Wer garantiert, dass es dann noch Deutsch oder Englisch gibt?

Wichtig ist meiner Ansicht nach vor allem, die Stoffe nach Halbwertszeit besser zu trennen, damit man die Stoffe mit den längsten Halbwertszeiten in die maßgeblich sichersten Endlager bringen kann. Ich verstehe zum Beispiel auch nicht, wieso man die Radioaktivität, die zum Beispiel durch medizinische Anwendungen entsteht (Cäsium), einfach ignoriert. Wenn man nämlich die Biogasanlagen weiter fördert und ausbaut, führt das irgendwann dazu, dass vermehrt radioaktive Belastung durch Cäsium auf Agrarflächen entsteht.

Sebastian Kroos (@de_Wastl) 37 Jahre

Wir und zukünftige Generationen haben das Zeug am Hals. Irgendwo muss es hin. Ein Endlager gibt es noch nicht. Um Risiken zu minimieren sollte das Zeug an möglichst wenigen Orten gelagert werden. Ich muss allerdings darauf hinweisen, das ich mich in das Thema "Zwischenlager Jülich" noch nicht eingelesen habe. Wenn es dort möglich ist, für mehrere Jahre das Lager zu nutzen, wäre ein Transport in ein Endlager besser als das Zeug ständig hin und her zu fahren. Das ist dann sicher auch eine Kostenfrage. :-/

Christian Schimanski (31)

Wäre es nach mir gegangen hätte man die Probleme nicht. Atomkraft ist für mich keine Option. Jetzt liegt der Müll aber da und tausende Genartionen nach uns werden für wenige Jahre billigen Strom (der bei Einbeziehung der Entsorgungskosten gar nicht mehr so billig ist) die Rechnung zahlen. Ich habe keine Idee was damit passieren soll. In Jülich will den keiner haben, in Ahaus will den keiner haben und wem sollen wir das zeug dann vor die Haustür legen? Ich hoffe das eine geniale Idee in irgendeinem genialen Kopf da eine Lösung finden wird - das wird aber dauern.

Udo Pütz aus Aachen, 36 Jahre

Atommüll ist da - eine Lagerung muss gestellt werden. Der sicherste Ort, unabhängig vom Land, muss gefunden werden und dort der Müll gelagert werden. Wenn ein deutsches Lager objektiv am sichersten ist - ok.

Eine Wiederaufbereitung reduziert die Atommüllmenge und liefert Brennstoff für z.B. Weltraummissionen oder Not-Reaktoren für Unglückgebiete. Daher sollte das weitergeführt werden.

Der Atommüll in Jülich sollte wiederaufbereitet und danach endgelagert werden - siehe oben.

Upuetz 21:58, 18. Mär. 2012 (CET)

Jochen Lobnig - Alter: 54

Ein sehr komplexes Thema, welches allein an Ahaus, Gronau und Jülich nicht festgemacht werden kann. Solange Ahaus nicht ausreichend erkundet und für die Ewigkeit sicher sind, ist der Transport dorthin nicht hinnehmbar. Die GNS vermittelt anderes, jedoch zeigen die Zustände in Asse und Gorleben, dass die Lager allesamt nicht tauglich sind. Weitere Einlagerungen gehören untersagt, weitere Erforschungen möglicher Endlager müssen erfolgen. Die Wiederaufbereitungsanlage in Gronau mit Zwischenlager verzeichnete seit Inbetriebnahme einige Störfälle der Kategorie 0 - 1. Die Weiterverarbeitung im Aufbereitungsbetrieb Lingen 117. Bei den Transporten von Castoren der Forschungsanlage Jülich nach Ahaus verhält es sich so, dass der Transportweg westlich des Rheins durch dicht besiedeltes Gebiet führt. Unverantwortlich, da neben den Gefahren durch Leckagen der Behälter, unnötiger Weise Ziele terroristischer Gruppierungen gegeben werden. Unsicher auch die für die Transporte vorgesehenen vier möglichen Rheinquerungen. Sollte nun nachfolgend genannte Anlage tatsächlich 2016 in Betrieb gehen, wäre der unmittelbare Transport dorthin als Minimallösung vorstellbar und am kostengünstigsten. Die Sicherheit der Schachtanlage Konrad/Salzgitter welches in ein Endlager ausgebaut wird, welches 2016 in Betrieb genommen werden soll, ist auch nicht wirklich geprüft. Hierzu müssten allerdings die Experten des Bergbau Stellung beziehen. Zu erwarten sind nach Inbetriebnahme zahlreiche Transporte quer durch Europa. Ziel der Piraten wird der schnellst mögliche Ausstieg aus der Energiegewinnung durch Atomkraft und hin zu alternativen Technologien sein.

Stefan Bröse / SQAMPY

Kippen wir das Zeug doch einfach ins Meer... Sorry, sehr schwarzer Humor für ein zu ernstes Thema, wo ich doch sogar nur unweit vom ehemaligen AKW Hamm Uentrop wohne...

Ich habe jetzt in meinem leben 2 GAUs erlebt (gut, beim ersten war ich gerade mal ein Jahr alt.) - das reicht mir eigentlich fürs ganze Leben. Dem entsprechend habe ich absolut keine Lust auf Atomkraft. Das Problem "wo hin mit dem bestehenden Müll" ist leider eins für das wohl noch niemand eine Lösung hat sonst hätte die schon jemand raus posaunt.

Es bleibt natürlich die Frage ob es _sinnvoll_ ist den Radioaktiven Abfall zig-mal durch die Gegend zu Karren um ihn dann doch nur in einer Wellblechhalle zu lagern. Wobei der Transport vermutlich noch das ungefährlichste an der ganzen Sache ist. Zum Thema einlagern zeigt die Asse ja auch recht deutlich was passiert wenn man das zeug "nur" Einbuddelt. Im Endefekt haben wir als Gesamtgesellschaft nur 2 Möglichkeiten: Das Zeug auf ewig irgendwo zu lagern wo eh keiner Wohnt, am besten Weltweit an einem Strang... (Wunschdenken) oder das zeug "vom Planeten zu Katapultieren" - was Logistisch irrsinnig und sehr gefährlich werden würde.

So kann ich nur sagen: So lange es keine sinnvolle Lösung gibt bin ich in jeglicher Form gegen Atomkraft. Maximal zu Forschungszwecken (irgendwie muss man ja eine Lösung finden das zeug vielleicht doch noch los zu werden ;-) aber auch da nur unter Auflagen. Gerade Jülich ist da natürlich ein Knackpunkt bei...

Jan Dörrenhaus

Das Kapitel Atomkraft gehört in unserer Gesellschaft so schnell wie möglich beendet. So schnell wie möglich ist in diesem Fall wohl wegen des Atommülls eine halbe Ewigkeit. Priorität eins ist es also, keinen weiteren Müll zu erzeugen. Was mit dem existierenden Müll geschehen soll, weiß keiner. Ich auch nicht. Lösungen gibt es dafür bisher keine. Unterirdische Lagerung ist auch keine.

Klaus Hammer

In Diskussionen zum Thema Atomkraft/Atommül fällt mir immer wieder auf, wie sehr sich Menschen von den Zahlen blenden lassen. Vorallem, wenn sie durch eine Vorsilbe wieder schön klein werden.
Wenn man die Zeit, seit Entstehung der Erde auf einem 100m langen Zeitstrahl Maßstabsgetreu aufzeichnet, dann ist seit dem 1. Menschen die Zeit gerade einmal 2cm weiter gewandert. Ein großer Teil des bisher angefallenen Atommülls baucht aber noch mindestens weitere 200m um nur die Hälfte seiner Starhlung zu verlieren.
Sorry, aber für dieses Problem habe ich keinen Ansatz. Es gibt keine sichere Methode zur "Endlagerung" auf der Erde. Nirgendwo.
Auch die sogenannte Zwischenlagerung kann nur ein kurzfristiges Zwischenspiel sein.
Ich sehe hier die Verursacher in der Verantwortung eine Lösung zu finden. Und die kann nicht lauten, den Müll irgendwo zu verbuddeln. (Aus den Augen, aus dem Sinn)

Tobias Stephan 38

Für mich stellt sich eher die Frage, wie man beim Bürger das Vertrauen schafft, dass die geschaffene Lösung keine Lobbyisten.

Durch die Vorkommen in Asse ist soviel Vertrauen in die Politik zerstört worden, dass ich als Bürger extrem verunsichert bin. Wo auch immer zwischengelagert wird, muss sichergestellt sein, dass ich mich sicher fühlen kann. Das Argument "teuer" darf hier kaum gelten, denn auf Kosten der Gesundheit oder gar eines Menschenlebens darf hier wohl kaum gespart werden.

Felix Bosseler aka Fx Textheld

Allgemeine Ideen dazu: Verursacherprinzip: Echte Kosten auf den Betreiber, nicht die Allgemeintheit umlegen. Für die Einlagung ist der Verursacher verantwortlich. Er trägt alle echten Kosten solange es nötig ist. Finanzielle Rücklagen sind nachzuweisen.

Die Einhaltung aller Gesetze und Vorschriften werden regelmässig und umfänglich geprüft (keine betreibernahen Überwachungsvereine).

Forschung muss möglich bleiben, um Lösungen für eine abschliessendes Konzept zu finden (keine Forschung bedeutet es bleibt bei Einlagern und Abwarten) (Fx)

Hans Immanuel Herbers

Es ist einfach sich hinzustellen und zu sagen: Das Zeug muss weg. Klar - aber wohin?

Zu Gronau: Da gibts keine Wiederaufbereitungsanlage. Die Urananreichung dort muss eingestellt werden und die Anlage dann, wenn es strahlentechnisch geht, abgebaut werden.

Zu Jülich: Da ein weiteres Zwischenlager kaum durchsetzbar ist müssen die strahlenden Abfälle dort nach dem Stand der Technik sicher verpackt und in ein Zwischenlager gebracht werden.

Zu Ahaus: Bis es ein Endlager gibt sehe ich keine Alternative, als Ahaus weiter zu betreiben. Um ein Endlager kommen wir leider nicht herum. Man kann den Atommüll ja nicht auf Asteroiden lagern....

Ich traue den Aussagen zur Sicherheit nicht und bin für strengere unabhängige Kontrollen aller drei Standorte. Wir haben in Niedersachsen gesehn, dass der Stand der Technik bei der Lagerung von strahlendem Material kaum beachtet wird. Ich bin keineswegs überzeugt, dass das in NRW anders ist.

Jan Ulrich Hasecke

Die Wiederaufarbeitungsanlage in Gronau hat Jahre lang Atommüll nach Sibirien "exportiert". Das war unverantwortlich und wurde wohl mittlerweile gestoppt.

Wir brauchen ein sicheres Endlager für den Atommüll, der von verantwortungslosen Unternehmen in den letzten Jahrzehnten produziert wurde. An den Kosten haben sich die Unternehmen angemessen zu beteiligen.

Wir brauchen bei der Suche nach einem Endlager offene und transparente Prozesse. Die Bürger müssen bei jedem Schritt beteiligt werden.

Zu jedem Zeitpunkt hat die langfristige Sicherheit oberster Priorität. Wenn Transporte nach unabhängiger wissenschaftlicher Prüfung notwendig sind, um langfristig mehr Sicherheit zu gewährleisten, müssen diese durchgeführt werden. Auch hier gilt, die Bevölkerung ist in die Entscheidungsprozesse einzubinden.

ulrich schumacher aka florian.turm

Ich halte es für unverantwortbar, eine Technologie zu betreiben ohne Antwort darauf zu haben,
wie der, beim Betrieb anfallende Müll sicher und über die Zeit gelagert werden kann.

Die Büches der Pandora wurde vor Jahrzehnten geöffnet, der Atommüll ist in der Welt, auch wenn in
diesem Augenblick die ganze Welt kollektiv aus der Atomwirtschaft austeigen würde, stünden wir bereits
vor dem Problem des Umgangs mit dem Atommüll.

Wir kommen nicht umhin, uns Lösungsszenarien zu überlagen, wie wir mit dem existierenden Atommüll
umgehen wollen. Die Herausforderung wird sein, sichere Endlagermöglichkeiten zu finden.

Hendrik vom Lehn aka Henne

Ich habe nur mäßige Kentnisse im Bereich Atompolitik und müsste mich dort erst einmal einarbeiten. Spontan würde ich jedoch dagen, dass ein Transport von Atommüll an eine andere Lagerstätte nur dann sinnvoll ist, wenn diese Lagerstätte auch langfristig nutzbar ist. Und die günstigste Lösung (im monetären Sinne) halte ich nicht zwangsläufig für die vernünftigste.

Jamasi

Die einzige wirklich sinnvolle Lösung der Atommülllagerfrage wäre aus meiner Sicht die verstärkte Forschung im Bereich der Transmutation, um das Problem (was unsere Vorgänger verbrochen haben) zumindest ein wenig abzumildern. Eine Zwischenlagerung sollte also in jedem Falle mit Rückholmöglichkeit erfolgen. <zyn>Wenn es alles nix hilft, so könnte man auch alles einfach Wikipedia-logo.pnghier endlagern, da dort vorerst eh kein Leben mehr möglich ist...</zyn>

Zu den konkreten Fragen:

  • Eine Wiederaufbereitung zur Atommüllreduktion finde ich sinnvoll, sofern diese nicht Privatwirtschaftlich erfolgt und penibel auf die Sicherheitsrichtlinien geachtet wird.
  • Zum Zwischenlager habe ich bisher keine dedizierte Meinung
  • Der Rest des AVR in Jülich muss zunächst noch für einige Zeit abklingen, bevor man dort den Rückbau sinnvoll weitermachen kann. In der Zwischenzeit muss aber sehr genau und kontinuierlich überwacht werden, ob radioaktives Material austritt.

Mike Reindorf aka Sea wolf /43 Jahre

Einen Atommüll-Tourismus darf es nicht geben.

Jülich ist zu alt und wie lange ist Ahaus sicher? Eine Investition lohnt sich nur dort wo noch eine längere Betriebsgenehmigung vorliegt. Es sollten unnötige Kastortransporte vermieden werden und das Zwischenlager in Jülich genutzt werden und Jülich kurzfristig für die Wiederaufnahme der Elemente modernisiert werden.

Robert Stein 33

Da haben wir ein ewiges Problem, auf das es wohl nur die eine Lösung gibt, den Atommüll in die unendlichen Weiten des Weltalls zu schießen, was natürlich aufgrund der immensen Kosten nie geschehen wird.

Ich bin für den kompletten Ausstieg aus der Atomenergie und für die Schließung aller Zwischen- und Endlager. Bis dahin müssen diese Lager strengstens auf Mängel kontrolliert und so sicher wie nur irgendwie möglich gehalten werden.

Vorbereiten können wir unsere Unabhängigkeit von der Atomenergie insbesondere in der Entwicklung grüner Technologien, wie wir sie mit der Wind- und Wasserkraft sowie der Sonnenenergie oder beispielsweise der Brennstoffzelle schon technisch realisieren könnten, wenn es denn wirklich politisch gewollt wäre. Der jetzige Ausstieg aus der Atomenergie scheint hingegen zu einer Renaissance der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen zu führen, was ich eindeutig ablehne!

Daniel H.

Ich fürchte, daß sich für die Lagerung des strahlenden Abfalls keine zufriedenstellende Lösung finden läßt. Es ist verständlich, daß niemand das Zeug vor seiner eigenen Haustür haben möchte, aber irgendwo muss es hin. Das jahrzentelange Gemauschel um Lagerstätten und die letztlich willkürlichen Entscheidungen weisen für mich darauf hin, daß geeignete Orte einfach nicht zu finden sind. Somit läuft es auf den Erhalt des Status quo hinaus und die Hoffnung, letztlich doch noch zu einer Lösung zu kommen. Das wird teuer und langwierig.

Solange es kein Endlager gibt, kann man Atomenergie auch nicht weiter verwenden. Wenn man die sonstigen Risiken (siehe Windscale, Three Mile Island, Tschernobyl, Fukushima, …) mit einbezieht finde ich es unverantwortlich, auch nur einen Reaktor weiterzubetreiben. Die Toleranzen im technischen Betrieb sind so eng, daß man letzlich schwerwiegende Unfälle einfach nicht ausschließen kann.

Auch auf die Gefahr hin, in Polemik abzudriften: Bei diesem Thema bin ich mal voll für einen freien Markt. Jeder Betreiber eines Atomkraftwerks soll selbst für die Versicherung seiner Anlagen gegen jede Art von Störfall aufkommen. Und zwar ohne Begrenzung der Schadenssumme. Außerdem hat er sich um die Beseitigung seines Mülls zu kümmern. Mal sehen, wie viele Meiler dann noch laufen.

Daniel Schwerd a/k/a netnrd (45)

Blog

Die Entsorgung von Atommüll ist leider eine ungelöste Frage, da habe ich auch keine Antwort zu. Das ist ja gerade das wesentliche Problem von Energie aus Kernspaltung. Das Verbuddeln in der Erde ist offensichtlich keine Lösung - ein Endlager muss stets zugänglich bleiben, und die Sicherung des Materials möglich sein.

Die Anreicherung von Atommaterial in NRW sollte auf jeden Fall beendet werden, wir dürfen an diesem unbeherrschbaren Wahnsinn nicht weiter teilnehmen, wir dürfen nicht noch mehr solches Material herstellen.

Frank Albaum aka marquiz

Wir haben gerade wieder die Diskussion um die Kohlestiftung und die sog. Ewigkeitslasten. Eine solche Lösung scheint mir für die Lasten aus der Atomwirtschaft auch denkbar. Die Idee war ja, dass der profitable Teil der ehemaligen Ruhrkohle AG - heute Evonik - mit seinem Börsengang die Kapitalausstattung für den nicht mehr profitablen Teil - eben den Bergbau und die Altlasten - erbringt. Mit diesen Milliardenbeträgen sollen weiterhin alle künftig anfallenden Schäden und Belastungen aus dem ehemaligen Bergbau abgedeckt werden. Also müssen profitable Teile der heutigen und früheren KKW-Betreiber dafür sorgen, dass eine "Stiftung Kernlasten" mit Kapital ausgestattet wird. Oder es muss geprüft werden, ob die Kohlestiftung mit ihren Aufgaben auf nukleare Brennstoffe ausgedehnt werden kann.

Klaus Benndorf

Ich kann mich hier nur der Mehrheit der Meinungen anschließen.

Es hätte gar nicht erst zu dem Müll kommen dürfen. Jetzt wo wir ihn haben, müssen wir schnell ein Endlager finden und neuen Müll vermeiden

Einzelne kleinere Objekte wie die KFA Jülich anzuprechen, bringt uns nicht weiter. Das ist so, als wenn auf dem Oktoberfest der Maßkrug mit der Pipette gefüllt wird. Natürlich sehen das die lokal Betroffenen anders. Jeder ist sich selbst der nächste und das ist auch gut so. Andernfalls hätte es nicht die großen, medienwirksamen Anti-Atom Proteste gegeben und wir würden immer noch so herumsauen wie in den letzen 50 Jahren.

Wir dürfen bei der ganzen Diskussion die Realität nicht vergessen: Die Strahlung lässt sich nicht einfach abschalten. Und solange wir kein Endlager haben, brauchen wir Zwischenlager. Letzere sind ganz klar eine Krücke. Aber unvermeidlich. Wenn nicht an Standort A, dann an Standort B. Natürlich muss man bei der Entscheidung für A oder B tausend Sachen, insbesondere das kurz- und mittelfristige Gefährdungspotential, berücksichtigen. Aber dazu braucht es mehr Fachwissen als ich es habe.

Richard Bertram

Ich bin kein Experte, aber ich habe zumindest von folgendem gehört:

Es wird daran geforscht, die Halbwertszeit des Atommülls zu verkürzen, indem man den Zerfall künstlich beschleunigt? Natürlich bräuchte man immer noch Endlager, aber nicht mehr soviele und auch nur noch für hundert Jahre oder noch weniger.

Man sollte sich mit dieser Idee auf jeden Fall einmal beschäftigen und auf Tauglichkeit überprüfen.

Ansonsten: Klar, man hätte zuerst ein Endlager finden müssen, und dann die Atomkraftwerke bauen sollen. Aber jetzt heißt es eben, eine langfristige Lösung zu finden, die wirklich zukunftstauglich und sicher ist.

Tilo Frase

Ich selbst habe beruflich bedingt am "Zwischenlager" (ha ha) Ahaus gestanden. Zunächst ist festzustellen, dass die Gemeinde Ahaus finanziell sehr stark von diesem Lager profitiert hat. Die Endlagerung von Atommüll gehört m. E. allerdings weder in die Verantwortung der Länder noch des Bundes sondern ist ein europäisches oder gar GLOBALES Problem und sollte in entsprechenden Gremien als Gemeinschaftsaufgabe betrachtet werden. Als mittelfristige Lösung präferiere ich den Atommüll dort zu lagern, wo er entsteht - an den Kraftwerken.

Marcus Rosenfeld

Also was Jülich angeht: Da es wohl Probleme mit den Genehmigungen gegeben hat, muss jetzt ohnehin ein Antrag auf Genehmigung für die weitere Lagerung des Atommülls gestellt werden. ([1] Sollte der Antrag genehmigt werden, ist die Frage der Atomtransporte zumindest kurzfristig erst einmal vom Tisch.

Ganz anders sieht es natürlich auf lange Sicht aus. Selbst wenn die Genehmigung erteilt und Jülich weiter selbst lagert, muss ein Weg gefunden werden mit dem Problem langfristig umzugehen. Und da geht wohl leider kein Weg an einem Endlager vorbei. Es ist auch klar, dass niemand gern ein atomares Endlager in seinem Heimatort hat, aber irgendwo muss der ganze Müll nunmal hin. Bei der Planung eines eventuellen Endlagers muss natürlich darauf geachtet werden, dass nicht am falschen Ende gespart wird: rostige Fässer etc.

Fr. Schnitte (48 J.)

Persönlich bin ich ein Atomkraftgegner, muss mich aber trotzdem damit beschäftigen, da Atomkraft schon vorhanden ist und leider auch gefährliche Abfälle produziert. Ich bin in den Themen Zwischenlager und Atommüll nicht sicher und nicht eingearbeitet, aber fest davon überzeugt, dass die bestmöglichste und gefahrloseste Lösung gefunden werden muss.

Noregred Hugo Hoff

Es gibt keine Lösung, die günstig oder einfach wäre.

Fakt ist, es gibt kein Endlager, also, keinen neuen Atommüll produzieren.

Die vorhandenen Abfälle so lagern, daß sie kontrollierbar sind.

Claudia Steimann aka Bugspriet

Die Stillegung der noch laufenden Atomkraftwerke ist dringend erforderlich, auch weil wir jetzt schon nicht wissen, wohin wir die verstrahlten Abfälle entsorgen. (Entsorgen ist ein lustiges Wort in dem Zusammenhang - Sorgen werden sie uns noch lange bereiten).

Auf jeden Fall darf der Atommüll nicht schön von Zwischenlager zu Zwischenlager verschoben werden, damit es das Problem der nächsten Regierung wird. Er wird noch das Problem der nächsten Generation werden.

Intensive Suche nach einem geeigneten Endlager, Forschung und Information über geeignete Lagerorte und keine Angst das Thema anzufassen stehen an erster Stelle.

Daniel Neumann aka DanielSan

Der Atommüll selber war für mich immer das stärkste Argument gegen Atomkraft. Wüsste ich eine Lösung für dieses Problem, wäre das super. Ich glaube aber kaum, dass es wirklich DIE Lösung für dieses Problem gibt. Irgendwo muss das Zeug leider hin. Es aber irgendwo unter Tage zu verschütten und darauf zu hoffen, dass die nächsten xtausend Jahre alles gut geht, halte ich jedenfalls nicht für die richtige Lösung. Lagern unter kontrollierten Bedingungen - eine andere Möglichkeit haben wir da glaube ich nicht. Auch die Frage nach dem Geld halte ich bei diesem Problem für eher sekundär. Hier wäre es sowieso angebracht, die Betreiber von Atomkraftwerken stärker in die finanzielle Verantwortung zu nehmen.

Ob der Atommüll jetzt irgendwo in NRW oder einem anderen Bundesland zwischengelagert wird, macht für mich bei diesem Problem keinen großen Unterschied.

Thomas Hegenbarth 47 aka thomas_heg

Fakt ist das wir an diesen Standorten die Konsequenzen der jahrzehntelangen Atompolitik ausbaden. Es gab und es wird in absehbarer Zukunft keine sichere Endlagerung von Atommüll geben, da sollten wir uns auch durch die Forschungsprojekte zum Thema Verringerung der Halbwertszeiten nichts vormachen lassen. Keine neuen Einsichten, denn die Kritik und die Vorwürfe zum Thema gab es so auch schon in den 70er. Herr Röttgen spricht aktuell zur Thematik von "es gibt keine Tabus" und "man werde den sichersten Standort finden". Nichts hat sich in der Wortwahl geändert.

Wir werden uns damit abfinden müssen das es keine sicheren Lösungen geben wird, allenfalls z.B. mittelfristige oberirdische Anlagen. Wir werden uns vor Ort immer mit den aktuellen Problemen und neuen Sachständen beschäftigen und im besten Falle kurzfristige Regelungen herbeiführen. (Leider) eine Aufgabe für Generationen...

Sylvia Grodde aka Bastel

Ich verweise auf die guten Arbeitskreise.

Die Fachpiraten sollten weiterarbeiten und ich transportiere das Piratenwissen in die Ausschüsse.

//Sorry wegen der Kürze, aber es ist Wahlkampf.

DanielC

Reiner Klute hat hier schon alles gesagt.

Was die Forderung nach dem Verursacherprinzip angeht möchte ich nur noch darauf hinweisen das Jülich 1&2 Forschungsreaktoren waren und sich die Betreibergesellschaft im Besitz des Landes NRW befindet. Insofern kommt das Land nicht aus der Finanzierung des Rückbaus raus.

Jülich hat auch wenig bis gar nichts mit Kernenergie zu tun, die Reaktoren waren Neutrino Quellen für die Medizin und Materialforschung.

Duisblog

In Duisburg werden außerdem in der Frage genannten schwach radioaktive Abfälle umgepackt, mitten in einem Wohngebiet. Seit über 20 Jahren. Es gibt eine lokale BI, aber ansonsten störts keinen.

Es gibt weltweit kein Endlager für das zeug. Also kann die Konsequenz nur heißen: Es dürfen keine weiteren Abfälle anfallen (=abschalten) und die, die bereits da sind, sollten bleiben wo sie sind, weil jeder Transport das Risiko nur erhöht.

André Landskron

Das Atommüllthema ist ein sehr schwieriges Thema. Wir haben damit ein Problem geschaffen, was sich in der momentanen Lage nicht mit einer Ideallösung verschwinden lässt. Das Problem hier bei ist, das man sich, bevor man Atomkraftwerke gebaut hat, die Gedanken hätte machen sollen. Leider hat unsere und unsere nächsten Generationen dieses "Erbe" am Hals. Das Zwischenlager ist in Moment eine Lösung, aber auch keine Ideale. Ich finde das der Müll erstmal vor Ort bleiben soll, wo er ist und nicht wieder durchs Land geschippert werden soll zu evtl. neuen nichterprobten "Besseren" Lösungen, bis wir eine endgültige Sichere Lösung mit der Lagerung haben! Ich sehe aber weiterhin die Anti-Atom Demonstrationen ein als gutes Signal, das wir setzen, um zu Zeigen das wir das nicht einfach hinnehmen wie es ist!

Brax59 aka Axel Braun

Nun, ich wäre dafür allen Befürworten der Atomkraft das Zeug in die Wohnung zustellen, wo es doch so ungefährlich und sauber ist.
Im Ernst, man sollte in der Nähe der Atomkraftwerke überirdische Lager errichten und dort den Atommüll einlagern.
Damit würde der Atommüll aus Ahaus und Gronau verschwinden. Jülich würde den Atmommüll behalten, weil da ja ein versuchsreaktor stand.
Was ich nicht will, ist das der Atommüll vergraben wird, den in 150 Jahren erinnert sich da keiner mehr dran das, daß Zeug da liegt, ausserdem soll es die nachfolgenden Generationen darin erinnern, was für einen Mist die Vorfahren da gemacht haben.

Monika Pieper

Da zu diesem komlexen Thema niemand eine Patentlösung hat, wird nur eine breite Diskussion eine tragfähige Lösung erreichen können. Zum Glück haben wir sehr kompetente Leute im AK Umwelt, die sicher sehr konstruktiv an solchen Lösungen mitwirken werden.

Dietmar Schilling (46)

Nun es muss mit Hochdruck ein sicheres Endlager gefunden werden, solange kann der Atommüll nur da bleiben wo er ist, außer es besteht akute Gefahr siehe Asse.

Dirk Schatz

Ich lehne die Atomenergie grundsätzlich ab und bin selbstverständlich für den Gebrauch von regenerativen Energiequellen. Diese Ansicht, und dessen bin ich mir bewußt, löst natürlich nicht die bereits entstandenen Probleme, sondern verhindert maximal zukünftige.
Ich bin kein Experte im Bereich der Endlagerung von Atommüll. Wer ist das schon? Fakt ist jedoch, dass es irgendwo hin muss. Am Besten wäre sicherlich ein Ort, an dem in weitem Umkreis keine Menschen wohnen. Diesen gibt es in Deutschland jedoch eher nicht. Wird also kein Lagerungsplatz im Ausland gefunden, werden wir uns in Zukunft mit der Frage nach der Endlagerung im Inland beschäftigen müssen. Und das dies den konkreten Anwohnern dann selbstverständlich nicht gefallen wird, ist bereits jetzt sicher, was an dem bestehenden Problem jedoch nichts ändert. Egal wo man es letztlich lagert, es wird in Deutschland IMMER jemanden geben, der was dagegen hat. Man wird abwarten müssen, wie sich die Sache entwickelt.

Jürgen @Ertelt

Problem darf weder exportiert noch irgendwie vergraben werden. Der Atomausstieg sollte schnell erfolgen, die Lösung des Atommüll-Problems vordringlicher Auftrag für Atom-Wissenschaftler werden. Verursacher sind in die Haftung zu nehmen.

Daniel Düngel 36

WIe in den anderen Bereichen fasse ich mich auch hier kurz: Wir müssen raus aus diesem ganzen Atomscheiß. Klar, der Müll muss irgendwohin. Es geht also darum, zu untersuchen, welche Möglichkeiten generell existieren und welche sinnvoll sind. Ich halte es für wichtig, die Bürger in solche Entscheidungen einzubeziehen.

--Schimpi 19:00, 22. Mär. 2012 (CET)

Atommülllager sind leider nicht mehr aus der Welt wegzudenken. Wir dürfen den Müll jedoch nicht weiter vermehren und die Lager nicht unter die Erdoberfläche verlagern, um das Problem "aus der Welt zu schaffen". Atommüll muss oberflächig, mit strengsten Kontrollen gelagert werden. Die Probleme Ahaus, Gronau, müssen beseitigt werden und der Müll muss da gelagert werden, wo er produziert wird, um unnötiges durch das Land-Gekarre zu beseitigen. Außerdem müssen diejenigen zur Rechenschaft gezogen werden, die den Müll fabrizieren, nicht der Staat/der Bürger.

Jörn Lutat (46)

Kleiner Hinweis: in Gronau findet keine Wiederaufarbeitung statt; Das lassen wir in Frankreich machen.

Der Müll ist da, also müssen wir uns drum kümmern. Aber trotz der langen Halbwertzeiten wird es beim Müll keinen Supergau mit Kernschmelze geben können.

Ein Flugzeugabsturz auf Ahaus wird keine Region unbewohnbar machen. Es gab vor einigen Jahren in Remscheid einen Flugzeugabsturz mit nicht wirklich abgereicherter Uranmundition. Es sind Krankheiten aufgetreten, aber es nicht eine ganze Stadt unbewohnbar geworden.

Technisch gäbe es eine sehr zynische Lösung von der ich aber politisch in aller Form distanziere. Langfristig sollte man die die Atommülldiskussion versachlichen. Nach Jahrzehnten erbitterter politscher Grabenkämpfe sollten sich die Piraten das nicht als erstes Thema antun.

Marcel Clostermann

Ich habe auf diese Frage keine Antwort. Niemand hat auf diese Frage eine Antwort und genau das ist das Problem.

Eines steht allerdings fest, auch wenn das mittlerweile hoffentlich alle begriffen haben und es kaum noch erwähnt werden müssen sollte: Atomstrom ist eine rücksichtlose Technologie von gestern, die in der Zukunft nichts zu suchen hat.

Holger Hennig

Hab da auch keine sinnvolle Lösung für, bin aber stark dafür, die Energieunternehmen in dieser Hinsicht in die Pflicht zu nehmen - finanziell und in der Forschung. Das Problem muss angegangen werden, heiße Castoren in Scheunen lagern ist keine Alternative.

Lukas Lamla

Wir haben ein Problem. Strahlender Müll wurde in den letzten Jahrzehnten produziert. Er ist da und wir können ihn nirgendwo verstecken. Irgendwo muss er hin und wir müssen alles daran setzen um ein echtes Endlager zu finden. Meiner Meinung nach sollten die Produzenten dieses Mülls viel stärker an den Endlagerkosten beteiligt werden.

Kalle Detert

Sogenannte Endlager gibt es nicht. Die AKW Betreiber haben sich dumm und dusselig verdient mit dieser schmutzigen Energie. Wir haben jetzt die Quittung. Wichtig ist jetzt nur, keinen neuen Atommüll mehr zu produzieren. Leider habe ich keine Ahnung wohin mit dem Dreck. Vielleicht sollten die Brennstäbe vorrübergehend in den abgeschalteten AKW´s aufbewahrt werden.

Andreas Rohde (Andi_nRw)

Alleine in letzten Jahr konnte man mich in Jülich, Ahaus, Gonau, Münster, Köln, Essen, usw. auf Demos antreffen. Da ich seit Jahrzehnten regelmäßig in BIs, NGOs und auf Demos gegen Atomkraft engagiere, stellt sich die Frage nach meiner Haltung hier wohl nicht.
Für die Jülicher Castorfrage habe ich - wie wohl kaum einer in der gesamten Endlagerfrage - keine Pauschalantwort. Momentan gilt es hierbei, die völlig unsinnige Verschieberei von Atommüll zu verhindern. Er ist da, er ist eine Altlast, aber die muß man nicht noch dauernd menschengefährdend durch die Landschaft karren. Besonders, wenn das Ziellager sogar noch schlechter geeignet ist (open-air) als das, wo es herkommt (indoor).

Hagen Hatop

Ich habe mich nicht über den genauen Stand der einzelnen Lager informiert. Die Betreiber wissen nicht wohin mit dem Atommüll. Es gibt kein Endlager. Die jetzige Vorgehensweise, den Atommüll neben den AKWs/Betriebsstätten zu lagern, ist keine Lösung. So wird es auch in der Forschungseinrichtung Jülich sein. Den Betreibern werden höhere Mauern vorgeschrieben - auch das löst kein Problem. Der Müll aus Gronau wurde nach Russland exportiert - auch das ist nicht hinnehmbar. Meiner bescheidenen Meinung nach sollte man diskutieren, dass man den Müll in einen Berg verbringt und die Einlagerung für - aus menschlicher Sicht - "überschaubare" 500 Jahre veranlasst (mit der Option es dort liegen zu lassen.) Man wird die Türen mit Beton verschließen müssen und mit Hinweisschildern versehen, die in allen Sprachen geschrieben und mit Symbolen versehen sind. Die Büchse der Pandora wurde geöffnet - und es liegen noch riesige Mengen an Atommüll auf dem Meeresgrund.

Britta Söntgerath

Ich bin gegen die Weiterführung von Atomkraftwerken, Atommüll wird es so dann immer weniger geben. Einen geeigneten Ort zu finden, sowie die Kosten sind die Energiebetreibe miteinzubeziehen

Bernhard Smolarz (42) @PiratNRW

Wie der Vattenfall-Fall gezeigt hat, gibt es keine wirksame Kontrolle der Lager. Diese aufzubauen wäre eine Aufgabe. Jegliche Produktion von nuklearem Abfall ist einzustellen. Die Verursacher haben nach vorgaben für sichere Lagerung zu sorgen - unter öffentlicher Kontrolle.

Transporte sind auf ein Minimum zu reduzieren.

Andreas Graaf aka VV1ntermute

Was die Frage nach einem Endlager und der gleichen angeht bin ich für eine ergebnissoffene, ideologiefreie und wissenschaftlich fundierte Suche nach einer Lösung.

Aufjeden fall bin ich für eine enorme Kostenbeteiligung der Konzerne, welche bisher mit dem Atomstrom ihre Gewinne erzielten. Dies wird aber leider ein juristisches Mamutprojekt.

Zu prüfen wäre noch wieviel Einfluss der Landtag in Düsseldorf auf diese Prozesse nehmen kann.

O. J.

Wie stehe ich zu Gorleben, der Asse und den Atomfässern in Nord- und Ostsee? Was halte ich von den Castortransporten ("Gondelei") durch Europa, Deutschland, NRW und den Hbf Münster? Macht es mich wütend, das in LaHague ständig ganz legal verseuchtes Abwasser ins Meer gepumpt wird? JETZT von Greenpeace Frankreich in der Abluft am Schornstein stark erhöhte Werte gemessen wurden, die einem Gau entsprechen? Diese Abluft verbreitet sich regelmässig über Belgien, Holland und Deutschland, insb. NRW! Es macht mich sprachlos...

Atomenergie ist nicht beherrschbar und damit nicht zu rechtfertigen, schon gar nicht durch wirtschaftliche Notwendigkeiten. Ich bin für den sofortigen Atomaustieg, weltweit. Die Frage des Atommülls beantworte ich so: Die sicherste Lösung scheint zu sein, wenige grosse Lager in entlegenen Gebieten zu errichten, in denen sämtlicher Atommüll inkl. der rückgebauten AKWs versiegelt wird. Diese sollten mit Bleiwänden ummantelt werden. Jeder sollte sich davon überzeugen können und eine Art Mahnmal öffentlich und voll transparent darauf hinweisen. Damit schicken wir eine Zeitkapsel in die Zukunft, wo es hoffentlich eine Lösung für dieses Problem gibt. Zur Zeit haben wir keine.

Christian Folke

Atommüll nicht verbuddeln sondern oberirdisch lagern
Transmutation weiter entwickeln

Purodha Blissenbach (Purodha) 57 Jahre

Ich fühle mich im Moment nicht kompetent genug, diese Frage gut zu beantworten. Hierzu fehlen mir atomrechtliche und technische Informationen. Diese Frage möchte ich an fachkundige Piraten abgeben.

Grundsätzlich: Wahrscheinlich werden wir kein brauchbares Atommüllendlager für hundertausende Jahre finden. Es wäre klug, wenn die Politiker beginnen würden, die Fachleute nach Alternativen zu fragen. Eine Initiative Plan B könnte ein Thema für Öffentlichkeitsarbeit werden, mit der wir die Altparteien antreiben.

Florian Wagner

Hier greift das Verursacherprinzip: die Verursacher und Profiteure haben die Kosten für die Entsorgung zu tragen. Sollten diese die Rentabilität ihrer Unternehmung gefährden, empfehle ich zuerst ein Seminar in Betriebswirtschaftslehre zu besuchen. Hernach wird der Müll erst im AKW gelagert (warum wollen die Bayern eigentlich ihren Müll so gerne nach NRW und Niedersachsen bringen?) bis ergebnisoffen ein geeignetes Endlager gefunden ist, dessen Sicherheit und allgemeine Akzeptanz natürlich im nationalen Interesse liegt. Radioaktive Abfälle erst durch die Republik(en) zu karren, um sie dann auf der grünen Wiese oder in einsturzgefährdeten Bergwerken end-zwischenzulagern ist keine Option.