HowTo Infostand

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Auf dieser Seite sammeln wir unsere Erfahrungen und Tipps für die Durchführung von Infoständen.

Vorbereitung

  • Die Vorbereitung findet am Besten im Rahmen eines Stammtisches statt.
  • Ein oder mehrere Themen für diesen Stand (Wozu soll der Stand gut sein?)
  • Rechtliche Fragen klären: In Hessen ist z. B. Mitgliederwerbung bei solchen Aktionen verboten.
  • Beim Vorstand der für euch zuständigen Gliederung beantragen, einen Piraten vor Ort zu beauftragen Infostände durchzuführen (dieser Pirat ist dann der sog. Handelnde). Die Beauftragung des Vorstandes sollte in schriftlicher Form dem Handelnden vorliegen.

Erklärung: Normalerweise (satzungsabhängig) vertritt der Vorstand der für euch zuständigen Gliederung die Partei nach innen und außen. Damit ihr einen Antrag für einen offiziellen Infostand beim Amt stellen könnt, müsst ihr vom Vorstand der für euch zuständigen Gliederung dazu beauftragt werden.

  • dieser Formalismus ist nicht zwingend eine Notwendigkeit und oft völlig überflüssig - festzuhalten ist, dass jede Gemeinde ihre eigenen Vorschriften hat. Dies kann auch bedeuten, dass es gar keine gibt. In ländlichen Regionen wird es oft sehr locker gesehen. Ab und an möchte ein Sachbearbeiter irgendein formloses Schreiben sehen, damit nicht nächste Woche wieder ein anderer kommt ...
  • in Großstädten ist es i.d.R. mit deutlich mehr Bürokratie versehen, in kleineren Gemeinden kann ein Anruf reichen

Euer Antrag (mit dem Briefkopf der für euch zuständigen Gliederung) an das zuständige Amt sollte (um euch persönlich aus der Haftung zu nehmen) folgenden Satz enthalten: "Alle Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag gelten ausschließlich für -eure Gliederung- als Vertragspartner. Jegliche persönliche Haftung des Handelnden nach § 54 S.2 BGB wird hiermit ausgeschlossen." (§ 54 BGB) Der dann durch die Partei veranstaltete Infostand ist durch die Haftpflichtversicherung der Piratenpartei Deutschland abgesichert. Wichtige Infos zur Haftpflichtversicherung findet ihr hier.

  • versichert ist jeder Infostand, der irgendwie der Piratenpartei zuzuordnen ist - völlig unabhängig von wem er angemeldet wird und ob es eine Beauftragung gibt, steht auf dem Anmeldeformular Piratenpartei drauf, dann haftet die Versicherung, diese gilt nicht nur für die Gliederungen, sondern für jedes einzelne Mitglied

Organisatorisches

Rollen und Verantwortlichkeiten: Es ist sinnvoll, Aufgaben zuzuteilen und schriftlich festzuhalten, wer wofür zuständig ist.


Zunächst muss eine Genehmigung für den Infostand beim zuständigen Amt (je nach Stadt unterschiedlich, meistens ist es das Ordnungs- oder Liegenschaftsamt) eingeholt werden.

Der Antrag sollte mindestens 14 Tage vor dem gewünschten Veranstaltungstermin erfolgen. Ob dafür Gebühren anfallen oder nicht, hängt von der Gemeindeordnung ab. Bei der Beantragung muss auch der gewünschte Veranstaltungsort angegeben werden. Unter Umständen ist es hilfreich, das ganze als Demonstration nach Versammlungsgesetz anzumelden, da man dafür nichts bezahlen muss.

Erfahrungen aus Kommunen:

  • In Frankfurt kostet das nichts und in Wiesbaden einmalig 15 Euro. Im Rathaus anrufen, sagen man möchte einen Informationsstand für eine Partei anmelden und da sollte man verbunden werden. Die geben einem Auskunft und fertig.
  • Berlin: Erfahrungen aus Berlin.
  • Bayern/München: Anmeldung
  • Karlsruhe: Anmeldung
  • Siegen: Beim Ordnungsamt kann kostenlos eine "Sondernutzungserlaubnis" eingeholt werden.

Standort

Man sollte dabei möglichst in der Nähe haben:

  • ein Kaufhaus oder Einkaufszentrum
  • eine öffentliche Toilette
  • einen Copy-Shop oder ein Geschäft, das eine Kopiermöglichkeit bietet

Ihr solltet auch immer einen wirklich ortskundigen Mitstreiter dabei haben!

Kommunikation

Tut Gutes und redet darüber. Infostände sollten über die Seiten der Landesverbände angekündigt werden. Wenn sich jemand vor Ort informieren will, findet er dann die aktuellen Termine.

  • Lokale Presse über Presseverteiler informieren
  • Befreundete Gruppen und Initiativen informieren (z. B. AK Vorrat)

Personal

Mit zwei Leuten geht das auch, aber ein Reserve-Mann/Frau schadet nie. Wichtig ist, dass man keine Drohkulisse für die Leute darstellt, die nur vorbei gehen wollen. Wenn mehr Leute mitmachen, ist es sinnvoll, sich in Zweiergruppen aufzuteilen. Alle Teilnehmer sollten sich gründlich mit der Argumentation und dem Wahlprogramm vertraut machen. Niemals sollten mehrere Piraten auf einen Interessenten einreden.

Infrastruktur

  • Wo bekommt man Strom her? Vorher mit Restaurants klären. Die Kabel müssen sicher verlegt werden, damit es mit dem Ordnungsamt keine Probleme gibt, d.h. die Kabel müssen am Boden mit Tape festgeklebt werden oder noch besser mit Matten geschützt werden.

Der Stand

Grundsätzlich gilt: Je auffallender, desto besser. Dabei muss man aber beachten, dass einige Gemeinden Vorgaben hinsichtlich der Größe und Gestaltung des Stands machen. Im Normalfall wird aber bereits im Antrag dann eine entsprechende Angabe abgefordert. Wichtig ist:

Spendendose Piratenpartei Rheinland-Pfalz klein.JPG
  • Großflächiges Werbematerial (Fahnen, Plakate etc.) Transparente sollte vorhanden sein, damit für jeden erkennbar ist, wer den Stand organisiert. Insgesamt darauf achten, dass ein einheitliches Erscheinungsbild erreicht wird und man den Stand als Piratenpartei-Stand erkennt.
  • Tisch (Tapeziertisch reicht vollkommen aus)
  • Unterstellmöglichkeit/Überdachung
  • Slogans und wichtige Stichworte sollten in Form von Bannern oder Ähnlichem gut zu lesen und auffallend angebracht werden. Wichtig ist, dass insgesamt eine Aussage für die Passanten erkennbar wird, die auf unsere Themen einstimmt, nicht zu sehr verwirrt und neugierig macht.
  • Kundenstopper mit knappen, aber deutlichen Aussagen sind ein sehr wichtiges Hilfsmittel. Örtliche Vorschriften beachten. In einigen Gebieten sind sie nicht erlaubt.
  • Wenn Flaggen fest in Form von Bannern angebracht werden, ist je nach Standort darauf zu achten, dass sie von beiden Seiten zu lesen sind!
  • Standgenehmigung bzw. Bestätigung der Demoanmeldung nicht vergessen.
  • Spendendose nicht vergessen.

Wenn Unterschriften gesammelt werden sollen, ist außerdem zu beachten:

  • gerade und optisch ansprechende Schreibfläche
  • Klemmbretter mit Deckel für Unterschriftenbögen
  • gut ist auch eine Umhängetasche, in die unterschriebene Bögen gepackt werden können, damit diese nicht zusammen mit den leeren auf dem Klemmbrett liegen. Das müsst Ihr ja zum Unterschreiben dem Unterstützer in die Hand geben - wir stehen für Datenschutz!
  • weiteres dazu im HowTo Unterschriftensammeln.

Deko-Ideen

  • PIRATEN-Flaggen
  • Piraten-Wimpel Bastelanleitung: Bastelanleitung: A4-Papiervorlage
    Komposition mit Papierflaggen
  • Transparente
  • Orangene Lacktischdecke vom laufenden Meter oder Pannesamt (schon sehr günstig zu haben)
  • kleine Holz-Schatztruhen in denen man Give-aways oder Süßigkeiten (Gold-Schoko-Taler, kleine Goldbärentüten, etc.) präsentieren kann
    • Bitte keine Lebensmittel direkt rein, wegen der Holzschutzmittel. Mindestens eine (orange) Serviette zwischen Truhe und Keksen o. Ä. haben!
  • Luftballons
  • Spielzeug-Piratenschiff (mit gehisster Parteiflagge)

Material

Alle wichtigen Materialien, die man ausgedruckt dabei haben sollte, sind hier zum Ausdrucken bereitgestellt. Was man auf jeden Fall dabei haben sollte:

  • Parteiprogramm, um Neulingen die Inhalte und Organisation der PIRATEN näher zu bringen.
  • Satzung
  • Pressemappe
  • Flyer, die man den Leuten mitgeben kann
  • Material von nahe stehenden Organisationen z.B. AK Vorrat oder AK Zensur
  • Mitgliedsanträge (oder Datei:Online anheuern-Mittelfranken.pdf)
  • Formulare für Unterstützerunterschriften
  • Grundgesetze
  • Flyer für aktuelle Demos (Freiheit statt Angst u.ä.)

Give-aways

Wer etwas Geld in der Kasse übrig hat, kann einige der zahlreichen Möglichkeiten nutzen, um Interessierten noch eine kleine Freude mit einem Give-away zu machen. Gerne gesehen sind hier Objekte des täglichen Bedarfs wie Kugelschreiber und Feuerzeuge. Aber auch Buttons und Sticker werden gerne angenommen.

Auch können Give-aways dazu benutzt werden, um bestimmte Bevölkerungsgruppen gezielt an den Stand zu locken. So erfreuen sich ballongas-gefüllte Luftballons, Fähnchen aus Papier oder vielleicht Piratenaccessoires, wie Augenklappen, besonders bei Kindern größter Beliebtheit. (Obacht! Imageproblem: Nichts an Kinder verteilen!) Sehr zu empfehlen ist das Formen von Piratenschwertern (siehe oben), es dauert etwas - auf diese Weise kann man mit den Eltern ins Gespräch kommen und die Kinder tragen die Parteiwerbung vermutlich den ganzen Tag mit sich herum, so dass im Idealfall eine Einkaufstraße schnell z. B. von orangenen Luftballons mit Piratenlogo dominiert wird.

Durchführung

Auftreten des Standpersonals

Kleidung: Denkt immer daran, jeder der am Infostand mitarbeitet, repräsentiert die Piratenpartei gegenüber dem Bürger. Demzufolge ist gepflegte Kleidung ein Muss für Standpersonal. Gleichgültig ob Ihr T-Shirts, Oberhemden mit Krawatte oder ein spezielles Outfit tragt: auf jedem Fall sollte es frisch gewaschen, sauber und gebügelt sein. Für den Fall, dass die Kleidung verschmutzt oder "durchschwitzt" wird, sollte ein komplettes Set innerhalb kürzester Zeit als Ersatz verfügbar sein. Die orangenen Piratenshirts sind den schwarzen zu bevorzugen, da die schwarzen zu 'nerdig' oder auch bedrohlich wirken könnten.

Körpergerüche: Knoblauch ist ein vorzügliches Gewürz, ist aber bei Standpersonal tabu. Dies gilt natürlich für alle Speisen und Zutaten, die eine Körperausdünstung verursachen. Mundgeruch fällt meistens allen auf, nur wer davon betroffen ist, merkt es als letzter. Deshalb immer Pfefferminzbonbons o. Ä. bereithalten und immer wieder mal eins im Mund zerlaufen lassen. Kaugummi ist verboten. Auf jeden Fall muss nach Alkohol- oder Nikotingenuss der entstehende Mundgeruch bekämpft werden. Schweißgeruch soweit wie möglich unterdrücken, dabei hilft es, sein persönliches Deo dabei zu haben. Im Extremfall (z. B. an extrem heißen Tagen, nach mehreren Stunden Dienst) muss jedoch die Kleidung gewechselt werden.

Optik: Gepflegt aussehende Personen werden selbstverständlich eher von interessierten Passanten angesprochen. Hierzu zählt z.B. eine frisch rasierte Person, keine fettigen Haare oder bei Frauen ein dezentes Make-Up. Noch dazu kann eine lächelnde Person Wunder wirken. Nicht zu empfehlen sind zu müde Piraten, denen man auf den ersten Blick ansieht, dass sie am liebsten wieder im Bett wären.

Ansprache

  • Ansprache bedeutet auch ansprechbar sein. Seid also klar als Standpersonal erkenntlich, sei es durch Tragen der T-Shirts oder durch ein Namensschild, das Euch als Mitarbeiter der Piratenpartei kennzeichnet. Das Namensschild hat auch den Vorteil, dass es Barrieren gegenüber dem Bürger abbaut und es schnell abzunehmen ist, wenn als advokatus diaboli aufgetreten werden soll.
  • Freundlichkeit und höfliches Benehmen gegenüber dem Bürger sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Mit Humor und einem natürlichen, offenen und freundlichen Gesicht erreicht man mehr als mit verbissener Argumentation.

Techniken der Ansprache: Im "Außendienst" d. h. beim Verteilen von Flyern oder in einer Funktion des Kundenstoppers( Kundenstopper sind in Hamburg nicht erlaubt ), Blickkontakt aufnehmen und dann einige Schritte mit dem Bürger mitgehen. Als Einstieg kann eine kurze Ansprache wie z. B. "Kennen Sie schon die Piratenpartei?". Wichtig ist nur, dass die Ansprache kurz und nicht belästigend klingt. Bleibt der Angesprochene dann nicht stehen, macht auf keinen Fall den Fehler, hinterher zu gehen und nochmal nachzufragen, ob derjenige nicht wenigstens ein bisschen Infomaterial mitnehmen will oder so. Eventuell wird der angesprochene Bürger dann ungehalten und wird lauter mit Worten wie "Lass mich in Ruhe!" Das steckt umstehende Bürger an, die gleich einen negativen Eindruck erhalten und einen Bogen um den Stand machen!

Lauft stets alleine oder maximal zu zweit, damit die Leute sich nicht überfallen und unter Druck gesetzt vorkommen. Die Ansprache von jüngeren, erwachsenen Bürgern, die MP3-Player tragen mit Worten wie "...das ist übrigens auch eines unserer Themen...Privatkopie von Musikstücken!" sorgt auch oft für schnelles Interesse.

Beim "Innendienst", also am Stand, sollen die Bürger nicht mit Blicken "festgenagelt" werden, wer als Interessent den Stand aufsucht, möchte sich oft erst einmal einen Überblick verschaffen. Auch nicht am Rande des Standes auf Passanten lauern, um dann überfallartig über sie herzufallen.

Die Ansprache soll erfolgen, wenn eine der folgenden Verhaltensweisen gezeigt wird:

  • Interessenten gehen auf Standpersonal zu oder blicken Hilfe suchend umher.
    Einstieg: Begrüßung, Vorstellung, "Wie kann ich Ihnen helfen?", aktives Zuhören
  • Interessenten fixieren ein bestimmtes Objekt oder lesen Infomaterial.
    Einstieg: "Wie ich sehe, haben Sie Interesse an ..." Vorstellung, Begrüßung, aktives Zuhören
  • Interessenten wollen den Stand verlassen.
    Einstieg: "Haben Sie niemand gefunden, der Ihnen Informationen geben konnte?" Vorstellung, Begrüßung
  • Handelt es sich um eine Gruppe von Bürgern, immer alle ansprechen und auch mit allen Blickkontakt aufnehmen, aber keinen fixieren.

Gesprächsführung

Nach dem Einstieg sollten sich Anknüpfungspunkte ergeben haben, welche mit W-Fragen vertieft werden können. Das Ziel ist hier herauszufinden, was der Bürger bereits über uns und unsere Themen und Ziele weiß. Dies kann dann vertieft oder durch zusätzliche Aspekte verbreitert werden. Wichtig dabei ist, dass es kein Monolog des Standmitarbeiters wird, sondern immer wieder mal mit Fragen den Bürger um seine Meinung bitten.

  • "Können Sie das unterstützen?"
  • "Wie ist Ihre Sichtweise dazu?"
  • "Wollen Sie mehr darüber erfahren?"

Argumentationshilfen
Siehe hierzu: Argumentation

Erkennt dann im Gespräch vorhandene Abschluss-Signale und führt einen positiven Abschluss herbei:

Interessenten...

  • nicken mehrfach zustimmend.
  • rufen andere hinzu.
  • rücken immer näher.
  • bekommen einen entspannten und positiven Gesichtsausdruck.
  • äußern sich negativ über andere Parteien.
  • machen zustimmende Bemerkungen.
  • äußern direkten Spenden- oder Beitrittswunsch.
  • schauen auf die Uhr oder werden unruhig.

Der positive Abschluss kann unterschiedlich aussehen:

Infomaterial mitgeben oder Adresse für Zusendung notieren und ...

  • das Versprechen die Piratenpartei zu wählen.
  • das Versprechen die Mailingliste zu abonnieren.
  • das Versprechen den nächsten Stammtisch zu besuchen.
  • das Versprechen mitzuarbeiten.
  • das Versprechen, anderen von den Inhalten und Zielen der Piratenpartei zu erzählen.

Nicht in allen Bundesländern:

  • Mitgliedsantrag ausfüllen
  • Spende entgegennehmen

Gebt auch immer den Hinweis, das übergebene Material doch im Bekanntenkreis weiterzureichen.

Verhalten am Infostand

Pünktlichkeit: Bitte seid pünktlich, sowohl am Morgen oder auch bei der Ablösung. Auch bei Rollenwechsel (Innendienst <=> Außendienst) vereinbart vorher, wann der nächste Wechselturnus sein wird und haltet Euch daran.

Aufmerksamkeit gegenüber den Bürgern: Wenn am Infostand gerade keine Bürger stehen, verfällt man sehr leicht in Diskussionen untereinander und dreht den Passanten dabei den Rücken zu und bewirkt so, dass man für eine geschlossene Gesprächsgruppe gehalten wird. So gehen eventuell interessierte Bürger vorbei! Falls unbedingt was zu diskutieren ist, so kann sich ein Pirat vor den Stand stellen und Passant "spielen", dann kommen manchmal weitere Passanten dazu.

Keine Privatunterhaltungen oder Telefongespräche, wenn nicht betreute Interessenten am Stand sind. Essen oder Rauchen am Stand ist ebenfalls tabu, beides soll außerhalb des Standes erfolgen. Bitte vermeidet Alkoholgenuss während der Mitarbeit am Infostand, jeder einzelne wird als Repräsentant der Piratenpartei wahrgenommen.

Diskussionen, auch mit Verfechtern der aktuellen Politik am Stand sorgen immer dafür, dass weitere Passanten stehen bleiben und zumindest interessiert zuhören. Geht also darauf ein und nehmt auch die Argumente der "Gegenseite" mit, um sie später auszuwerten. Wenn genug Standpersonal da ist, hilft es auch, Diskussionen zu lancieren, indem nicht so deutlich als Piraten kenntliche Mitstreiter solche mit dem Standpersonal beginnen.

Betreuung bei großem Andrang :

  • Können neue Interessenten zu einer Gruppe zusammengeführt werden?
  • Neuankömmlinge begrüßen und mit etwas beschäftigen (Flyer, Infomappe) und zusichern, dass sofort jemand kommt.
  • Wartenden zwischendurch zu verstehen geben, dass sie nicht vergessen wurden.

Teamarbeit: Seid flexibel und kollegial, übernehmt auch Aufgaben, die nicht Euch direkt betreffen, wenn Ihr seht, dass andere überlastet und/oder überfordert sind. Ein Infostand ist immer eine Herausforderung und jedes mal entstehen neue Situationen, die im Vorfeld nicht bedacht werden konnten. Deshalb ist eine gehörige Portion Improvisationsbereitschaft und Flexibilität erforderlich, um den Infostand zu einem Erfolg werden zu lassen. Beim Standabbau gehen alle miteinander.

Nachbereitung

  • Aktion mit Erfahrungen im Wiki Dokumentieren und unter erfolgreiche Aktionen verlinken.
  • Bei neuen Erfahrungen / Problemen / Fragen bitte die Argumentation ergänzen.

Erfolgreiche Aktionen


Mögliche Fehler

Keinen Infotisch zu machen ist mit Abstand der größte Fehler, den man machen kann. Darüber hinaus kann man dennoch am Infostand Fehler machen:

  • Standmitarbeiter kennen die zentralen Themen und Ziele nicht.
  • Es wird passiv gewartet, bis ein Interessent Kontakt aufnimmt.
  • Standmitarbeiter wissen nicht, dass Zuhören ein wichtiger Bestandteil von Kommunikation ist. Statt den Interessenten zu Wort kommen zu lassen, werden diese mit einem Schwall von Information überschüttet.
  • Die Gespräche werden in die Länge gezogen, weil vermeintlich das Bild noch nicht stimmt. Stattdessen auf Abschlusssignale achten und einen positiven Abschluss herbeiführen.
  • Standmitarbeiter widmen sich überwiegend "good old friends" statt Interessierten zur Verfügung zu stehen.

Siehe auch


InfostandWahlkampfInfostand