Benutzer Diskussion:Ralf
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restart --Ralf 23:33, 22. Feb 2007 (UTC)
:-) -- inkorrupt
Korrektur: Ich muss mich in aller Form bei Dir entschuldigen, was ich über Dich auf meiner Wahlkampfseite geschrieben habe.
Inhaltsverzeichnis |
Über die Führung der Piratenpartei
Eine Mindermeinung von Ralf Reinhardt
Eine Partei kann nicht wie ein kleiner Computerclub aufgebaut sein. Eine Partei funktioniert wie eine Firma, im Idealfall zwar wie eine äußerst demokratische Firma, aber eben doch mit klaren Hierarchien, über die auch nicht diskutiert werden muss. Dazu gehört es, dass (wie auf jedem Piratenschiff) eine echte Kommandokette existiert. An der Spitze steht der Vorstand.
Der Vorstand hat die primäre Aufgabe, Entscheidungen zu fällen, herbeizuführen und durchzusetzen und eine klare Richtung vorzugeben (und auch vorzuleben). Dafür muss der Vorstand schlagkräftig sein. Als erste Infrastrukturmaßnahme halte ich es für unabdingbar, den Vorstand zu verkleinern. Es genügt völlig, die klassischen fünf Posten zu besetzen, die zwei weiteren Piraten sind meines Erachtens unnötig oder gar störend. Der Vorsitzende ist primus inter pares, er sollte eine eher reifere Persönlichkeit sein. Die Aufgabe des Stelvs ist es, den Vorsitzenden nach bestem Wissen und Gewissen zu unterstützen und zu entlasten. Der Generalsekretär kann bei der Außenwirkung durchaus etwas mehr aufdrehen, man sieht ja, was die politischen Mitbewerber hier ins Feld schicken. Der politische Geschäftsführer hat sich, wie der Name schon ankündigt, um die Politik zu kümmern, auch das ist selbstverständliche Vorstandspflicht. Unabhängig davon ist eine schlagkräftige Infrastruktur aufzubauen. All diese Posten lassen sich mit entscheiden, delegieren und kontrollieren (oder steuern / regeln, falls den E-Technikern dieser Terminus besser gefällt) erledigen. Natürlich darf man hier auf keinen Fall den Vorbildeffekt aus den Augen verlieren, aber es ist sicher nicht Aufgabe eines Vorstandes, einen Server aufzusetzen oder sich um die Mitgliedsausweise (die ich persönlich eh für kindischen Bull* halte, Spendenquittung genügt) zu kümmern. Das einzige Vorstandsmitglied, das operativ tätig ist, ist der Schatzmeister. Ihm würde ich neben den klassischen Pflichten auch noch die Mitgliederverwaltung anvertrauen, dann ist alles aus einem Guss und alberne Absprachen und Verzögerungen sind unnötig. Wenn dieser will und genug Geld und Zeit da ist, dann kann er sich gerne noch um die Mitgliedsausweise kümmern. Der Vorstand tritt min. einmal pro Woche zusammen, entweder fernmündlich oder über Videokonferenz. Eine IRC-Sitzung ist uneffektiv und nicht zielführend. Vorstandssitzungen werden stehend (!) geführt, dies verkürzt die Laber-Zeiten und verhindert, dass Vorstand x in der Badewanne liegend und Bong rauschend den Gesprächsergüssen seiner Kollegen lauscht und dann alles noch mal erklärt bekommen muss ;-) Einer Videokonferenz ist der Vorzug zu geben, Badewanne oder Sofa ist dann auch nicht mehr drin.
Wie kommt ein Vorstand zu einer Entscheidungsfindung? Indem er mit seinen Referaten, bzw. Referatsleitern spricht. Diesen Terminus habe ich aus dem öffentlichen Dienst, welchen Namen ihr dem Kind verpasst ist hierbei unerheblich. Dies ist übrigens der Ort (nicht der öffentliche Dienst, das Piraten-Referat), an dem tatsächlich operativ gearbeitet wird. Wir haben für alles Erdenkliche mehr oder weniger schlagkräftige AGs, verwechselt das bitte nicht mit Referaten! Im Wesentlichen ist dies ein Projektteam, das jedem Vorstand persönlich zur Verfügung steht. Demnach wird es also fünf Referate geben, die sich jeder Vorstand nach seinem Gusto zusammenstellen kann. Entsprechend hat das Generalsekretärs-Referat keine scharfe thematische Abgrenzung zu dem Referat des Vorsitzenden, es ist einfach ein Pool von Idealisten, die (ebenso idealerweise) mit dem Generalsekretär und untereinander gut können und ihm gerne zuarbeiten. Diese Referate bedürfen keinerlei demokratischer Legitimation, das Vorstandsmitglied sucht sich seine Leute selbst aus. Zumindest die Referatsleiter sollten (natürlich in Absprache!) im Namen des jeweiligen Vorstandsmitgliedes nach Innen (!) agieren dürfen. Der Schatzmeister hat ebenfalls die Möglichkeit, von dieser Regelung Gebrauch zu machen, jedoch würde ich die Maximalgröße des Schatzmeisterreferates auf drei Piraten setzen, die allesamt durch eine einstimmige Vorstandsentscheidung einberufen werden. Die Abberufung geschieht durch die Entscheidung des Schatzmeisters. Des Weiteren sollen diese Piraten ein NDA auf Ehrenwort unterschreiben. Der Grund ist klar: Viel sensibler (Namen, Adressen, Kontoverbindung) können Piratendaten gar nicht sein! Witzigerweise habe ich jetzt, nachdem das vorher geschrieben bereits 48 Stunden alt ist, erfahren, dass unser Konto abgewickelt wird – ihr seht also, dass hier eine echte Regelung her muss. Ansonsten haben die Vorstände freie Hand, ich würde Referatsgrößen von zwei bis max. fünf Piraten vorschlagen. Für ideal halte ich drei Mann, einer der Referatsleiter, der jedoch auch nur primus inter pares auf Referatsebene ist. Für die Titelgeilen schlage ich die Bezeichung "Referat des Bundes[genealsekretärs|vostitzenden|..] der Piratenpartei Deutschland" vor, bzw. "Referent" und "Referatsleiter". Der ganze Spaß ist Verwaltung, und da die Jungs und Mädels keinerlei formale Befugnis haben und streng weisungsgebunden sind müssen sie auch nicht in der Satzung auftauchen. Vorstandbeschluss genügt. Aber jetzt wollen wir endlich Politik machen, wie findet Gretchen MM nun endlich Gehör?
Die Landesverbände haben das Ohr auf der Schiene, sprich an der Basis. Wie die Information in diesen "kleinen Zellen" fließt, bleibt meines Erachtens den Ländern überlassen. Irgendwann hat der LV eine Meinung, die mit basisdemokratischen Mitteln zustande kam. Worst case müssen Fristen von oben kommen, wenn dringend eine Meinung gefragt ist. Klappt das nicht, muss der LV-Vorstand entscheiden und ggf. von der Basis Prügel beziehen, wenn sie voll daneben lagen. Aber so isses mit der Verantwortung und der Macht, man bekommt regelmäßig eine rein gewürgt ;).
Es gibt also 16 Bundesländer und somit (wahrscheinlich) 16 Meinungen. Diese Meinungen tragen die Vertreter der LVs (können LV-Vorstände oder vom LV-Vorstand oder Landesparteitag beauftragte Vertrauenspersonen sein) in das "Bundespolitikgremium" (ein besserer Name ist mir nicht eingefallen, schlagt was vor :-). Weitere Teilnehmer des Gremiums sind natürlich die fünf Bundesvorstände sowie zwei unabhängige "Richter", die keinerlei Stimmrecht haben, aber diese Treffen moderieren. <Einschub> Diese Treffen sind übrigens Real-World-Treffen, ein öffentliches Forum mit Nicks ist zur Politikfindung gänzlich ungeeignet. Wenn’s nach mir geht, dann wird das Forum in der jetzigen Form geschlossen, jeder Pirat bekommt einen Zugang zum geschlossen Forum bestehend aus [Vorname][space|.][Nachname] und kann seine Meinung Kund tun. Auf Ebene Bayern funktioniert dies übrigens bereits heute so, es wird wenig gepostet - aber das, was kommt hat Gehalt und meist auch Hand und Fuß und Flaming geht gegen Null. </Einschub> Also, zurück zum "Bundespolitikgremium": Es besteht aus zwei "Richtern", die als Moderatoren wirken, den fünf Bundesvorständen und 16 Vertretern der Länder. An sich sollte gar nicht so viel moderiert werden müssen, da die Meinungen ja schon feststehen – Sie werden von den LVV nur weiter getragen. Die einundzwanzig "Nicht-Richter" haben in Summe 1000 Stimmen, wobei jeweils 50 Stimmen auf jeden Bundesvorstand entfallen und die restlichen 750 Stimmen gemäß der "generellen Piraten-Verteilung" auf die 16 LVVs entfallen. Es gilt die Verteilung zum Zeitpunkt der Meinungsbildung, nicht zum Zeitpunkt der Versammlung des Bundespolitikgremiums. Also mal ein Beispiel: Zum Zeitpunkt der Meinungsfindung (sollte vorher für alle LVs gleich festgelegt werden) gibt es 430 Mitglieder, 80 davon Leben in Bayern, 5 im Saarland. Demnach hat der bayrische LVV (round(80/430*750)) 140 Stimmen, während der Kollege aus dem Saarland nur 9 Stimmen (round(80/430*750)) hat. Entsprechend fließen die Stimmen in der (meinetwegen) zwei Wochen später stattfindenden Gremiumsversammlung ein. Sollte innerhalb dieser zwei Wochen nun 570 neue Mitglieder hinzugekommen sein, so bleibt es bei den Zahlen, die zur Urteilsfindung maßgeblich waren, auch wenn alle neuen Piraten nun im Saarland sitzen sollten. Diese Gremiumsversammlung würde ich einmal im Quartal als Real-World-Treffen aufziehen, um die Meinung der Basis mit der "der Partei", zu synchronisieren. Im Zweifelsfalle geht es hier darum, wie etwas gelebt werden sollte, nicht um große Kursänderungen – diese Kursänderungen müssen nach wie vor in dem Bundesparteitag vorbehalten bleiben. Es wird unter der Zeit gesammelt, worüber es Klärungsbedarf gibt, dann wird eine Deadline zur Meinungsfindung gesetzt, ich denke zwei Wochen vor Ultimo, sprich vor der Gremiumsversammlung sollte o.k. sein. Wie der LV zu seiner Meinung kommt bleibt ihm überlassen, zur Not guckt man sich einfach die Best Practices der Nachbarn ab, das Rad muss nicht immer wieder neu erfunden werden ;-)
Noch mal zu den Zeitplänen: Bundesvorstand versammelt sich einmal die Woche, alle drei Monate tritt das Bundespolitikgremium zusammen und einmal im Jahr gibt es den Bundesparteitag. In Bayern tritt der Landesvorstand ebenfalls einmal die Woche zusammen, der Landesparteitag findet alle 6 Monate statt – es wäre sinnvoll, jedes zweite Meinungsfindungstreffen mit dem Landesparteitag zu synchronisieren und dort die "großen" Lebensfragen zu klären, während im dazwischen liegendem Meinungsfindungstreffen nur die "kleinen" Fragen geklärt werden. Zwei Wochen später erfolgt dann die Versammlung des Bundespolitikgremiums. Die "kleinen" Fragen sollten ebenfalls möglichst basisdemokratisch geklärt werden, entweder im Forum und über die entstehenden Stammtische (solange keine Ortsverbände o.ä. existieren). Den LVs würde ich hier freie Hand geben, solange der Vorstand mit seinem Kopf einsteht. Die Infrastruktur auf LV-Ebene muss ebenfalls ausgebaut werden, sprich Orts-/Kreisverband. So können dann Meinungen aus Hintertupfingen auf formalen Wegen bis zum Landesverband und letztendlich bis auf Bundesebene "hoch sickern". Von Briefwahl oder ähnlichen Mumpitz halte ich absolut nichts. Wer es nicht auf die Reihe bekommt, sich zum Ort der Abstimmung einzufinden, der hat einfach Pech. Rubrik persönliches Einzelschicksal - entweder ich will oder ich will nicht. Auf Parteitagen wird viel diskutiert, fest gezimmerte Beton-Meinungen in Form einer Tage vorher abgegebenen Briefwahl sind völlig fehl am Platz. BTW: Fragt mich mal zum Thema "Technik-Rat" - wenn ich das höre könnte ich ko* - hier wird schon wieder Mittel zum Zweck mit Mittel zum Selbstzweck verwechselt! Eine einfache Anweisung von oben "macht dies" sollte völlig genügen.
Noch mal zum Kurs. Führung muss von oben kommen, und Führung muss aktiv sein, nicht reaktiv. Die Mannschaft wird gefragt, wo es denn hin gehen soll, aber der Captain bestimmt den Kurs und entscheidet, welche Segel gesetzt werden. Meuterei, Insubordination und Befehlsverweigerung darf nicht toleriert werden, weil dann die ganze Mission in Gefahr gerät. Wer sich für den besseren Captain hält, darf ihn herausfordern, aber nicht jederzeit, sondern nur zum Bundesparteitag. Ansonsten müssen alle Mann (und Frau) an einem Strang ziehen, und zwar in dieselbe Richtung! Der Vorstand braucht jede Unterstützung, das mühselige, operative Tagesgeschäft frisst unglaubliche Ressourcen, dies kann man und muss man den Entscheidern abnehmen! Arbeitet bei den Referaten mit! Nette Menschen und fähige Piraten gibt es viele, wenn sie aber keine Management-Skills oder vergleichbare Erfahrungen haben, dann haben sie auch in einem Vorstand nichts verloren! Überlegt Euch also, wen ihr wählt! Und manche sollten überlegen, ob sie als Referatsleiter nicht besser aufgehoben sind und der Partei dadurch weit mehr dienen können. Frei nach Kennedy: Frage nicht, was die Partei für dich tun kann, frage, was du für die Partei tun kannst! Weg von der Konsumentenhaltung – es gibt Indianer, und es gibt Häuptlinge. Aktuell hat die Piratenpartei das Problem, dass es zu viele Indianer gibt, die sich die Privilegien der Häuptlinge nehmen möchten. Wenn Du dich nicht traust, den Häuptling zu geben, dann sei ein guter Indianer! Das Hagakure, das ich an dieser Stelle empfehlen kann, spricht hier vom Fürsten und seinen Gefolgsmännern. --Ralf 15:45, 1. Apr 2007 (CEST)
Diskussion bitte hier:
Disclaimer: Das ist jetzt mal meine Meinung zu dem Thema, es hat natürlich jeder Pirat das Recht eine andere zu haben --Hoshpak 20:06, 3. Apr 2007 (CEST): Das ist ja ein ganz netter langer Text geworden, leider scheint er mir allem zu widersprechen, wofür die Piratenpartei im Moment steht. Ich denke der Vorstand hat die Aufgabe Impulse zu geben, Entdscheidungen im Konsens mit den anderen Piraten zu treffen, deren Durchführung zu überwachen und Aufgaben zu verteilen. Jedoch keineswegs irgendwie diktatorisch einen Kurs vorzugeben und diese möglicherweise noch mit Gewalt durchzudrücken. Dein Verwaltungsvorschlag klingt zwar interessant, scheint mir aber nur unnötig Bürokratie auf- und Demokratie abzubauen. Zum Thema Forum finde ich die aktuelle Situation eigentlich ganz gut, das öffentliche Arbeiten schafft für meinen Geschmack eine ganz andere Atmosphäre, in der ich lieber arbeite und die es auch Nichtmitgliedern ermöglicht sich am politischen Dialog zu beteiligen. Es hat schon seinen Grund, dass ich mich am Bayernforum nicht beteilige. IRC halte ich eigentlich für ganz effektiv, es sollte eigentlich zum Verantwortungsbewusstsein eines Piraten gehören sich nicht in die Badewanne zu legen. Aber mal nebenbei, ich kann auch in eine Videokonferenz ein vorher aufgenommenes Video statt des Livebildes einspielen o.ä.. Die aktuelle Situation ist zwar nicht ideal, aber schon relativ gut. Um mal deine Terminologie zu benutzen haben wir zu wenige Indianer, die ihr Teilhäuptlingsrecht (das jeder Pirat besitzt) auch ausüben (sprich sich aktiv beteiligen), hier sollte ein guter Vorstand die richtigen Impulse setzen um die Leute zu motivieren, dann geht es auch schneller vorwärts. --Hoshpak 19:08, 3. Apr 2007 (CEST)
- Ich stimme Hoshpak in seiner Analyse zu. --Jamasi 19:41, 3. Apr 2007 (CEST)
- selbiges--Nimix 20:02, 3. Apr 2007 (CEST)
- Ich bin geteilter Meinung. Nichts gegen Basis-Demokratie, aber auch das kann man übertreiben. Es muss eine stabile "Führung" her. Wenn die bei jeder Entscheidung erst die Basis fragen muss, kann man sich den Vorstand auch sparen. Der Vorstand muss frei entscheiden können. Natürlich nur im sinnvollen Rahmen. Wir wollen schließlich voran kommen. Solange wir noch so klein sind, kann man sich noch mal eben mit den anderen Mitgliedern abstimmen. Gerade weil wir die modernen Kommunikationsmittel nutzen, geht das sehr einfach. Ich habe es doch im Forum erlebt. Wenn ich bei kritischen Entscheidungen erst meine Mit-Moderatoren frage, dauert es manchmal 2 Tage, bis etwas entschieden werden kann. Ich habe mir abgewöhnt zu fragen und mache einfach, was ich für richtig halte. Beim Vorstand ist es noch wichtiger, dass er relativ unabhängig entscheiden kann. Allerdings sollte ein einzelnes Vorstands-Mitglied nicht einfach so entscheiden können. Die Mehrheit im Vorstand sollte schon dahinter stehen. Wohin die vielen "ach ich muss noch meinen Senf dazu geben" führen, sieht man auch bei den PMs. Es dauert einfach zu lange. Der Vorstand benötigt Entscheidungsfreiheit. Übrigens ist genau wegen dieser Basis-Demokratie-Diskussion der LV-Nds bisher gescheitert, soweit ich informiert bin. Allerdings finde ich einige Dinge von Ralph auch übertrieben. Soviel Bürokratie sollten wir nach Möglichkeit nicht aufbauen. Geht von beiden Seiten mal mit ein wenig mehr Augenmaß und gesundem Menschenverstand ran. Ich bin Qualitäts-Management-Beauftragter (ISO 9001). Ich weiß, was Bürokratie und (über-)organisierte Strukturen bedeuten.--Jasocul 20:55, 3. Apr 2007 (CEST)
- Das Problem lässt sich doch einfach lösen, indem man seine Idee öffentlich anspricht und direkt dabei eine Frist für Kommentare und Meinungen angibt. Ist bis zum Ablauf der Frist kein berechtigter Einwand da, dann zieht man halt sein Ding durch. Dieses Prozedere sollte man insbesondere bei gemeinsam zu erstellenden PM anwenden. Wenn man keine Fristen setzt, dann hängt man natürlich in der Luft. --Jamasi 21:28, 3. Apr 2007 (CEST)
- Und was soll bei Entscheidungen passieren, die sofort getroffen werden müssen? Telefon klingelt, größte deutsche Tageszeitung: "Herr Vorsitzender, wir brauchen ein Interview zum Thema blabla. In einer Stunde ist ein Reporter bei Ihnen". Vorsitzender: "Sorry, aber das geht nicht. Ich muss das erst mit der Basis abstimmen". Das ist jetzt vielleicht etwas überspitzt, aber was ich damit sagen will, ist: Man kann es in beide Richtungen übertreiben. Das Ziel muss irgendwo in der Mitte liegen. Wir brauchen keinen Vorstand der von oben sagt, was gemacht werden muss, aber es darf auch nicht in soviel Basis-Entscheidungen münden, dass man Handlungsunfähig wird. Oder wie oben beschrieben, keinen LV gründen kann. Das Beispiel PM macht es ebenfalls deutlich. Zu gewissen Themen hat man in der Partei eine Grundeinstellung. Das muss man doch nicht zur Überarbeitung einstellen. Zumindest nicht, wenn es vom Vorstand verfasst ist (Fähigkeit PMs zu schreiben, natürlich vorausgesetzt). Der sollte immer im Interesse der Partei schreiben und handeln. Ansonsten braucht man keinen Vorstand. Vielleicht sollten wir dazu mal eine Basis-Diskussion führen.--Jasocul 08:15, 4. Apr 2007 (CEST)
- Bei Interviews sehe ich kein Problem, die kann eh jeder Pirat mit jeglichem Redakteur führen. Wenn es dabei um die Parteimeinung geht, dann ist es sinnvoll, das jemand mit Überblick interviewt wird (üblicherweise sollte der Vorstand den Überblick haben). Bei einer PM halte ich es für sinnvoll diese für wenigstens eine halbe Stunde ins Wiki zu stellen, damit zumindest jemand anders die Chance hat die obligatorischen 3+ Rechtschreibfehler zu finden, die man selber beim Schreiben immer übersehen hat. --Jamasi 11:11, 4. Apr 2007 (CEST)
- Ich hatte ja geschrieben, dass das mit Interview ein bisschen überspitzt ist, aber Du hast ja gemerkt, worauf ich hinaus will. Bzgl. PM: Ich lasse wichtige Schriftstücke auch immer prüfen, bevor ich sie raus gebe. Leider reicht im Wiki eine halbe Stunde (sicherlich von Dir übertrieben ;-) ) in der Regel nicht aus. Aber man kann es natürlich trotzdem dafür verwenden. Das war es aber nicht, worum es mir ging. Ich bin der Meinung (genau wie Ralph), dass es Bereiche geben muss, wo unabhängig Entscheidungen getroffen werden können. Es geht nicht um eine einzelne Person (z.B. Vorsitzender), sondern immer eine kleine Gruppe (z.B. Vorstand), die sich absprechen kann. Hier heißt dann aber auch Entscheidung = Verantwortung. Wenn man die Verantwortung nicht tragen will oder kann, dann muss das an die Basis weiter gegeben werden. Sind Entscheidungen nicht zeitkritisch, kann auch mehr delegiert werden. Je mehr die Basis beteiligt ist, um so besser. Das darf aber nicht zur unumstößlichen Pflicht werden. Übrigens habe ich mal Deine politische Position (Fragebogen) mit meiner verglichen. Wir sind uns ganz schön ähnlich (Economic Left/Right: -3.63 Social Libertarian/Authoritarian: -5.54). --Jasocul 14:07, 4. Apr 2007 (CEST)
- Bei Interviews sehe ich kein Problem, die kann eh jeder Pirat mit jeglichem Redakteur führen. Wenn es dabei um die Parteimeinung geht, dann ist es sinnvoll, das jemand mit Überblick interviewt wird (üblicherweise sollte der Vorstand den Überblick haben). Bei einer PM halte ich es für sinnvoll diese für wenigstens eine halbe Stunde ins Wiki zu stellen, damit zumindest jemand anders die Chance hat die obligatorischen 3+ Rechtschreibfehler zu finden, die man selber beim Schreiben immer übersehen hat. --Jamasi 11:11, 4. Apr 2007 (CEST)
- Und was soll bei Entscheidungen passieren, die sofort getroffen werden müssen? Telefon klingelt, größte deutsche Tageszeitung: "Herr Vorsitzender, wir brauchen ein Interview zum Thema blabla. In einer Stunde ist ein Reporter bei Ihnen". Vorsitzender: "Sorry, aber das geht nicht. Ich muss das erst mit der Basis abstimmen". Das ist jetzt vielleicht etwas überspitzt, aber was ich damit sagen will, ist: Man kann es in beide Richtungen übertreiben. Das Ziel muss irgendwo in der Mitte liegen. Wir brauchen keinen Vorstand der von oben sagt, was gemacht werden muss, aber es darf auch nicht in soviel Basis-Entscheidungen münden, dass man Handlungsunfähig wird. Oder wie oben beschrieben, keinen LV gründen kann. Das Beispiel PM macht es ebenfalls deutlich. Zu gewissen Themen hat man in der Partei eine Grundeinstellung. Das muss man doch nicht zur Überarbeitung einstellen. Zumindest nicht, wenn es vom Vorstand verfasst ist (Fähigkeit PMs zu schreiben, natürlich vorausgesetzt). Der sollte immer im Interesse der Partei schreiben und handeln. Ansonsten braucht man keinen Vorstand. Vielleicht sollten wir dazu mal eine Basis-Diskussion führen.--Jasocul 08:15, 4. Apr 2007 (CEST)
- Das Problem lässt sich doch einfach lösen, indem man seine Idee öffentlich anspricht und direkt dabei eine Frist für Kommentare und Meinungen angibt. Ist bis zum Ablauf der Frist kein berechtigter Einwand da, dann zieht man halt sein Ding durch. Dieses Prozedere sollte man insbesondere bei gemeinsam zu erstellenden PM anwenden. Wenn man keine Fristen setzt, dann hängt man natürlich in der Luft. --Jamasi 21:28, 3. Apr 2007 (CEST)
Aussage
Hallo Ralf, könntest du die Aussage "In der Partei gibt es keine Piraten, offensichtlich noch nicht einmal Leichtmatrosen." bitte nochmal genauer erläutern. Mir ist nicht ganz klar, worauf du damit anspielst. --Hoshpak 11:28, 21. Okt. 2007 (CEST)
- Hallo,
- lies bitte meine "alte" Motivation, und Du wirst verstehen, was ich unter Pirat verstehe. Ein Leichtmatrose ist der dünnste Schatten eines solchen Piraten, den man sich vorstellen kann. Soviel zu meiner Begrifflichkeit.
- Ein Pirat (genau wie der Bergsteiger, der Projektleiter oder sonstwer, der ein Ziel hat) hat nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn er entschlossen ist. "Stillstand ist der Tod" - als Themenpartei nimmt Dich niemand wahr, und schlimmer - niemand wird Dich wählen! Die Basis hat entschieden, ein Computerclub zu bleiben - Politik funktioniert aber grundsätzlich anders, das kapieren nur die Kiddies nicht!
- Der Anspruch "Partei" oder gar "Wählbarkeit" ist aktuell ad absurdum geführt. Die Piraten als politische Partei kennt niemand, und so wird es bleiben. Jedes weitere Engagement ist imho Zeitverschwendung, wenn das Ziel nicht "Onanieren" (lol) sondern Übernahme von echter politischer Verantwortung, politischer Macht und Mitgestaltung der Gegenwart und Zukunft der Bundesrepublik Deutschland ist. Denn genau dies wird mit dieser Gurkentruppe unter den jetzigen Gegebenheiten nicht funktionieren ;-) --Ralf 12:29, 21. Okt. 2007 (CEST)
- Und was hindert dich daran neue Themenfelder von den Kernthemen ausgehend zu erarbeiten? Ansonsten habe ich das Ergebnis der Befragung bisher noch nirgends gesehen. --Jamasi 15:27, 21. Okt. 2007 (CEST)
- Ralphs Diagnose ist etwas hart ausgedrückt und nimmt das wohl zu 99% zutreffende Ergebnis der Umfrage voraus aber er hat im Kern nicht unrecht. Er hat unrecht was "Kiddies" angeht - denn nicht diese bremsen hier imho. Aber nicht einmal (und gerade nicht) die Grünen haben sich das erlaubt was hier ansteht. Das "aus den Themenfelder erarbeiten" *rofl* -- nun, was das im übergroßen Hauptfeld "Wirtschaft" bedeutet... nun - ich habe es versucht anzureissen. Eben dieses erarbeiten wird gerade (imho) negativ beschieden und das auf Dauer. Begründung "man wolle auf Experten warten" - und zwar mit einem Programm ohne "Wirtschaft" und "Umwelt" warten wir auf "Wirtschafts- und Umweltexperten". Ich erwarte dieses Ergebnis und der weitere Weg der Partei ist somit ein Stück weit vorgezeichnet. Diejenigen welche mehr wollen oder wollten werden und wurden dann voll ausgebremst. Es wird kein Engagement mehr in diese Richtungen geben. Wozu auch Aloa5 20:08, 21. Okt. 2007 (CEST)
- Ich halte deine Grundposition zur Wirtschaft, die du im Forum dargelegt hast, durchaus für konsensfähig. Wir haben aber ein viel größeres Problem: Es ist bisher kein klares Verfahren zur Entscheidungsfindung vorhanden. Ich verweise da nochmal auf die Möglichkeit, die mir in dem Kontext als mögliche Lösung eingefallen ist: Modularität. Ich halte das Konzept für umsetzbar (Innerparteiliche Verpflichtung von Delegierten Abstimmungen öffentlich zu machen bzw. zu dokumentieren und Parteiausschluß bei Verstoß dagegen). Klingt hart, aber bringt echte, glaubwürdige Transparenz. --Jamasi 21:48, 21. Okt. 2007 (CEST)
- Es spielt keine Rolle ob meine Position konsensfähig ist, wenn durch eine (absichtlich oder unabsichtlich) ungeeignete Umfrage-Stellung ein "nein" zu etwas derartigem herauskommt bzw. herausgekommen ist. Dann heisst es "keine Themenerweiterung" und das war es dann auch. Ich glaube nicht, das verstanden wird was das bedeutet. Das ist es was Ralph meinte - ist aber altersunabhängig und nur mit "unreif" zu bezeichnen.. "unreif" für die Politik nämlich, dem erkennen von Konsequenzen und Notwendigkeiten. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses will ich von keinem hier ein Geschrei wegen der Folgen hören. Aloa5 22:03, 21. Okt. 2007 (CEST)
- Ich halte deine Grundposition zur Wirtschaft, die du im Forum dargelegt hast, durchaus für konsensfähig. Wir haben aber ein viel größeres Problem: Es ist bisher kein klares Verfahren zur Entscheidungsfindung vorhanden. Ich verweise da nochmal auf die Möglichkeit, die mir in dem Kontext als mögliche Lösung eingefallen ist: Modularität. Ich halte das Konzept für umsetzbar (Innerparteiliche Verpflichtung von Delegierten Abstimmungen öffentlich zu machen bzw. zu dokumentieren und Parteiausschluß bei Verstoß dagegen). Klingt hart, aber bringt echte, glaubwürdige Transparenz. --Jamasi 21:48, 21. Okt. 2007 (CEST)
- Ralphs Diagnose ist etwas hart ausgedrückt und nimmt das wohl zu 99% zutreffende Ergebnis der Umfrage voraus aber er hat im Kern nicht unrecht. Er hat unrecht was "Kiddies" angeht - denn nicht diese bremsen hier imho. Aber nicht einmal (und gerade nicht) die Grünen haben sich das erlaubt was hier ansteht. Das "aus den Themenfelder erarbeiten" *rofl* -- nun, was das im übergroßen Hauptfeld "Wirtschaft" bedeutet... nun - ich habe es versucht anzureissen. Eben dieses erarbeiten wird gerade (imho) negativ beschieden und das auf Dauer. Begründung "man wolle auf Experten warten" - und zwar mit einem Programm ohne "Wirtschaft" und "Umwelt" warten wir auf "Wirtschafts- und Umweltexperten". Ich erwarte dieses Ergebnis und der weitere Weg der Partei ist somit ein Stück weit vorgezeichnet. Diejenigen welche mehr wollen oder wollten werden und wurden dann voll ausgebremst. Es wird kein Engagement mehr in diese Richtungen geben. Wozu auch Aloa5 20:08, 21. Okt. 2007 (CEST)
- Und was hindert dich daran neue Themenfelder von den Kernthemen ausgehend zu erarbeiten? Ansonsten habe ich das Ergebnis der Befragung bisher noch nirgends gesehen. --Jamasi 15:27, 21. Okt. 2007 (CEST)
BezParteitag?
Du auf dem BezParteitag? Fett :-P Freu mich schon, bis dann ^^ --b.pwned 20:19, 4. Aug. 2009 (CEST)
- Erst mal nur schaun, ob sich doch ein paar Leichtmatrosen zu erkennen geben ;-) --Ralf 12:40, 5. Aug. 2009 (CEST)
- Freut mich auch sehr. Ich hatte Dich immer noch auf der Beobachtungsliste - wie "Hobbybauer" und andere gibt es einige Heimkehrer. Grüße Aloa5 13:37, 5. Aug. 2009 (CEST)
BY:Kreisverband München#Stimmkreise
Bis 2013 scheint es noch lang, doch die Arbeit beginnt jetzt. ArnoldSchiller
Aus welchem Stimmkreis: Hadern 101 Bogenhausen 102 Giesing 103 Milbertshofen 104 Moosach 105 Pasing 106 Ramersdorf 107 Schwabing 108 bist du, wenn du es weißt, dann füge doch auf deine Benutzerseite die Kategorie Benutzer aus Stimmkreis 101,102,103,104,105,107 oder 108 hinzu.ArnoldSchiller
