Benutzer:RoadrunnerFD
Aus Piratenwiki
| Kurzprofil | |
|---|---|
| Persönlich | |
| Name: | Fabian Dickmann |
| Nick: | RoadrunnerFD |
| Wohnort: | Bottrop |
| Geburtstag: | 1987 |
| Politisch | |
| Partei: | Piratenpartei Deutschland |
| Mitgliedsnummer: | 8850 |
| Landesverband: | Nordrhein-Westfalen |
| Wahlkreis: | 76 |
| Wahlergebnis: | 891 Stimmen (1,7%) |
| Crew: | Revierpiraten |
| Funktion: | 1. Crewsprecher |
| Stammtisch: | Bottrop |
| Kontakt | |
| Webmail: | Form-Mailer |
| Mail-Adresse: | fabian.dickmann@piratenpartei-bottrop.de |
| Piraten-Forum: | roadrunner |
| Twitter: | RoadrunnerFD |
Person
- Bildung und Beruf
- Fichteschule Bottrop, 1993-1997
- Heinrich-Heine Gymnasium Bottrop 1997-2006
- Universität Duisburg Essen 2006-heute
- Interessen
- Fußball
- Mathematik
- Schach
- Politik
- Linux
Ich bin seit 2006 Student der Mathematik mit Nebenfach Physik in Duisburg. Ich schlage mich mit verschiedenen Nebenjobs als Hilfskraft an der Uni herum und beginne im Frühjahr 2010 mein 8. Fachsemester.
Außerhalb der Reihe habe ich ein Semester in Bonn verbracht und festgestellt, dass das Niveau der Lehrveranstaltungen und der Studenten in Bonn (im einzigen Exzellenz-Cluster der Mathematik in Deutschland) genau so gut oder schlecht ist, wie in Duisburg auch. Ich halte die Zentralisierung in der Hochschulpolitik deswegen für falsch. Man sollte nicht den Fehler machen und darauf setzen, einige Standorte mit Geld zu überschütten und anderen den Hahn zuzudrehen.
Bei uns gibt es Professoren, die erzählen, dass in der heutigen mathematisch-physikalischen Forschung jeder Mitarbeiter zunächst zur Geheimhaltung eventueller neuer Erkenntnisse verpflichtet wird. Da merkt man, dass das Problem mit dem Patentwahn viel akuter ist, als viele denken.
Wir waren der letzte Jahrgang, der noch auf Diplom studieren durfte und hatten deswegen sehr viele Freiheiten, die mir die Sache auch erleichtert haben. (Keine Praktika, keine Anwesenheitspflicht, kein Prüfungsmarathon)
Deswegen ist der Streik der Bachelor-Studenten gegen Studiengebühren und für mehr Freiheit im Studium mit Sicherheit berechtigt.
Ich bin in der Piratenpartei, weil ich glaube, dass wir diese Freiheiten für alle realisieren könnten.
Landtagswahl 2010
Da die Landesparlamente vor allem für die Themen Bildung und Polizei zuständig sind, sind für mich die wichtigsten Punkte bei der LTW 2010:
- Abschaffung der Studiengebühren
- Abschaffung der Hauptschulen
- Klare Begrenzung der polizeilichen Befugnisse und Abgrenzung von den richterlichen Befugnissen
Meinungen
Es folgen meine persönlichen Meinungen. Es handelt sich nicht ausschließlich um offizielle Meinungen der Piratenpartei. Ich bin allerdings zuversichtlich, mit diesen Punkten den Nerv der anderen Mitglieder zu treffen.
Abschaffung der Studiengebühren
Die Studiengebühren werden von der CDU/FDP damit gerechtfertigt, dass die Studenten als Besserverdienende der Zukunft einen Anteil leisten müssen. Allerdings kann man die Besserverdienenden nur dann zu Kasse bitten, wenn sie Geld besitzen, und nicht 10 Jahre vorher.
Die Studiengebühren sind allerdings nicht nur ungerecht, weil Studenten kein regelmäßiges Einkommen haben, sondern meiner Meinung nach auch finanziell unüberlegt. Ich halte die Abschaffung der Gebühren für eine rentable Investitionsmöglichkeit. Würde die Zahl der Studenten nach Abschaffung der Studiengebühren nur um einige Prozente steigen, würde der geringere Fachkräftemangel in der Zukunft das heutige Finanzierungsproblem mehr als ausgleichen.
Abschaffung der Hauptschulen
Ich glaube, dass Motivation eine Voraussetzung für Erfolge in den Bildungseinrichtungen ist. Deswegen machen die Existenz von Hauptschulen und deren Ruf größere Leistungssteigerungen der Schüler von vornherein so gut wie unmöglich.
Klare Begrenzung der polizeilichen Befugnisse und Abgrenzung von den richterlichen Befugnissen
Wir brauchen eine klare Gewaltenteilung. Die Vorstöße aus jüngster Vergangenheit, dass Bürger vor Polizisten teilweise die gleichen Aussagepflichten haben sollten, wie vor Richtern, ist deswegen abzulehnen. Zur Unabhängigkeit der Gewalten gehört auch deren Staatlichkeit bzw. Unabhängigkeit zur Privatwirtschaft. Deswegen halte ich die Idee von CDU/FDP, den Gerichtsvollzug zu privatisieren, grundsätzlich für falsch.
Hochschulpolitik
Wie bereits oben erwähnt, halte ich es für falsch, dass Elite-Universitäten geschaffen werden sollen und damit die Situation an anderen Universitäten vergleichsweise schlechter wird. Dass das Niveau in der breiten Masse gleich hoch ist, sehe ich als Stärke des deutschen Systems im Vergleich zu den Zwei-Klassen Systemen in England oder den USA.
Trennung von Staat und Kirche
Als unser Land gegründet wurde, lag der Anteil der Kirchenmitgleider bei 99%. Deswegen war eine Verbindung von Staatund Kirche damals vertretbar. Heute liegt der Anteil der Kirchenmitglieder bei 59%, es gibt andere nennenswerte religiöse Gruppen und der Anteil der Konfessionslosen ist mit 35% höher als jemals zuvor. Deswegen halte ich die derzeitige Verbindung von Staat und Kirche für nicht mehr zeitgemäß.
Es nicht für die Aufgabe des Staates, eine bestimmte Religion zu fördern oder deren Meinung zu verbreiten. Da unser Land zusätzlich große finanzielle Probleme hat, kann und soll der Staat in Zukunft nicht mehr für die Unkosten der Religionsgemeinschaften aufkommen.
Ende des Überwachungswahns
Wie alle anderen hier, bin auch ich der Meinung, dass freie Menschen das Recht haben müssen, zu telefonieren, EMails zu versenden, auf Autobahnen zu fahren, etc., ohne dabei von Staat überwacht zu werden.
Computerspiele und Paintball
Der volljährige Mensch muss das Recht haben, pädagogisch nicht wertvolle Dinge zu tun. Den erwachsenen Bürger zu erziehen, ist nicht Aufgabe der Regierung.
Ich selbst bin kein Gamer. Doch wenn die Gamer sich darauf berufen, dass für Volljährige ja auch brutale Filme oder Sportarten wie Boxen erlaubt sind, haben sie Recht. Deswegen muss man ihnen auch Recht geben.
Abschaffung von Wehr- und Zivildienst
Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist strukturell. Fachkräfte werden benötigt, an einfacher Arbeit mangelt es. Der Zivildienst vernichtet die letzten einfachen Arbeitsplätze, die es noch gibt. Gleichzeitig werden die jungen Männer ein Jahr aufgehalten. In NRW wurde viel unternommen, um die Schulzeit auf 12 Jahre zu verkürzen, da dieses eine gesparte Jahr nach Expertenmeinung viel für den Arbeitsmarkt bringen würde. Da mit dem Beibehalt der Wehrpflicht gleichzeitig ein Jahr ohne Bildungsfortschritt verschwendet wird, wäre hier der eigentliche Ansatzpunkt für eine Veränderung gewesen.
Es gibt ein Gesetz, nach dem Wehrpflichtige nur an Auslandseinsätzen teilnehmen müssen, falls sie freiwillig dazu bereit sind. Von den Wehrpflichtigen, die in Afghanistan sind, kann man also mit Sicherheit sagen, dass sie ein großes Interesse an der Bundeswehr haben müssen. Diejenigen hätten bestimmt auch ein Freiwilligenangebot angenommen, wenn es keine Pflicht mehr gäbe.
