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Benutzer:Oliver,Schoenemann/Infostände

Aus Piratenwiki
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Der Info-Stand

Der Info-Stand vereint eine Vielzahl positiver Aspekte für die Öffentlichkeitsarbeit unserer Partei. Er ist ein relativ kostengünstiges, unkompliziertes und spontan einsetzbares Mittel. Er bietet die Möglichkeit, Positionen und Argumente zu verbreiten und vor allem: mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Die direkte, persönliche Ansprache, der persönliche Kontakt und das Gespräch sind die wichtigsten und eindrucksvollsten Wege, Interesse an der Piratenpartei zu vermitteln. Hier nimmt im optimalen Fall die extrem wirkungsvolle Mund-zu-Mund-Propaganda ihren Anfang.

Aber Info-Stand ist nicht gleich Info-Stand: Eine gute Vorbereitung, ein paar Verhaltensregeln und ein wenig Mühe bei der Gestaltung und schon wird der Info-Stand erfolgreich ablaufen. Die Vorbereitung

  • Anmeldung des Info-Standes: In der Regel beim Amt für öffentliche Ordnung (kommunal unterschiedlich geregelt). Notwendige Angaben sind: Ort, Zeitpunkt, Dauer, Größe, Anlass (z.B. Verteilen von Informationsmaterial). Im Wahlkampf sind solche Anmeldungen für gewöhnlich nicht erforderlich. Die Kreiswahlleiter legen in eigener Zuständigkeit, wann die Hauptwahlkampfzeit offiziell beginnt und die Notwendigkeit der Anmeldung damit entfällt.
  • Ort und Zeit: Ort und Zeit sollten je nach Zielgruppe und nach Thema ausgewählt werden. Gut geeignet sind Fußgängerzonen, je nach Anlass aber auch andere Orte (z.B. vor dem Freibad bei drohender Schwimmbadschließung, vor dem Bahnhof bei Verschlechterung des ÖPNV-Angebots). Zu berücksichtigen ist auch die Situation, in der man PassantInnen anspricht. So sind am Bahnhof viele Leute in Eile, aber man kann ihnen gut etwas in die Hand drücken, was sehr wahrscheinlich auf der folgenden Fahrt auch gelesen wird.


Thematischer Info-Stand

Allgemeine Infostände der Piratenpartei sind zwar sehr verbreitet, sprechen aber außerhalb von Wahlkampfzeiten wenige Leute an. Thematische Infostände (z.B. Kampagnenstände zu Mindestlohn oder Rente) sind übersichtlicher und deshalb ansprechender. Im Erscheinungsbild sollte das Thema bereits deutlich werden, z.B. durch Plakataufsteller. Neben dem Material zu diesem Thema sollten immer auch Eintrittsformulare vorhanden sein.

Auch die Presseankündigung mit thematischem Bezug versehen: Nicht "Piratenpartei macht Info-Stand" sondern z.B. "Piratenpartei informiert über Datenschutz".

Material

Grundsätzlich gilt: PassantInnen nicht mit einem "Gemischtwarenladen" überfordern, sondern gezielt zu einem aktuellen Thema Auskunft geben. Kurz gesagt: Weniger ist mehr. Dafür benötigt Ihr ein Massenmaterial (Flyer oder Folder) zum Verteilen, entweder von der Bundes-/Landespartei oder etwas aus der Region. Zudem sollten immer vorhanden sein: Parteiprogramm, weiteres Material zum Schwerpunktthema (Broschüren, Zeitung) und Eintrittsformulare/ Mitgliederwerbung.

Aufwertung des Info-Stands

Zum Beispiel durch

  • Unterschriftenlisten,
  • Postkartenaktionen,
  • einen zusätzlichen Blickfang am Stand,
  • Luftballons,
  • interessante Kleinwerbemittel,

Ausstattung

  • Infotheke oder Tapeziertisch, den man mit Stoff oder Plastikfolie (orange) abhängt.
  • Sonnenschirm und/ oder Fahne, damit der Stand auch bei Gedränge von weitem zu erkennen ist. Gegen Windböen schützen.
  • (Hosen-)Gummiband, Wäscheklammern und Heftzwecken zur Absicherung von Flugblättern etc. gegen Windböen.
  • Im Winter heiße Getränke, aber kein Alkohol.

Personal

Drei Personen am Info-Stand sind eine ideale Besetzung, auch um sich gegenseitig mal abwechseln zu können. Zu viele Menschen am Info-Stand wirken bedrohlich, weil übermächtig, und führen dazu, dass sich die Info-Stand-Gruppe eher untereinander als mit BürgerInnen unterhält. Ordentliches Äußeres (saubere Kleidung/ Schuhe/ Fingernägel) ist wichtig. Ihr wollt schließlich positiv auf Euch aufmerksam machen und ein gutes Bild von der Partei abgeben.

Selbstverständlich machen keine Leute unter Drogeneinfluss einen Info-Stand, eine Alkoholfahne stößt Interessierte ab. Das ist kein Plädoyer für Überanpassung: Wir sind eine bunte Truppe und kein Stromlinienverein. Wer bunte Haare, Nasenring und Zungenpiercing hat, soll natürlich auch damit an den Stand.

Verhalten am Info-Stand

Entscheidet nach Temperament, wer lieber hinter oder vor dem Info-Stand steht. Optimal ist, wenn bei einer Dreierbesatzung nur eine Person hinter dem Info-Stand steht und zwei Leute mit einem Massenmaterial vor dem Stand auf die Passantinnen und Passanten zugehen. Versetzt euch in die Lage der Vorübergehenden: Wenn hinter dem Info-Stand drei Personen auf mich lauern, ist die Hemmschwelle hinzugehen groß. Gleiches gilt, wenn fünf Personen mit Material vor dem Info-Stand stehen und ich nur zwischen ihnen durch, wie durch eine Gasse, zum Info-Stand gelangen kann. Nach dem Info-Stand alles sauber hinterlassen: Ein Pressebericht "Müllhalde nach Stand der Piratenpartei" macht einen schlechten Eindruck.

Bei Problemfällen

Hat man Luftballons, Kulis oder andere kostenlose Kleinwerbemittel dabei, wird man leicht belagert. Gebt pro Person nur ein Teil ab. Übrigens kann man auch bei der Abgabe eines Folders um eine kleine Spende bitten (die natürlich richtig abgerechnet wird). Freundlichkeit am Info-Stand ist das A und O. Lasst euch nicht provozieren, geht auf Nachfragen und Gespräche ein, es macht aber keinen Sinn, zu lange mit einer Person zu diskutieren. Zur Not kann man sich die Adresse geben lassen, um weiteres Material zuzuschicken. Sinnlose Gespräche ("Politiker sind alle Verbrecher.", "Ihr seid die Kinderschänder.") vermeidet man besser. Eine Schreierei am Info-Stand macht einfach einen schlechten Eindruck. Stärke beweist man dann, wenn man ruhig bleibt. Versucht, solche Personen zu ignorieren.