Benutzer:Niels-Arne Münch

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Kurzprofil
Persönlich
Name: Niels-Arne Münch
Nick: Niels-Arne Münch
Wohnort: Göttingen
Berufl. Qual.: Sozialwissenschaftler
Tätigkeit: Freiberufler
Familienstand: verheiratet
Geburtstag: Dezember 1972
Politisch
Partei: Piratenpartei Deutschland
Eintrittsdatum: 2012
Landesverband: Niedersachsen
Kreisverband: Göttingen
Funktion: Kreisvorsitzender
politischer Kompass:
mein politischer Kompass
Kontakt
Webmail: Form-Mailer
Mail-Adresse: niels-arne.muench@web.de


Standpunkte: Freiheit im 21. Jahrhundert

(1) Freiheit ist kein Privileg

Wir Piraten sind eine liberale Partei, "Freiheit" bildet den Mittelpunkt unseres politischen Denkens und Handelns. Doch kaum ein Begriff wird derart häufig und weitgehend missbraucht, wie „Freiheit“. Schon Bismarck, Urvater aller Konservativen, erklärte: „Ich traue dem Wort nicht, aus dem Grunde, weil keiner die Freiheit für alle will; jeder will sie für sich.“ Und am anderen Ende des politischen Spektrums formulierte bereits Rosa Luxemburg: „… all das Belebende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit … versagt, wenn die ›Freiheit‹ zum Privilegium wird.“

Diese Sätze sind heute so aktuell wie damals. Auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind wir umgeben von denen, die "Freiheit!" rufen, aber "Egoismus" meinen. Diesen Menschen geht es in Wahrheit nur um die Rendite ihres Geldes, und für diese wollen sie anderen die Freiheit wegnehmen: Die Freiheit der Arbeitnehmer, sich zusammenzuschließen und für Mitbestimmung in ihrem Berufsalltag zu kämpfen; die Freiheit der Armen, an Bildung und Kultur teilzuhaben; unser aller Freiheit, in einer intakten Umwelt zu leben, saubere Luft zu atmen und sauberes Wasser zu trinken, ohne dafür zahlen zu müssen. Die Freiheit leidet unter der Vielzahl ihrer falschen Freunde, in deren Händen sie zur Karikatur verkommt. Dem gilt es einen echten, sozialen und gehaltvollen Freiheitsbegriff entgegenzustellen. „Liberalismus bedeutet … nicht Freiheit und Würde einer Schicht, sondern persönliche Freiheit und Menschenwürde der größtmöglichen Zahl. Freiheit und Gleichheit sind nicht nur Gegensätze, sondern bedingen einander.“ (Karl-Hermann Flach, Kleiner liberaler Katechismus)


(2) Das Ende der Wachstumsgesellschaft

Gegenwärtig erleben wir eine Vielzahl sich gegenseitig verstärkender Krisen. Die ungelöste Finanzkrise hat über den Fiskalpakt nahtlos zu einer Verschärfung der bereits zuvor schwelenden Demokratiekrise geführt. Und vor dem Hintergrund dieser wirtschaftlichen und sozialen Krise spricht derzeit kaum jemand über das Scheitern der RIO+20 Klimakonferenz. Das Ziel, die globalen CO²-Emissionen deutlich zu reduzieren, ist gescheitert, auch die „Millenium-Goals“ wurden fast ausnahmslos verfehlt. Ohne glaubwürdiges Alternativkonzept steuern wir auf eine Welt zu, die vom Klimawandel und sich zuspitzenden Verteilungskriegen um schwindende Ressourcen geprägt sein wird. Und während die Flüchtlingsströme sich vor den Toren Europas und den anderen vermeintlichen „Inseln des Wohlstands“ sammeln, wird bei uns auch nach innen immer autoritärer regiert und die wirtschaftliche Ausgrenzung der Massen vorangetrieben. Welche Rolle kann in so einer Welt Freiheit spielen? Welche Gerechtigkeit?

Jede Alternative beginnt mit einer schlichten Einsicht: In einer endlichen Welt kann nichts unendlich wachsen. Die Vielzahl ökologischer Krisen, die schwindenden Ressourcen und endlose Müllberge belegen, dass das Zeitalter des Wachstums an seine physikalischen Grenzen stößt. Das sich ebenfalls abzeichnende Ende des Bevölkerungswachstums ist eine gute Nachricht für uns alle, aber eine schlechte für diejenigen, die auf weiteres Wirtschaftswachstum hoffen, denn der stetige Zustrom an billigen Arbeitskräften und Konsumenten wird versiegen. In der Folge sinken die langfristigen Wachstumsraten der entwickelten Länder kontinuierlich – in Deutschland von gut 8 % in den 50er Jahren (Nachkriegsboom) über 4,4 % in den 60ern, 2,6 % in den 80ern, auf nur noch rund 1 % im vergangenen Jahrzehnt. Global wird dieser Trend noch von den „nachholenden“ Riesenökonomien Chinas und Indiens verdeckt, aber das wird sich absehbar ändern.

Der Übergang zur Postwachstumsgesellschaft ist so gesehen schlicht empirische Tatsache und bereits im vollen Gange. Eine Politik, die auf immer schärfere soziale und wirtschaftliche Krisen nur immer mit neuen „Wachstumspaketen“, „Wachstumsbeschleunigungsgesetzen“ reagiert, ist im 20. Jahrhundert steckengeblieben und hat keine Zukunft.

Parallel erkennen immer mehr Menschen, dass Wirtschaftswachstum nicht gleichzusetzen ist mit Wohlstandswachstum: Wem nutzt Wachstum, das schon lange nicht mehr die versprochenen Arbeitsplätze schafft? Wem nutzt eine bessere Stellung Deutschlands auf dem Weltmarkt, wenn man selbst den wachsenden Arbeitsbelastungen nicht mehr standhält? Immer mehr geht es uns wie „Alice im Wunderland“: Wir laufen und laufen immer schneller, und können doch bestenfalls Schritt halten. Zwischen 2001 und 2010 stieg die Zahl der Arbeitsstunden, die in Deutschland infolge psychischer Erkrankungen verloren gingen, von 33,6 auf 53,5 Mio. – eine Zunahme von rund 60 %. Kein Wunder, dass ausgerechnet das Gesundheitssystem eine der letzten echten „Wachstumsbranchen“ ist. „Entschleunigung“ würde unsere Wirtschaft bremsen – unseren Wohlstand aber mehren. Wirtschaftliches Nullwachstum darf daher nicht mit gesellschaftlichem Stillstand verwechselt werden.

Die demokratische Gestaltung des Übergangs in die Postwachstumsgesellschaft ist die zentrale Herausforderung der Gegenwart. Unsere Gesellschaft, das „Stahlharte Gehäuse des Konsumismus“ (Jackson 2012), unser schuld- und zinsbasierte Geldsystem, insbesondere auch die Institutionen unseres Sozialstaats, sind noch immer auf ein Wirtschaftswachstum ausgerichtet, das nicht mehr stattfindet und nicht mehr stattfinden kann. Soll der – so oder so kommende – Übergang kein Zusammenbruch sein, soll er zu einem neuen Zeitalter in Wohlstand und Freiheit führen, müssen wir unsere Wirtschafts- und Sozialstrukturen grundlegend reformieren. Wir müssen uns neu verständigen, wie wir leben wollen und einen neuen Wohlstandsbegriff entwickeln, in dessen Mittelpunkt nicht materielle Fülle steht, sondern die Fähigkeit der Menschen zu gedeihen.

(3) Die Partei der Allmende

folgt

(4) Bedingungsloses teilhabesicherndes Grundeinkommen

folgt

Kandidatur zur Landesliste Niedersachsen für den Bundestag

Ich bewerbe mich für einen Platz auf der Landesliste Niedersachsen zu den kommenden Bundestagswahlen! Grillen könnt ihr mich am besten im Kandidatenportal. Hier folgen unten noch

- Links zu meinen Piratenaktivitäten

- Fragen, die ich als Direktkandidat im Landtagswahlkampf beantwortet habe und

- einige Presseberichte über mich.


PIRATEN & Persönliches

stellvertretender Kreisvorsitzender

Fraktionsgeschäftsführer der Piraten-Ratsfraktion im Göttinger Stadtrat

Direktkandidat Göttingen-Stadt (WK17) für die Landtagswahl 2013

Folien für Vortrag "BGE & Postwachstumsgesellschaft" gehalten am 17.1.2013 (Wahlkampfveranstaltung LTW2013) (Videoaufzeichnung folgt sobald fertig ...)


Anträge zum Landtagswahlprogramm 2013

Für eine dezentrale und demokratische Energieversorgung

Für die Neuordnung des Glücksspielmarkts

Mitarbeit in Landes-AGs:

Energiepolitik

Presseteam


Transparenz:

Ehem. Mitglied der Partei DIE LINKE

Medien

Zur GEMA-Gebührenerhöhung

Piraten, Liberale und Clubs gegen Gema-Steigerung (Göttinger Tageblatt, 30. Juni 2012)

Erklärung der Piratenpartei Göttingen - Protest gegen GEMA Göttinger Stadtinfo Goest


Direktkandidatur LTW13 Göttingen-Stadt

Zur Person: Niels-Arne Münch (Göttinger Tageblatt, 20. Juli 2012)

Kandidatenportrait im Göttinger Tageblatt (GT vom 27.11.2012)

7 Fragen an Kandidat Niels-Arne Münch (PIRATEN) (GT vom 15.1.2013)

Landtagswahl: Ein Pirat mit sozialer Ader

3 Fragen von REGJO Südniedersachsen

Kandidatencheck Abgeordnetenwatch


Radiointerviews

NDRInfo Interview mit Meinhart und mir. Bereits zum Bundesparteitag in Bochum erstellt. (gesendet 24.11.2012)

Kandidatenportrait Stadtradio Göttingen (gesendet 20.12.2012)