Benutzer:Nautilus
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Allgemeines
- Name: Michael H.W. Weber
- Titel: Dr. rer. nat.
- Beruf: Chemiker
- Aktuelle Tätigkeit: Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Philipps-Universität Marburg
- Geboren: 25. Januar 1969
- Wohnort: Marburg (Hessen)
- Heimatstadt: Osnabrück (Niedersachsen)
Netzwelt / Distributed Computing
- Gründer, 1. Vorsitzender & Wissenschaftlicher Projektleiter von Rechenkraft.net e.V. - Verein zur Förderung von Bildung, Forschung & Wissenschaft durch Einsatz vernetzter Computer
- Projektleiter des Distributed Computing Projekts RNA World
Politik
- Mandat: Stadtverordneter der StVV Marburg
- Themenschwerpunkte: Direktdemokratie, Bildung/Forschung/Entwicklung, Gentechnik, Verkehr, Stadtentwicklung
Einige meiner Überzeugungen (wird sukzessive ergänzt):
- Die Einführung von Bürger- und Volksbegehren auf Kommunen-, Landes- und auch Bundesebene hat für mich oberste Priorität. Die bisher bestehenden Verfahren sind in keinem einzigen Fall praktikabel organisiert (viel zu hohe Hürden, sodaß die Möglichkeit ihrer sinnvollen Nutzung bislang real nicht existiert; bestes Beispiel für ein aberwitziges Volksbegehrenverfahren ist das Bundesland Hessen). Wir reden groß von Demokratie, aber wo wird sie praktiziert? Wo können wir Einfluß nehmen, abgesehen von Kommunal- und Bundestagswahlen? Wo bzw. wann endlich werden die in Artikel 20 des Grundgesetzes lange vorgesehenen Abstimmungen durchgeführt? Ich wäre z.B. zum Thema Hartz IV-Einführung oder Afghanistaneinsatz der Bundeswehr gerne direkt befragt worden. Sie nicht?
- Bildung muß für jeden Bundesbürger "kostenlos" sein. Das beginnt mit "kostenlosen" Kitaplätzen und geht über ein modernes Lernmaterialienverleihsystem an den Schulen bis hin zum Universitätsstudium und einem "kostenfreien" Internetanschluß für jeden Haushalt.
- Professuren sollten in der BRD in zwei Typen unterschieden werden: (1) Lecturer (übernimmt ausschließlich Lehrtätigkeiten), (2) Researcher (übernimmt ausschließlich Forschungstätigkeiten). Grund: Beides zu tun, bedeutet stets keines richtig zu tun.
- Das Beamtentum an deutschen Hochshculen sollte abgeschafft werden.
- Die 12-Jahresregel des Hochschulrahmengesetzes (Maximalbeschäftigungsklausel) kommt faktisch einem Berufsverbot für Wissenschaftler gleich und sollte deshalb abgeschafft werden.
- Energieversorgung, Wasserversorgung, öffentliche Verkehrsmittel, Kernbereiche des Gesundheitswesens und das klassische Postwesen gehören in öffentliche Hand. In diesen Bereichen muß eine hohe Qualität bei möglichst geringen Kosten garantiert sein. Die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, daß die Privatwirtschaft diesen Anforderungen aufgrund des ständigen Profitstrebens nicht gerecht wird. Also müssen diese Bereiche wieder kommunalisiert, d.h. in die öffentliche Hand überführt werden.
- Ein tragfähiges Konzept zum Bedingungslosen Grundeinkommen muß entwickelt und in die Praxis umgesetzt werden. Da dieses das bisherige Sozialsystem nebst Rentenkasse, uvm. ersetzen soll, wird es sehr wohl finanzierbar sein. Es bildet meiner Ansicht nach die unbedingt notwendige Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben bei hohem Lebensstandard.
- Die Arbeitszeit muß von 8 auf 6 Stunden pro Tag reduziert werden, damit mehr Menschen Arbeit haben und alle Menschen mehr Zeit haben, sich selbst zu entfalten und eine Familie zu unterstützen. Das Leben besteht eben nicht primär aus Arbeit für die Vorgesetzten.
- Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) muß voll aus der Gewerbesteuer finanziert werden. Arbeitgeber profitieren davon insofern, als sie ihren Mitarbeitern so den Weg zum Arbeitsplatz finanzieren und ihr Unternehmen verkehrstechnisch besser anbinden. Der private Autoverkehr und die damit verbunden Umweltbelastungen in Form von Schadstoffabsonderungen und Lärmbelästigungen dürften auf diese Weise merklich reduziert werden.
- Politiker dürfen zu Zeiten einer Mandatswahrnehmung keine weiteren Tätigkeiten (Aufsichtsrat, Industrieberater, usw.) übernehmen.
- Staat und Kirche gehören strikt getrennt. Deshalb darf generell auch keine Kirchensteuer eingetrieben werden.
- Staatliche Einrichtungen müssen eine Vorbildrolle beim Einsatz von neuen Energiesparmaßnahmen einnehmen.
- Unternehmen müssen nach dem Verursacherprinzip Umweltschäden wiedergutmachen.
- Atomkraft hat sich als nicht praxistauglich für die Energieerzeugung erwiesen, da die anfallenden Abfallstoffe bis zum heutigen Tag keineswegs sicher entsorgt werden können. Deshalb ist ein kurzfristiger Ausstieg aus der Kernkraft unumgänglich.
- Gentechnik ist zweifellos eine unerläßliche Technologie, die im Bereich des Gesundheitswesens schon heute tausenden von Menschen täglich das Leben rettet (Beispiel: Insulinproduktion). Sie muß deshalb massiv weiterentwickelt werden. Für einen Einsatz in der Lebensmittelproduktion sehe ich aktuell allerdings keine Veranlassung. Auch haben wir bislang nicht ansatzweise ausreichend Wissen, um beispielsweise Freilandversuche mit genmanipulierten Organismen verantworten zu können. Solche Experimente sind deshalb zu unterlassen.
- Dezentrale Energieerzeugung muß massiv gefördert werden. Ziel soll sein, daß Kommunen oder gar Individualhaushalte möglichst flächendeckend autonom Energie erzeugen und zwar unter Einsatz rein regenerativer Methoden (Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme, Biogas/Biofuel - und vor allem: Wasserstoff erzeugt durch Mikroorganismen bzw. synthetische Komponenten: Natur beobachten, Prinzipien erkennen und zu sinnvollen Zwecken instrumentalisieren; das Umwandeln von Nahrungsmitteln in Energieträger (einige Biofuel-Ansätze) sollte strikt vermieden werden).
- Die bestehenden Krankenkassen werden zu fünf allgemeinen, gesetzlichen Krankenkassen zusammengefaßt. Private Krankenkassen werden verboten. Jeder muß einkommenabhängig gesetzliche Krankenkassen-, Sozialversicherungs- und Rentenkassenbeiträge zahlen, solange ein Bedingungsloses Grundeinkommen noch nicht umsetzbar ist.
- Leben ist nicht patentierbar. Das gleiche gilt für Medikamente und Software.
- Der Staat fördert die Medikamenteentwicklung an Universitäten und schafft dazu ein überregionales staatliches Medikamenteentwicklungszentrum, welches etablierte Kernkompetenzen einzelner Universitäten zusammenfaßt, unterstützt und weiter ausbaut. Es kann nicht länger sein, daß Medikamenteentwicklung primär auf Basis von Profitinteressen stattfindet. Gesundheit ist keine Ware.
- Universitäten können keinerlei Unternehmen ausgründen und auch keine Patente beantragen.
- Privater Bürger, gläserner Staat.
- Zuerst kommt das Grundgesetz. Dann der Rest.
- Ein Internetzugang ist ein Grundrecht und deshalb erforderlich, um sicherzustellen daß jeder Zugang zu Informationen hat.
- Rechner in öffentlichen Einrichtungen gehören in einen bundesweiten Verbund auf Basis einer Grid Computing Architektur und können von Universitäten zu jeder Zeit zu wissenschaftlichen Zwecken mit Distributed Computing Projekten ausgelastet werden.
Projektideen und -umsetzungen
- Direktdemokratie sollte Thema Nr. 1 der Piraten werden (Kommunalwahl 2011)
- Vernetzung von Rechnern in öffentlichen Einrichtungen auf Basis einer Grid Computing Architektur zum Einsatz für wissenschaftlichen Zwecke im Rahmen von Distributed Computing Projekten
- Aufbau einer freien Suchmaschine auf Basis eines (z.B. BOINC-basierten) Distributed Computing Projekts (Kooperationspartner: Rechenkraft.net e.V.)
- Aufbau von TOR-Servern
- Einsatz von Freifunk zur besseren Internetabdeckung in ländlichen Regionen
Mitgliedschaften
- Bund für Natur- und Umweltschutz Deutschland (BUND)
- Deutsche Elektrophorese Gesellschaft (DEG)
- Federation of European Biochemical Societies (FEBS)
- Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie e.V. (GBM)
- International Society for Biosemiotic Studies (ISBS)
- International Union of Biochemistry and Molecular Biology (IUBMB)
- National Geographic Society (NGS)
- Mehr Demokratie e.V.
- Piratenpartei Deutschland
- Rechenkraft.net e.V.
- Society for Cryobiology
- Tauchsportclub Marburg e.V. (TSC Marburg)
- The RNA Society
Kontakt
E-Mail: weberm[at]staff.uni-marburg.de Web: http://www.Rechenkraft.net
