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Benutzer:LiquiD

Aus Piratenwiki

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Hallo, ich bin 32 (m) und wohne derzeit noch in meiner zweiten Heimat Brasilien, möchte aber so bald es die Umstände erlauben nach Berlin zurück. Meine Kenntnisse und Interessen liegen vorrangig im Bereich der Verbesserung demokratischer Entscheidungsfindung (z. B. mittels Liquid Democracy), Wirtschaft/Finanzmärkte, Pressearbeit, Recht, (praktische) Philosophie und Psychologie. Leider habe ich keine Programmierkenntnisse. Ich engagiere mich seit meinem 16. Lebensjahr politisch und kämpfte z. B. in Brasilien (vergeblich) gegen unsichere Wahlcomputer.

Kontakt: LiquiD[ät]via-rs.net | Skype: c.a.j. | VoIP: (030) 868 709 557 | Mobil: 0055 54 9163 0055


Anmerkungen zu einer Liquid Democracy-Software

Ich finde, daß auf Sicherheitsaspekte besonders geachtet werden sollte und die Kriterien erfüllt werden müssen, die man dem BVerfG-"Verbotsurteil" zu den bislang in Deutschland verwendeten Wahlcomputern entnehmen kann (ansonsten könnten vielleicht sogar Parteimitglieder gegen den Einsatz bei wesentlichen Entscheidungen klagen).

Ich halte ausreichend sicheres, öffentlich überprüfbares E-Voting (also mit verläßlichem audit trail) grundsätzlich für implementierbar (z. B. indem alle Stimmen signiert zusätzlich ins Usenet gepostet werden und es unabhängig verwaltete Server gibt; wenn man die Schlüssel auf USB-Sticks bei der Registrierung der (physisch anwesenden) Stimmberechtigten verlosen würde, könnte auch niemand wissen, wer welchen Schlüssel bekommen hat). Leider ließe sich dann aber m. M. n. nicht verhindern, daß Abstimmende Dritten gegenüber nachweisen könnten, wie sie abgestimmt haben (indem sie z. B. bei einer Stimmenkauf-Aktion ihren privaten Schlüssel verraten). Ich befürworte aber, diese Möglichkeit angesichts der vielen Vorteile von LD in Kauf zu nehmen, sofern alle Abstimmungen bis auf die der "untersten Ebene" öffentlich sein müssen (eine unauffällige Stimmenkauf-Aktion wäre dann kaum möglich bzw. hätte nur geringe Auswirkungen). Dies würde natürlich separate keys für die unterste und die anderen Delegated-Voting-Ebenen voraussetzen.

Ich finde ferner, das niemand dazu gezwungen werden sollte, LD zu verwenden. Wer möchte, sollte auch wie heutzutage via Stimmzettel Vertreter wählen können (dann allerdings weiterhin ohne oder mit sehr beschränkten LD-Features, da sonst der Verwaltungsaufwand zu groß würde). Z. B. könnte ein Teil eines Gremiums (Vorstand, Bundestag etc.) per LD gewählt und beeinflußt werden und der andere Teil auf herkömmlichen Weg.

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