Benutzer:Jojo66

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Kurzprofil
Persönlich
Name: Jörg Müller
Nick: Jojo66
Wohnort: Sprockhövel
Berufl. Qual.: Dipl. Inform. (FH)
Tätigkeit: Softwareentwickler
Politisch
Partei: Piratenpartei Deutschland
Eintrittsdatum: 25.08.2009
Mitgliedsnummer: 10307
Landesverband: Nordrhein-Westfalen
BTW Wahlkreis: 139
LTW Wahlkreis: 105
Funktion: Mitglied des Kreistages des Ennepe-Ruhr-Kreises
Stammtisch: Gevelsberg, Hattingen, Witten
Kontakt
Webmail: Form-Mailer
ICQ: 176285997
Twitter: @JojoPirat

Ich bin schon immer ein politikinteressierter Bürger gewesen und habe mich zunehmend über das Politikverständnis der meisten Parteien geärgert. Manchmal habe ich meinen Frust im Bekannten- und Familienkreis bekundet und später natürlich auch im Internet. Aber das hat natürlich nichts bewirkt. Auch Wahlen sind nur bedingt dazu geeignet den Wählerwillen in Einzelthemen zum Ausdruck zu bringen.

Wenn ich also etwas ändern wollte, musste ich Parteimitglied werden. Dieser Gedanke kam mir schon vor 10 Jahren, allerdings sagte mir keine der üblichen Parteien zu und ich konnte mir auch nicht vorstellen, dass ich in den hierachisch organisierten etablierten Parteien mit meiner Meinung bis in die entscheidenden Ebenen durchdringen könnte. Als ich dann, leider erst 2009, von der Piratenpartei hörte, haben mich die offenen Strukturen und natürlich auch die Themen überzeugt.

Die Strukturen der Piraten sind als Mitmach-Strukturen angelegt und nicht auf Parteimitglieder beschränkt, so dass auch der Durchschnittsbürger nicht gezwungen ist, in die Partei einzutreten, nur weil er sich gegenwärtig für ein Thema besonders engagieren möchte. Dadurch ermöglicht die Partei genau den direkten Einfluß, der mir bei den anderen Parteien gefehlt hat.

Der Lebensmittelpunkt der meisten Menschen besteht nicht aus Politik und das ist auch richtig so. Aber wenn dann mal das Interesse sich einzubringen erwacht und sei es nur für ein ganz spezielles Thema, sollte er die Möglichkeit haben sich konstruktiv und wirksam in den Entscheidungsprozess einzubringen. Diesen Ansatz sehe ich bei den Piraten zu 100% verwirklicht.

Es ist deshalb mein Anliegen diese neue Art der Politik an die Bürger heranzutragen, damit sie diese Chance, die wir ihnen bieten können, auch nutzen werden.

Warum Netzneutralität wichtig ist und wie sie durch Drosselung gefährdet wird

Ein Kommentar zu den Plänen der Deutschen Telekom eine Drosselung von DSL-Festnetzanschlüssen einzuführen.

Das Internet ist zu allererst ein Netzwerk, über das Computer Daten austauschen können. Anbieter von Zugängen zu diesem Datennetz sollen diese Aufgabe neutral wahrnehmen. Neutral heißt, dass der Anbieter jedes Datenpaket so schnell wie möglich vom Absender zum Empfänger transportiert. Dabei darf es keine Unterschiede geben woher, wohin, von wem, zu wem das Datenpaket transportiert werden soll oder welche Daten es enthält.

Das Internet ist nicht zu dem geworden was es ist, weil sich einige Konzerne dazu entschlossen haben, sondern weil viele Ideen frei erprobt werden konnten. Private und professionelle Teilnehmer waren gleichberechtigt. Viele private Ideen sind von Konzernen professionell umgesetzt worden oder haben sich aus dem privaten Experiment zu Konzernen entwickelt. Die Verletzung der Netzneutralität wird diese Innovationskraft der Vielen des Internets zerstören. Die Gleichberechtigung der Teilnehmer ist höchst demokratisch und deshalb ein gesellschaftlich wichtiges Gut, das es zu schützen gilt, das man nicht alleine dem Markt überlassen darf.

Eine Drosselung stellt für sich alleine noch keine Verletzung der Netzneutralität dar. Wenn aber die Drossellung von Eigenschaften bzw. Inhalten der Datenpakete abhängig gemacht wird, dann wird dadurch die Netzneutralität verletzt. Solche Pakete werden dann privilegiert, die von der Drosselung ausgenommen sind. Egal mit welchen Absichten dies geschieht, es wird der Entwicklung des Internets und unserer Informationsgesellschaft nachhaltig schaden, indem es die Vielfalt unterdrückt.