Benutzer:Cflei

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Kurzprofil
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Persönlich
Name: Christian Fleißner
Nick: Cflei
Wohnort: Gießen
Tätigkeit: Coach, Mediator, Tonmeister
Familienstand: ledig
Geburtstag: 28.06.1968
Politisch
Partei: Piratenpartei Deutschland
Mitgliedsnummer: 24548
Landesverband: hessen
Kreisverband: Gießen
LTW Wahlkreis: 18 / Gießen I
AG: AK Soziales, AK Kulturpolitik; im Wahlkampf 2013 Thementeam Teilhabe
Funktion: Vertrauenspirat
Stammtisch: Gießen
politischer Kompass:
mein politischer Kompass
Kontakt
Webmail: Form-Mailer
Anschrift: Riegelpfad 48, 35392 Gießen
Mail-Adresse: pp@cflei.com
Mobil: +49 179 4976562
Twitter: cflei

Ich bin Pirat

Dass ich mal in eine Partei eintreten könnte, konnte ich mir nie vorstellen (das war wie Heiraten ;-).

Dabei habe ich mich immer mit Politik beschäftigt und fand die Piraten schon lange spannend. Aber Mitglied werden? Parteien waren für mich der Inbegriff davon, wie ich mir das mit der offenen Gesellschaft nicht vorstellte: Institutionen, in denen man letztlich doch auf Linie sein muss oder herausfällt, und deren Vertreter taktieren und politische Rituale pflegen, statt den versprochenen Mut zu Risiken aufzubringen. Nachdem ich den Grünen nahe stand, durfte ich nach der Wende erleben, wie sich Machtorientierung und „Realitäten“ durchsetzten. Danach kamen für mich nur noch außerparlamentarische Zusammenhänge in Frage.

Aber alles ist im Fluss. 2011 bin ich dann doch bei den Piraten gelandet, von Anfang an mit dem Ziel, mich zu engagieren. Und das hat sich für mich eine ganze Zeit lang so passend angefühlt, als hätte ich schon immer dazugehört.

Im Laufe von 2013 ist dieses Gefühl wieder ganz erheblich geschrumpft. Insbesondere verschiedene Ereignisse einer unterirdischen Streitkultur und mein wachsender Eindruck, dass bei den Piraten ein unreifer, naiver Umgang mit vielen menschlichen Aspekten (wie Motivationen oder Gruppendynamiken) vorherrschend ist, haben dazu geführt, dass ich mich aus der praktischen Arbeit weitgehend zurückgezogen habe.


Warum ich mache, was ich mache

Ich sehe überall einen großen Mangel an Achtung, vor dem Einzelnen ebenso wie vor der Gemeinschaft. Die Politik, so wie sie ist, ist ein Ausdruck davon und fördert diesen Zustand noch. Deswegen engagiere ich mich.

Ökonomisierung, Wachstums- und Leistungsorientierung verdrängen grundlegende menschliche Werte: Selbstbestimmung, Teilhabe, Würde. Wo eine solidarische Gemeinschaft die Freiheit von Angst sicherstellen sollte, sehen sich viele Menschen stattdessen vereinzelt und großem Druck ausgesetzt.

Der Staat ist die Selbstverwaltung und -steuerung der Gesellschaft; er könnte gegen diese Verhältnisse wirken. Aber seine Handelnden haben sich der Gewalt des „freien Marktes“ genauso ergeben wie viele der Bürger, die sie vertreten (sollen) – oder sich diese zur Durchsetzung ihrer persönlichen Interessen zu eigen gemacht.

Mein Ziel ist es, dass die Menschen den Staat wieder als etwas wahrnehmen können, das sie selbst gestalten, um eine würdige Existenz für alle zu sichern und eine Balance ihrer verschiedenen Bedürfnisse (nicht nur der ökonomischen!) zu schaffen. Sie sollen das Vertrauen in ihre Institutionen zurückgewinnen. Nur ein Staat, der dieses Vertrauen hat, ist legitimiert; er muss sich deshalb aktiv darum bemühen.

Aus dem aktuellen System von Misstrauen und Missachtung kommen wir nicht heraus, indem wir nur an den bestehenden Rädern etwas drehen. Die Anerkennung von „Realitäten“ nützt nur denen, die davon profitieren und sich deshalb nicht bewegen wollen. Nichts ist alternativlos. Wir müssen zeigen, dass wir Dinge grundlegend neu denken wollen und können, und wir müssen das vorführen, indem wir eingefahrene Abläufe knacken oder gleich durch bessere ersetzen.

Vertrauen ist nicht nur gegenüber dem Staat nötig, wenn dieser als Vertretung der ganzen Gesellschaft wahrgenommen werden soll. Für Mitmachen und „Denk selbst!“ müssen die Bürger auch Vertrauen in die eigene Autonomie und Gestaltungsfähigkeit wiedergewinnen (etwas, das für Konsumenten nicht unbedingt erwünscht ist). Dazu braucht es mehr als nur das Angebot, mitzumachen: man muss die Leute einladen, abholen, ihnen immer wieder zeigen, dass es ihre Stimme überhaupt noch gibt.


Aktivitäten in der Partei

  • Ich war 2012-14 verantwortlich für den Arbeitskreis Sozialpolitik AK Soziales und den Arbeitskreis Kulturpolitik, den ich gegründet habe, der aber 2013 wieder eingeschlafen ist
  • Im Wahlkampf zur Bundestags- und hessischen Landtagswahl 2013 war ich Leiter eines der drei Themen-Teams: Thementeam Teilhabe
  • Als Vertrauenspirat im LV Hessen bin ich Ansprechpartner bei Konflikten und schwierigen Erfahrungen im Rahmen des Parteialltages
  • Ich war Teil der Versammlungsleitung beim HELP 2012.2, HELP 2012.3 und der AV für die BTW-Liste in Grünberg und habe verschiedene kleinere Veranstaltungen moderiert.
  • Bei der AV in Grünberg wurde ich zur Vertrauensperson für die Bundestagswahl 2013 gewählt.
  • 2013 war ich Schatzmeister des KV Gießen-Lahn-Dill (nicht aus Leidenschaft, aber einer muss das ja machen :-).
  • 2012-13 war ich Koordinator aller Arbeitskreise im LV Hessen: Koordinationskonferenz
  • Bei der Landtagswahl in Hessen 2013 wurde ich auf Platz 11 der Landesliste und als Direktkandidat im Wahlkreis 18 (Gießen I) gewählt.


Persönlich

Seit über 20 Jahren lebe ich in Gießen in der Mitte Hessens. Ich bin zum Studieren hergekommen (Soziologie, Psychologie, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft) und habe mich mit einem Tonstudio selbständig gemacht: minimal audio. Nachdem das lange meine Hauptsache war, liegt mein beruflicher Schwerpunkt mittlerweile woanders: Als Coach und Mediator helfe ich Menschen, in persönlich schwierigen und konflikthaften Umständen ihren eigenen Weg zu finden, und bin als Leiter für SVC-Gruppen für Langzeitarbeitslose bei der Bildungsinsel angestellt.

Daneben unterrichte ich seit über 10 Jahren an der Universität Gießen (genauer: Künstlerisches Arbeiten im Tonstudio am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft). Ebenso lange bin ich mit der Künstlergruppe AKKU - Arbeiten mit Alltag unterwegs, die Geldautomaten ein Ständchen gesungen, sich österreichischen Dorfbewohnern als Gastarbeiter zur Verfügung gestellt oder wochenlang in einer Bank einen Schalter für Liebesangelegenheiten betrieben hat.