Benutzer:-π-Rat 'Bunt'/Zensur
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"Zensur? No Way!"Mit dieser Aussage möchte ich zusätzlich zur offenkundigen Kernaussage, die sich gegen staatlich verordnete Zensurmaßnahmen richtet, noch einer weiteren Botschaft Ausdruck verleihen; diese richtet sich gegen Political Correctness (P.C.). In meiner Wahrnehmung ist "Political Correctness" mittlerweile mutiert zu einer Art Kontrollmechanismus, der den Menschen aufzuzwängen versucht, was sie wie zu sagen haben - was nach meinem persönlichen Empfinden das Recht auf freie Meinungsäußerung (die Meinungsfreiheit bzw. Redefreiheit) empfindlich einengt. Es gibt mir wirklich zu denken, wenn ich feststellen muss, dass die Menschen sich mittlerweile genötigt sehen, eine Meinungsäußerung, die eventuell aus "politisch korrekter" Perspektive missverstanden werden könnte, schonmal im Vorfeld "freiwillig" zu entschuldigen bzw. sich erstmal umständlich zu erklären - aus der Angst heraus, nur nicht "das Falsche" zu sagen, zumindest aber missverstanden und danach rigoros in eine falsche Ecke gedrängt werden zu können (was dann zwangsläufig im nachhinein zu endlosen Rechtfertigungsdebatten führen würde, welche die Menschen vermutlich derart im Vorfeld zu umgehen versuchen). Dies impliziert m. E. aber auch, dass man bereits vor dem ausgesprochenen Wort, also in seinem Denken, auf eine recht subtile Art und Weise beeinflusst wird, denn würde man einfach nur aussprechen, was man denkt, ohne vorher im Geiste zu prüfen, ob es eventuell nicht den "P.C."-Kriterien entsprechen könnte, läuft man durchaus schonmal Gefahr, eine womöglich "unpopuläre" u. nach P.C.-Kriterien unzeitgemäße Meinung zu äussern - und auf entsprechende Ablehnung zu stossen. Und Ablehnung wollen die wenigsten Menschen erfahren... und viele Menschen haben auch nicht die Stärke, sich diesem gesellschaftlichen Druck zu widersetzen, sodass sie bei umstrittenen Themen ihre Meinung (sofern sie vom allgemein vorgegebenen Konsens abweicht) nur noch äußerst zögerlich äußern, wenn sie sie überhaupt noch offen äußern. Ein Klima innerhalb einer Gesellschaft aber, in welchem Menschen durch die vorherrschenden Umstände in welcher Form auch immer eingeschüchtert sind und sich nicht getrauen, offen ihre Gedanken auszusprechen, erinnert mich irgendwie eher an die Zustände innerhalb eines totalitären Regimes als an eine Gesellschaft, die auf einer freiheitlich demokratischen Grundordnung basiert - deswegen stehe ich dieser Entwicklung äußerst kritisch gegenüber. Ich empfinde derartige Zustände als eine unausgesprochene Zensur, die unliebsame Meinungen und offene Kritik zu unterdrücken versucht und letztendlich auch zur Tabuisierung unerwünschter Themenbereichen führen kann. Wenn Themen bzw. Probleme aber nicht mehr offen und ganzheitlich erörtert werden können, führt dies zu einseitigen Betrachtungsweisen und damit zu unausreichend fundierten Lösungsansätzen und bereitet zudem den Boden für Willkür und Denunzierung. Dieses ganze ausufernde P.C.-Ding stellt sich in meinen Augen mittlerweile tatsächlich als eines der Instrumente für eine Art "Gedankenkontrolle" dar, welche die Menschen gezielt nach festgeschriebener Zielsetzung sowohl im Denken zu beeinflussen versucht, wie auch mittels Sprachmanipulation im freien Sprechen einschränkt; sie insbesondere dadurch aber auch kontrollierbar und insgesamt unfrei macht. Es ist in meinen Augen eine Methode, die Menschen gleichzuschalten und sie in ihrer individuellen Meinung zugunsten einer genormten Einheitsmeinung nachhaltig zu beeinflussen - eine Art Konditionierung der Massen, und sowas stößt mir immer bitter auf, egal unter welchen ideologischen Vorzeichen dies stattfindet. Manipulation von Menschen geht immer auf Kosten persönlicher Integrität und führt zu Fremdbestimmung anstelle von Autonomie des Einzelnen und persönlicher Verantwortung. Ich persönlich ziehe es vor, wenn ich mein Gegenüber aufgrund seiner freien Äusserungen klar einschätzen kann und nicht erst überlegen muss, ob er/sie sich nicht vielleicht hinter einer Maske "politisch korrekter" Formulierungen versteckt und in Wirklichkeit was ganz anderes meint. Ich habe wahrlich nichts dagegen, wenn man aus persönlicher Rücksicht und verständnisvollem Taktgefühl heraus freiwillig die Wahl seiner Worte überlegt, um in sensiblen Punkten seinem Gegenüber nicht unnötig vor den Kopf zu stossen; wehre mich aber völlig gegen gesellschaftlich oktroyierte Gedankenkontrolle, wo irgendwer bestimmen will, was ich zu denken und zu sagen habe - das entscheide ich von Fall zu Fall selbst. Ich habe schlicht und ergreifend ein äußerst ausgeprägtes Freiheitsbewusstsein und bin gegen alles, was die individuelle Freiheit des Menschen in ein Korsett pressen will - keine Institution oder Gesellschaft der Welt wird mich dazu zwingen, eine vorgeschriebene Form von Ausdrucks- u. Denkweisen zu übernehmen - No Way! -π-Rat 'Bunt' 22:50, 3. Jul. 2011 (CEST) |
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