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AG Geldordnung und Finanzpolitik/ThemaOesterreichischeNationaloekonomie

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Vorbemerkung:

Dies ist eine Meinung, die derzeit von dem Mitglied Olivere vertreten wird und spiegelt nur die Meinung einiger Mitglieder der Piratenpartei oder der AG Geldordnung und Finanzpolitik wieder. Wer Anmerkungen/Fragen hat schreibt diese bitte auf die Diskussionsseite zu diesem Artikel.


Österreichische Nationalökonomie

Dieser Bereich wird von der AG ebenfalls analysiert. Kurz gesagt geht es hierbei um eine absolute Liberalisierung des Währungsmarktes. Man plädiert dafür dem Bürger ganz alleine und frei zu überlassen, welches Geld er verwenden möchte. Es soll hier dann kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr geben, sondern eine freie Konkurrenz unter frei wählbaren Währungen. Bei den Vertretern dieser Denkschule wird der Staat und die Nationalbank aber auch das Geldschöpfungsrecht der Banken kritisiert.

Die AG beschäftigt sich mit diesem Thema. Ein möglicher Ansatzpunkt wäre hierbei die Liberalisierung des Währungsmarktes in Hinblick auf Komplementärwährungen. Die Abschaffung des gesetzlichen Zahlungsmittels an sich, zu Gunsten eines "freien Marktes der Währungen" scheint aber momentan nicht realistisch und daher nicht konsensfähig zu sein.


Die Österreichische Nationalökonomie (Terminus kennenlernen)

Viele der heute diskutierten politischen Themen basieren auf Ideen, die zuerst von der Österreichischen Schule verständlich gemacht wurden. Bei Akzeptanz einer dieser ökonomischen Faktoren, denken Sie wie die “Österreicher.”

Individueller Bedarf Die Österreichische Schule war die erste, die die Bedürfnisse von Einzelpersonen als aktive Partner im wirtschaftlichen Prozess darstellte. Demnach definieren sich Märkte immer nach deren unendlichem Bedarf. Welchen Wert könnte man also irgendeinem Objekt, das sich ausserhalb dieses Bedürfniskomplexes befindet, beimessen?

Unternehmertum Die Österreicher haben die alte Behauptung, der Ökonom müsste die Ergebnisse des ökonomischen Prozesses vorhersagen können, widerlegt. Vielmehr ist für sie der Markt ein “Entdeckungsverfahren”, bei dem der Unternehmer die wichtigste Rolle spielt. Alle Marktprozesse sind ständig in Bewegung und somit unsicher. Die Risiken können nur durch die individuelle Kenntnis der Umstände von Zeit und Ort minimiert werden.

Privateigentum Die österreichische Schule definiert individuelles Privateigentum als elementare Voraussetzung jeder gesunden Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Ohne diese Basis kann weder Kapital, noch Handel, noch irgend ein Wert entstehen… und somit auch kein freier Markt.

Das Preissystem Aus österreichischer Sicht entstehen echte Preissysteme nur, wenn freie Märkte spontan und ungehindert entstehen und arbeiten können. Nur durch ständigen Wettbewerb finden wir den optimalen Preis für die Verteilung von Ressourcen als beste Ausgangsposition für die Produzenten und Konsumenten.

Die Konjunkturtheorie Konjunkturzyklen entstehen durch Verzerrung der Produktionsprozesse. Die Verzerrung wird durch die Geldschöpfung der Zentralbanken bewirkt, die durch zu niedrige Zinsen überhöhte Investitionen (d.h. Fehlinvestitionen) anregen („natürlicher Zinssatz“ contra Geldzinssatz).

Das Geldsystem Kapitaltheorie nach Böhm-Bawerk. Weiterentwickelt durch Hayek. Geld ist eine Ware, die frei am Markt entsteht und dort wie jede andere Ware gehandelt/getauscht wird. Die Produktion von Zahlungsmitteln soll deshalb in privaten Händen liegen (Free Banking). Eine neuzeitliche Implementierung dieser Idee sind kryptografische P2P-Währungssysteme, siehe Bitcoin.

Die Spieltheorie Oskar Morgenstern (Nachfolger von Friedrich August von Hayek im Österreichischen Instituts für Konjunkturforschung) begründete zusammen mit John von Neumann die Spieltheorie.

Freie und konkurrierende Märkte Die österreichische Schule tritt kompromisslos für die freie Marktwirtschaft ein und weist daher dem Staat in unserem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben eine geringere Rolle zu. Freie Märkte bedeuten demnach: keine Interventionen zentraler, staatlicher Behörden und offener Wettbewerb.


Zitat aus einem Artikel von James Turk : "Stabiles Geld bedeutete, dass die Wirtschaft allen eine faire Grundlage bieten konnte und nicht zugunsten von Bankern oder staatlichen Interessen verzerrt wurde. Um diesem wichtigen Punkt noch mehr Gewicht zu verleihen, ein Zitat von Ludwig von Mises: "Die Bedeutung des Begriffes "wertstabiles Geld“ lässt sich gar nicht erfassen, wenn man sich nicht darüber im Klaren ist, dass es als Instrument zum Schutz der bürgerlichen Rechte gegen despotische Angriffe seitens der Staatsgewalt konzipiert wurde.

Ideologisch betrachtet, gehört es somit in eine Kategorie mit politischen Konstitutionen und Bürgerrechtserklärungen.“ Ähnlich äußerte sich auch Howard Buffett, Vater der Wall-Street-Legende Warren Buffett: “In einem freien Land steht die Geldeinheit auf einem festen Fundament aus Gold oder aus Gold und Silber, unabhängig von den herrschenden Politikern.” Kurz: Gold und die Freiheit des Menschen sind untrennbar miteinander verbunden." Ende Artikelzitat


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