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2006-09-12 - Pressemitteilung zur Gründung der Piratenpartei

Aus Piratenwiki

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Pressemitteilung
Thema: Gründung der Piratenpartei
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Status: versendet
Verantwortlicher Redakteur:  ?
geprüft durch diese Lektoren:  ?
Gliederung: Bund
verschickt am 12.09.2006


Die Piraten setzen die Segel !

Am 10.09.2006 hat sich die Piratenpartei Deutschland gegründet und entschieden, fortan die Kurzfrom "PIRATEN" zu tragen. Auf der Gründungsversammlung in den Räumen der c-base haben 53 Piraten die Gründungsmitgliedschaft erworben, indem sie sich eine Satzung, ein Programm und einen Vorstand gegeben haben.

Der gewählte siebenköpfige Bundesvorstand besteht aus
Christof Leng, Vorsitzender
Jens Seipenbusch, Stellvertretender Vorsitzender
Jan Huwald, Politischer Geschäftsführer
Stefan Lamprecht, Generalsekretär
Christoph Strasen
Matthias Mehldau

Die Partei folgt damit dem zündenden Beispiel der schwedischen 'Piratpartiet', deren Gründung eine weltweite Gründungswelle von Piratenparteien nach sich gezogen hat. Die primären Ziele dieser Bewegung sind die Freiheit des Wissens und der Kultur und die Wahrung der Privatsphäre. Die deutsche Partei hat sich zudem noch den Leitsatz 'gläserner Staat statt gläsernem Bürger' auf die Fahnen geschrieben, um die Transparenz politischer Prozesse und staatlicher Verwaltung einzufordern, und betont zugleich den nach dem Grundgesetz schützenswerten Charakter persönlicher Daten.

Erstmalig in der Geschichte Deutschlands spielte sich die Vorbereitung einer Parteigründung vorwiegend im Internet unter den Augen der Öffentlichkeit ab. Satzung und Programm der Piraten sind durch diese transparente Vorbereitung einhellig begrüßt und fast einstimmig angenommen worden.

Der provokante Name 'Piratenpartei' resultiert aus einem der politisch brisanten Punkte des Parteiprogramms, der Forderung nach einer Modernisierung des Urheberrechts im Sinne des 'fair use' also des Gebrauchs für private, wissenschaftliche oder Lehrzwecke. Dies würde auch die Zulässigkeit der Privatkopie rechtlich absichern, die immer mehr von Rechtsunsicherheit umgeben ist und bereits als Piraterie gebrandmarkt wird.

Eine drastische Reform des Patentsystems steht ebenso auf der Agenda der Piraten wie die Bekämpfung von Infrastrukturmonopolen. Patente auf Leben, Software oder Geschäftsmodelle sollen verhindert werden.

Diese politisch bisher wenig beachteten Themenfelder haben dennoch eine wichtige Gemeinsamkeit: sie betreffen jeden Bürger, jetzt und in der Zukunft. Dies zu vermitteln wird eine der wichtigsten Aufgaben der politischen Arbeit der Piraten sein.

Die Piratenpartei Deutschland.


Bundespressestelle:
Simon Lange
Telefon: 030 / 50 96 999 13
Mobil: 0163 / 949 76 84
presse@piratenpartei.de

Piratenpartei Deutschland
Pflugstraße 9a
10115 Berlin


Für Journalisten allgemein verwendbares Bildmaterial finden Sie unter:
http://www.piratenpartei.de/presse/bildmaterial


Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) beschäftigt sich mit entscheidenden Themen des 21. Jahrhunderts. Das Recht auf Privatsphäre, eine transparente Verwaltung, eine Modernisierung des Urheberrechtes, freie Kultur, freies Wissen und freie Kommunikation sind die grundlegenden Ziele der PIRATEN.

Bei der Bundestagswahl im September 2009 erreichte die Piratenpartei aus dem Stand 2,0 Prozent bzw. 847.870 Stimmen. Im Vergleich zur Europawahl im Juni 2009 (0,9 Prozent, 229.464 Stimmen) konnten die Piraten die Zahl ihrer Stimmen sogar fast vervierfachen. Die Piratenpartei hat mittlerweile über 11.000 Mitglieder.


Quellen (kein Teil der Pressemitteilung)

http://www.piratenpartei.de/node/45

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